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Thailand heute - die Sicht von aussen nach innen

Erstellt von Yogi, 02.04.2011, 23:27 Uhr · 220 Antworten · 21.203 Aufrufe

  1. #101
    Bukeo
    Avatar von Bukeo
    Zitat Zitat von strike Beitrag anzeigen
    Keine Widerrede, Bukeo.
    Kannst Du denn unmittelbar etwas zu den von Dieter erwaehnten Dutzenden ermordeten Wahlhelfern der oppositionellen Parteien im Wahlkampf 2000 sagen und gleichzeitig auch durch Links belegen?
    ja, soll passiert sein - hab dazu jedoch keine Links.

    Die berühmtesten Fälle - wo Kritiker von Thaksin-Gehilfen mundtot bzw. verschleppt wurden, sind eben die ITV-Redaktionäre, der Menschrechtsanwalt aus dem Süden, eine Menschenrechtsaktivistin und noch ein paar andere. Das sind also Fälle die man Thaksin direkt zuordnen kann.
    Das dürfte bei den verschwundenen Wahlhelfern schwierig werden.

    Ist halt wie bei den Rothemden-Chaoten - alle sagen Abhisit wäre verwantwortlich für die 70 toten Demonstranten bei der Demoauflösung - auf Beweise warten alle heute noch.

  2.  
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  3. #102
    Bukeo
    Avatar von Bukeo
    Zitat Zitat von strike Beitrag anzeigen
    Nun ja, als Regierungschef hat man denn schon ab und an auch fuer irgendetwas Verantwortung.
    das finde ich toll, das du das so siehst.
    Haben aber hier viele das Problem, die 3000 im Drogenkrieg aussergerichtlich Erschossenen unter der Verantwortung Thaksins zu sehen. Wobei Thaksin die Verantwortung für diesen Drogenkrieg nicht einem CRES übertragen hat, wie Abhisit.

    Ansonsten: zwischen "mundtot" und "ermordet" besteht natuerlich schon noch ein qualitativer Unterschied.
    ja sicher, obwohl ein Ermorderter natürlich auch mundtot ist :-)

    Den Rechtsanwalt, der massiv Kritik an Thaksin geäussert hat - haben Polizeibeamte entführt, danach wurde er nie wieder gesehen.
    Man kennt ja die guten Verbindungen Thaksins zur Polizei - warum sollten Polizeibeamte von sich aus - einen bekannten Anwalt und Thaksin-Kritiker entführen und vermutlich sogar ermorden?

    Leider finde ich den Link zum ermordeten Matichon-Reporter, der ebenfalls massiv Thaksin kritisierte nicht mehr.
    Also lassen wir das dann erstmal als Gerücht stehen.

    Zwischen "soll" und "belegt" auch
    "soll" muss nicht unbedingt falsch sein und "belegt" nicht unbedingt richtig.

  4. #103
    Avatar von clavigo

    Registriert seit
    09.01.2011
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    5.690
    Also. wir waren wie üblich Weihnachten/Neujahr 2000/2001 bei der Familie in BKK. Die Situation war sehr angespannt insbesondere als am 26.12. die National Counter Corruption Committee mit 8:1 Stimmen den "Asset Concealment Case" Thaksins an den Constitutional Court weiterleitete. Darauf gab's Drohungen von TRT Leuten dass bei einem Schuldspruch gege T. Blut fließen würde. Dieter's Behauptung das "Dutzende" Wahlkampfhelfer umgebracht wurden, haben wir aber weder damals noch heute in den Archiven von BKKPost oder Nation gefunden. Auch die internationale Presse wie der FAR EAST ECONOMIC REVIEW hätte mit Sicherheit hierüber geschrieben. Gerade Rodney Tasker und Shawn Crispin waren frühe Kritiker Thaksins weil sie seine karriere von Anfang an beobachtet haben.

    Das die Wahlen am 6. Januar die schmutzigsten und teuersten Wahlen (ca. 25 Milliarden Baht!) ist unbestritten. Die Wahlkommission verwarnte 63 Kandidaten und die Nachwahlen zogen sich bis 2002 hin. Das mehr als 2/3 der Verwarnten TRT-Kandidaten waren sollte nicht überraschen - bei der nachwahl wurde dann eben unauffälliger geschmiert. Weiterhin stimmt das die mitarbeiter der EC sich häufig bedroht fühlten - insbesondere von Männern in Braun.

