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Afghanistan - der Anfang vom Ende?

Erstellt von strike, 02.04.2011, 01:56 Uhr · 102 Antworten · 6.494 Aufrufe

  1. #71
    Avatar von strike

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    Zitat Zitat von strike Beitrag anzeigen
    Ein voellig unnoetiger und kontraproduktiver Auftritt der Deutschen auf der Weltbuehne.
    Hier wurden Grossmachtsphantasien unserer sogenannten Volksvertreter auf Kosten von Soldaten und einer Unmenge Geldes verwirklicht.
    Schroeder und Fischer und deren Nachfolger muessten sich so etwas von schaemen, fuer diesen Bloedsinn Volksvermoegen und Leben geopfert zu haben.
    Taliban hissen Flagge auf ehemaligem Bundeswehrcamp

    Wieviele Soldaten wurden dort unten verwundet oder gar getötet?
    Und wieviele Milliarden Steuergelder für die "Verteidigung unserer Freiheit am Hindukusch" sozusagen in den afghanischen Sand gesetzt?

    Ich bleibe auch mehr als 2 Jahre später dabei: Schroeder und Fischer und deren Nachfolger muessten sich so etwas von schaemen, fuer diesen Bloedsinn Volksvermoegen und Leben geopfert zu haben.

    Taliban auf dem Vormarsch auf ehemaliges Bundeswehrcamp - SPIEGEL ONLINE

  2.  
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  3. #72
    Avatar von Helli

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    Zitat Zitat von strike Beitrag anzeigen
    Schroeder und Fischer und deren Nachfolger muessten sich so etwas von schaemen, fuer diesen Bloedsinn Volksvermoegen und Leben geopfert zu haben.
    Ob Afghanistan der unfreiwillige Preis für das NEIN zum Irak-Krieg war?

  4. #73
    woody
    Avatar von woody
    Afghanistan war ein Nato Einsatz mit Genehmigung des Sicherheitsrates der UN.
    Als der Taliban Terror und die Al Kaida in Afganistan wueteten waren sich alle einig dort einzugreifen. Es gab damals nur Wenige, die dagegen sprachen.

    Der Ueberfall auf den Irak war ein Krieg den G.W. Bush, die christlichen Fundamentalisten und amerik. Imperialisten angezettelt haben.

  5. #74
    Avatar von x-pat

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    Zitat Zitat von strike Beitrag anzeigen
    Wieviele Soldaten wurden dort unten verwundet oder gar getötet? Und wieviele Milliarden Steuergelder für die "Verteidigung unserer Freiheit am Hindukusch" sozusagen in den afghanischen Sand gesetzt?
    Am ISAF Einsatz war Deutschland mit einer Truppenstärke von über 5300 Soldaten beteiligt zwischen 2001 und 2011 mit insgesamt 385 Verletzten (WIA) und 38 Toten (KIA). Die Kosten für den Einsatz sollen sich offiziell auf 1 Milliarde Euro pro Jahr belaufen haben; dies wird inoffiziell jedoch höher eingeschätzt.

    Die gesamte ISAF Truppenstärke betrug knapp 130,000 Mann, insofern ist die deutsche Beteiligung noch überschaubar.

    Zitat Zitat von strike Beitrag anzeigen
    Ich bleibe auch mehr als 2 Jahre später dabei: Schroeder und Fischer und deren Nachfolger muessten sich so etwas von schaemen, fuer diesen Bloedsinn Volksvermoegen und Leben geopfert zu haben.
    Das sagt sich leicht, ist aber nicht wirklich überlegt. Als Teil der NATO kann sich Deutschland solchen Missionen nicht entziehen. Die Bundeswehr hat ja bis zum Kosovo Einsatz in den späten 90ern aufgrund der speziellen Geschichte und WW2 überhaupt keine Streitkräfte in ausländische Kriegsgebiete entsandt. Diesen Status kann Deutschland als NATO Partner aber nicht auf ewig behalten und begründen.

    Daher bleiben eigentlich nur zwei Option. NATO Partner bleiben oder dem Schweizer Modell folgen, wobei ein NATO Austritt die Dinge ziemlich aufmischen würde.

    Cheers, X-pat

  6. #75
    Avatar von strike

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    Zitat Zitat von x-pat Beitrag anzeigen
    Das sagt sich leicht, ist aber nicht wirklich überlegt.
    Nun, Thomas, zu diesem Thema habe ich oft und seit langem Überlegungen angestellt.
    Ich bin allenfalls zu einem anderen Ergebnis als Du - und alle anderen? - gelangt.

