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ALG1, ALG2, H4 und anderes

Erstellt von Spencer, 08.10.2015, 23:20 Uhr · 21 Antworten · 1.918 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Spencer

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    ALG1, ALG2, H4 und anderes

    Zitat Zitat von tuxluchs Beitrag anzeigen
    Ja auch diese europäischen Einwanderer waren Wirtschaftsflüchtlinge, nur war das Zielland, kein Land der Sozialhilfe, sondern ein Land wo hart gearbeitet werden mußte, oder man ist schlicht und einfach verhungert. Es ist somit mit dem heutigen Zustand, speziell in D. nicht zu vergleichen.


    genau das Thema hatten wir in diesem thread schon einmal - wir wiederholen uns.

    Ich finde übrigens dass die Sozialhilfe grundsätzlich in Deutschland auf einem zu hohen Niveau bzw. der Unterschied zu den in Lohn und Brot stehenden Bürger zu gering ist. Zumindest in einfachen Berufen lohnt sich kaum noch zu arbeiten.

    Spencer


    Dieser und die ersten nachfolgenden Posts wurden aus dem Thema "Flüchtlinge ... " hierher verschoben.
    @Spencer ist also eher zufällig der TS.

  2.  
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  3. #2
    Avatar von tuxluchs

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    Zitat Zitat von Spencer Beitrag anzeigen
    genau das Thema hatten wir in diesem thread schon einmal - wir wiederholen uns.

    Ich finde übrigens dass die Sozialhilfe grundsätzlich in Deutschland auf einem zu hohen Niveau bzw. der Unterschied zu den in Lohn und Brot stehenden Bürger zu gering ist. Zumindest in einfachen Berufen lohnt sich kaum noch zu arbeiten.

    Spencer
    Siehste, ich sehe das auch wieder anders. Früher gab es ALG1, ALG2, Sozialhilfe, jetzt ALG1, H4. Diese Abstufung, gearbeitet geringe Zeit ohne Arbeit, gearbeitet-zu lange Zeit ohne Arbeit, nie geschafft warum auch immer, hatte ein erzieherische Wirkung. Jetzt ist es Egal ob du faul bist oder vom Pech verfolgt, es gibt das gleiche. Und 40€ Differenz zwischen Asyli und H4 sind nicht wirklich schmerzhaft.
    H4 die Segnung der SPD, hat nicht wirklich neue gute, sondern nur mehr billige Arbeitsplätze geschaffen, ist ja auch eine Arbeiter(verräter)partei. Und das traditionell seit 1914.

  4. #3
    Avatar von Spencer

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    Zitat Zitat von tuxluchs Beitrag anzeigen
    Siehste, ich sehe das auch wieder anders. Früher gab es ALG1, ALG2, Sozialhilfe, jetzt ALG1, H4. Diese Abstufung, gearbeitet geringe Zeit ohne Arbeit, gearbeitet-zu lange Zeit ohne Arbeit, nie geschafft warum auch immer, hatte ein erzieherische Wirkung. Jetzt ist es Egal ob du faul bist oder vom Pech verfolgt, es gibt das gleiche.
    H4 die Segnung der SPD, hat nicht wirklich neue gute, sondern nur mehr billige Arbeitsplätze geschaffen
    da sind wir doch exakt gleicher Meinung.
    Eventuell hatte ich mich nicht richtig ausgedrückt.

    Der Anreiz fehlt - die Differenz zu in Arbeit stehenden Leuten ist zu gering.

    ALG 2 (Hartz 4) ist zu hoch angesetzt und die Löhne im unteren Segment sind zu gering.
    Auch das "Gleichbügeln", die gleiche Summe für alle Arbeitslosen sehe ich genauso kritisch wie Du - die Lebensleistung eines Menschen wird nicht gewürdigt.

  5. #4
    Avatar von Beachboy

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    Zitat Zitat von tuxluchs Beitrag anzeigen
    Siehste, ich sehe das auch wieder anders. Früher gab es ALG1, ALG2, Sozialhilfe, jetzt ALG1, H4.
    Nein, ALG2 ist identisch mit Hartz4 und früher gab es Arbeitslosengeld und Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe.

  6. #5
    Avatar von Beachboy

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    Zitat Zitat von Spencer Beitrag anzeigen
    genau das Thema hatten wir in diesem thread schon einmal - wir wiederholen uns.

    Ich finde übrigens dass die Sozialhilfe grundsätzlich in Deutschland auf einem zu hohen Niveau bzw. der Unterschied zu den in Lohn und Brot stehenden Bürger zu gering ist.
    Hartz 4 sind für eine Einzelperson um die 800 Euro einschließlich Kosten für Wohnung. In der überwiegenden Mehrzahl aller Berufe verdient man spürbar mehr. Die Armutsgrenze in Deutschland liegt oberhalb von 1000 Euro. Hartz 4 ist NICHT zu hoch, sondern manche Löhne sind zu gering!

  7. #6
    Avatar von Spencer

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    auf den Punkt gebracht sieht es so aus :

    ein nach 40 Berufsjahren arbeitslos gewordener Bürger (auch gerne "unverschuldet") erhält, nach Ablauf seines ALG 1 Anspruchs, nahezu exakt gleich hohe Unterstützung wie ein, vor XX Monaten (?) nach Deutschland geflüchteter Asylant aus Eritrea.

