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10 Steueroasen sind die Parasiten der Weltwirtschaft

Erstellt von socky7, 04.04.2013, 00:20 Uhr · 185 Antworten · 7.971 Aufrufe

  1. #81
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von Yogi Beitrag anzeigen
    Verstehe ich jetzt nicht. Man will also versuchen, versteuertes Geld nach Transfer ins Ausland als illegal einzustufen?
    Du spinnst.
    Klar, weil es ja nicht anders geht. Wie will man denn beweisen, dass man einen legalen Auslandstransfer macht? Der Aufwand ist doch für den Einzelnen und für die Finanzbehörden viel zu groß, so dass durch die Überprüfungen mehr Geld verschleudert als eingenommen wird.
    Ich erinner mich an meine erste Steuerprüfung, die keinen Fehler feststellte. Der Mann saß da 4 Wochen oder so dran. Die Gesellschaft zahlte für ihn bestimmt mehr (Lohn) als ich bis dahin insgesamt an Steuern zahlen musste. Das fand ich sehr pervers.

    Also wird man dann wohl jeglichen Auslands-Geld-Transfer verbieten oder grundsätzlich hoch besteuern, wodurch natürlich viele ihre Geschäfte aufgeben (müssen) oder komplett ins Ausland abwandern. Mal sehen, wieviel Steuern dann noch übrig bleiben für die jammernde Rest-Masse. Denn eines muss man immer bedenken: wer reich ist, kann sich den Wohnort weltweit ja nun wirklich frei wählen inkl. Villa und Luxusleben. Wer glaubt, Deutschland sei das einzige Land mit guter Infrastruktur und lebenwerter Umgebung, der hat den Lauf der Zeit völlig verpennt. Das mag zwar unfair klingen, ist aber nun mal Realität.

  2.  
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  3. #82
    Avatar von beran

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    Zitat Zitat von kcwknarf Beitrag anzeigen
    Wieso ist es eigentlich legitim, mit Unterstützung von Gewerkschaften und Nötigung der Bürger, mehr Geld für den öffentlichen Deinst einzufordern?
    Die Beschäftigten im öffentlichen Dienst haben genauso Anspruch auf einen angemessenen Lohn wie jeder andere Beschäftigte auch. Was soll denn daran nicht legitim sein? Du kannst doch nicht erwarten, dass Polizisten, Lehrer, Müllarbeiter usw. umsonst arbeiten, nur damit du keine Steuern zahlen musst.

  4. #83
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von beran Beitrag anzeigen
    Die Beschäftigten im öffentlichen Dienst haben genauso Anspruch auf einen angemessenen Lohn wie jeder andere Beschäftigte auch. Was soll denn daran nicht legitim sein? Du kannst doch nicht erwarten, dass Polizisten, Lehrer, Müllarbeiter usw. umsonst arbeiten, nur damit du keine Steuern zahlen musst.
    Ja, aber genauso könnte man dann doch argumentieren, dass Reiche einen Anspruch haben auf angemessene Einnahmen.
    Wer entscheidet denn, was angemessen ist? Wenn ein Polizist oder Lehrer meint, er sei nicht gut genug bezahlt, dann sollte man das einem Reichen, der üblicherweise die doppelte Zeit gearbeitet hat, ebenfalls zugestehen.
    Beide belasten zugleich mit ihren Forderungen die Gesellschaft - die einen mit mehr Ausgaben, die anderen mit weniger Einnahmen!
    Du kannst doch nicht erwarten, dass Reiche umsonst arbeiten, nur damit du stärker subventioniert werden.

    Du siehst, es ist dasselbe in Grün - nur aus einer anderen Sichtweise.
    Wenn man also fordert, Steueroase austrocknen zu lassen, wäre es dasselbe zu fordern, Gewerkschaften abzuschaffen. Beides ist bis dato zwar legal, aber beides fördert den Schuldenberg des Staates.

  5. #84
    Avatar von beran

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    Zitat Zitat von kcwknarf Beitrag anzeigen
    Ja, aber genauso könnte man dann doch argumentieren, dass Reiche einen Anspruch haben auf angemessene Einnahmen.
    Es geht im Zusammenhang mit den Steueroasen darum, dass die Reichen ebenso wie der normale Arbeiter von ihrem Einkommen Steuern zahlen müssen.

    Ob die Einkommen der Reichen angemessen sind, das wäre eine ganz andere Diskussion (wobei man die Höhe der Einkommen schon anzweifeln kann, wenn ich z.B. an die Einkommen von Bankmanagern usw. denke).

