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Verfehlte Ballungsraumpolitik Thailands zeigt nun langsam sein wahres Gesicht

Erstellt von J-M-F, 01.12.2011, 07:51 Uhr · 22 Antworten · 1.844 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von J-M-F

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    Verfehlte Ballungsraumpolitik Thailands zeigt nun langsam sein wahres Gesicht

    leere Regale im Zuge des Hochwassers ist auch in Ubon nicht unbekannt, na ja man hat sich bei nebensächlichen Dingen daran gewöhnt, auch wenn man weit weg ist vom Hochwasser. Aber gestern im Makkro war dann doch etwas heftig .. auf der Suche nach Wasser stand ich nur noch vor einem leeren Regal ... Auskunft der Mitarbeiten seit mehreren Tagen bleiben die Wasserlieferungen aus ... ab zum Lotos, da gab's zum Glück noch was, auf die Frage wie es aussieht > ca. ¼ der Lieferungen kommen nur noch an, wird alles im Großraum BKK abgefüllt und die können auf Grund der Verschmutzung die Wasserquellen nicht nutzen ... tolle ShowIch hoffe irgend ein Politiker zertrümmert endlich mal dieses Korruptionssumpfmonopolgebiet BKK, damit sich alles einigermaßen gleichmäßig übers Land verteilt und solche Ereignisse wie das Hochwasser nicht gar solch dramatische Folgen haben kann. Als tollen Nebeneffekt würde es auch viel weniger Spannungen innerhalb der Bevölkerung geben.Wie sieht es in anderen Landesteilen aus?

  2.  
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  3. #2
    Avatar von J-M-F

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    nanu, warum wurde die Formatierung in meinem Beitrag entfernt bzw nicht übenommen?

  4. #3
    Avatar von waanjai_2

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    Ist ja in Frankreich lange Zeit ähnlich gewesen. Alles ging zunächst nach Paris und ab Paris wieder zurück in die Provinzen. Der Sonnengott residierte in Paris.
    Bei uns im Isaan haben die ersten Händler schon vor über 4 Wochen gewarnt, dass viele Produkte, die über Bangkok laufen würden, mehrere Wochen nicht mehr in der gewohnten Menge geliefert werden würden. Was die lokalen Bestände durch Hortungskäufe weiter künstlich reduzierte.
    Aber das Erklärungsmuster war einfach und einsichtig. Irgendwo in Bangkok hakte etwas. Und das half auch erklären, warum eines der wichtigsten Farang-Güter in Thailand plötzlich ebenfalls ganz ernorm schmerzhafte Lieferschwierigkeiten hatte: das unersetzliche Bier.

    Aber es geht noch weiter: Nun gibt es echte Versorgungsschwierigkeiten mit Leo Bier im Isaan. Obwohl die Singha-Brauerei, die nur Leo Bier produziert, in Khon Kaen ist. Aber auch die müssen wohl z.Zt. primär dorthin liefern, wo es das meiste Geld zu holen ist. Da werden dann selbst langlaufende Verträge gebrochen. Was den Isaaner sauer werden läßt.

    Lange Zeit hieß es, die paar Überschwemmungen im Jahr, die lassen eine intelligentere Verteilung der Zulieferer und der Produktionsstätten immer noch nicht ökonomisch sinnvoll werden. Je länger nun die Ausfall-Zeiten werden, um so genauer wird man neu rechnen wollen. Lieber eine weitere Produktionsstätte dort einrichten, wo keine Hochwasser-Gefahr ist, könnte trotz größerer Transportkosten ökonomisch attraktiver werden.

    Und so Allokationsentscheidungen sind nachhaltig, weil eben nicht kurzfristig umkehrbar. Die Zentralisierung in Bangkok steht immer mehr auf dem Pranger: Will die weiterhin die erste Geige spielen, dann wird sie zunächst ihr eigenes Haus auf Vordermann bringen müssen. Denn die Thais machen sich bei aller Vergeßlichkeit nichts vor: Die Überflutungen kommen wieder, weil sie eben zu einem bedeutsamen Teil kein unabwendbares Naturereignis waren, sondern von Menschen gemacht.

    Die Sinnhaftigkeit der wirtschaftspolitischen Regionalisierungspolitik bleibt ja davon auch weiterhin unberührt. Diese will man, um nicht weiterhin täglich neue Leute nach Bangkok zu locken, weil nur dort Arbeitsplätze vorhanden sind. Aber die Weltstadt hat doch schon längst - trotz enormer Anstrengungen - in wichtigen Bereichen einen Zustand erreicht, den keiner mehr will. Denken wir an das Verkehrswesen, denken wir an den Umweltschutz.

    Die inneren Widersprüche werden für mehr Leute sichtbar als je zuvor. Und immer mehr wandern die begüterten Schichten aus Bangkok aus.

