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10 Steueroasen sind die Parasiten der Weltwirtschaft

Erstellt von socky7, 04.04.2013, 00:20 Uhr · 185 Antworten · 7.953 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von socky7

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    10 Steueroasen sind die Parasiten der Weltwirtschaft

    Journalisten und die Medien werden als 4. Gewalt bezeichnet - zumindest in Deutschland.
    Ohne diese 4. Gewalt würde immer weiter gemauschelt wie bisher, denn die Abgeordneten in den Parlamenten scheinen unfähig zu sein, vernünftige Politik zu machen und vor allem: die Sümpfe der Steueroasen trocken zu legen.

    Aber jetzt kommt Bewegung in eine brisante Geschichte.
    Ein Insider spricht von dem "bislang größten Schlag gegen das große schwarze Loch der Weltwirtschaft".130.000 Personen aus mehr als 170 Ländern werden in den Unterlagen aufgelistet. Darunter sind Oligarchen, Waffenhändler und Finanzjongleure.

    Offshore-Leaks: Geheime Geschäfte in Steueroasen enttarnt - Wirtschaft - Süddeutsche.de

    Ich bin gespannt, welche Rolle das Bankenwesen der Schweiz hierbei gespielt hat und immer noch spielt.

  2.  
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  3. #2
    Avatar von DisainaM

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    Schwarzgeldkonten wird es immer geben,
    solange man in Drittstaaten sich Zweitpässe holen kann,
    wie es Thaksin gezeigt hatte.

    Wenn man in bestimmten Ländern jederzeit mit einem Militärputsch und Enteignung rechnen muss,
    ist es logisch, dass man sein Geld vorher dem Zugriff der Gierigen sichert.

    Es ist der sanfte Weg, der kriegerische wäre,
    einen Teil des Geldes selber in Attentate zu investieren,
    um gegen schädliche Entwicklungen zu reagieren.
    Zu sagen, dann pack ich meine Koffer und geh,
    mein Geld ist eh schon weg,
    hat für viel Frieden in der Vergangenheit gesorgt.

    Was hat man aus dem Schicksal des in Russland inhaftierten Ölmilliadärs gelernt;
    auf friedvoller Art in Risikoländern für politische Veränderung zu kämpfen,
    bringt nix.

    Wenn man die paar Länder dieser Welt, mit einem ordnungsgemässen Rechtssystem,
    mit dem Rest der Welt vergleicht,
    ist der Wille nach Steuergerechtigkeit nur Heuchelei der Regierenden,
    um sich vor Konkurrenz zu schützen.

    In einer Welt ohne Steueroasen, werden halt Reiche aus Industriestaaten eher ihre eigenen Pässe in die Pässe von Staaten umtauschen, die ihnen genehmer sind,
    und sie und ihr Geld, nicht in Geiselhaft nehmen.

    Je höher man in der Wirtschaft geschäftlich mitspielt,
    desto höher wird das Risiko,
    durch ein zweifelhaftes Steuerverfahren vernichtet zu werden.

    Selbst Deutschland wendet Jahre lang Gesetze an, die nicht EU konform sind,
    was sie wissen, und einfach den finanziellen oder politischen Vorteil nutzen,
    bis ein rechtskräftiges EU Urteil vorliegt,
    welches natürlich unter Anwendung aller Rechtsmittel um Jahre verschleppt wurde.
    Solche Taschenspielertricks machen alle,
    und der Ruf nach Steuergerechtigkeit ist ein Hohn.

    Auch der wirtschaftspolitische Inflationsbetrug am Bürger,
    den man mit politischen Entscheidungen um die Werthaltigkeit seines Vermögens bringt,
    zwingt einige zur Notwehr,
    die sich bisher in Form der Steueroasen darstellte.

    Ohne dieses Ventil werden wir eine sehr viel gewaltätigere Welt bekommen.