    ... Die Bundeswehr hat ja bis zum Kosovo Einsatz in den späten 90ern aufgrund der speziellen Geschichte und WW2 überhaupt keine Streitkräfte in ausländische Kriegsgebiete entsandt.
    Dabei hätte es mE auch bleiben sollen.*

    ... Diesen Status kann Deutschland als NATO Partner aber nicht auf ewig behalten und begründen.
    Warum nicht?
    An anderen Stellen wird doch gerade "die spezielle Geschichte und WW2" oft und gern bei der Argumentation herangezogen.

    ... NATO Partner bleiben oder dem Schweizer Modell folgen, wobei ein NATO Austritt die Dinge ziemlich aufmischen würde.
    Ein neutrales und unabhängiges Deutschland wäre in der Tat mal was neues.
    Aber spätestens dann diente wohl genau die von Dir erwähnte "spezielle Geschichte und WW2" als Warnung und Hinderungsgrund.



    * das ausgerechnet unsere pazifistischen, rot-grünen Schwestern und Brüdern das Tor für militärische Einsätze im Ausland geöffnet haben, ist ein peinlicher Witz

  7. #76
    Avatar von Dieter1

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    Zitat Zitat von Helli Beitrag anzeigen
    Ob Afghanistan der unfreiwillige Preis für das NEIN zum Irak-Krieg war?
    Der Afghanistanfeldzug begann 2001, also 2 Jahre vor dem unseligen Irakabenteuer der USA. Aussserdem lag dem Afghanistanfeldzug der NATO Verteidigungsfall zugrunde, nachdem die USA von aus Afghanistan gesteuerten Terroristen attackiert wurde.

    Beurteile selbst, wie wenig intelligent Dein Beitrag vor diesem Hintergrund ist.

  8. #77
    Avatar von DisainaM

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    Zitat Zitat von x-pat Beitrag anzeigen
    Am ISAF Einsatz war Deutschland mit einer Truppenstärke von über 5300 Soldaten beteiligt zwischen 2001 und 2011 mit insgesamt 385 Verletzten (WIA) und 38 Toten (KIA). Die Kosten für den Einsatz sollen sich offiziell auf 1 Milliarde Euro pro Jahr belaufen haben; dies wird inoffiziell jedoch höher eingeschätzt.
    Unter dem Strich hat sich Deutschland dabei billig aus der internationalen Partnerschaftsverpflichtung gezogen.

    Wenn man nun vergleicht, wie teuer es Deutschland geworden ist, an einem Krieg nicht teilzunehmen,

    und deswegen von den USA zur Kostenbeteiligung gezwungen zu werden,

    so musste Deutschland für seine Nichtteilnahme an einem 1 jährigen Krieg, an die USA zahlen;

    Als Kosten des Krieges für die Vereinigten Staaten wurden vom Kongress etwa 61,1 Milliarden US-Dollar errechnet; 52 Milliarden von diesen Kosten wurden von verschiedenen anderen Staaten bezahlt, davon 36 Milliarden von Kuwait, Saudi-Arabien und anderen Golfstaaten. Deutschland beteiligte sich rein finanziell mit 17,9 Mrd. DM.[28] (auch genannt: „Scheckbuchdiplomatie“, da sich die Bundesrepublik nicht aktiv mit Soldaten am Krieg beteiligte).
    Zweiter Golfkrieg ? Wikipedia

    also, 9 Milliarden Euro Kostenbeteiligung, für einen nicht mitgewirkten, allerdings nur 1 jährigem Krieg,
    oder 10 Milliarden Euro für einen 10 jährigen Krieg,
    der ohne direkte Teilnahme das zehnfache gekostet hätte,

    zeigt das Hauptproblem.

    In der öffentlichen Diskussion, ist der normalen bevölkerung in Deutschland überhaupt nicht klar,
    welche Druckmöglichkeiten die USA auf Deutschland hat.

    Beispiel : Deutschland will die Zollunion mit den USA sich nicht diktieren lassen, spielt auf momentane Verärgerung der deutschen bevölkerung, wegen US Spionage in Deutschland, - die USA sagen, gut, ihr macht unsere Spionage bekannt, wir machen eure Spionage in der Türkei bekannt, wir haben noch ganz andere Möglichkeiten, das "heile" Deutschland ins wanken zu bringen, wenn ihr nicht mitspielt.

