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Wirtschaftlichkeit von Reisfarmen im Isaan (Provinz Surin)

Erstellt von socky7, 03.02.2015, 22:05 Uhr · 19 Antworten · 2.094 Aufrufe

  1. #11
    Avatar von sombath

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    Hallo Socky ,
    ich bin zwar kein Bauer , habe aber durch meinen Vater einige Grundkenntnisse .
    War ja die letzten 3 Wochen im nördlichen Isaan ( nördlich SukanNakhorn) unterwegs .
    Das Land , ist bis auf wenige Gebiete die bewässert werden , völlig ausgetrocknet .
    Zu 99% wird nur Reis angebaut und man hat auch meist nur eine Ernte .
    Durch diese jahrhunderte lange Monokultur wächst ohne Kunstdünger überhaupt kein Reis .
    Man müßte die Felder 5 - 10 Jahre brach liegen lassen , oder mindestens einen Fruchtwechsel vornehmen .
    Aber dazu sind die Menschen im Isaan , durch verschiedene Gründe nicht fähig .
    Durch den Preisverfall ( Reis , Gummi , Zucker ) ist die Landwirtschaft in dieser Gegend sehr schwierig .
    Das ist auch nicht verwunderlich , da selbst bei uns die meisten Bauern ohne Staatliche Subventionen
    nicht überleben würden .
    Ich sehe für die Reisfarm deiner Frau leider keine Zukunft .
    Gruß
    Sombath

  2.  
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  3. #12
    Avatar von rampo

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    Da sind die Isaanis bei uns weiter 1 x Reis 2 x Mais kein Futtermais ,

    Die Maiskolben werden gekocht und auf den Markt verkauft .






    Fg.

  4. #13
    Avatar von michael59

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    Die Vermutungen von Kuhn Sung sind ohne Substanz. Mein Schwiegervater hat 16 Rai mit Reis, das reicht in schlechten Jahren für den Bedarf von 5 Personen + Hühner/Enten/Schwein. In guten Jahren wird geschälter Reis im Ort verkauft, manchmal auch Rohreis wenn der Preis gut ist. Kosten für Ernte und Aussaat tragen wir. Ich habe schon mal vor Jahren gerechnet- Reis kaufen wäre wohl nicht teurer.
    Geld macht mein Schwiegervater mit Gemüse/Enten und Kampfhähnen. Meine Schwiegermutter verkauft Essen vor dem Haus.

  5. #14
    Avatar von funnygirlx

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    hauptproblem beim Reis

    Reis ist ein politikum

    schaue dir mal den reis preis auf sicht von 20 jahren an...... ein kraus., das kurze auflodern im preis bei den agrarguetern, dauerte nicht lange. das politikum get dahin..reis muss billig sein, damit sich die millionenschaften an billigen arbeitskraeten in der stadt den noch leisten koennen, und malochen koennen fuer die konzerne.
    je niedriger agrikultur produkte, je mehr verdingen sich in den staedten.
    der bauer ist ein armes schwein, weil er fuer keinen auf der tagesordnung steht, und keine lobby da ist

    schaut euch den reispreis mal an , rechnet da mal inflation ueber die jahre rein
    davon kann man nicht leben, und die einkuenfte weltweit fallen...ja man koennte produktiver sein, aber das wuerde den barten auch nicht fett machen.
    der reis preis muesste 3x so hoch stehen ,das sich diese schinderei ueberhaupt lohnt, oder das man ueberhaupt von menschenwuerdiger arbeit reden kann. hohe preise im agrarsektor..wuerde auch zu investitionen auf dem land furhen und zur entlastung der staedte beitragen ( rueckwanderung )...aber dies ist ja nicht im sinne der konzerne und der politiker

  6. #15
    Avatar von Franky53

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    So isses Michael ,der Reis den die Bauern anbauen reicht zum überleben ,das Zubrot wird durch andere Tätigkeiten ,wie Arbeiten am Bau ,Verkauf etc. verdient. Oder auch teilweise von den Kindern ,die z.B. in BKK arbeiten und die Enkel bei den Großeltern aufwachsen lassen.

