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Verfehlte Ballungsraumpolitik Thailands zeigt nun langsam sein wahres Gesicht

Erstellt von J-M-F, 01.12.2011, 07:51 Uhr · 22 Antworten · 1.843 Aufrufe

  1. #11
    Avatar von MiPuSa

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    Zitat Zitat von siamthai1 Beitrag anzeigen
    moin j-m-f

    genau das ist das problem welches thaksin seinerzeit erkannt hat. flächendeckende industie in schwach besiedelten gebieten unter anderem
    dem isaan anzusiedeln, um auch hier produzieren zu können und nicht nur um bangkok herum. hätte man ihn nicht weggejagt ,währe das
    problem wenigstens zum teil gelöst worden.
    Und wie sollte das produzierende Gewerbe dazu gebracht werden seinen Produktionsstandort "dezentral" anzusiedeln? Es ist auch in Thaland so, dass private Unternehmungen dort Ihren Standort haben dürfen, wo sie wollen. Günstiger Grunderwerb und eventuell niedrigere Lohnkosten sind bei der Standortwahl oft nur ein untergeordneter Faktor. Die Infrastruktur muß stimmen und da scheinen die thailändischen Unternehmen die Region Bangkok zu bevorzugen. Gerade für Unternehmen, die auch für den Export produzieren, ist ein Standort nahe eines großen internationalen Flughafens oder eines Seehafens ein sehr wichtiger Faktor. In Deutschland versucht man Unternehmen mit Subventitionen oder andere Anreize in strukturschwache Gegenden zu locken. Ein nicht unumstrittiges Vorgehen. Warum sollen Firmen, die Riesengewinne einfahren, mit Steuergeldern unterstützt werden?

  2.  
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  3. #12
    Avatar von Samuianer

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    Zitat Zitat von J-M-F Beitrag anzeigen
    leere Regale im Zuge des Hochwassers ist auch in Ubon nicht unbekannt, na ja man hat sich bei nebensächlichen Dingen daran gewöhnt, auch wenn man weit weg ist vom Hochwasser. Aber gestern im Makkro war dann doch etwas heftig .. auf der Suche nach Wasser stand ich nur noch vor einem leeren Regal ... Auskunft der Mitarbeiten seit mehreren Tagen bleiben die Wasserlieferungen aus ... ab zum Lotos, da gab's zum Glück noch was, auf die Frage wie es aussieht > ca. ¼ der Lieferungen kommen nur noch an, wird alles im Großraum BKK abgefüllt und die können auf Grund der Verschmutzung die Wasserquellen nicht nutzen ... tolle ShowIch hoffe irgend ein Politiker zertrümmert endlich mal dieses Korruptionssumpfmonopolgebiet BKK, damit sich alles einigermaßen gleichmäßig übers Land verteilt und solche Ereignisse wie das Hochwasser nicht gar solch dramatische Folgen haben kann. Als tollen Nebeneffekt würde es auch viel weniger Spannungen innerhalb der Bevölkerung geben.Wie sieht es in anderen Landesteilen aus?

    Schon mal was von Wasserfilter gehoert?

    Hier gab es auch einige durchaus ueberbrueckbare "Engpaesse" z.B. bestimmte Kerzen, Muellsaecke, Papiertaschentuecher-Servietten, "Kuechenrolle", Yoghurt, bestimmte Gemuese aber nichts ernsthaft lebensbedrohendes!

  4. #13
    Avatar von siamthai1

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    tag mipusa

    natürlich muss die infrastruktur stimmen ,das ist doch voraussetzung für so ein standortprojekt. wenn das nicht in den nächsten jahren
    in angriff genommen wird bleibt thailand zurück und tritt auf der stelle. alleine nur auf den tourismus bauen reicht auf dauer nicht aus.

  5. #14
    Avatar von franky_23

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    Zitat Zitat von siamthai1 Beitrag anzeigen
    die regierung yingluck sollte
    auf jedenfall ihre wirtschaftpolitik überdenken,und flächendeckende produktionsstandorte anzusiedeln. käme auch der landflucht in die
    städte wie bangkok ayuthaya oder rajong zugute. die menschen hätten vor ort arbeit und einkommen.
    Wollt ihr in Thailand einen Kommunistischen Staat?

