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Als Deutscher auswaerts arbeiten und leben

Erstellt von freimut, 03.03.2013, 11:53 Uhr · 38 Antworten · 1.540 Aufrufe

  1. #21
    NEOT_3.0
    Avatar von NEOT_3.0
    Das muss ja in gewisser Weise leider so sehen.

  2.  
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  3. #22
    Avatar von MadMac

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    Zitat Zitat von wasa Beitrag anzeigen
    Wichtige Stelle = um sich zu bewaehren und dann fuer ein naechst hoeheres Level bewerben.
    Ist richtig, ich meinte das aber noch ein bisschen anders. Wenn man in einer wichtigen Rolle in der Firma in DL unterwegs ist, dann werden einem u.U. zusaetzliche Steine in den Weg gelegt, wenn man woanders hin moechte. Das wird durch das "Kastensystem" in Deutschland zusaetzlich unterstuetzt, in dem jeder praktisch nur in einem eng begrenztem Fachbereich arbeiten kann, ohne jemand links und rechts auf die Fuesse zu treten. Speziell fuer junior Fachkraefte, die eigentlich ins Ausland muessten, um entsprechende Erfahrungen zu sammeln.

    In den letzten 15 Jahren hat sich da sicher auch ein bisschen was in DACH getan im Zuge der Globalisierung, muss es ja auch. Ich hab da halt meine eigenen Erfahrungen machen duerfen und der Schritt nach Singapore war ein Eyeopener, weil ploetzlich all das, was man nicht konnte (auf Fuesse treten) ploetzlich von einem erwartet wurde .

  4. #23
    Avatar von maphrao

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    Zitat Zitat von wasa Beitrag anzeigen
    Vielleicht haste das garnicht mitbekommen,bei uns heisst das "mit dem Klammerbeutel gepudert".
    Schon klar, das mit dem Vorschlaghammer ist ne Steigerung

    Zitat Zitat von wasa Beitrag anzeigen
    Ich hoffe nur,du bildest genug Ruecklagen fuer dein Leben im Alter.
    Schaun wir mal, ich lebe eigentlich immer nach dem Prinzip alles oder nichts und von allzu viel Planungen halte ich nichts, denn es kommt eh meistens ganz anders.

    Zitat Zitat von kcwknarf Beitrag anzeigen
    Wobei man aber fairerweise sagen muss, dass es im Grunde nicht an ihnen liegt. Es wird einem ja eher eingetrichtert.
    ...
    Dem kann ich eigentlich nichts hinzufügen, das trifft den Nagel auf den Kopf.
    Es gibt aber Anzeichen, dass sich das in Zukunft ändert ( Crowdsourcing, Gründerinitiativen, Kreativ Wettbewerbe etc.), vor allem Berlin scheint sich da aktuell recht positiv zu entwickeln, wohl aus der Not heraus.

  5. #24
    Avatar von lucky2103

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    Zitat Zitat von MadMac Beitrag anzeigen
    Ich hab da halt meine eigenen Erfahrungen machen duerfen und der Schritt nach Singapore war ein Eyeopener, weil ploetzlich all das, was man nicht konnte (auf Fuesse treten) ploetzlich von einem erwartet wurde .
    Ich denke mal, Du meinst 'Anderen auf die Füsse treten.'
    Das ist natürlich 'ne chinesische Spezialität, das können die in der Regel recht gut...deswegen mochte ich auf die forschen und immer lauten thai- chinesischen Touristen aus bkk bei uns im Norden so sehr...

    Nein, da ist es in D schon ein Stück besser: Da steht der Prof. Dr. med gemeinsam mit dem H4- Empfänger bei ALDI in der Schlange - gäbe es in TH gar nicht.

    Also, dieses Elitäre kann ich gar nicht ab.

    Überhaupt finde ich eine Tendenz in TH besonders negativ:
    Wenn einer mal ein bisschen Geld verdient hat, dann tritt er in einen Golf-Club ein und ernährt sich nur noch von Chiva Regal o.ä.

  6. #25
    Avatar von lucky2103

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    Zitat Zitat von kcwknarf Beitrag anzeigen
    Wobei man aber fairerweise sagen muss, dass es im Grunde nicht an ihnen liegt. Es wird einem ja eher eingetrichtert. In Deutschland sind Selbstständigkeit und Eigenverantwortung Fremdworte, weil man denkt, das könnten nicht alle Menschen von sich aus erreichen. Es zählen eher (zumindest als Wunschgedanke) Gleichberechtigung, Chancengleichheit und daraus ergebend die soziale Absicherung. D.h. die Verantwortung wird einem abgenommen (durch den Staat/Gesellschaft), so dass man sich ja dann auch gerne in der sozialen Hängematte ausruchen kann. Und selbst wenn man mal etwas selber versucht, kann es ruhig schief gehen, weil man je eh aufgefangen wird.

