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Zurück zur Kinderarbeit - die fetten Jahre sind vorbei

Erstellt von DisainaM, 27.07.2009, 17:25 Uhr · 7 Antworten · 943 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von DisainaM

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    Zurück zur Kinderarbeit - die fetten Jahre sind vorbei

    so kommt einem das Vorgehen von Triumph in Asien vor, die sich erstmal von gewerkschaftlichen Mitarbeitern durch Massenentlassungen trennen.

    Der Dessous-Konzern Triumph International mit Sitz in Bad Zurzach hat in Thailand und den Philippinen rund 3600 gewerkschaftlich organisierte Näherinnen entlassen. Nach wochenlangen Mahnwachen vor den Fabriken protestieren die örtlichen Gewerkschaften heute vor den Schweizer Botschaften in Bangkok und Manila, wie die Bilder eines Blick.ch-Leserreporters zeigen.

    Triumph International bestätigt und bedauert in einer offiziellen Mitteilung den Abbau von 1930 Arbeitsplätzen in Thailand und 1660 auf den Philippinen. Der Konzern begründet den Abbau mit der weltweiten Rezession, die zu einem Nachfragerückgang geführt habe. Der Abbau in Thailand und den Philippinen sei Teil eines weltweiten Restrukturierungsprogramms.

    Entlassungen legal

    Die betroffenen Mitarbeitenden seien schriftlich informiert worden. Die lokalen und internationalen Gesetze seien bei den Entlassungen eingehalten worden. Der Meinungsaustausch mit den Betriebs-Gewerkschaften und den thailändischen und philippinischen Arbeitministerien würden fortgesetzt, sagt ein Sprecher von Triumph.

    Zudem bestätigt er die Demonstration in Bangkok. Von aktuellen Demonstrationen auf den Philippinen sei Triumph hingegen nichts bekannt. Demonstrationen seien aber das gute Recht von Gewerkschafts-Mitgliedern.
    http://www.blick.ch/news/ausland/tha...schweiz-124378

  2.  
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  3. #2
    Avatar von schimi

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    Re: Zurück zur Kinderarbeit - die fetten Jahre sind vorbei

    was hat das mit Kinderarbeit zu tun?

    Ganz normale Entlassungen wie überall jeden Tag.

  4. #3
    Avatar von DisainaM

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    Re: Zurück zur Kinderarbeit - die fetten Jahre sind vorbei

    der weltweite Sozialabbau einiger Großkonzerne zwecks Renditeerhöhung geht meistens durch outsourcing von Arbeitsleistung an aussenstehende Firmen, wo Kinderarbeit wieder ins Spiel kommt.

    Ist eine alte Masche, die man von den Sportschuhherstellern zur Genüge kennt,
    wird dann ein Pressebericht über eine Aussenstehende Firma bekannt,
    spielt man den moralisch Entsetzten, und sucht sich zu den gleichen Konditionen eine andere Firma, wo man sich ebenfalls erstmal nicht um die Produktionsmethoden kümmert.

  5. #4
    Avatar von Ban Bagau

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    Re: Zurück zur Kinderarbeit - die fetten Jahre sind vorbei

    Vielleicht sollte doch noch das Konzept der Franzosen schule machen.Firmen die geschlossen oder Outgesourct werden sollen einfach in die Luft zu sprengen.Manager in Privathaft zu nehmem.Den Beweis zum letzten Ende sind sie zwar noch schuldig geblieben.
    Ich weiß,ich weiß,Gewalt ist keine Lösung,aber manchmal müssen Zeichen gesetzt werden,und wenn Manager das Recht haben das Leben und die Lebensgrundlage der Angestellten zu zerstören, warum dann auch nicht umgekehrt.Außerdem zerstören die Manager mit ihren Verhalten die Grundlagen des Kapitalismus, den Konsum, wenn immer weniger finanzielle Mittel zur Verfügung haben um zu konsumieren.

