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9/11 - 10 Jahre danach

Erstellt von strike, 09.09.2011, 08:18 Uhr · 73 Antworten · 5.048 Aufrufe

  1. #41
    antibes
    Avatar von antibes
    Zitat Zitat von Waitong Beitrag anzeigen
    Die US-Politik ist seit Jahrzehnten auf Konfrontationskurs, es war nur eine Frage der Zeit, bis jemand zum "Gegen-terror" ausholte.

    Das ist keine Billigung, meinerseits. Es ist leider all zu logisch...
    Allerdings,
    die Politik zeichnet sich nicht gerade durch Diplomatie aus. Nur heute werden die wahren Motive für jemanden, der diese von beiden Seiten verstehen möchte, kaum noch versteckt.

    Wäre die Beseitigung von Diktaturen das here Ziel der amerikanischen Politik schon immer gewesen, dann hätten sie in ihrem Vorhof Mittel- und Südamerika ein reiches Betätigungsfeld gehabt.
    Nur die Geschichte zeigt uns ein anderes Gesicht.

  2.  
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  3. #42
    Avatar von strike

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    Gerade eben in der Mittagspause gelesen.

    Die heute Neun- bis Zehnjährigen sind ganz normale Kinder, zumindest scheinen sie es. Ein Psychologe hätte dennoch wenig Mühe, herauszufinden, dass sie "traumatisiert" sind. Wären sie es nicht, wären sie nicht normal.
    Sie sind alt genug, um sich vorzustellen, dass der eigene Vater innerhalb von Sekundenbruchteilen pulverisiert wurde. Oder dass er aus einem Fenster sprang, weil der schnelle Tod im freien Fall die bessere Alternative zum Verbrennen bei lebendigem Leibe war.
    Gabriel, am 11. 9. geboren, schickt seinem Vater jedes Jahr an seinem Geburtstag eine Nachricht an einem Ballon: "Du fehlst mir" oder: "Unser Team hat im Baseball gewonnen."
    Man kann den Kindern nur wünschen, dass sie nie erfahren, wie man in Deutschland in diesen Tagen des 11. September 2001 gedenkt. Hinter der Fassade aus Mitgefühl und Trauer lauert ein Abgrund aus Infamie und Schadenfreude.


    Vielleicht interessiert es auch andere:

    ... Ein Berliner Feuilletonist, der zu den Begabteren seines Faches gehört, verschwendet keinen Gedanken an die vielen Toten und stellt ganz entspannt fest, "der Einsturz zweier hässlicher und sehr verzichtbarer Türme" habe nur eine "nationalfolkloristische Bedeutung".

    ... Bereits fünf Tage nach 9/11, am 16. September 2001, hatte der Komponist Karlheinz Stockhausen die Anschläge als "das größte Kunstwerk, was es je gegeben hat", bezeichnet.

    ... sollte jetzt der 11. September 2001 als "die Geburtsstunde der bemannten fliegenden Architekturkritik" in die Geschichte eingehen, dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis ......... als die Ouvertüre zum organisierten Massentourismus gewürdigt wird.

    Deutschland und 9/11: Ein Abgrund aus Infamie und Schadenfreude - Nachrichten Politik - Specials - 911 - WELT ONLINE

    Dazu passen dann auch die von Broder gesammelten und in der Weltwoche.ch veroeffentlichten Kommentare:

