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2013 - Deutschland hat die Wahl

Erstellt von strike, 01.03.2013, 06:35 Uhr · 1.105 Antworten · 50.519 Aufrufe

  1. #1041
    Avatar von Frankie

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    Dein Wort in Gottes Gehörgang.

    Ich werde das morgen interessiert im www verfolgen.

  2.  
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  3. #1042
    Avatar von tmm.633

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    Zitat Zitat von kcwknarf Beitrag anzeigen
    Ich gehe also zu 95% davon aus, dass Schwarz-Gelb bleibt und die AfD knapp unter 5% scheitern wird. Ich bin mal selbst gespannt, ob meine Analyse (die zufällig ja auch meine Hoffnung ist) eintreten wird. Wenn nicht, würde ich ja auch als Prophet scheitern. Das wäre natürlich dann ganz bitter.
    Nicht das wir uns falsch verstehen, unser politisches System ist in die größte Krise seit ihrem Bestehen geraten und das mit Absicht, sowie Duldung aller Beteiligten. Die politische "Kaste" scheißt doch auf Wähler und Wählerinnen, lässt diesen nur noch den Zaun in unterschiedlichen Farben, die er selbst aussuchen darf, neu streichen, wobei er diese aber in jedem Fall zu zahlen hat. Gefällt dieser "Kaste" die Farbzusammenstellung nicht, entschließt sie sich des eigenen Machterhalts wegen für eine große Koalition. Alle Gesetze/Änderungen und Reformen im sozialen Umfeld, betrifft die "Kaste", sowie die ausgewählten Staatsdiener nicht, sondern nur den, der ohnehin die Farbe zu zahlen hat.

    Dieses System kann man jetzt gerne weiter unterstützen und für Gut halten, in jedem Fall ist es so wie es sich selbst aufgestellt hat und sich selbst behandelt unweigerlich dem Untergang geweiht, da sie den Wähler längst auf ihrem Weg verloren hat.

    Die AfD ist hier nur der erste Schritt welche uns diese "Alternativlosigkeit" aufzeigt und welche Wege eingeleitet hat die nicht mehr aufzuhalten sind. Man kann durchaus behaupten das diese Partei, welche ja erst vor kurzem gegründet wurde, sich bereits einen beachtlichen Erfolg erarbeitet hat, und das obwohl sie noch nicht in allen Kommunen vertreten ist. Was passiert also wenn die Anhänger und Unterstützer immer zahlreicher werden?

  4. #1043
    Avatar von strike

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    Die FDP klaut aktuell der CDU die Stimmen.

    Wie schon gesagt: für mich völlig bekloppt, dass man sagt "FDP ist Merkel-Stimme".
    Die sollten eigentlich mit wichtigen Themen Nichtwähler begeistern.

  5. #1044
    Avatar von tmm.633

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    Zitat Zitat von strike Beitrag anzeigen
    Die sollten eigentlich mit wichtigen Themen Nichtwähler begeistern.
    Können die überhaupt noch jemand begeistern, oder werden sie nur noch aus Gewohnheit von Unwissenden gewählt?

  6. #1045
    Avatar von strike

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    Datenschutz, Investitionsschutz, ein vernünftige Steuergesetzgebung, weniger Staat, Energiewende- es gäbe soviel Themen wo die FDP Farbe bekennen und Lösungen anbieten könnte. Macht sie aber nicht. Und muss am Ende auf Mitleidsstimmen von der CDU hoffen. Peinlicher geht es nimmer ....

  7. #1046
    Avatar von Frankie

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    Also ich habe die (wieder) gewählt.

  8. #1047
    Avatar von strike

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    Zitat Zitat von Frankie Beitrag anzeigen
    Also ich habe die (wieder) gewählt.
    Uppps, damit machst Du Dir hier aber gar keine Freunde - ausser bei @knarf.
    In Deiner Haut möchte ich jetzt wirklich nicht stecken ;)

    Habe die auch schon gewählt - früher.
    Dieses Mal eben was anderes.

  9. #1048
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von Hermann2 Beitrag anzeigen
    @ kwcknarf

    AlterSchwurbler!
    Die intelligenten Anleger flüchten seit Jahren in Sachwerte (Immobilien, Aktien) da sie erkannt haben, daß die bisherige unsägliche steuergeldervernichtende Rettungspolitik incl. der Niedrigzins-Politik den Euro an die Wand fährt!
    Du verstehst das System genauso wenig wie die AfD und deren Anhänger.
    Die Einzigen, die den Euro gegen die Wand fahren können sind die Anleger!!!
    Denn was entscheidet denn, wie hoch der Eurokurs ist? Zum Glück ist das keine Festlegung von irgendeiner Regierung. Die versuchen das höchstens zu beeiinflussen. Aber am Ende entscheidet ganz alleiner der freie Markt!

