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Staatlich gebilligter Sklavenhandel in Thailand?

Erstellt von Dart, 11.06.2014, 03:25 Uhr · 216 Antworten · 17.392 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Dart

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    Staatlich gebilligter Sklavenhandel in Thailand?

    Zu dem Thema gibt es zwei hervorragende, wenn auch traurige Berichte im Guardian.

    Thailands Seafood Industrie - Ein Fall von staatlich-sanktionierter Sklaverei

    Diese Art der Sklaverei, in der die Menschen gekauft und verkauft werden wie Waren, extremer Gewalt ausgesetzt sind, gegen ihren Willen festgehalten und gezwungen werden ohne Bezahlung zu arbeiten, sollte eigentlich ausgerottet sein.

    Entsetzliche Enthüllungen über den Handel mit Menschen zur Leibeigenschaft und der 5exuellen Ausbeutung bleiben erschreckend vertraut, aber wir dachten, das Sklaverei im Herzen der Weltkonjunktur zu Ende sei.

    Die Sklaverei in der thailändischen Fischindustrie ist doppelt schockierend, weil ein guter Teil des Bruttosozialprodukt darauf aufgebaut ist. Seafood ist eines der wichtigsten Exportgüter, die das Wachstum des südostasiatischen Land angetrieben hat.

    Thailand's seafood industry: a case of state-sanctioned slavery? | Felicity Lawrence | Global development | theguardian.com

    ----
    ----

    Der Preis den die Kapitäne für diese Sklaven zahlen ist extrem niedrig, auch im historischen Vergleich.

    Nach Angaben der Anti-Menschenhandel-Aktivist Kevin Bales, kosten Sklaven 95% weniger, als sie auf der Höhe des Sklavenhandels im 19. Jahrhundert gekostet haben​​- was bedeutet, dass sie nicht als Investitionen für wichtige Nutzpflanzen wie Baumwolle oder Zucker gelten, wie sie es historisch einmal waren, sondern als Wegwerfartikel gelten.

    Traf.....d into slavery on Thai trawlers to catch food for prawns | Global-development | The Guardian


    ​p.s. Bitte verschieben falls es zu dem Thema bereits einen Thread gibt.

  2.  
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  3. #2
    Avatar von uwalburg

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    Das Land des Lächelns und der Glückseligkeit zeigt sein wahres Gesicht

    Die ungezügelte Gier nach Geld, egal zu welchen Lasten, beschränkt sich allerdings nicht nur auf Thailand.

  4. #3
    Avatar von x-pat

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    Zum Thema:











    Trotz Fokus auf die besonders harsche Situation auf den Schleppnetzfischerbooten ist das Problem viel größer. Burmesische und kambodschanische Migranten werden in vielen Bereichen der thailändischen Wirtschaft schamlos ausgebeutet, besonders in der Agrarwirtschaft.

    Cheers, X-pat

  5. #4
    Avatar von DisainaM

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    2006/2007 gab es von Mike Piromp.orn ein schönes Video, wie er seine Zeit auf einem Fischtrawler zubringt,
    und die Hoffnung auf das Wiedersehen mit seiner Freundin nicht aufgibt.

    Die Zeiten in Thailand, wo Reisende aus dem Isaan am Northern Busterminal in bkk mit KO Tropfen betäubt wurden,
    und am nächsten Tag auf einem Fischerboot aufwachten und zur Arbeit gezwungen wurden,
    sind ja nun schon lange vorbei.

    Die Fischereiindustrie arbeitet schon lange mit Burmesen, doch klar ist,
    dass dieser einträgliche Zweig in Süd Thailand, nur durch Rückendeckung der Behörden weiter exsistieren kann,
    denn Thais sind freiwillig zu dieser Arbeit nicht mehr bereit,
    und da Thais auch nix mit der illegalen Anheuerung mehr zutun haben wollen,
    bedient man sich burmesischer Subunternehmer,
    die dann für die Anheuerung und die Fischerei zuständig sind.

  6. #5
    ccc
    Avatar von ccc

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    Zitat Zitat von uwalburg Beitrag anzeigen
    Das Land des Lächelns und der Glückseligkeit zeigt sein wahres Gesicht ...
    Das wahre Gesicht Thailands ist es sicher nicht, aber es ist eines von vielen hässlichen Gesichtern, die das Land trotz allem hat.

    Wahrscheinlich wird ein thailändischer Bootsbesitzer argumentieren, dass es seinem Sklaven auf dem Schiff ja viel besser geht als in seiner burmesischen Heimat, und dass er ja genug zu essen bekommt. Mit anderen Worten, der Sklavenhalter sei eigentlich ein echter Wohltäter.

    Fehlt nur noch, dass hier im Forum dazu der Kommentar kommt, den wir so oft lesen, wenn es um thailändisches Verhalten geht: "Wir Premiumausländer werden das nicht verstehen können, und wir sollten in dieser Angelegenheit Rücksicht auf die Thais nehmen und ihnen nichts vorschreiben". Und in Anspielung auf einen anderen Thread hier warte ich jetzt noch auf den Satz "Es muss ja keiner thailändischen Fisch essen, wenn er nicht einverstanden ist mit der Fangmethode".


  7. #6
    Avatar von Micha

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    Zitat Zitat von ccc Beitrag anzeigen
    Fehlt nur noch, dass hier im Forum dazu der Kommentar kommt, den wir so oft lesen, wenn es um thailändisches Verhalten geht: "Wir Premiumausländer werden das nicht verstehen können, und wir sollten in dieser Angelegenheit Rücksicht auf die Thais nehmen und ihnen nichts vorschreiben".

    Was spricht gegen "nichts vorschreiben"? Oder hättest Du statt Deiner netten Smylies einen vernünftigen Vorschlag als Alternative für eine richtige und angemessene Vorgehensweise anzubieten??!

  8. #7
    ccc
    Avatar von ccc

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    Zitat Zitat von Micha Beitrag anzeigen
    Was spricht dagegen? Oder hättest Du statt Deiner netten Smylies einen vernünftigen Vorschlag als Alternative für eine richtige und angemessene Vorgehensweise anzubieten??!
    Wogegen spricht was??

    Sollen wir die Sache einfach ignorieren, weil wir Ausländer sind und die Argumente der Thais ohnedies nicht verstehen können????? Meinst Du das ????

  9. #8
    Avatar von strike

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    Mal eine provokante Frage: sind wir nicht aber auch irgendwo Nutzniesser/Profiteure dieser Praxis?
    Oder hat das mit den Preisen und Angeboten in den Fischrestaurants und/oder Märkten nichts zu tun?

  10. #9
    Avatar von uwalburg

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    Leider wird unser Lamentieren nichts an der Situation dieser Menschen ändern.

  11. #10
    Avatar von Micha

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    Zitat Zitat von ccc Beitrag anzeigen
    Wogegen spricht was??

    Sollen wir die Sache einfach ignorieren, weil wir Ausländer sind und die Argumente der Thais ohnedies nicht verstehen können????? Meinst Du das ????
    Das wäre eine Möglichkeit. Eine andere wäre einfach dem Land fern zu bleiben. Aber Du weisst sicherlich noch die ein- oder andere Alternative für eine vernünftige Vorgehensweise. Bin mal gespannt.

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