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10 Steueroasen sind die Parasiten der Weltwirtschaft

Erstellt von socky7, 04.04.2013, 00:20 Uhr · 185 Antworten · 7.981 Aufrufe

  1. #61
    Avatar von socky7

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    Zitat Zitat von strike Beitrag anzeigen
    Ansonsten:
    fuer mich ist das Ganze ebenfalls eine der typisch deutschen Neiddebatten*
    Das spricht für die Deutschen, denn die haben noch ein gesundes Gefühl für Steuerungerechtigkeit und einen klaren Kopf für die Schieflage auf zahlreichen Gebieten, die von unfähigen deutschen Abgeordneten verschuldet ist.

    Meine Hoffnung ruht auf der 4. Gewalt in Deutschland: die Journalisten und die Medien. Das ist korrekt und richtig, dass die Süddeutsche Zeitung und der NDR die spektakulären Daten zu den Steueroasen nicht an Bundesfinanzminister Schäuble weiterleiten.
    Wie man bei den Steuer-CD´s aus der Schweiz erkennen konnte, hat Schäuble kaum Interesse seine Freunde aus dem Großkapital den Steuerfahndern auszuliefern. Schäuble dürfte vorrangig daran interessiert sein die undichte Quelle herauszufinden um seine Freunde zukünftig vor solch peinlichen Enthüllungen zu bewahren.
    Da lobe ich den Finanzminister von Nordrhein-Westfalen (SPD). Der kennt kein Pardon im Umgang mit Steuerflüchtlingen.

  2.  
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  3. #62
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von carsten Beitrag anzeigen
    Würden nämlich die sog. "Reichen" ihren gesetzlich vorgeschriebenen Beitrag (Steuern) leisten, statt das ganze Vermögen ins Ausland zu verbringen, könnten bei Aufkommensneutralität die Steuersätze für alle gesenkt werden.
    Das Zauberwort ist hier "könnten". Derzeit nimmt Deutschland so viel Steuern ein wie noch nie. Auch deshalb könnte(!) man ja Steuern senken. Wird aber nicht gemacht.
    Die FDP hat mal klar gestellt: selbst wenn man das Dreifache an Steuern einnehmen würde, würde die Regierung immer Ideen haben, wie man das Geld unsinnig verwenden könne. Der Staat konnte noch nie mit Geld umgehen (sonst hätte man nicht so viele Schulden) und wird es auch in Zukunft nicht tun.

    Und selbst wenn: von den "vielen" Reichen, die ihr Geld ins Ausland verlagert haben, sind doch gerade mal 150 Deutsche dabei. Wenn man davon noch die legalen Fälle abzieht, bleiben vielleicht noch 100. Nehmen wir mal an, die zahlen zusammen 1 Mrd Euro Steuern mehr, bleibt also für jeden Steuerzahler gerade mal ein Steuerabzug von 2 EUR monatlich !!!!!!

    Ich bin mir ganz sicherm, du würdest Luftsprünge machen und Party bis Jahresende haben, weil du dich über so viel Reichtum nicht mehr einkriegen würdest.

    Es ist doch immer wieder dasselbe: der und der verdient zu viel (wie auch im Falle Wulff oder Managerabfindungen). Das könnte man doch gut auf die Bevölkerung verteilen. Aber dann sollte man eben auch mal berechnen, was das tatsächlich bei 80 Mio. Menschen bei jedem Einzelnen ausmachen würde - nahezu nichts!

    Da gibt es ganz andere Dinge in Deutschland, die jedem Einzelnen wirklich viel kosten. Ich habe z.B. mal ausgerechnet, welchen Anteil ich jeden Monat an Militärausgaben habe: ca. 50 EUR !!!! Dagegen sind die Ausgaben für Steuerflüchtlichge von 2 EUR Peanuts.
    Also sollte man die Kirche doch mal im Dorf lassen und sich mit echten Problemen und unsinnigen Aussagen befassen.
    Diese verquerte Blick auf die Realität mit der verbundenen Hexenjagd auf ein paar Wenige regt mich seit vielen Jahren auf, selbst wenn ich (noch) nicht zu den Gejagten zähle. Aber wenn Deutschland so weiter macht, werde ich mein Geld natürlich auch in Sicherheit bringen. Ist doch logisch.