    Auch wenn es faktisch danach aussehem sollte, dass Europa barch liegt, können die Anleger dem Euro ihr Vertrauen schenken und ihn stützen. Umgekehrt kann er natürlich auch bei besten Rahmenbedigungen geschwächt werden.
    Genaus dasselbe gilt für eine mögliche D-Mark.
    Weder die AfD noch eine Regierung wird da einen Eurokurs festlegen können. Also zwar theoretisch, aber diesen Steinzeitkommunismus wird sich niemand antun. Selbst die Chinesen lassen ihre Währung ja nun frei aushandeln.

    Wie kann man erreichen, dass die Anleger dem Euro vertrauen und der Euro stark bleibt? Ganz einfach: ihn nicht schlecht reden.
    Also nicht der Euro ist schlecht, sondern die AfD macht ihn schlecht. Das ist eben das Miese.
    Richtig wäre vielmehr das, was alel anderen Parteien machen: den Euro hochjubeln. Das alleine reicht völlig aus, dass der Euro weiter so wertvoll ist.

    Du merkst einfach nicht, dass das ganze Börsengeschäft reine Psychologie und Taktik ist. Das mag man für falsch halten, ist aber eine Tatsache.
    Es ändert ja auch nichts, wenn Anleger in Sachwerte flüchten. Der Eurowert ist ja immer im Vergleich zu anderen Währungen zu sehen. Dann müssten also NUR die bisherigen Euroanleger flüchten. Aber das machen ja die bisherigen Anleger vom US-Dollar und anderen Währungen ebenso. Dadurch ändert sich ja am Eurokurs kaum was.

    Leute, die Finanzwelt ist ein Pokerspiel. Und das wird auch niemand ändern können. Das muss man erstmal akzeptieren und daher sollte man es auch verstehen! Die AfD versteht es nicht oder tut so, als wenn sie es nicht verstehen würde.

    Ich weiß auch, woran das liegt. Im Studium wird auf diesen psychologischen Aspekt kaum eingegangen. Man tut einfach so, als wenn das Börsenspiel seriöses Handeln wäre. Und diese Ernsthaftigkeit nimmt die AfD fälschlicherweise als Basis. Daran merkt man, dass es sich um reine Theoretiker handelt.

  10. #1049
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von strike Beitrag anzeigen
    Wo siehst Du denn das Problem?
    Die FDP bekommt auch um die 6 Prozent* und ein bürgerlicher Block verhindert Siggi-Claudia-Gregor.
    Die Union und die FDP haben sowohl eine Koalition als auch eine Tolerierung der AfD ganz klar abgelehnt.
    Daher werden also weder Schwarz-gelb noch Rot-Gelb eine Mehrheit der Sitze haben.
    Dann bleibt nur eine einzige realistische Möglichkeit: Schwarz-Rot.

    Die Entscheidung hängt also realistisch betracht nur davon ab, ob die AfD über 5% kommt.
    Wer AfD wählt, will also die SPD in der Regierung haben. So sieht es aus.

  11. #1050
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von tmm.633 Beitrag anzeigen
    Die politische "Kaste" scheißt doch auf Wähler und Wählerinnen, lässt diesen nur noch den Zaun in unterschiedlichen Farben, die er selbst aussuchen darf, neu streichen, wobei er diese aber in jedem Fall zu zahlen hat.
    Dieser Analyse stimme ich voll und ganz zu.

    Zitat Zitat von tmm.633 Beitrag anzeigen
    Dieses System kann man jetzt gerne weiter unterstützen und für Gut halten, in jedem Fall ist es so wie es sich selbst aufgestellt hat und sich selbst behandelt unweigerlich dem Untergang geweiht, da sie den Wähler längst auf ihrem Weg verloren hat.
    Absolut. Nur wird die AfD dem System angehören. Glaub doch nicht, dass sie das zum Wohl des Bürgers macht.
    Ich habe schon viele Wahlen mitgemacht. So ein bisschen erinnert mich die AfD an die STATT-Partei aus Hamburg, die vor 20 Jahren aus dem Stand dort über 6% geholt hat. Auch sehr große Marketingexperten, bürgernah (Volksentscheide), eher rechts, scheinbar intellektuelle Leute drin usw. Nur den Euro gab es damals noch nicht.
    Und was haben die nach der Wahl draus gemacht? Kurz danach hat man nichts mehr von denen gehört.