    Vorher muss dieser deutsche Arbeitslose selbstverständlich noch sein eventuell zusammengespartes Häuschen "verfrühstücken" - alles richtig so ?

  8. #7
    Avatar von Spencer

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    Zitat Zitat von Beachboy Beitrag anzeigen
    Hartz 4 sind für eine Einzelperson um die 800 Euro einschließlich Kosten für Wohnung. In der überwiegenden Mehrzahl aller Berufe verdient man spürbar mehr. Die Armutsgrenze in Deutschland liegt oberhalb von 1000 Euro. Hartz 4 ist NICHT zu hoch, sondern manche Löhne sind zu gering!
    - Energie -/ Heizkosten ?
    - Krankenversicherung ?
    - Fahrtkosten zur Arbeit entfallen für Hartz 4 ebenfalls
    - GEZ ?

    Alles mit Fragezeichen versehen da ich mich nicht wirklich damit auskenne - wer weiss Bescheid ?

  9. #8
    Avatar von khwaam_suk

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    Zitat Zitat von Spencer Beitrag anzeigen
    - Energie -/ Heizkosten ?
    - Krankenversicherung ?
    - Fahrtkosten zur Arbeit entfallen für Hartz 4 ebenfalls
    - GEZ ?

    Alles mit Fragezeichen versehen da ich mich nicht wirklich damit auskenne - wer weiss Bescheid ?
    Bei den Fahrtkosten zur Arbeit fehlt ein Fragezeichen. Die Aussage ist so pauschal nicht korrekt.
    GEZ-Gebühren werden nicht vom Amt übernommen. Ein Hartz4-Empfänger kann sich auf Antrag zwar davon befreien lassen, die Mindereinnahmen gehen allerdings zu Lasten der Öffentlich-Rechtlichen. Einer etwas älteren Studie zufolge soll sogar etwa die Hälfte aller Berechtigten diesen Befreiungsantrag gar nicht gestellt haben.
    http://www.sueddeutsche.de/geld/gez-gebuehren-von-hartz-iv-empfaengern-vergessene-millionen-1.1118124


  10. #9
    Avatar von Spencer

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    Zitat Zitat von khwaam_suk Beitrag anzeigen
    Bei den Fahrtkosten zur Arbeit fehlt ein Fragezeichen. Die Aussage ist so pauschal nicht korrekt.
    GEZ-Gebühren werden nicht vom Amt übernommen. Ein Hartz4-Empfänger kann sich auf Antrag zwar davon befreien lassen, die Mindereinnahmen gehen allerdings zu Lasten der Öffentlich-Rechtlichen. Einer etwas älteren Studie zufolge soll sogar etwa die Hälfte aller Berechtigten diesen Befreiungsantrag gar nicht gestellt haben.
    bei den Fahrtkosten hatte ich absichtlich das Fragezeichen nicht gesetzt da man nicht pauschal von einem "Pendler" ausgehen kann.
    Wenn ich jedoch einen täglich mit seinem PKW zur Arbeitsstätte fahrenden Arbeitnehmer annehme, komme ich nicht umhin auch diesen Kostenpunkt in die Kalkulation einzurechnen. Von einer geringen Steuererstattung abgesehen hat dieser Arbeitnehmer seine PKW-Kosten selbst zu tragen ....... der Hartz 4 -Empfänger nicht (er bleibt im Bett liegen).

    Kurzum :
    es reicht nicht ganz aus, wie oben angeführt, bei einem "single" ca. 800.- € als ALG 2-"Einkommen" anzusetzen. Es addieren sich vielmehr noch mehrere kleinere und größere Einzelposten welcher ein arbeitender Mensch selbstverständlich selbst zu tragen hat.

    Allerdings bin ich nicht so richtig fit mit dieser Materie und lasse mich bei Bedarf gerne belehren.

    Vor einigen Monaten hatte ich mir einmal den Spaß erlaubt, beispielhaft an einer Familie (2 kleinere Kinder, er berufstätig als Dachdecker Einkommen 1.800.- €, sie Hausfrau, kein Einkommen, Miete : 750.- €, Weg zur Arbeit : 25 km usw. ) mit Hilfe des auf der homepage der Arbeitsagentur verfügbaren ALG I und ALG II - Rechners die genauen Erstattungsbeiträge und das dann letztendlich verfügbare Netto-Einkommen zu ermitteln.

    Es stellte sich heraus dass der ALG I - Empfänger am schlechtesten abschneidet, da er einige "Nebenkosten" noch nicht erstattet bekommt und lediglich ca. 63 % (??) des letzten Netto-Einkommens bezieht. Beim Hartz 4 ( =ALG 2 ) sieht es dann wieder besser aus da es dann zu einem "Rundum-Sorglos-Paket" anwächst.

    Bei höher dotierten Berufen und auch bei Hauseigentum ergibt sich wieder eine andere Rechnung/ein anderes Bild .... natürlich.

  11. #10
    Avatar von wingman

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    Ab 1.1.2016 soll die Familienversicherung für ALG2 Bezieher bei den Krankenkassen abgeschafft werden. Mit Sicherheit hat dies wieder irgendwelche Nachteile für die Betroffenen.
    Jeder ist dann eigenständig versichert. So denke ich, das man zur Beifreiung von Zuzahlungen künftig nicht 1x den Betrag XX aufgewendet haben muss sondern dann 2x.

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