    Bemerkenswert auch das Thaksin schon v o r der Wahl sagte, im Falle seines Sieges würde er Änderungen bei den durch die 97iger Verfassung installierten Kontrollinstanzen veranlassen. Nach dem Wahlsieg meinte er, das Votum von über 11 Millionen sei wichtiger als ein Urteil von 15 "ernannten Beamten". Diese Verachtung sowohl der Legislative als auch der Judikative zeigt doch deutlich was von Thaksin zu erwarten war.

  5. #104
    Avatar von Samuianer

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    Zitat Zitat von clavigo Beitrag anzeigen

    ............... Dieter's Behauptung das "Dutzende" Wahlkampfhelfer umgebracht wurden, haben wir aber weder damals noch heute in den Archiven von BKKPost oder Nation gefunden. Auch die internationale Presse wie der FAR EAST ECONOMIC REVIEW hätte mit Sicherheit hierüber geschrieben. Gerade Rodney Tasker und Shawn Crispin waren frühe Kritiker Thaksins weil sie seine karriere von Anfang an beobachtet haben.

    Das die Wahlen am 6. Januar die schmutzigsten und teuersten Wahlen (ca. 25 Milliarden Baht!) ist unbestritten. Die Wahlkommission verwarnte 63 Kandidaten und die Nachwahlen zogen sich bis 2002 hin. Das mehr als 2/3 der Verwarnten TRT-Kandidaten waren sollte nicht überraschen - bei der nachwahl wurde dann eben unauffälliger geschmiert. Weiterhin stimmt das die mitarbeiter der EC sich häufig bedroht fühlten - insbesondere von Männern in Braun.

    Bemerkenswert auch das Thaksin schon v o r der Wahl sagte, im Falle seines Sieges würde er Änderungen bei den durch die 97iger Verfassung installierten Kontrollinstanzen veranlassen. Nach dem Wahlsieg meinte er, das Votum von über 11 Millionen sei wichtiger als ein Urteil von 15 "ernannten Beamten". Diese Verachtung sowohl der Legislative als auch der Judikative zeigt doch deutlich was von Thaksin zu erwarten war.

    Ist mir aus der Zeit ebenfalls bekannt, das geschah auf lokalem Level - es stimmt das ist keine Behauptung!

    Nicht alles was hier in "Ban no:k, Ban no:k" geschieht kommt in die Medien!

    Erinnere an den "krieg gegen Drogen" die Opfer "verstarben auch alle an hohen Blutverlust durch unbekannte Ausloeser"!

    Yo TiT!

  6. #105
    Avatar von Yogi

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    Beiträge
    27.547
    Zitat Zitat von Bukeo Beitrag anzeigen
    nein, diesen Ausspruch kann man sicherlich so drehen, bis es jedem passt.
    Man sollte dazu auch seine Art des Regierens dazu stellen - dann kann man diesen Ausspruch besser deuten.
    So wurde auch der IWF-Kredit nur deshalb so schnell abgelöst, da die Kreditvergabe an demokratischen Regeln gebunden war, die auch kontrolliert werden.

    Thaksin war durch und durch ein Anti-Demokrat. Man beseitigt in einer Demokratie keine Kritiker, siehe ITV, Anwalt aus dem Süden usw.
    Bukeo, mir ist es vollkommen wurscht wie du oder jeder ander die Aussage von Thaksin interpretiert.
    Im Kontext zu ,, der Aufstand der Wasserbüffel,, halte ich die Aussage als Wunschziel Thaksins für Thailand. Solten nebenbei noch andere, pesönliche Ziele anvisiert worden sein, so ist das zu kritisieren.

  7. #106
    Avatar von Plenz

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    Sawaddi krap allerseits,

    ich bin neu hier und über einen Link in der Wikipedia auf diesen Radiobeitrag gestoßen. Auch wenn ich schon ein paar Mal in Thailand herumgereist bin, kann ich mich kaum als Experten bezeichnen, aber dieser Beitrag kam mir so suspekt vor, dass ich nach Kommentaren gesucht hatte und so auf dieses Forum stieß, wo ich bereits einige sehr kompetente Beiträge lesen konnte. Die Sache mit den überschuldeten Isaanern muss ich unbedingt in den Artikel über Thaksin einbauen!

