Nein, ich gehe noch nicht.
Aber viele Japaner werden vermutlich bald die Koffer packen, vor allem die Niederlassungen in Bangkok die größere Flutschäden davongetragen haben. Berichte über Verhandlungen mit japanischen Wirtschaftsvertretern gehen zur Zeit durch die Thai Medien, und deren Begeisterung für Thailand hat scheinbar gelitten. Schuld daran dürfte vor allem das unsägliche Krisenmanagement der Regierung sein, und das mangelnde Vertrauen in deren Aussagen über staatliche Hilfe. Auch die bevorstehenden Erhöhung der Mindestlöhne auf 300 THB kommt für die flutgeschädigten Industrien im denkbar schlechtesten Augenblick.
Man kann es denn Japanern daher nicht verdenken, dass sie jetzt über alternative Standorte wie Indonesien und Vietnam nachdenken. Wenn die Fabriken schon für teures Geld wiederaufgebaut werden, kann man sie auch in ein Land stellen das nicht von Marionetten regiert wird. Für Thailand dürfte die "Jahrhundertflut", die vermutlich keine bleiben wird, daher recht teuer werden.
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Cheers, X-pat
Die Regierung kann in 2 Monaten kaum die Fehler von vielen Jahrzehnten fehlgeleiteter Wirtschaftspolitik (Konzentration in und um BKK) bereinigen. Laut ausländischen Experten bestand zu keiner Zeit eine Chance das Wasser schadlos abzuleiten, die einzige Möglichkeit hätte in ausreichenden Flutungsflächen bestanden, die gibt es wegen dem Zubau aber nicht mehr.
Taxin war bisher der einzige der sich verstärkt um den Ausbau der Infrastruktur in den infrastrukturschwachen Teilen Thailands bemühte um genau diesen Konzentrationsprozess in und um BKK zu stoppen. Nach dem Putsch ist dieses (zumindest hier im NordOsten) sichtbar zurückgegangen und hat sich bis heute nicht wieder erholt.
ausserdem, kann man den Japanern nicht verdenken, dass Sie Ihre Industrieanlagen in Überschwemmungsgebiete gebaut haben, in der Annahme es wird kein Wasser mehr kommen bzw. ein anderer wird sich schon darum kümmern???
oder die Japse dachten die Regierung soll doch lieber ein paar mehr Wohnviertel fluten?? Denn das Wasser war nicht abzuleiten ohne weitere Wohnviertel unter Wasser zu setzten.
erinnert irgendwie an Fukushima ... Tsunamischutzwände ? ach wir bekommen schon keinen Tsunami mehr
sollen Sie Ihre Industrieanlagen doch in die Überschwemmungsgebiete von Indonesien und Vietnam bauen, dann haben die Vietnamesen ein bisschen Arbeit und beim nächsten Hochwasser wir Deutschen ein paar Konkurrenten weniger
und wir haben eine weiter günstige Zeiten in Thailand
Alles unwichtig.
Die Rettung Bangkoks rechtfertigt dies allemal.
Kleinliche Hinweise auf wegziehende Firmen, zukuenftig fehlende Arbeitsplaetze, ein paar ueberflutete Privathaeuser oder einen schwaechelnden Baht sollen lediglich die schier unmenschliche Leistung des Buergermeisters von Bangkok in Zusammenarbeit mit der Regierung - Thai Rak Thai! - beim heroischen Kampf gegen den praktisch feststehenden Untergang Bangkoks nur diskreditieren.
Dieses Beispiel an konstruktiver und uneigennuetziger Zusammenarbeit, das Hintenanstellen irgendwelcher politischer Animositaeten im Interesse der thailaendischen Nation und ihrer Menschen wird in die Geschichtsbuecher eingehen.
Ein Fanal fuer uneingeschraenkte Solidaritaet und Zusammenruecken, die Aufhebung der Grenzen zwischen arm und reich, oben und unten, das Arm-in-Arm gegen das Boese, das noch lange wirken wird.
Nie seid den Kriegen mit Burma habe ich ein staerkeres Zusammengehoerigkeitsgefuehl der Thais gespuert.
Lassen wir uns dies nicht von ein paar Pedanten kleinreden.
Neee, Juergen.
Wuerde ich fuer uns aber auch gar nicht erwarten.
Bin ja schliesslich kein Thai.
Ansonsten werde ich - da praktisch alles im Haus kaputt und/oder verschimmelt ist (auch das im 1.Stock) - durch Neukaeufe fuer den notwendigen Konsum sorgen und meine Solidaritaet mit Thailand beweisen.
Meine Couch wird allerdings diesmal nicht rot aussehen.
Gelb auch nicht.