  6. #5
    hello_farang
    Avatar von hello_farang

    Re: Zurück zur Kinderarbeit - die fetten Jahre sind vorbei

    Hallo zusammen,
    komisch - neulich hatte ich ein Gespraech mit jemandem ueber genau diese Fabrik, die von der ehem. Belegschaft gesprengt werden soll, und des weiteren ueber Widerstand in Frankreich, Deutschland, und der Welt... Und seinerzeit habe ich die Frage gestellt, die ich leicht abgewandelt nun auch hier stellen moechte:

    Wer von Euch war damals dabei, in den Zeiten der Studentenproteste/Apo-Bewegung der 1968er? Nicht am Balkon oder Fenster, sondern unten auf der Strasse?! Egal, auf welcher Seite des Wasserwerfers?!!
    Oder wer von Euch war in den Mitte 1980ern bis Mitte 1990ern in Berlin, Brokdorf, Wackersdorf? An der Startbahn West? Im Hamburger Kessel -oder als Begleitgruen dort eingesetzt?!
    Wohl die wenigsten, und daher sollte man mit dem Kommentieren und bewerten von TV-Bildern und Meinungen aus franzoesischer Gewerkschaftsfeder immer etwas vorsichtig sein.

    Das fordern, ausueben, oder gut-heissen von Gewalt bringt nichts. Das habe ich gelernt. Dafuer macht man ja Fehler im Leben.
    Aber was doch schon vor 20-25 Jahren, und davor vor weiteren 20-25 Jahren fuer einige Gammler und Chaoten klar zu seien schien ist, das mit dem System ganz grundsaetzlich was nicht stimmt.

    Franzoesischer Widerstand ist schon immer haerter und kompromissloser. Aber die 68er-Studentenrevolten in Paris waren damals auch die Ausloeser fuer einen Flaechenbrand in ganz Westeuropa. Fuer Berlin habe ich an anderer Stelle im Forum bereits einen heissen Herbst 2009 prognostiziert... Und Europa kann sich gluecklich schaetzen, wenn Paris, Berlin, Athen keine Schule machen.

    Worauf zielen Drohungen, wie das ich eine Fabrik sprengen werde, oder das Lynchen eines Managers (wie in China geschehen), ab? Oder besser: Welches internationale Ventil hat sich da eben geoeffnet?! Und Globalisierung faellt mir noch ein, und weshalb ich schon immer was dagegen hatte ;-D

    Wer sich etwas in Geschichte ausgekennt: Mir kommt spontan der Weberaufstand in den Sinn. Zwar schon bereits seit Anfang an zum logischen Scheitern verurteil, aber dennoch erbarmungslos gefuehrt.

    Chock dii, hello_farang

  7. #6
    Avatar von waanjai_2

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    Re: Zurück zur Kinderarbeit - die fetten Jahre sind vorbei

    Nur der guten Ordnung halber möchte ich daran erinnern, dass über Demos der Gewerkschaft bei Triumph wir schon einmal einen längeren Bericht und darauf eine längere Diskussion geführt haben. Und zwar hier:
    http://www.nittaya.de/viewtopic.php?t=31495

    Die Diskussion endete nach 122 Beiträgen mit der Frage:

    "Na wer wohl?" durch Samuianer.

    Sag´ das jetzt nur, auf dass man weiß, worauf es letztlich hinausläuft. :-)

  8. #7
    Avatar von chrissibaer

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    Re: Zurück zur Kinderarbeit - die fetten Jahre sind vorbei

    Zitat Zitat von hello_farang",p="755018
    Wer von Euch war damals dabei, in den Zeiten der Studentenproteste/Apo-Bewegung der 1968er? Nicht am Balkon oder Fenster, sondern unten auf der Strasse?! Egal, auf welcher Seite des Wasserwerfers?!!
    Also ich nicht. War damals noch gar nicht auf der Welt.
    Und wenn, wäre mir die "Seite" egal gewesen. Hauptsache auf der anderen Seite des "antifaschistischen Schutzwalls".

    Zitat Zitat von hello_farang",p="755018
    Oder wer von Euch war in den Mitte 1980ern bis Mitte 1990ern in Berlin,...
    Den Schuh kann ich mir nun wieder anziehen. Und, es ging glücklicherweise auch ohne Gewalt.