    Da diskutieren so viele Rentner. Die könnten sich doch über die Thaifrauen zu einer Genossenschaft zusammenfinden und eine Quelle für Wasser nutzen. Wenn es ausreichend sprudelt, dann gleich noch eine Hausbrauerei installiert und schon ist man nicht mehr von Singha Corp. abhängig.

    Da man diese dezentralisierten Produktionsstandorte in jede größere Stadt übernehmen kann, entsteht da im Sinne eines praktizierten Wissenstransfers eine wirtschaftliche Dynamik, die dann allabendlich gebührend von den Männern im Brau- und/oder Quellstüberl gefeiert werden kann.

  6. #15
    Avatar von siamthai1

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    abend franky 23

    das hat mit kommunistischen staat überhaupt nichts zu tun! es geht nur darum die gleichen versorgungsfehler die es wegen der
    jahrhundertflut gegeben hat sich nicht wiederholen. und ausserdem tut es einem land gut wenn die industrieparks breit gefächert
    sind und nicht nur auf ein oder zwei standorte festgelegt werden,wie es in thailand der fall ist. die arbeiter müssten nicht alle nach bangkok zum arbeiten.
    das wären tausende von menschen die in der nähe ihrer heimatstädte leben und arbeiten und geld verdienen könnten . das wäre zu mindesten ein beitrag
    die megastadt bangkok ein wenig zu entlasten.

  7. #16
    Avatar von DisainaM

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    Zitat Zitat von J-M-F Beitrag anzeigen
    leere Regale
    ...
    auf die Frage wie es aussieht > ca. ¼ der Lieferungen kommen nur noch an, wird alles im Großraum BKK abgefüllt
    und die können auf Grund der Verschmutzung die Wasserquellen nicht nutzen ...
    tolle ShowIch hoffe irgend ein Politiker zertrümmert endlich mal dieses Korruptionssumpfmonopolgebiet BKK,
    damit sich alles einigermaßen gleichmäßig übers Land verteilt
    Die Verteilung von Privilegien, wie die Lizenz zur Wasser Produktion wurden bestimmten Familien vor langer Zeit übertragen,
    wobei es für manche nach Koruption aussieht, und für andere nur ein Ausdruck des Kastensystems ist,
    wo einfach nur bestimmte Familien in Frage kommen, die der 51% Teilhaber eines ausländischen Unternehmens werden dürfen..

    Bei der Wasserproduktion verhält es sich, wie bei jedem anderen Unternehmen in Thailand auch,
    man schlägt seine Produktionsstädten nur in seinem Einflussbereich auf,
    denn dort, wo man keinen Einfluss hat, etwa weil regionale Lokalfürsten mit Leuten, die wir als Mafia bezeichnen würden,
    dort einfach zuerst ihre Mitarbeiter in der Produktionsfirma plazieren,
    die sich dann durch Sabotage verdient machen, und die zur Reparatur lokale Firmen benötigt,
    die gleichfalls mit dem Lokalfürsten verbandelt sind, ebenso, wie die Security vor Ort.

    Ein gut geführter Produktionsstandort, wo man absolute Kontrolle hat, weil es in der Nähe des eigenen Wohnortes ist,
    wo man dank eigenem Einfluss keine Fremdeinmischungen befürchten muss, funktioniert.