    Ergo,
    es bringt nix, sich als Durchschnittsbürger eine Meinung über die Kosten im Staatshaushalt seines Landes zu machen,
    weil man einfach nicht alle Variablen kennt, die Einfluss aus die Haushaltsplanung nehmen.

    Deutschland kann sich heute eine Nichtteilnahme an einem, von den USA verordneten Krieg, überhaupt nicht leisten,
    weil die später erzwungende Kostenbeteiligung für die Nichtteilnahme das zehnfache von den Kosten ausmacht,
    als wenn Deutschland sich beteiligt hätte.

    ps.
    man muss sich nur ansehen, was die USA 1990/91 mit japan veranstaltete,

    Japan beteiligte sich nur indirekt an dem Krieg und steuerte 13 Milliarden Dollar finanzieller Hilfe bei, weshalb es sich mit dem Vorwurf der Scheckbuchdiplomatie konfrontiert sah. Daraufhin schuf Japan das sog. PKO-Gesetz, welches eine Entsendung der japanischen Selbstverteidigungsstreitkräfte in friedenserhaltende Missionen der UN ermöglichte.
    Im Zuge der neu übernommenen internationalen Verantwortung wurde innerhalb des japanischen Außenministeriums auch die für die UN zuständige Abteilung umstrukturiert und ein Zentrum für die Rekrutierung und Ausbildung von Personal für die Tätigkeit bei internationalen Organisationen geschaffen.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Au%C3%9Fenpolitik_Japans

    also aufwachen, und erstmal rechnen, ob man sich Scheckbuchdiplomatie überhaupt leisten kann,
    bevor man NEIN zum Krieg sagt,
    ansonsten sich warm anziehen für einen Wirtschaftskrieg mit den USA, wo die Nachfolger von George Soros den Euro platt machen.

  9. #78
    Avatar von Dieter1

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    Zitat Zitat von DisainaM Beitrag anzeigen
    Deutschland kann sich heute eine Nichtteilnahme an einem, von den USA verordneten Krieg, überhaupt nicht leisten, weil die später erzwungende Kostenbeteiligung für die Nichtteilnahme das zehnfache von den Kosten ausmacht, als wenn Deutschland sich beteiligt hätte.
    Das ist Unsinn.

    Eine 10jaehrige Deutsche aktive Teilnahme am Irakkrieg haette weit mehr gekostet.

  10. #79
    Avatar von DisainaM

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    Du hast den Inhalt nicht verstanden,
    eine Nichtteilnahme an einem Krieg kostet das 10 fache, als eine Teilnahme.
    Die Kosten an dem letzten Irakkrieg sind noch nicht komplett abgerechnet,
    bislang haben die USA die Kriegskosten von 100 Milliarden $ auf die Eröleinnahmen des Iraks umgelegt,
    soll heissen, der Staat Irak ist mit 100 Milliarden US$ bei den USA verschuldet.

    Sollten Deutschland nun durch ev. Waffenlieferungen an die Kurden dazu beitragen, dass die Kurden sich samt ihrer Erölvorkommen auf ihrem Gebiet unabhängig machen, indem sie nach dem ISIS Kampf, die Waffen zur Verteidigung ihres neuen Staates benutzen,
    kann es sein, dass die USA Deutschland für den Einnahmeverlust an der Ölvorkommen für die Kriegskosten anteilig heran zieht,
    also noch nicht drauf bauen, das die Sache schon abgeschlossen ist.

  11. #80
    Avatar von Yogi

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    Zitat Zitat von Dieter1 Beitrag anzeigen
    Das ist Unsinn.

    Eine 10jaehrige Deutsche aktive Teilnahme am Irakkrieg haette weit mehr gekostet.

    Zitat Zitat von x-pat Beitrag anzeigen
    Am ISAF Einsatz war Deutschland mit einer Truppenstärke von über 5300 Soldaten beteiligt zwischen 2001 und 2011 mit insgesamt 385 Verletzten (WIA) und 38 Toten (KIA). Die Kosten für den Einsatz sollen sich offiziell auf 1 Milliarde Euro pro Jahr belaufen haben; dies wird inoffiziell jedoch höher eingeschätzt.
    Leg doch bitte mal deine Zahlen zur Gegenüberstellung auf den Tisch.
    Natürlich wäre es auch hilfreich, wenn du erklären würdest, was du dir unter "aktive Teilnahme" vorstellst.

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