  4. #63
    Avatar von Samuimike1

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  5. #64
    Avatar von strike

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    Zitat Zitat von socky7 Beitrag anzeigen
    .... ein gesundes Gefühl für Steuerungerechtigkeit ...
    Dann definiere mal Steuergerechtigkeit, Ulli.
    Da bin ich gespannt.

  6. #65
    Avatar von socky7

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    Zitat Zitat von strike Beitrag anzeigen
    Dann definiere mal Steuergerechtigkeit, Ulli.
    Da bin ich gespannt.
    Das haben bereits andere für mich getan. Da brauche ich das Rad nicht mehr neu erfinden.

    Steuergerechtigkeit

    "Steuerflucht und Steuervermeidung müssen nicht einfach hingenommen werden."

    http://www.dampfboot-verlag.de/buecher/885-7.html

    Der Kampf für mehr Steuergerechtigkeit in der SPD ist einer der Gründe, warum ich noch nicht aus der SPD ausgetreten bin, denn die SPD ist für mich das geringste Übel unter den etablierten Parteien.

    "Steuerbetrug untergräbt den Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Mit einem Fünf-Punkte-Plan will die SPD nun Steuerkriminalität endlich einen Riegel vorschieben – und die Tatenlosigkeit von Schwarz-Gelb beenden. Dazu braucht es schärfere Regeln und konsequente Verfolgung. Denn: Steuerbetrug ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat!"

    http://www.spd.de/aktuelles/85624/20...erkonzept.html

  7. #66
    Avatar von strike

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    Zitat Zitat von socky7 Beitrag anzeigen
    Sorry, aber das dort formulierte ist viel Blablabla mit Interpretationsspielraeumen ohne Ende.
    Nur mal den letzten Absatz betrachtet:

    Steuerfreiheit des Existenzminimums:
    Dem Steuerzahler muss nach der Besteuerung genügend Geld für ein menschenwürdiges Leben bleiben. Als Untergrenze dieses Mindestbedarfs wird der Sozialhilfesatz für Bedürftige verwendet.

    Familiensteuergerechtigkeit:
    Die gesetzliche Unterhaltspflicht gegenüber Angehörigen muss berücksichtigt werden.

    Gleichmäßigkeit der Besteuerung, Rechtsformneutralität:
    Unabhängig davon, welche Rechtsform für ein Unternehmen gewählt wird, sollten vergleichbare wirtschaftliche Sachverhalte eine gleiche steuerliche Belastung erzeugen.

    Soziale Steuergerechtigkeit:
    Anreize zur wirtschaftlichen Unabhängigkeit, zum Sparen und zur Eigentumsbildung.
    Allerdings darf durch eine zu scharfe Steuerprogression mit dem Ziel der Umverteilung die Leistung nicht so stark „bestraft“ werden, dass Leistungsträger ins Ausland abwandern.
    Allein die letzte Minimalanforderung ist ja schon dann nicht erfuellt, wenn ein einziger Leistungstraeger abwandert.
    Und ich meine es waeren schon mindestens zwei, wenn nicht gar drei ......

  8. #67
    Avatar von Nokhu

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    Berlin – Die in den Enthüllungen internationaler Medien genannten Steueroasen erhalten mehr als 300 Millionen Euro an Entwicklungshilfe von Deutschland. Von den im Zusammenhang mit der „Offshore Leaks”-Affäre genannten Ländern haben 17 nach BILD-Informationen im Jahr 2010 allein 311,3 Millionen Euro aus Berlin bekommen. Größter Empfänger ist Ghana mit 92,1 Millionen Euro.