    Mehrere Produktionsstandorte, überall verteilt im Land, mag für ein dezentrales Versorgungsnetzwerk im Westen vernünftig und gut erscheinen,
    in Thailand funktioniert es nicht,
    da zu grosse Unterschiede der Wohlstandszonen und der Armutsverwaltungszonen besteht,
    und nur die Zonen Chancen zur Wandelung haben, wo man Fremd-Betriebe überleben lässt,
    und sie nicht durch ein ausgehungertes Heer von Abzockern lahm legt.
    Stromausfall, Telefonausfall, Maschienensabotage, Materialschwund, unzuverlässige Mitarbeiter - die von aussen Fremdgesteuert werden,
    Unternehmen, wie Carefour, die in ganz Thailand ihre Standorte haben, konnten keinen Käufer für ihre Läden finden,
    kein Thai wollte sich diese Verantwortung ans Bein binden,
    sie wurden pro forma von BigC übernommen, die anschliessend mit dem eigenen Standort-schrumpfungsprozess beginnen.
    Dezentrale Vertriebsstrukturen haben mit denselben Problemen zutun, wie dezentrale Produktionsstädten.

    Wer kennt es nicht, dass man bei Carefour mal auf wenig motivierte Mitarbeiter einer Elektroabteilung traf,
    die überhaupt nicht am Kunden, am Verkauf und am Bonussystem für Verkäufe interessiert waren,
    das Management war am verzweifeln, was setzt man uns für Leute in die Läden rein, die gegen ihre Jobs arbeiten - was geht hier ab ?

    Nein, das ist kein Carefour Problem gewesen, dass ist ein grundsätzliches Problem, aller landesweit operierenden Vertriebsfirmen,
    die ja nur ihre Ware kontrollieren müssen und ihren Verkauf.
    Produktionsstädte haben jedoch viel höheren Kapitaleinsatz, weil hier nicht nur Warenschwund und schlecht motivierte Mitarbeiter den betrieb lahm legen können,
    sondern durch Sabotage an den Maschienen ist das Kostenrisiko viel höher.

    Die Grundfrage in Thailand lautet, wer kontrolliert die Leute vor Ort ?

    Resort im Reisfeld in Chang Mai, jahrelange Suche nach Mitarbeiter, keiner wollte da arbeiten, es war keine Frage des gehaltes;
    das ist das Problem, wo in Thailand die Uhren anders laufen.

  8. #17
    Avatar von J-M-F

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    Zitat Zitat von DisainaM Beitrag anzeigen
    Wer kennt es nicht, dass man bei Carefour mal auf wenig motivierte Mitarbeiter einer Elektroabteilung traf,
    die überhaupt nicht am Kunden, am Verkauf und am Bonussystem für Verkäufe interessiert waren,
    das Management war am verzweifeln, was setzt man uns für Leute in die Läden rein, die gegen ihre Jobs arbeiten - was geht hier ab ?
    diese Art von Wirtschaftsförderung braucht Thailand erst mal gar nicht. Irgendwelche geförderten Großkonzerne die von BKK aus gesteuert werden und nix für die Region tuen werden die Antipathie noch vergrößern. solche Wirtschaftsförderung wird in BKK funktionieren, weil jedem 2 BKK'ler scheiss egal ist was mit der Stadt wird.

    aber das Thema beschleunigt sich mit jedem Hochwasser von selbst. entweder Thailand packt das endlich mal an oder bei jedem Hochwasser machen mehr Buden dicht. wieviele sind es bei diesem Hochwasser schon um die 50?

  9. #18
    Avatar von DisainaM

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    Das Problem ist eher, das Trinkwasser ein Produkt der Grundversorgung ist,
    deren Produktion dringend in staatliche Hände zurück geführt werden müsste,
    um die öffentliche Sicherheit und Ordnung aufrecht zu erhalten.

  10. #19
    Avatar von waanjai_2

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    Irgendwie scheint es mir, dass zu wenig über die oekonomischen Kalküle der Unternehmer hier nachgedacht wird. Vielleicht hilft der folgende Artikel aus dem WallStreet Journal:

    Business Asia: Drying Off Thailand's Supply Chains - WSJ.com

  11. #20
    Avatar von Dieter1

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    Disi, wenig motivierte Mitarbeiter sind hier ein generelles Problem, das sich nicht nur im Carrefour zeigte.

    Wenn man hier in einer Supermarktkette irgendwas spezielles kaufen will, muss man als erste Barriere die voellige Inkompetenz des Personals ueberwinden.

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