    Zitat Zitat von hello_farang",p="755018
    Das fordern, ausueben, oder gut-heissen von Gewalt bringt nichts. Das habe ich gelernt. Dafuer macht man ja Fehler im Leben.
    Gute Einsicht, man lernt nie aus im Leben.

    Zum Glück war die gewaltbereite (und von der Stasie gesteuerte) Apo der 68er nicht erfolgreich. Sonst würden heute alle unter dem Diktat von Moskau leben.

    Die Meisten von "damals" haben sich inzwischen auch gut im so verhassten System eingelebt. Der ein oder andere hat´s sogar bis zum Minister geschafft. Der große Rest konnte sich arrangieren und hat sein Auskommen. Einige haben ihr Studium beendet und können nicht klagen. Und dann gibts noch ein paar der ewig Gestrigen. Denen ist wohl nicht zu helfen, außer mit Hartz IV.

    Zitat Zitat von hello_farang",p="755018
    Fuer Berlin habe ich an anderer Stelle im Forum bereits einen heissen Herbst 2009 prognostiziert...
    Gib nicht auf mit deinen Prognosen. Ist wie bei Börsengurus und Wirtschaft5experten, irgendwann hat jeder einmal Recht. Zwischenzeitlich schwimmt man eben mit dem Strom und hält sich schadlos. Aber auch deine Stunde wird kommen.

    Zitat Zitat von hello_farang",p="755018
    Wer sich etwas in Geschichte ausgekennt: Mir kommt spontan der Weberaufstand in den Sinn. Zwar schon bereits seit Anfang an zum logischen Scheitern verurteil, aber dennoch erbarmungslos gefuehrt.
    Den/die kenne ich. Wurden im Geschichtsunterricht der DDR zur Genüge durchgekaut. U. a. hatten sich Marx, Engels, Lenin darauf bezogen. Sind bedeutende Standbeine der danach exzessiv gelebten Diktaturen gewesen. Die Bibliotheken der DDR waren voll mit Pamphleten darüber. Glaub mir, will keiner, braucht keiner, führt zu nix außer Verkennung der Realitäten mit einhergehender Unterdrückung.

  9. #8
    Avatar von Ban Bagau

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    Re: Zurück zur Kinderarbeit - die fetten Jahre sind vorbei

    Leider das kleine Problem der Studentenproteste.Mag sein das die Stasi ivolviert war.Keine Frage bin gegen Stasi und alles was in diesem Staat Stasigleich nachgeahmt wird.Erschreckent wie weit (oder korrupt)die Bundesrepublick war das die Stasi so weit ins System eindringen konnte.
    Soll aber jetzt nicht zur Debatte stehen sondern das solche Botschaften zu besonderen Zeitpunkten veröffentlicht werden.Sollen doch lückenlos alle Stasie leute und deren Verlinkungen und Profitören veröffentlichen,damit das ein für alle mal aufhört.Aber ist wohl wahrscheinlich nicht so gewollt.

    Weberaufstand und Betriebsbesetzungen sind wohl nicht so direkt vergleichbar,da beim Weberasufstand das Produktionsmittel den Arbeitern (jeder Familie der Heimarbeiter) gehörte.Den Ärger gab über die erziehlten Preis der Ware und die Kosten der Rohstoffe.
    Wegen der mangelden Möglichkeit die Produkte von/an andere Quellen/Händler zu vermarkten/beziehen,um damit höhere/kostendeckende Preise zu erziehlen.

    Ab und zu mal ein bischen hellhörig werden, wenn wieder alte Geschichten rausgeholt werden.Klar Stasiakten sind im Reiswolf gelandet und müssen rekonstruiert werden.Aber die Karteikartenschränke mit den Decknamen, Klarnamen und den Verpflichtungserklärungen sind vohanden.Viele davon hatten sich die Amerikaner schon unter den Nagel gerissen aber vor einigen Jahren wieder zurrück gegeben.Also warum dann nicht,oder nur ab und zu mit erhobenen Zeigefinger?

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