    Auch ist die Zuornung mancher Firmen,
    wo die Eigentümer die jeweiligen Aktien schon längst weiter übertragen haben,
    ohne das dies in irgendeinem Register eingetragen werden muss, zweifelhaft.
    Wer will denn nun sagen, wir ordnen das Vermögen dieser anonymen Aktiengesellschaft der Person XYZ privat zu ?
    Da befinden sich in Schliessfächer dieser Welt Verträge über Verträge,
    und wer die nicht kennt,
    wird am Ende nur völlig ungerechtfertigte Verfahren produzieren.
    Welcher Deutscher wird sich dann noch trauen, den Job eines Treuhänders für eine ausländische Firma anzunehmen,
    wenn er damit rechnen muss, am Ende als ein vermeidlicher Milliardär Verfahren verfolgt zu werden,
    nachdem er schon lange von dem Job gekündigt wurde.

    Die Welt ist halt nicht nur schwarz / weiss

  4. #3
    Avatar von kcwknarf

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    Die Staaten sind doch insgeheim froh, dass es Steueroasen gibt.
    Man stelle sich mal vor, man könne sein Geld nicht in Sicherheit bringen, sondern müsste es an den Staat verschenken.
    Dann würde es mehr Korruption geben und es würde viel mehr Staatsstreiche, Aufstände etc. geben (Reiche können sich durchaus eine Revolution kaufen). So aber fördern Steueroasen den öffentlichen Frieden durch den unausgesprochenen Deal. Und das sollte auch die Bevölkerung bedenken. Nur so weit denkt leid niemand.

    Mir persönlich ist es egal, ob es mehr Steueroasen oder mehr Revolutionen gibt. Solange jeder dieselben Chancen hat, selbst reich zu werden und somit die Welt positiv beeinflussen kann, ist alles okay.

  5. #4
    Willi
    Avatar von Willi
    Haun wir doch mal dieses Zitat hier rein.

    ich werde mich wohl der Ketzerei aussetzen, aber ich finde, man sollte Vermögen grundsätzlich so kontrollieren, dass niemand mehr über sagen wir mal: 100.000 BESITZEN kann.
    Was mit diesem ganzen Geld, das der Welt vorenthalten wird, doch alles gemacht werden könnte. Da könnte praktisch das Überleben jedes Menschen gesichert werden. Und das ist für mich das Wichtigste.
    Wie kann ich mit wieviel Geld und Luxus auch immer eigentlich froh sein, wenn ich neben mir jemanden sehe, der vor Hunger stirbt, oder wegen Hartz Vier Selbstmord macht oder zum Alkoholiker wird`?
    Nur wenn ich es komplett nicht wahrhaben und nicht wahrnehmen will.
    Steueroasen - unbeliebt, aber nicht immer illegal | meta.tagesschau.de

    Ich könnt ja noch hinzufügen "Schon garnicht Kinderlose" .

    Oh jammer

  6. #5
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von Willi Beitrag anzeigen
    Haun wir doch mal dieses Zitat hier rein.

    Was mit diesem ganzen Geld, das der Welt vorenthalten wird, doch alles gemacht werden könnte. Da könnte praktisch das Überleben jedes Menschen gesichert werden. Und das ist für mich das Wichtigste.
    Wie kann ich mit wieviel Geld und Luxus auch immer eigentlich froh sein, wenn ich neben mir jemanden sehe, der vor Hunger stirbt, oder wegen Hartz Vier Selbstmord macht oder zum Alkoholiker wird`?
    Immer diese tollen Worte "Was man alles mit dem Geld machen könnte..."
    Klar könnte man das. Aber man wird es doch eh nicht. Was passiert denn mit den Billionen, die man aus den Steueroasen zurückholt. Mal abgesehen davon, dass man die oftmals armen Menschen dort verhungern lässt (aber wohl egal, es sind ja keine Europäer und erst recht keine Deutschen), wenn man ihnen die größte Einahmequelle wegnimmt, wird das Geld doch eh nur für noch mehr Waffen, für noch mehr Verwaltung, für noch mehr Straßenbeton und für noch mehr Unsinn ausgegeben.
    Würde man Alternativen zum Alkohol schaffen, damit diese Droge endlich vom Markt verschwindet? Würde man die H4-Sätze so erhöhen, dass sie über einem Bankmanager in Thailand liegen?

    Glaubt wirklich jemand, das Geld würde gleichmässig auf die "arme" deutsche Bevölkerung verteilt werden?