    Bild.de

  9. #68
    Avatar von socky7

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    Zitat Zitat von strike Beitrag anzeigen
    ..viel Blablabla mit Interpretationsspielraeumen ohne Ende.

    "Allerdings darf durch eine zu
    scharfe Steuerprogression mit dem Ziel der Umverteilung die Leistung nicht so stark„bestraft“ werden, dass Leistungsträger ins Ausland abwandern."
    Allein die letzte Minimalanforderung ist ja schon dann nicht erfuellt, wenn ein einziger Leistungstraeger abwandert.
    Und ich meine es waeren schon mindestens zwei, wenn nicht gar drei ......
    Hallo Frank,
    in diesem Punkt muss ich dir Recht geben.
    Ein mehr an Steuergerechtigkeit wird viele deutsche Leistungsträger nicht davon abhalten ins Ausland abzuwandern.
    Ich predige auch jedem Jugendlichen in meinem Freundeskreis:
    "Leute, lernt Englisch ! Eure englischen Sprachkenntnisse müssen so gut werden wie eure Muttersprache. Irgendwann habt ihr die Faxen dicke in Deutschland und dann wollt ihr andere Tapeten sehen."

    Mich persönlich nervt die Untätigkeit der Bundesregierung in Bezug auf Steuerflucht.
    Aber ich hatte früher, als ich zuviel Geld verdiente, auch ein Konto in Luxembourg. Das wurde mir von meiner Sparkasse vermittelt.
    Weil da eine Überweisung von meiner Sparkasse nach Luxembourg erfolgte, hatte die Steuerfahndung Erfolg und ich musste wegen meines kooperativen Verhaltens nur die Steuern nachzahlen. Mein Konto war zu diesem Zeitpunkt auch bereits abgeräumt.
    Ich hatte auch kein schlechtes Gewissen dabei, weil ich damals das Gefühl hatte, viel zuviel Steuern zu zahlen, die m.E. nicht sinnvoll angelegt wurden.
    Insofern sollte man immer beide Seiten von einer Medaille betrachten.
    Schönes Wochenende !
    Ulli

  10. #69
    Avatar von sombath

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    Hallo socky7 ,
    ich bin schon seit Jahren ausgetreten , weil auch die SPD auf dem Holzweg ist .
    Das Problem der unteren 60% mit kleinen Einkommen zahlen keine Steuer , ihr Problem
    ist die Sozialversicherung !
    Trotz kleinen Einkommen haben sie mehr als 20% Abzüge und dann noch die Aussicht ,
    später von der Rente nicht leben zu können .
    Wenn unsere Rentenfinanzierung nicht nach dem schweizer Modell umgestellt wird , geht sie unter .
    Also , alle u. das heißt alle zahlen ungedeckelte Beiträge in die Rentenversicherung , die Renten
    sind gedeckelt auf ca. 2500,--Euro .
    In der SPD Parteiversammlung wird man von den Entscheidern ( fast alles Beamte ) für verrückt erklärt .
    Also für mich - raus .

    Sombath

  11. #70
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von Nokhu Beitrag anzeigen
    Berlin – Die in den Enthüllungen internationaler Medien genannten Steueroasen erhalten mehr als 300 Millionen Euro an Entwicklungshilfe von Deutschland. Von den im Zusammenhang mit der „Offshore Leaks”-Affäre genannten Ländern haben 17 nach BILD-Informationen im Jahr 2010 allein 311,3 Millionen Euro aus Berlin bekommen. Größter Empfänger ist Ghana mit 92,1 Millionen Euro.

    Bild.de
    Daran sieht man doch, wie gut es wäre, wenn man staatliche Dinge privatisiert.
    Also: "Steuersünder" in Ruhe lassen - deren Geld kommt in Ghana an - dafür wird die Entwicklungshilfe entsprechend gekürzt. Es ergibt sich dann ein reines Nullsummenspiel. Alle wären dann zufrieden.

    Man sieht also: weniger Staat macht glücklich und froh!

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