Ergebnis 1 bis 6 von 6

Thaksin’s Thailand...

Erstellt von Waitong, 06.02.2013, 12:42 Uhr · 5 Antworten · 852 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Waitong

    Registriert seit
    03.06.2010
    Beiträge
    2.636

    Thaksin’s Thailand...

    Wieder mal etwas fuer die Thaksin'isten zum nachdenken. Wenn man bedenkt, was sich alles zu seiner Amtszeit zugetragen hat, ist es mehr als sonderbar das dieser Zeitgenosse noch Anhaenger hat.




    Thaksin’s Thailand: CIA Secret Detention and Extraordinary Rendition | 2Bangkok.com

  2.  
    Anzeige
  3. #2
    Avatar von waanjai_2

    Registriert seit
    24.10.2006
    Beiträge
    26.303
    Wo genau war eigentlich das Lager, was es in D gab?


    Das Thema aus der Sicht Thailand scheint gar nicht so sehr Thaksin-lastig zu sein, sondern vielmehr ein Problem der Zusammenarbeit zweier Staaten.

    Denn warum sonst die Dementi?

    "THAILAND: PM denies secret prison allegations

    Prime minister addresses 'Washington Post' report, calls it "old" and "groundless"
    Bangkok Post
    Tuesday, July 21, 2009
    Prime Minister Abhisit Vejjajiva insisted on Tuesday morning that there was no secret prison for torturing terrorists in Thailand as reported by The Washington Post newspaper.
    Mr Abhisit said there was no cooperation between the Thai government and the US in setting up a secret prison as alleged.
    "It's an old story and it is totally groundless as this government has never resorted to the use of violent means," Mr Abhisit said. The report would not affect the summit between Asean and its dialog partners being held in Phuket.
    The report in Sunday's edition of The Washington Post about CIA interrogations of suspected terrorists in 2002 mentions secret prisons in Thailand.
    The prime minister said the report would have no impact on his scheduled meeting with US Secretary of State Hillary Rodham Clinton at the Government House at 5pm on Tuesday.
    Clinton is stopping in Bangkok on her way to a regional security forum in Phuket, where she was scheduled to sign the Treaty of Amity and Cooperation in South-East Asia. The signing of the treaty would make the US one of the last allies of the Asean nations to do so.
    Deputy Prime Minister Suthep Thaugsuban also dismissed the allegation about the secret prison, saying that the report was groundless.
    Mr Suthep said it was suspicious that the report surfaced during the Asean meeting in Phuket.
    Date Posted: 7/21/2009
    "

  4. #3
    Avatar von Waitong

    Registriert seit
    03.06.2010
    Beiträge
    2.636
    Zitat aus meinem LINK:



    Anmerkung:


    Von Februar 2001 bis September 2006 war Thaksin Premierminister.

  5. #4
    Avatar von Kumanthong

    Registriert seit
    08.06.2012
    Beiträge
    1.674
    Wer sagt den das Taksin oder Abhisit ueberhaupt davon wussten ? Oder wieviel sie wussten ?

    Denke bei solchen geheimen aktionen wissen nur sehr wenig zu 100% bescheid .

  6. #5
    Avatar von Waitong

    Registriert seit
    03.06.2010
    Beiträge
    2.636
    Fuer interessierte Leser -------> Thai Secret Prison | 2Bangkok.com

  7. #6
    Avatar von DisainaM

    Registriert seit
    15.11.2000
    Beiträge
    26.839
    um den geschichtlichen Zusammenhang zu verstehen,

    muss man zuerst sehen,

    in welcher Lage Thailand vor Thaksin war.