  5. #4
    Avatar von Chak

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    Zitat Zitat von waanjai_2 Beitrag anzeigen
    Die Sinnhaftigkeit der wirtschaftspolitischen Regionalisierungspolitik bleibt ja davon auch weiterhin unberührt. Diese will man, um nicht weiterhin täglich neue Leute nach Bangkok zu locken, weil nur dort Arbeitsplätze vorhanden sind. Aber die Weltstadt hat doch schon längst - trotz enormer Anstrengungen - in wichtigen Bereichen einen Zustand erreicht, den keiner mehr will. Denken wir an das Verkehrswesen, denken wir an den Umweltschutz.
    Du kennst ja Bangkok und Thailand überhaupt erst seit ein paar Jahren, insofern sei dir verziehen, dass du nicht weißt, dass Umweltverschmutzung und Verkehrschaos schon weitaus schlimmer waren.
    Die inneren Widersprüche werden für mehr Leute sichtbar als je zuvor. Und immer mehr wandern die begüterten Schichten aus Bangkok aus.
    Das wäre schön, dann würde die angedachte Stadtwohnung günstiger, ich glaube daran aber nicht.

  6. #5
    Avatar von waanjai_2

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    Zitat Zitat von Chak Beitrag anzeigen
    Das wäre schön, dann würde die angedachte Stadtwohnung günstiger, ich glaube daran aber nicht.
    Warte ab, ob und wie sich die Überschwemmungen wiederholen. Befragt man die Thais selbst, dann sind die schon sehr zynisch. Ihnen sind so oft schon durchgreifende Reformen versprochen worden und was geschah dann? Es blieb im Dschungel der Korruption stecken.

    Übrigens ist es sehr wohl bekannt, das es hinsichtlich Umweltverschmutzung und Verkehrschaos schon weitaus schlimmer war. Aber eine nur relative Verbesserung bedeutet im Falle Bangkok ja nicht einen lebenswerten Zustand. Warum verzogen denn schon bislang so viele Asthma-geschädigte aus Bangkok. Die Motivation zur Stadtflucht wegen Überflutungen und dem relativen Wertverlust der Grundstücke dort, ist doch jetzt nur eine weitere, zusätzlicher Antriebsquelle.

    Für Leute, die zukünftig öfters mit den schicken Gummistiefeln herumstelzen wollen, für die wird die Stadtwohnung in bestimmten Vierteln wohl wirklich günstiger.

  7. #6
    Avatar von Dieter1

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    Ueberschwemmungen gehoerten schon immer zu Bangkok. Die letzte war vor ungefaehr 20 Jahren, von dieser bis zur Vorhergehenden waren es ungefaehr 40 Jahre und in diesem Jahr hatten wir wieder mal eine, von der allerdings hoechstens 50% des Stadtgebietes mehr oder weniger betroffen waren.

    Also gar nichts neues und auch keine neue Erkenntnis.

    Die Immobilienpreise in Bangkok kennen nur einen Weg. Den nach oben. Daran aendern auch die periodisch wiederkehrenden Hochwassersituationen nichts.

    Pech fuer Chak.

  8. #7
    Avatar von Chak

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    Zitat Zitat von Dieter1 Beitrag anzeigen
    Pech fuer Chak.
    Kein Problem, ich kaufe nach der nächsten geplatzten Blase. Als Pech empfinde ich eher die Überflutung.

  9. #8
    Avatar von siamthai1

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    abend

    genau wie dieter1 es gesagt hat überschwemmungen wird es hier immer wieder geben ,und hat es auch immer gegeben.

    was gibt es darüber zu reden?

  10. #9
    Avatar von J-M-F

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    Zitat Zitat von siamthai1 Beitrag anzeigen
    abend

    genau wie dieter1 es gesagt hat überschwemmungen wird es hier immer wieder geben ,und hat es auch immer gegeben.
    du meinst die ganzen Erschließungen wurden vorsätzlich ins Überschwemmungsgebiet gebaut, auch kein schlechter Gedanke ...

    Im Lotus gab es heute wieder genug Wasser, allerdings Made in China und zum bald doppeltem Preis

    Zitat Zitat von Dieter1 Beitrag anzeigen
    Die Immobilienpreise in Bangkok kennen nur einen Weg. Den nach oben. .
    das wird demnächst schon noch heftig abwärts rauschen, wie in China ... dort bricht die Nachfrage aus Europa gerade zusammen und schon Wackelt alles wegen dem fehlendem Binnenmarkt. dies ist in Thailand auch nicht anders

  11. #10
    Avatar von siamthai1

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    moin j-m-f

    genau das ist das problem welches thaksin seinerzeit erkannt hat. flächendeckende industie in schwach besiedelten gebieten unter anderem
    dem isaan anzusiedeln, um auch hier produzieren zu können und nicht nur um bangkok herum. hätte man ihn nicht weggejagt ,währe das
    problem wenigstens zum teil gelöst worden. ( vom hochwasserproblem mal abgesehen ) da wäre das eine oder andere produkt in hochwasser
    sicheren gebieten hergestellt worden,und es zu keinen engpässen in der versorung der menschen gekommen. die regierung yingluck sollte
    auf jedenfall ihre wirtschaftpolitik überdenken,und flächendeckende produktionsstandorte anzusiedeln. käme auch der landflucht in die
    städte wie bangkok ayuthaya oder rajong zugute. die menschen hätten vor ort arbeit und einkommen.

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