    In Wahrheit geht es doch nur um eines: Bürger sind neidisch darauf, dass einige ihre Steuern reduzieren könen, während bei ihnen selber die Steuern vom Gehalt gleich abgezogen wird. Darauf bin ich aber z.B. neidisch. Man muss nicht jedesmal die Steuern selbst überweisen, wobei man dann Tränen vergießt, weil es einem vorkommt, man wirft sein Geld in die Toilette. Nein, als Angestellter und Arbeiter kann man eh netto rechnen und bekommt diesen Schmerz erst gar nicht mit.
    Was soll denn nun so ein Unternehmer machen, der mit diesem Neid leben muss?

    Kan sich der Mensch nicht mal auf sich selbst konzentrieren anstatt immer nur zu hoffen, dass es dem Nachbarn möglichst schlecht geht? Versteht man das etwa unter einem sozialen Verhalten?

    Der Kampf gegen die Steueroasen ist also im Grunde der Gipfel der Verrohung. Man fördert die Neidgeselschaft, baut den waffengeschäft-dominierten Staat weiter aus und zerstört Menschenleben außerhalb Europas. Aber all das wollen die Sozis, Grünen etc. nicht wahrhaben. Geld regiert gerade bei denen die Welt. Sollen sie doch alle an ihrer Gier ....

  7. #6
    Avatar von beran

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    Zitat Zitat von kcwknarf Beitrag anzeigen
    In Wahrheit geht es doch nur um eines: Bürger sind neidisch darauf, dass einige ihre Steuern reduzieren könen, während bei ihnen selber die Steuern vom Gehalt gleich abgezogen wird. Darauf bin ich aber z.B. neidisch. Man muss nicht jedesmal die Steuern selbst überweisen, wobei man dann Tränen vergießt, weil es einem vorkommt, man wirft sein Geld in die Toilette. Nein, als Angestellter und Arbeiter kann man eh netto rechnen und bekommt diesen Schmerz erst gar nicht mit.
    Was soll denn nun so ein Unternehmer machen, der mit diesem Neid leben muss?
    Es geht hier nicht um Neid, sondern um Gerechtigkeit. Wenn der Arbeiter brav seine Steuern von seinem bescheidenen Einkommen zahlt, dann kann man verdammt noch mal auch von den Reichen im Staat erwarten, dass sie ebenfalls ihre Steuern zahlen.

    Darum geht es, und um nichts anderes.

  8. #7
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von beran Beitrag anzeigen
    Es geht hier nicht um Neid, sondern um Gerechtigkeit. Wenn der Arbeiter brav seine Steuern von seinem bescheidenen Einkommen zahlt, dann kann man verdammt noch mal auch von den Reichen im Staat erwarten, dass sie ebenfalls ihre Steuern zahlen.

    Darum geht es, und um nichts anderes.
    Man tut ja gerade so, als wenn die Reichen gar keine Steuern zahlen würden. Im Gegenteil: 10% der deutschen Bürger zahlen 90% aller Steuern - und das sind eben gerade die Reichen. Ist das etwa gerecht?
    Man sollte eben mal Gerechtigkeit definieren. Ist es gerecht, wenn man Tag und Nacht schuftet und dafür diejenigen bezuschusst, die sich lieber etwas gemütlicher machen wollen?

    Gerechtigkeit kann eingeführt werden, wenn es auch wirklich gerecht zugehen würde. Aber solange man es sich gut gehen lassen kann (dafür gibt es ja genügend Schlupflöcher) sollte man eben auch den Reichen zugestehen, dass sie ihre Geld durch Schlupflöcher schützen. Das wäre gerecht!

    Wo bleibt denn die weltweite Gerechtigkeit. Warum zählen Deutsche zu den 10% der reichsten Menschen, während Leute in Afrika hungern müssen. Wo ist denn da die Gerechtigkeit? Warum wird immer alles nur durch die nationale Brille gesehen? Wohlstand und Gerechtigkeit für alle Deutsche, aber andere dürfen verrecken, oder wie?