  6. #85
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von beran Beitrag anzeigen
    Es geht im Zusammenhang mit den Steueroasen darum, dass die Reichen ebenso wie der normale Arbeiter von ihrem Einkommen Steuern zahlen müssen.
    Ich spreche vom prinzipiellen Vergleich.
    Es würde aber eine elegante Lösung geben, damit alle Steuern bezahlen. Indem nämlich - wie bei der Mehrwertsteuer - die Steuer praktisch gleich eingezogen wird. D.h. z.B. Kunden zahlen z.B. 70% an den Anbieter, 30% auf das Konto des Staates. Oder dass die Bank das bei Überweisungen automatisch macht. Nur dazu bräuchte man zum einen technischen Sachverstand (hat ein Staat natürlich nicht) und natürlich ein ganz einfaches Steuersystem (auch hierfür ist die Regeirung nicht geeignet oder Willens).
    Die Unternehmer könnte die Preise dann entsprechend auf 130% anheben und man könne sich den Weg auf die Cayman Islands sparen.

    Aber wie gesagt: für einfache Lösungen ist der Staat ja nicht zu haben. Weil es ja wieder nicht "gerecht" wäre, denn die Höhe der Steuern lässt sich ja erst am Ende des Jahres berechnen (was für Unternehmer übrigens extrem Scheiße ist, da man nicht exakt kalkulieren kann -aber von solchen Problem bekommt Otto Normalschläfer ja nichts mit).

    Zahlen muss am Ende eh der Verbraucher - aber das raffen ja auch die Wenigsten. Soll heißen: werden die Schlupflöcher geschlossen, werden die Reichen ja kaum auf ihre Einnahmen verzichten. Also erhöhen sich die Preise in den Läden. Logisch. Wer reich ist, ist ja nicht blöd - sonst wäre er nicht reich.
    Was also an möglicher Steuerersparnis reinkommt, geht dann an Preiserhöhung wieder drauf. Defacto ändert sich also nichts, aber Hauptsache, man hat mal wieder ein Feindbild, das man eins auswischen kann.

  7. #86
    Avatar von strike

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    Heute sind es die "Steueroasen" morgen irgendetwas anderes.
    Als Selbstaendiger durfte ich alle zur Erzielung meines Einkommens entstandenen Kosten den Einkuenften entgegenhalten.
    Nun, als Angestellter, geht da praktisch gar nichts.

    Waere da - nach Terminierung der Oasen - nicht die naechste "Gerechtigkeitsluecke" zu schliessen?
    Korrektur selbstredend nur nach unten, also Richtung Null Absetzbarkeit.

  8. #87
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von strike Beitrag anzeigen
    Als Selbstaendiger durfte ich alle zur Erzielung meines Einkommens entstandenen Kosten den Einkuenften entgegenhalten.
    Nun, als Angestellter, geht da praktisch gar nichts.
    Das kann man auch nicht so einfach sagen.
    Klar kann man auch als Angestellter bestimmte Dinge absetzen wie Fahrtkosten, Bildungsliteratur, Kontoführungsgebühren und diverse Pauschalen, deren Kosten z.T. gar nicht bei Einzelnen anfallen.
    Welche Kosten hat denn ein normaler Angestellter denn sonst noch, was seinen Beruf betrifft?

    Bei einem Selbstständigen hast du doch ganz andere Kosten. Nehmen wir mal einen ganz normalen Händler (z.B. für Kleidung). Der Hauptteil seiner Kosten besteht aus dem Ankauf der Ware bei Großhändlern und beim Personal. Nehmen wir mal grob an, so ein Händler macht dann pro Kleidungsstück für 100 EUR Kundenpreis einen Reingewinn (also Einnahme abzgl. der Kosten) von 20 EUR.
    Bislang zahlt er dann Steuern auf seinen Gewinn von 20 EUR. Soll er deiner Ansicht in Zukunft tatsächlich Steuern auf 100 EUR zahlen?
    Das würde dann evtt. 30 - 40 EUR Steuern ergeben, wobei er effektiv nur 20 EUR Gewinn hätte. Er würde als pro Kleidungsstück ein Minus von bis zu 20 EUR machen. Ein Wahnsins-Geschäftsmodell!

    Also natürlich müssen Selbstständige auch weiterhin alle Kosten vor Ermittlung des Gewinns absetzen können. Alles andere wäre ja völlig beknackt.
    Man sollte natürlich über einzelne Dinge mal nachdenken. Es gibt heutztage genügend Banken ohne Kontoführungsgebühren für Privatleute. Warum sollte der Staat so etwas subventionieren?

  9. #88
    Avatar von strike

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    U2.