    Das Prinzip ist ja im Grunde auch eine durchaus interessante Alternative. Doch man merkt ja seit einigen Jahrzehnten, dass es nicht funktionieren kann. Es gibt eben keine Berufssicherheit, vermutlich keine dauerhafte Rentensicherheit, es bröckelt an KV-Leistungen, Pflegenotstand, vieles wird privatisiert etc.
    Der Glaube an die soziale Sicherheit wird vermutlich irgendwann zum Boomerang. Denn dann müssen wohl alle Deutschen sich freischwimmen. Nur haben sie es nie in Schule und in der Gesellschaft gelernt.

    Dieser extreme Sozialstaat-Gedanke existiert eben in den USA, Holland etc. nicht. Daher werden es deren Bürger in der globalen Zukunft auch wesentlich leichter haben als die Deutschen oder auch die Griechen etc., die einfach eine durchaus schöne Idee träumen, aber die Realität nicht erkennen.
    Früher galten die Deutschen (und sie waren es ja auch) als durchaus kreativ und fleissig. Der Umschwung kam halt durch diesen Wandel von einer Industrie- zu einer Wohlstands- und Sozialnation.
    Ich kann das nur unterschreiben

  7. #26
    Avatar von wasa

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    "Früher galten die Deutschen (und sie waren es ja auch) als durchaus kreativ und fleissig."
    Dann ist unser heutiger Wohlstand ein Überbleibsel von früher?
    Das deutsche Firmen weltweit und besonders in China an der Spitze liegen,unser Export mehr oder weniger gut laeuft,das alles kommt daher weil wir Deutschen "dumm und faul" sind.
    Unsere Nittaya Experten,besonders die "Auswanderer",sind staendig up to date und wissen alles wieder mal ganz genau.

  8. #27
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von wasa Beitrag anzeigen
    Das deutsche Firmen weltweit und besonders in China an der Spitze liegen,unser Export mehr oder weniger gut laeuft,das alles kommt daher weil wir Deutschen "dumm und faul" sind.
    Deutschland zehrt aber hierbei aus der Vergangenheit, als eben diese deutsche Firmen gegründet worden sind und die globale Konkurrenz wesentlich geringer war. Es ist ja nicht verwerflich, seinen Wohlstand auch zu genießen. Doch wird es dann schwierig, diesen hohen Standard zu halten.

    Zitat Zitat von wasa Beitrag anzeigen
    Unsere Nittaya Experten,besonders die "Auswanderer",sind staendig up to date und wissen alles wieder mal ganz genau.
    Man hört es ja immer wieder, dass man keine Ahnung hat, wenn man im Ausland lebt.
    Zum einen hilft aber auch hier die Globalisierung und die technische Entwicklung (vielleicht kennst du schon das Internet, das sich bald durchsetzen wird und sogar Nachrichten in deutscher Sprache anbietet). Zum anderen aber hilft es sehr, wenn man sich mal die Gepflogenheiten in anderen Ländern anschaut oder selbst zu sehen, wie Expats zurecht kommen. Dann kann man durchaus vergleichen und objektiv feststellen, was in welchen Ländern besser oder schlechter läuft. Natürlich wird diese Feststellung noch von eigenen Wertvorstellungen geprägt sein. Trotzdem ist ein Blick von außen sicherlich nicht schlechter als von innen heraus.

  9. #28
    Avatar von pegasus

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    Zitat Zitat von kcwknarf Beitrag anzeigen
    Deutschland zehrt aber hierbei aus der Vergangenheit, als eben diese deutsche Firmen gegründet worden sind und die globale Konkurrenz wesentlich geringer war. Es ist ja nicht verwerflich, seinen Wohlstand auch zu genießen. Doch wird es dann schwierig, diesen hohen Standard zu halten.
    Das sehe ich nicht so, Deutschland ist nicht umsonst eine der größten Exportnationen. Und wenn man auf dem Stand der Gründerzeit der Unternehmen stehen geblieben wäre, könnte man aufgrund der technischen Entwicklung heute nichts mehr exportieren. Ich denke schon, dass deutsche Unternehmen sehr innovativ sind und daher auch auf dem Weltmarkt bestehen können. Wenn irgendwann mal keine neuen Ideen mehr eingebracht werden, dann ist das der Anfang vom Ende. Aber generell sind die Standards in Europa doch im Vergleich zu Asien immer noch deutlich höher, auch weil die Ausbildung einfach auf einem anderen Niveau ist.