    Einen bedingt brauchbaren Eindruck bekommt man durch folgende Zusammenstellung aus dem Jahr 1998 :

    Wohlstand ade - Der Baht im freien Fall
    Bangkok, Dezember 1998
    Wattanajiamwong sah keinen Ausweg
    mehr. Aus dem Bürofenster im elften Stock des Komplexes sprang
    der 25jährige Broker in die Tiefe. Die Bangkok Post schrieb, er habe die
    Folgen der Wirtschaftskrise nicht verkraftet. „Er stürzte den Börsenkursen
    hinterher", knurrt Joe. Der Texaner, drahtig und um die 60, schüttet den
    letzten Schluck Kaffee hinunter. Entlassungen, Konkurse, Firmen, die auf
    Zeit geschlossen werden, steigende Kriminalität, noch mehr Gewalt in
    Familien, Demonstrationen, Selbstmorde - keine guten Nachrichten in den
    letzten Wochen, schon gar nicht zum Frühstück. Jeden Morgen Zeitung
    lesen und drei Tassen Kaffee bei Dunkin' Donuts an einer der Hauptverkehrsadern der Stadt, der Sukhumvit, Soi elf. Ein Ritual. Heute sitzen
    wir alleine an den Tischen des amerikanischen Backwaren-Shops. Normalerweise trifft er hier viele Leute, sagt Joe, allerdings schon lange keine
    Thais mehr, denn die zahlen das Doppelte, seit die Währung so in den Keller gefallen ist. Nein, Aktien sind nicht sein Ding, er handelt mit Textilien.
    Das deutsche Versandhaus Quelle ist sein größter Kunde, 000 Stückzahlen habe er denen vor ein paar Wochen noch verkauft, yeah.
    Joe machte hier vor 21 Jahren erste Geschäfte, zog dann ganz nach
    Bangkok. Ein tolles Land, die Menschen seien locker, das „Land der
    Freien" eben, wie Thailand übersetzt heißt. Vor Jahren heiratete er ein
    Thai-Mädchen aus guter Familie, wie er versichert. Die war damals 16 und
    sieht auch heute noch knackig aus, betont Joe. Der Texaner, der sich nach
    so langer Zeit unter Thais manchmal wie ein Thai fühlt, wie er sagt, hat
    alles im Griff. Vor allem das Business und das auch in schweren Zeiten wie
    diesen. Seit der Abkopplung des Baht vom Dollar im Juli befindet sich die
    thailändische Währung im freien Fall. Gut für Joe. Er kauft billig ein, kann
    günstige Preise für den Export machen. Und jetzt, kurz vor Weihnachten,

    geht er nochmal auf Tour nach Vietnam, Laos, Kambodscha. Denn da kann
    man noch billiger als in Thailand einkaufen. Die Löhne hier seien ganz
    schön hoch, die Thais sehr verwöhnt, auch wenn sie handwerklich immer
    noch am geschicktesten seien. Als er hier vor 20 Jahren ankam, seien die
    Einheimischen stolz auf ein Fahrrad gewesen. Dann mußte es ein Honda
    Civic sein und dann schnell ein Mercedes. Millionär werden in so kurzer
    Zeit, meint Joe, das konnte ja nicht gut gehen.
    Thonglor - Ramsch-Laden der Yuppies