    Darüber hinaus setzt sich die Band für zahlreiche soziale und politische Projekte ein und thematisiert diese teilweise in ihren Songs.
    Die Band soll im Jahr 2006 nach einer Gesetzesänderung in Irland ihren Steuerstandort in die Niederlande verlagert haben, um weniger Steuern zu zahlen. Damit würden dem irischen Volk dringend benötigte Steuereinnahmen in Höhe von mehreren Millionen Euro entgehen. Dieser Sachverhalt wurde vom ARD-Wirtschaftsmagazin Plusminus in der Sendung vom 5. Dezember 2012 aufgegiffen, wobei aufgezeigt wurde, dass U2 Ihre Steuerlast drückten, indem sie sämtliche Rechte an ihren Songs an eine eigens von ihnen in den Niederlanden gegründete Firma abtraten, weil dort besondere niedrige Steuersätze für Gewinne aus Patenten und Lizenzen gelten würden.
    Bono nutzt seine Bekanntheit für politische und soziale Zwecke. Seine Hauptanliegen dabei sind die Bekämpfung von Aids in Afrika und ein Schuldenerlass für Länder der Dritten Welt.
    Bono wurde auch kritisiert, weil er einen Teil seiner Einnahmen in den Niederlanden versteuert, wo er nur etwa ein Prozent davon an den Fiskus abführen muss, und gleichzeitig die Industriestaaten zur Erhöhung ihrer Entwicklungshilfe auffordert.
    Bono besitzt eine Beteiligung von 1,5 % an Facebook, die er 2009 für 120 Millionen US $ gekauft hatte. Nach dem Börsengang von Facebook wird sein Anteil auf 1,1 Milliarden US $ geschätzt. Das würde ihn zum reichsten Musiker der Welt machen, und er überträfe damit Paul McCartney, dessen Vermögen auf 750 Millionen US $ geschätzt wird. Bono dementierte diese Meldungen, ohne eigene Zahlen zu nennen
    Erzaehl das mal einem rot-gruenen U2 Fan der NeuSprech/GutDenk Fraktion und Du kannst das Gestammel geniessen .....

    Quelle: wikipedia

  10. #89
    Willi
    Avatar von Willi
    Zitat Zitat von beran Beitrag anzeigen
    Du willst offenbar dem kleinen Arbeiter ein schlechtes Gewissen einreden, um damit die Steuerhinterziehung der Reichen zu rechtfertigen.

    Aber der Unterschied liegt doch darin, dass der Arbeiter für sein nahezu gesamtes Einkommen die Steuern zahlt (wird ja automatisch abgezogen) und lediglich ein sehr kleiner Bruchteil (meist wohl unter 1% des Einkommens) durch eventuell kleine Schummeleien nicht versteuert werden. Bei den von dir genannten Beispielen geht es doch um lächerliche Beträge.

    Dagegen wird von einigen Reichen im Lande systematisch das eigene Einkommen vor den Steuerbehörden verschleiert, indem man Tarnfirmen mit Strohmännern als Geschäftsführer gründet und diese möglichst undurchsichtig verschachtelt. Da wird nicht 1% des Einkommens nicht versteuert, sondern weit mehr. Da geht es auch nicht um 10 oder 20 Euro Steuerersparnis, sondern da geht es um hohe Millionenbeträge.
    Nach Deinem Posting komm ich zu der Annahme, das Steuerbetrug des kleinen Mannes OK ist. Es geht ja auch nur um 10 oder 20 € pro Person, was auf die Masse aber auch wieder Millionen sind die dem Staat entgehen.

    Was hälst Du denn von dieser Aussage hier ?
    Zitat: "Die wirksamste Waffe gegen Steuerhinterziehung wäre übrigens ein sorgfältigerer Umgang mit den Steuereinnahmen, damit könnte man die Steuerlast nämlich senken, wodurch die Bereitschaft der Bürger mitzuzahlen automatisch steigen würde."

    Klingt doch nicht schlecht oder ? Aber auf diese Idee kommt keiner. Es wird halt Hetzjagt auf die Reichen (ab 100 000 € ) gemacht. Is ja auch populärer.


    Wo geht denn das Kapital hin ? Doch dorthin, wo es günstig ist ! Ich glaube nicht, das Singapore so weit entwickelt wäre, wenn Sie unsere deutschen Steuersätze hätten.

    Oder ein anderes Beispiel: 2 Restaurantbesitzer verkaufen 1 Schnitzel mit Pommes und Salat.
    Der eine verkauft das ganze für 12,50 € und der andere für 8,50 €
    Wer macht den meisten Umsatz und dadurch zahlt er auch mehr Umsatzsteuer ?

    Immer wieder kommt das Argument, der Staat braucht die Millionen zum Ausbau der Infrastruktur. Wer hat denn den Ausbau der A1 zwischen Hamburg und Bremen finanziert ? Das waren private Kapitalgeber. Theroretisch könnten die jetzt auch eine PKW Maut verlangen, tun sie aber nicht.
    Hat sich da schon mal jemand bedankt bei dennen ? Glaub nich. Det wird so hingenommen.

  11. #90
    Avatar von strike

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    Zitat Zitat von Willi Beitrag anzeigen
    ... Zitat: "Die wirksamste Waffe gegen Steuerhinterziehung wäre übrigens ein sorgfältigerer Umgang mit den Steuereinnahmen, damit könnte man die Steuerlast nämlich senken, wodurch die Bereitschaft der Bürger mitzuzahlen automatisch steigen würde."....



    Aber solange es noch irgend jemanden zu melken gibt und der Beifall eines Teiles der Bevoelkerung dafuer sicher ist, werden dies Wunschtraeume bleiben.

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