    Wenn man das System nicht weiter unterstützen will, dann wählt man keine neue Partei, sondern eine ganz andere Form der Demokratie. Dann muss man dafür sorgen, dass diese Parteien-Diktatur abgelöst wird. Aber das geht nicht mit einem Kreuz auf dem Wahlzettel.

    Zitat Zitat von tmm.633 Beitrag anzeigen
    Die AfD ist hier nur der erste Schritt welche uns diese "Alternativlosigkeit" aufzeigt und welche Wege eingeleitet hat die nicht mehr aufzuhalten sind.
    Das stimmt eben nicht. Es ist der mind. 10. Versuch. Es gab ja auch schon konkrete Anti-Europarteien wie Pro DM. Es gab viele Parteien, die mehr Volksabstimmungen gefordert haben.
    Die AfD betreibt lediglich mehr Werbung, so dass sie mehr auffällt und daher deren Chance höher ist, erstmals mit solchen Themen in den Bundestag zu kommen. Aber neu sind deren Forderungen ja nun absolut nicht.

    Und sie werden auch keinen Einfluß haben. Sie werden das Schicksal der Linken teilen. Keiner wird jemals mit den koalieren.
    Das Thema Euro wird so behandelt werden wie der Nato-Ausstieg bei den Linken. Keien Partei ist bislang auf diese Forderung eingegangen - nicht mal annähernd. Und das wird auch mit dem Thema Euro nicht passieren. Dafür ist die Pro-Haltung bei ALLEN anderen Parteien einfach zu groß. Und alle anderen Forderungen stehen ja ohnehin auch in anderen Wahlprogrammen. Sogar die CSU ist ja einer der größten Verfechter von Volksabstimmungen.

    Von daher macht es auch aus logischen Gründen keinen Sinn, die AfD zu wählen - genauso wenig wie den Linken seine Stimme zu geben. Um zu zeigen, dass man gegen den Euro oder gegen die Nato ist, gibt es auch andere Möglichkeiten. Ändern werden die aber auch nichts.

    Ich bin ja extrem für Veränderungen. Aber die müssen eben Sinn und Verstand haben.

    Zitat Zitat von tmm.633 Beitrag anzeigen
    Man kann durchaus behaupten das diese Partei, welche ja erst vor kurzem gegründet wurde, sich bereits einen beachtlichen Erfolg erarbeitet hat, und das obwohl sie noch nicht in allen Kommunen vertreten ist. Was passiert also wenn die Anhänger und Unterstützer immer zahlreicher werden?
    Der Erfolg ist bedingt durch das sehr gelungene Marketing-Konzept. Das habe ich auch immer wieder gewürdigt. Weil es eben zeigt, dass man im Prinzip jede neue Partei auf Anhieb über 5% puschen kann. Die STATT-Partei hat es damals geschafft, auch die Schill-Partei. Das hat meist wenig mit Inhalten zu tun, weil sie ja nicht neu sind. In allen Fällen waren Personen dabei, die wussten, wie sie sich gut verkaufen können.
    Man sieht das auch im Ausland. Hier sind es oft Persönlichkeiten aus Film und TV, die als Aushängeschild dienen.
    Viele andere können also durchaus von der AfD lernen.

    Aber wie oben beschrieben wird nichts weiter passieren. Schaffen sie die 5% werden die Wähler bald merken, dass sie wenig von dem tun, was sie versprochen haben. Und/oder sie werden merken, dass das Thema Euro so behandelt wird wie das Thema Nato-Ausstieg.
    Die Wähler müssten die Partei schon auf 50% hieven. Den Traum haben die Linken-Wähler aber auch. Illusorisch.

    Und selbst wenn: man sieht ja, dass man Parteien gerne mal verbietet, wenn sie zu rechtslastig sind. Noch sind ja keine V-Mäner in den Reihen. Dürfte also einfacher gehen als bei der NPD. Ob nun berechtigt oder nicht.... Das ist eben das ach so demokratische System.

    Ich hätte ja unter anderen Umständen gar nichts dagegen, wenn die AfD reinkäme. Veränderungen finde ich ja immer spannend als Hobby-Psychologe. Aber doch bitte nicht jetzt auf Kosten der Freiheit - also auf Kosten der FDP. Wenn SPD und Gründe in 4 Jahren merken, dass ihr Steuererhöhungs-Wahlkampf bescheuert war, dann kann man das ja gerne machen. Aber die Lage ist gerade viel zu ernst.

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