    Angesichts von Millionen Toten in den vergangenen Jahrzehnten, die durch Bomben der USA und ihrer Vasallen starben, ist der 11. September 2001 eine Marginalie. Wer liest die Namen der vietnamesischen Kinder vor, die im amerikanischen Napalm verkohlten?» – «Jeder Tag ist 9/11, zirka 100 000 Menschen verhungern täglich.» – «Die Konzentration auf einen verordneten Gedenktag ist unerträglich.» – «Auge um Auge, Zahn um Zahn. Es wird die USA garantiert wieder treffen.» – «Denn wer Sturm sät, wird Orkan ernten.» – «Es sterben so viele Menschen, jeden Tag. Auf der ganzen Welt. Was macht diese 3000 so besonders? Zumal die USA den Hass gegen sich geschürt und nie ernst genommen haben. Amerika hat es sich zuzuschreiben. Es war ein zu verurteilender Terrorakt, aber schlimmer als das alltägliche Geschehen auf der Welt ist es kein bisschen!» – «Als ich die Bilder vor zehn Jahren sah, dachte ich an die *Opfer in Dresden und anderen deutschen Städten, wo es Millionen Tote gab. Heute denke ich an die unschuldigen Toten, die es durch über 8000 Nato-Luftangriffe auf Libyen gab und gibt.» – «Was ist eigentlich mit den Hunderttausenden, die in Japan durch Atombomben gestorben sind? Haben Sie da eigentlich auch am Gedenktag schon getrauert, Herr *Broder? Oder passt das nicht ins Freund-Feind-Schema?» – «Broder verschweigt gleichzeitig aber alle völkermörderischen Aktivitäten der Amerikaner – angefangen beim Genozid an den Ureinwohnern der USA – den Indianern!» – «Wann gedenkt die Welt der Millionen Indianer, Schwarzen, Dresdener, Hamburger, Koreaner, Vietnamesen, Jugoslawen, Iraker, Afghanen und ungezählten CIA- und NSA-Opfer, die Amerika in seiner Geschichte bis heute produziert hat?» – «Warum zur Hölle muss man um irgendwelche Amerikaner trauern? Wer bestimmt das? Ist das per Gesetz irgendwo festgeschrieben? Ich trauere lieber um die Millionen ermordeten Menschen auf der ganzen Welt, die unschuldig Opfer des amerikanischen Impe*ria*lismus wurden.» – «Den Fernseher kann man ja dieses Wochenende getrost auslassen, weil altbekannter Katastrophenherzschmerz kommt. Die Anschläge waren schrecklich, aber daraus gelernt haben die USA nichts.»

    Tja, was soll man dazu sagen?
    Konsens herrscht - hoffentlich - darueber, das jeder unschuldige Tote einer zuviel ist.

  4. #43
    Avatar von Waitong

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    Hast du schon mal von "(schein)-christlichen" Fundamentalisten in den USA gehoert ?

  5. #44
    Avatar von Dieter1

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    Zitat Zitat von Waitong Beitrag anzeigen
    Hast du schon mal von "(schein)-christlichen" Fundamentalisten in den USA gehoert ?
    Hast Du schon mal von "(schein)-christlichen" Fundamentalisten gehoehrt, die ................... zur Vernichtung der Moslems betreiben?

    Immer auf dem Teppich bleiben Junge.

  6. #45
    Avatar von Waitong

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    Zitat Zitat von Dieter1 Beitrag anzeigen
    Hast Du schon mal von "(schein)-christlichen" Fundamentalisten gehoehrt, die ................... zur Vernichtung der Moslems betreiben?

    Immer auf dem Teppich bleiben Junge.
    Jungchen - hast du schon mal davon gehoert, dass man nicht ganze Laender mit Krieg ueberziehen muss und systematisch hundertausende von Zivilisten mordet, um fuer Ruhe zu sorgen ?

    So geschehen in Vietnam - Iraq - Afganistan um nur einige zu nennen.

    Was weisst du ueber US-Kriegsfuehrung ?

    Sicherlich zu wenig !

  7. #46
    Avatar von Dieter1

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    Zitat Zitat von Waitong Beitrag anzeigen
    Jungchen - hast du schon mal davon gehoert, dass man nicht ganze Laender mit Krieg ueberziehen muss und systematisch hundertausende von Zivilisten mordet, um fuer Ruhe zu sorgen ?

    So geschehen in Vietnam - Iraq - Afganistan um nur einige zu nennen.

    Was weisst du ueber US-Kriegsfuehrung ?

    Sicherlich zu wenig !
    Herrschen in Vietnam, Afghanistan und Irak "Ruhe" im Sinne der USA?