    Mercedes aller Klassen gibt es jetzt billig in Bangkok. Seit dem Absturz
    der thailändischen Wirtschaft in die schwerste Krise seit Jahrzehnten
    können sich große Teile der Bevölkerung nicht mal mehr eine Mahlzeit
    täglich leisten. Das einzige was jetzt läuft, ist der Verkehr. Im notorisch
    verstopften Bangkok, in dessen Straßen sich zu allen Tages- und Nachtzeiten die Blechlawinen stauen, müssen viele ihre Autos stehenlassen. Die
    letzte Benzinpreiserhöhung hat die Schmerzgrenze längst überschritten.
    Bei Benz Thonglor, einem noblen Autohaus nahe der Sukhumvit Road, ist
    davon kaum etwas zu merken. Dutzende von Taxis und Nobelkarossen
    warten auf ein Vorankommen. Ein Polizist regelt den Verkehr und lotst
    Interessenten und Schaulustige in die schmale Seitengasse.
    Verantwortlich für den Volksauflauf ist Wasun Panon. Der Autohändler,
    dessen Nachfrage vor ein paar Wochen ziemlich brutal weggebrochen
    ist, mußte ein bißchen was dazuverdienen, denn auch Bankkredite sind
    zur Zeit sehr schwer zu bekommen. Er bot eigene Wertgegenstände zum
    Verkauf an. Schnell fand er Nachahmer, die wegen der Krise gerade ein
    bißchen klamm sind und brachte so seinen „Markt der ehemals Reichen"
    in Gang. Wasun kassiert eine kleine Provision. Dafür dürfen Yuppies
    an Wochenenden auf den fünf Etagen seines mit kanadischem Zedernholz verkleideten Autohaus verramschen, was sie ohnehin nicht mehr so
    dringend brauchen: einen Rolls Royce für
    3,8 Millionen eine schnittige Motorjacht für 950 000 eine einmotorige Socata Tobago für den Flug ins Feriendomizil, goldene Wasserhähne, Designerklamotten, RothschildWeine, Golfsäcke und alles, was eben nach upper aussieht und dementsprechend kostet. Im Treppenhaus der Parkgarage sind Bretterwände
    aufgestellt, auf denen ehemals Betuchte ihre Eigentumswohnungen und
    Häuser anbieten. Daß das nicht alle freiwillig tun, sondern weil ihnen das
    Wasser bis zum Hals steht, läßt die Höhe der Rabatte erahnen, die sie
    potentiellen Käufern in Aussicht stellen. Auch drei traurig dreischauende
    Golden Retriever sollen ein neues Zuhause finden, ihren Unterhalt kann
    Herrchen nicht mehr aufbringen.
    Natürlich hat auch Wasun an diesem Wochenende ein bißchen was in der