    Ich denke auch, dass man durch Auslandsaufenthalte auf jeden Fall seinen Horizont erweitert und die Dinge in Deutschland aus einer anderen Sicht betrachtet. Da sieht man manche Dinge, die anderswo besser laufen aber auch Dinge die in Deutschland besser laufen. Ich finde man sollte Deutschland auch nicht verteufeln, man kann dort auch gut leben. Wer Deutschland den Rücken kehrt, hat meist seine Gründe dafür.

    Es ist sicherlich so, dass in Asien einige Dinge im Berufsleben anders laufen. Bessere Aufstiegschancen kann ich mir schon vorstellen, hängt aber stark vom Unternehmen und vom Land ab. In Singapur ist man da als Europäer ganz gut dabei, in Malaysia ist das nur noch in westlichen Unternehmen möglich und in Thailand wohl auch. Wenn man sich hier mal die Eigenverantwortlichkeit und Selbständigkeit von Mitarbeitern anschaut, ist das noch ein gewaltiger Unterschied zu Europa. Wo vieles in Deutschland von allein läuft, muss man hier ständig hinter jedem und allem hinterher rennen. Man gewöhnt sich dran aber es ist schon eine Umstellung. Die mai-pen-rai Einstellung hier in Thailand kann einem da manchmal ganz schön auf den Senkel gehen.

    Noch ein paar Worte zum Thema Amiland, weil die Amis mal wieder als leuchtendes Beispiel angeführt wurden: ich kann nicht mehr verstehen, wie man als vernünftig denkender Europäer immer noch die Amis als großes Vorbild sehen kann. Das Modell des unkontrollierten Kapitalismus hat sich doch selbst diskreditiert. Schaut Euch doch das Land mal an: die Infrastruktur ist komplett im Eimer, das Gesundheitssystem für viele nicht bezahlbar, in manchen Gegenden sieht es aus wie in einem Entwicklungsland (erst kürzlich auf SPON: Detroit) und das politische System unterstützt immer noch die Bereicherung einer kleinen Gruppe von Leuten. Der Mittelstand ist im Niedergang und die Arbeitslosigkeit steigt. Ich denke, da hat es Deutschland doch etwas besser gemacht.

    Und dann noch was zur Selbständigkeit: es ist ziemlich egal, wo man sich selbständig macht. Das Führen eines Unternehmens ist immer mit Risiken behaftet und erfordert einen gewissen Arbeitseinsatz. Der Umgang mit Kunden ist für mich in Deutschland erheblich einfacher als in Asien. Ganz speziell hier in Thailand ist der Umgang mit manchen Kunden ziemlich schwierig. Wenn man es hier mit Staatsunternehmen zu tun hat, ist das wie bei anderen Behörden auch. Man muss Unmengen an Papier zusammenstellen, um eine einzelne Genehmigung zu bekommen. Über den Sinn braucht man sich keine Gedanken zu machen, es heißt sowieso nur: dass müssen alle anderen auch so machen. Über Verantwortlichkeiten und Hierarchien wollen wir erst gar nicht reden, auch nicht über technische Kompetenz beim Kunden.

    Hat also alles seine Vor- und Nachteile. Für welches Land man sich am Ende beim Auswandern entscheidet, hängt doch wohl eher vom persönlichen Wohlgefühl ab, als von äußeren Faktoren. Will sagen, die Vorteile müssen die Nachteile überwiegen, dann geht's. Ob ich bis ans Ende meiner Tage in Thailand bleibe weiss ich noch nicht, im Moment gefällt es mir ganz gut. War in den letzten zwei Wochen in Südafrika, hat mir überaus gut gefallen, vielleicht auch eine Alternative.

  10. #29
    Avatar von wasa

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    (vielleicht kennst du schon das Internet, das sich bald durchsetzen wird und sogar Nachrichten in deutscher Sprache anbietet). Zum anderen aber hilft es sehr, wenn man sich mal die Gepflogenheiten in anderen Ländern anschaut oder selbst zu sehen, wie Expats zurecht kommen.
    Vielen Dank fuer die Hinweise,ich werde mich schlau machen.
    Zum besseren Verstaendnis fuer dich,ich habe weltweit als Senior Consultant fuer einen deutschen Multi gearbeitet,davon die letzten 10 Jahre von Japan/Korea runter bis Newzealand mit Sitzt in Bangkong.

    PS
    @pegasus hat mit Fachwissen gut geantwortet.
    Romanen oder Traeumereien von hier ansaessigen Auswanderern brauch man nicht weiterverfolgen.

  11. #30
    Avatar von wasa

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    War in den letzten zwei Wochen in Südafrika, hat mir überaus gut gefallen, vielleicht auch eine Alternative.
    Ueberrascht mich,trotz der politischen Lage,Armut,Arbeitslosigkeit,Townships?
    Wie sieht es in 10 Jahren dort aus?

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