    Wohl ebensowenig wie die USA in diesen Laendern jeweils Hundertausende Zivilisten ermordet hat.

    Was weist Du ueber US-Kriegsfuehrung?

  8. #47
    Avatar von Waitong

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    Zitat Zitat von Dieter1 Beitrag anzeigen
    Herrschen in Vietnam, Afghanistan und Irak "Ruhe" im Sinne der USA?
    Es herrscht Leid, an dem die USA erheblich mit-beteiligt sind.

    Wohl ebensowenig wie die USA in diesen Laendern jeweils Hundertausende Zivilisten ermordet hat.
    Glaubst du an den "sauberen Krieg" den die USA uns vorgaukelt ?

    Was weist Du ueber US-Kriegsfuehrung?
    Nicht alles, aber einiges. Hatte es bereits erwaehnt das ich mit US-Amerikanern aufgewachsen bin. Von daher sind mir die Schicksale einiger "Jungs" in meinem Alter (57) persoenlich bekannt. Da waren nicht wenige die traumatisiert aus dem Vietnam-Krieg gekommen sind ... die Selbstmordrate unter den Ex-GI's war hoch.

  9. #48
    Avatar von Waitong

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    Interessant - und wie siehst du das im Fall USA und Vietnam ? Wer hat wen Ueberfallen ?




    Upps - wo ist der Beitrag von @Tramaico von 11:50 ?

  10. #49
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Gar nicht, weil ich mich mit der Thematik Vietnamkrieg noch nie richtig auseinandergesetzt habe. Warum? Weil es mich bis dato einfach nicht ausreichend interessierte, da ich weder Amerikaner noch Vietnamese bin.

    Aber hier steht ja anscheinend alles drin zur Sache: http://de.wikipedia.org/wiki/Vietnamkrieg

  11. #50
    Avatar von jai po

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    Zitat Zitat von Waitong Beitrag anzeigen
    Interessant - und wie siehst du das im Fall USA und Vietnam ? Wer hat wen Ueberfallen ?
    Irgendwie tun sich hier schon Parallelen auf.

    Um die Invasion Polens zu rechtfertigen, fingierte die deutsche Seite mehrere Vorfälle. Der bekannteste ist der vorgetäuschte Überfall auf den Sender Gleiwitz von als polnische Widerstandskämpfer verkleideten SS-Angehörigen am 31. August. Dabei verkündeten diese in polnischer Sprache über Radio die Kriegserklärung Polens gegen das Deutsche Reich.
    Zweiter Weltkrieg
    Als Tonkin-Zwischenfall (auch Tongking-Zwischenfall) bezeichnet man die Ereignisse im Golf von Tonkin, vor der Küste des damaligen Nordvietnams, im August 1964, bei denen ein US-amerikanisches Kriegsschiff angeblich in ein Gefecht mit nordvietnamesischen Schnellbooten verwickelt wurde. Der Zwischenfall wurde von der US-amerikanischen Regierung um Lyndon B. Johnson als Vorwand für die offizielle Beteiligung der USA an den damals stattfindenden Feindseligkeiten zwischen den beiden Landesteilen benutzt, die sich in der Folge zum Vietnamkrieg (1965–75) ausweiteten.
    1971 veröffentlichte der Pentagon-Mitarbeiter Daniel Ellsberg einen als Pentagon-Papiere bekannt gewordenen Bericht, der die Darstellung des Zwischenfalls, durch die frühere Regierung, als bewusste Falschinformation entlarvte. Zu diesem Zeitpunkt hatten der Krieg in Vietnam und die US-amerikanische Beteiligung bereits ihren Höhepunkt erreicht. Am 30. November 2005 gab der US-Geheimdienst NSA geheime Dokumente frei und bestätigte damit indirekt, aber offiziell, dass der Vietnamkrieg infolge einer bewussten Falschmeldung an US-Präsident Johnson begann.
    Tonkin-Zwischenfall

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