    Ich denke, die Reichen machen mit ihrem Geld schon genügend Gutes - für wirklich Hilfsbedürftige. Woher kommen denn die größten Einahmen für Forschungsinstitute? Es sind doch gerade die Reichen, die regelmässig Geld für Krebsheilung etc. ausgeben. Sie wollen eben wirklich etwas Gutes tun und nicht nur noch mehr Waffen für die Vernichtung der Erde ausgeben (einer der größten Posten der Steuergelder!). Und die anderen unterstützen zumindest die Menschen in kleinen Regionen wie den Bahamas durch die Geldquellen. Dadurch spart sich der deutsche Staat die Entwicklungshilfe und somit wieder Steuern.

    Wer wirklich mehr Steuern zahlen will (gibt ja genügend Reiche, die das wollen), der soll es doch tun. Warum muss es immer gerecht sein, wenn man selbst das Bedürfnis hat, sich an einem Jagdbomber zu beteiligen?

    Es wird keine Gerechtigkeit geben, weil jeder mit Gerechtigkeit meint, sich selbst Vorteile zu verschaffen!
    Und daher unterstütze ich sowohl jeden Reichen, der sein Geld beschützt als auch diejenigen, die versuchen, sich ein faules Leben zu machen. Ich gönne es beiden Gruppen - auch wenn ich weder das eine noch das andere mache. Aber ich neide ja auch niemanden seinen Reichtum und auch nicht sein faules Leben. Jeder hat dieselben Chancen (insofern liegt hier die Gerechtigkeit) und daher sollte jeder doch glücklich werden, wie er will. Ich unterstütze nur kein reglementiertes Leben, das meint, solche Schlupflöcher schließen zu können. Das wird nämlich nicht funktionieren. Dazu ist jeder Mensch viel zu schlau. Und daher ist Staatswillkür auch völlig unnütz.

  9. #8
    Avatar von Talok

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    ... und im übrigen geht es gerade darum das die Konten reicher Oligarchen auf den Banken in zB. Zypern mit unseren Steuergeldern gerettet werden. Diese Banken die diese Riesenvermögen mit sehr sehr hohen Zinsen und Steuervorteilen angelockt haben werden jetzt, mit Rettungsfonds der EU die mit Steuergeldern bestückt sind, "refinanziert".

    ... die Geldströme die bis jetzt noch nach Zypern wanderten, wandern jetzt nach Luxemburg, Lichtenstein oder Panama. Das einzige was sich vielleicht ändert ist, das die Steuerhinterzieher sich in Zukunft eher an Banken orientieren werden die "too big to fail" sind.

  10. #9
    Avatar von Talok

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    Zitat Zitat von kcwknarf Beitrag anzeigen
    Man tut ja gerade so, als wenn die Reichen gar keine Steuern zahlen würden. Im Gegenteil: 10% der deutschen Bürger zahlen 90% aller Steuern - und das sind eben gerade die Reichen. Ist das etwa gerecht?
    Man sollte eben mal Gerechtigkeit definieren. Ist es gerecht, wenn man Tag und Nacht schuftet und dafür diejenigen bezuschusst, die sich lieber etwas gemütlicher machen wollen?
    ... wie kommt es denn das auch die Vermögen im Verhältnis 10/90 verteilt sind. Und in welcher Weise haben die Erben der Familie Albrecht oder Flick oder Piech oder oder... denn Tag und Nacht geschuftet. Das sind in der Regel Vermögen die von Generation zu Generation vererbt werden und die für sich selber arbeiten. Money makes Money. Damit will ich sagen das der Schluss "Viel Geld" = "Viel Arbeitsleistung" Schwachsinn ist.

    Was unterscheidet denn den heutigen Oligarchen in Russland, Bulgarien oder Rumänien hinsichtlich seiner Leistungsfähigkeit von einem Bäcker der morgens um 4 aufsteht und 12 bis 14 Stunden arbeitet. Die einen haben zum Zeitpunkt der politischen Wenden Anfang der 90er mit Mord und Totschlag ihre günstige Position ausgenutzt und sich Vermögen angeeignet. Die anderen sind so dumm und denken, "viel Arbeit viel Ehr"?

    Wenn du ein Verhältnis aufstellen willst zwischen "Arbeitsleistung" und "Vermögen" und du nimmst den nicht reichen Mittelstand aus Deutschland raus, bricht das Kartenhaus zusammen.

  11. #10
    Avatar von Dart

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