  7. #16
    Avatar von socky7

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    Zitat Zitat von sombath Beitrag anzeigen
    Hallo Socky ,
    Ich sehe für die Reisfarm deiner Frau leider keine Zukunft .
    Gruß
    Sombath
    @ Sombath, rampo, michael59, funnygirlx, Franky53, khun Sung, clavigo, savag, ffm, berti
    Vielen Dank für eure Hinweise !
    Kann mir einer von euch auch noch erklären, warum die Preise für Farmland in der Provinz Surin seit Jahren deutlich steigen, obgleich der Grundwasserspiegel dort ständig sinkt ?
    Gruß socky7

  8. #17
    Avatar von michael59

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    Zu den Preisen:
    im Dorf meiner Frau tauchen wohl immer wieder Aufkäufer auf die für Leute aus dem Süden Land aufkaufen. Das Land wird dann per Auftrag bewirtschaftet. Einmal habe ich auch Leute kennengelernt, denen die Regierung ihr Land im Süden abgekauft hat, wegen den Bomben.
    Die haben so 50 Rai gekauft deren Besitzer ins Kloster ging, seine Kinder sind in ganz Thailand verstreut, die (seine) Frau wird von ihren Kindern versorgt. Sie wollten auch das Feld meiner Frau kaufen. Ich habe da 14.000 2007 (Chanod-heute neu sogar mit GPS Daten) bezahlt, das Angebot 50.000 dann auf 55.000 erhöht. (Sommer 14). Damals als wir ein Feld gesucht haben, wurde uns von den Anbietern immer wieder "Leute von Taksin" genannt, die Preise um 20/25.000 boten und wir sollten doch zuschlagen. Heute muss ich feststellen, das ich ein Angebot von 112 Rai bei einem Preis von 22.000 je Rai ausgeschlagen habe, keine gute Investitionsentscheidung war. Mehr Geld hätte ich nicht verdienen können.
    Wobei ich grundsätzlich der Meinung bin das man ein Feld nicht verkauft.
    So kleine Zukäufe von einem Rai sind im Dorf meiner Frau gar nicht möglich. Wenn aber preislich was passt würde ich immer wieder kaufen.

  9. #18
    Avatar von Dieter1

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    Im Isaan (Surin) dient der Reisanbau normal knapp zur Deckung des Eigenbedarfs.

    Fuer ambitioniertere Ziele ist das Klima nicht geschaffen.

  10. #19
    ffm
    Avatar von ffm

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    Zitat Zitat von socky7 Beitrag anzeigen
    Kann mir einer von euch auch noch erklären, warum die Preise für Farmland in der Provinz Surin seit Jahren deutlich steigen, obgleich der Grundwasserspiegel dort ständig sinkt ?
    Aus dem gleichen Grund aus dem der Schweizer Franken immer weiter steigt, obwohl seine Kaufkraft sinkt: Weil er als sichere Geldanlage angesehen wird.

    Die Leute die dort Farmland kaufen habe doch nicht vor dort tatsächlich Landwirtschaft zu betreiben. Gründe für den Landkauf sind zum Beispiel:
    1. Spekulation auf steigende Preise (in den letzten 5 Jahren haben sich die Preise verdoppelt, also werden sie weiter steigen)
    2. Absicherung für Krisenzeiten (wenn es Krieg gibt dann ist man auf dem Land besser dran)
    3. eine in der Bevölkerung weit verbreitete Anfälligkeit gegenüber Weltuntergangsprophezeihungen (ein Tsunami und die globale Erwärmung werden Bangkok und den Süden verschlingen, und Thailand wird sich in den Issan retten)
    4. ein grundsätzliches Misstrauen gegenüber den politischen und dynastischen Vorgängen in Bangkok
    5. Land als Statussymbol (du hast vielleicht einen Ben, aber ich habe 50 Rai)

  11. #20
    Avatar von clavigo

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    Eine Freundin meiner Frau ist mit einem Aussi verheiratet der als Irrigation-Specialist für die ADB seit über 25 Jahren in Süd- und Südostasien unterwegs ist. Er klagt immer wieder über die Sturheit - und teilweise Arroganz - der thailändischen Bauern à la "das machen wir schon immer so und brauchen uns von 'nem Farang nix sagen lassen".

    Die Art wie die vietnamesische Regierung die Bauern dort zu Änderungen im Anbau, etc. "überredet" hat, ist sicherlich mit unseren Vorstellungen von Demokratie nicht vereinbar, hat aber offensichtlich Erfolg.

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