    Auslage - eine und zwei Deswegen ist der
    Mann aber nicht etwa verarmt. Zu Hause hat er noch sechs Autos derselben
    Marke, und seinen Vorrat an hat er noch nicht gezählt. Die
    kaufte er sich in Zeiten, als er noch 3 000 Mercedes pro Jahr loswurde.
    Da waren importierte Luxusgüter billig zu haben, weil der Dollar ja nur
    25 kostete. Und daß er sich heute für über 45 verkaufen würde, war
    gar nicht vorstellbar. Da waren in Thailand Wachstumsraten von durchschnittlich neun Prozent die Regel und das ging so über zehn Jahre.
    Der Sprung vom Agrar- zum Industriestaat war Thailand gelungen. Als
    1991 ein konkurrenzloses Industriewachstum von 18,1 Prozent verbucht
    wurde, war das Weltspitze. Das Königreich wuchs schneller als die anderen
    südostasiatischen Tigerstaaten. Die Weltbank lobte Thailand als Modell für
    die Dritte Welt. Auch die Skyline Bangkoks entsprach bald der einer Weltmetropole. Billige ausländische Kredite flössen in boomende Geschäftsfelder, in Spekulationsgeschäfte ebenso wie in den schier unersättlichen
    Immobiliensektor. Banken gewährten großzügig Riesenkredite. So genau
    schaute man nicht mehr hin. Auffällig waren höchstens noch die Maß-
    anzüge und die Luxuslimousinen der Kreditnehmer.
    Die ersten Krisensymptome zogen auf, als der Aktienindex an der Börse
    zu sinken begann, die Immobilienhaie ihre Kredite für grandiose Bauprojekte nicht mehr zurückzahlen konnten. Jäh platzte die Boomblase. Doch
    für Thailand war das nur der Anfang einer langanhaltenden Katastrophe.
    Als am 2. Juli 1997 die thailändische Regierung den endlich nach
    mehreren, allerdings nutzlosen Stützungskäufen floatete und vom Dollar
    abkoppelte, fiel die Währung ins Bodenlose. Die Hoffnung, es handele sich
    nur um einen vorübergehenden Einbruch, war damit endgültig verflogen.
    Diese Krise nannte man im Westen zunächst leichthin „asiatische Grippe",
    die griff schnell um sich. Der Vertrauensverlust erfaßte weitere Märkte
    in Südostasien: Malaysia, Indonesien, die Philippinen, Südkorea, sogar
    Japan und Hongkong. Sie erschütterte später sogar die New Yorker Stock
    Exchange und etwas weniger stark auch das europäische Börsenparkett.
    Die Konsequenzen, die der Crash für Thailand noch haben kann,
    sind heute, im Januar 1998, nicht abzusehen. Es gibt keine verläßlichen
    Statistiken. Im vergangenen November 1997 war zum Beispiel von 20 000
    Arbeitslosen die Rede, Anfang Januar 1998 waren es nach inoffiziellen
    Schätzungen aber schon über eine Million. Arbeitslosengeld gibt es nicht.
    Viele Menschen sind wieder aufs Land in den Schoß ihrer Familien
    zurückgekehrt. Die Massenarbeitslosigkeit ist daher in den Monaten nach
    dem Crash noch nicht so augenfällig. Doch auf den zahlreichen Baustellen
    Bangkoks bewegt sich derzeit kaum noch ein Kran. Die Wolkenkratzer
    sehen aus wie in den Himmel ragende Skelette. Löchrige Plastikplanen
    baumeln an den Fassaden der monströsen Ruinen. Prachtbauten, die keiner
    mehr braucht.
    Doch im Autohaus von Thonglor herrscht Volksfestatmosphäre.
    - so nennen die Thais alles was Spaß macht - muß sein! Gerade in der
    Krise und das ausgiebig. Sanuk scheint das thailändische Lebensmotto zu
    sein: reichlich Essen und Trinken, brüllend laute Musik, man macht eben
    das Beste aus der Situation. Die Großstädter drängeln nach Schnäppchen,
    gekauft wird aber nur wenig. Auch das werden ist wichtig. Ein
    ausländisches Kamerateam dreht in den Hallen zwischen Bentleys, Ferraris
    und handybewaffneten reichen Thai-Töchtern. Die Reichen machen die
    beiden letzten Premierminister, Banharn und Chavalit, für die Krise verantwortlich. Daß diese auch noch die letzten beiden Gouverneure der einst
    angesehenen Notenbank zu Komplizen ihrer dunklen Geschäfte gemacht
    hatten, die die Nation über 20 Milliarden US-Dollar gekostet haben, treibt
    die Wut höher. Wasun, ganz Geschäftsmann, hat Plastikfiguren bestellt,
    die die verflossenen Politiker darstellen. Er hat ihnen Streifenanzüge und
    Krawatten angezogen und sie über einer Reihe von Wassertrögen arrangiert. Zehn verlangt er für drei Tennisbälle, mit denen die Exreichen
    die Figuren bombardieren dürfen. Bei einem Volltreffer stürzt der Pappkamerad klatschend in den Wassertrog. Die Menge johlt. Der Preis: ein
    Taschentuch für die Tränen, wenn die Werfer an ihren Besitz von gestern
    denken. Das Spiel ist ein Renner. Wasun ist zufrieden.




    --- hier gehts weiter ...
    http://heinz-kuehn-stiftung.de/pdf/j...jahrb12_22.pdf

Ähnliche Themen

  1. Thaksin / Thailand
    Von Korat993 im Forum Treffpunkt
    Antworten: 11
    Letzter Beitrag: 16.03.10, 13:07
  2. Thaksin's family leaves Thailand
    Von Bukeo im Forum Thailand News
    Antworten: 29
    Letzter Beitrag: 11.04.09, 12:36
  3. Antworten: 30
    Letzter Beitrag: 07.02.09, 07:58
  4. Thaksin, back in Thailand
    Von soulshine22 im Forum Thailand News
    Antworten: 18
    Letzter Beitrag: 04.03.08, 15:28
  5. Thaksin wieder zurück in Thailand
    Von Zandros im Forum Thailand News
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 28.02.08, 10:29