    Aber zurück zu dem Beitrag.

    Was mir daran erheblich missfällt, ist, dass es zumindest so klingt, als ob König und Militär eng zusammenarbeiten. Man könnte ja fast den Eindruck gewinnen, das Militär putscht immer wieder im Auftrag des Königs oder zumindest mit seiner Billigung. Kein Wort davon, dass der König sich schon mal eingemischt hat, um die Bevölkerung vor den Soldaten zu schützen. Die "Allianz aus Militärs, König, Politikern und Geschäftswelt" - gibt es sie wirklich?

    Ist der König wirklich eine gottähnliche Figur, die "Demut einfordert"? Ich meine, fordert der König wirklich persönlich Demut ein? Oder ist die Demut nicht viel eher ein Relikt aus jahrhundertealter Tradition, die dem eigentlich weltoffenen König vielleicht gar nicht so recht ist, die er aber dulden muss, weil er in einem Netz von Traditionen gefangen ist?

    Und Thaksin, der edle Kämpfer wider die Korruption. Auf welche Weise er zu seinem Reichtum gekommen ist, hat den Autor wohl wenig gekümmert.

    Hauptsache - und das ist in meinen Augen das Abstruseste an diesem Beitrag - es werden Klischees bedient. Wir erleben zur Zeit in den arabischen Ländern, wie das Volk sich gegen Regierungen und Militär erhebt und Demokratie einfordert. Wäre doch gelacht, wenn wir es nicht schaffen, die Vorgänge in Thailand in das selbe Klischee zu pressen. Auch wenn wir den Oppositionsführer ein bisschen gesund beten und dem König eine direkte politische Führungsrolle andichten müssen.

    Sehr ihr das auch so?

  8. #107
    Avatar von Yogi

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    Ich hab mir gerade noch einmal den gesamten THREAD angetan und komm eigentlich auf ein sehr inteligentes Abschlussstatement von Member Strike.
    Dass der Mr Thaksin nicht sauber war, darf doch gerade dann keine Entschuldigung dafuer sein, dass man sich gleicher Methoden bedient.
    Wie kann ich dies denn jemanden vorhalten, wenn ich es selbst nicht anders praktiziere bzw. derartiges zu verantworten habe?
    Witzig, ist eigentlich dass wir hier ständig über Thaksin, Abhisit streiten und nie reflektieren, dass es um Thailand geht. Wir sind schon ein wenig schäbig, rechthaberisch und zu sehr von uns selbst überzeugt.

  9. #108
    Avatar von Plenz

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    Zitat Zitat von Yogi Beitrag anzeigen
    Witzig, ist eigentlich dass wir hier ständig über Thaksin, Abhisit streiten
    Ich habe eigentlich eher die Rolle des Königs thematisiert, und ich hoffe sehr, dass ich noch ein paar Kommentare dazu lesen darf (von wegen Abschlussstatement).

  10. #109
    Avatar von Plenz

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    Zitat Zitat von strike Beitrag anzeigen
    ... geloescht ...
    Wieso nicht? Wenn ein Putsch blutig verläuft, dann nur, wenn der bisherige Machthaber über eigene Streitkräfte verfügt, die erst mal besiegt werden müssen, oder wenn Proteste der Bevölkerung gegen den Putsch niedergeschlagen werden müssen. Beides findet statt, ohne dass jemand den König nach seiner Meinung fragt.

  11. #110
    Bukeo
    Avatar von Bukeo
    Zitat Zitat von Yogi Beitrag anzeigen

    Witzig, ist eigentlich dass wir hier ständig über Thaksin, Abhisit streiten und nie reflektieren, dass es um Thailand geht.
    das eine schliesst das andere nicht aus.
    Viele in TH sind halt der Meinung, das es Thailand unter Abhisit besser geht. Momentan - wenn man die Umfragen sieht - sogar die Mehrheit.

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