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Rothemden-Proteste und kein Ende?

Erstellt von waanjai_2, 09.02.2010, 10:01 Uhr · 62 Antworten · 3.492 Aufrufe

  1. #11
    Avatar von Silom

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    Re: Rothemden-Proteste und kein Ende?

    Zitat Zitat von waanjai_2",p="823136
    Schon wieder steht die thail. Regierung in der Ecke und weiss nicht mehr, wie sie regieren sollte. Also bereitet sie sich inzwischen auf die nächsten Demonstrationen der Opposition vor. Gleich in 38 Provinzen werden Beobachter und Sicherheitskräfte stationiert. Der Feind sind also wieder die oppositionellen Kräfte in einer Demokratie.
    Wo liegt das Problem, solange alles in Ruhe abläuft?

    Sollte die Opposition bei der nächsten Wahl die Regierung stellen, können sie diese Beobachtungsposten auf 34 reduzieren.

  2.  
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  3. #12
    Avatar von waanjai_2

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    Re: Rothemden-Proteste und kein Ende?

    Zitat Zitat von Silom",p="823144
    Sollte die Opposition bei der nächsten Wahl die Regierung stellen, können sie diese Beobachtungsposten auf 34 reduzieren.
    Ich glaube, es bleibt bei 38 Provinzen nach der Neuwahl. Bei insgesamt 76 Provinzen. ;-D

    Im übrigen gerät die neueste Schmierenkömödie der Regierung ins Schlingern. Nicht nur der kreative Regierungssprecher, sondern selbst Abhisit sprachen von angebl. Beweisen, dass da jemand aus Arabien Geld nach Thailand überweisen würde. Und das schon seit 2-3 Monaten. Ganz ungewöhnlich das alles. Hinweise aus der Bevölkerung seien es gewesen und natürlich diese illustren - weil zumeist nicht gewählten - Senatoren, denen traditionell gute Kenntnisse in grenzüberschreitenden Geldtransaktionen unterstellt werden kann. Das hätte man als Behauptung bis zur Vorlage von Papierbelegen ja akzeptieren müssen.

    Ja, wenn der stellv. PM und für Sicherheitsfragen zuständige Suthep wenigstens mitspielen würde. Weil man ihn nicht rechtzeitig informiert hatte, woher der neue Wind nun blasen würde, erzählt der doch einfach den Fragestellern, er hätte von irgendwelchen Berichten der Sicherheitsorgane nie was gehört.

    "Deputy Prime Minister for security affairs Suthep Thaugsuban said he had not received any official report about the transfer of overseas money to incite violence in the country."

    http://www.bangkokpost.com/news/poli...o-thaksin-cash

    Man wird wohl bald einen Ausputzer einstellen wollen, der alle Kabinettsmitglieder über "neue Sichtweisen" in der Regierung schnellstens informieren soll. Ist ja als Problem nicht unbekannt. Thailand hat z.B. ein Kabinett mit 32 Ministern inkl. Stellvertretern. Was ja auch die Jobs sind, die man nicht voreilig - durch Neuwahlen - aufgeben will.

  4. #13
    Avatar von Dieter1

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    Re: Rothemden-Proteste und kein Ende?

    waani, erzaehl uns doch keinen Bloedsinn :-) !!!

  5. #14
    Avatar von waanjai_2

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    Re: Rothemden-Proteste und kein Ende?

    Wie die Rothemden-Bewegung sich von externem Geld, aber auch langfristig von bisherigen Idolen wie Thaksin emanzipiert:

    Sonntagsschulen im Isaan

    Man lese hierüber aus der Feder der westl. Journalisten. Thai Journalisten sind lieber nachträglich "aber auch völlig überrascht".

    http://www.ipsnews.net/news.asp?idnews=50274

    Auf diesen Sonntagsschulen wird dann auch den potentiellen neuen Anhängern erzählt, wie sie "vom pro-royalist political establishment, or the ‘Amart’, as it is known in Thai" gesehen werden.

    "(In the Amart’s point of view), the majority of Thai people are ignorant and easily bought and have low moral consciousness. It is inappropriate if we let the low-class people, including the low-class rich, use the power of the majority," declares one chapter of ‘Political Guidelines’, describing how the country’s majority voters, the rural poor, are perceived by the ‘Amart’.

    "Thailand has to destroy this kind of fighting based on majority power no matter how (undemocratic) it is, no matter how many people are killed," the text continues, trying to drive home the point to the rural poor about the power of their vote and who seeks to emasculate that. "

    Das kann die Landbevölkerung gut nachvollziehen. Hören ja seit Jahrzehnten nichts anderes aus Bangkok.

  6. #15
    Bukeo
    Avatar von Bukeo

    Re: Rothemden-Proteste und kein Ende?

    Zitat Zitat von waanjai_2",p="822741
    Während einige politische Beobachter sich darin gefallen, die APO-Seite der Opposition als im Zerfall sich befindend zu beschreiben, gibt es doch wahrhaftig westliche Journalisten, die sich die Verhältnisse vor Ort anschauen.
    diesmal kommen diese Meldungen nicht von TheNation oder BP, sondern tatsächlich von ST, das ja als Thaksin-treu gilt.
    Es gibt wohl Flügelkämpfe unter den 3 Gruppen Veera-Chalerm-Saeh Daeng.


    Eine Passage daraus ist hoch interessant. Wieder einmal lügen sich die englisch-sprachigen Medien in die eigene Tasche.
    seit wann bestimmst du denn, welche Medien lügen.
    Auch ausl. Medien, wie TheStar usw. brachten wohl nichts über die Somtam-Demo. Ev. hat man sich ja um eine Null vertan oder hat die Army auch mitgezählt, die ja auch direkt an der Demo irgendwie beteiligt sind.

    "Last weekend, the UDD held consecutive rallies, gathering 100,000 in Khon Kaen and 50,000 people in Ubon Ratchathani. [highlight=yellow:75800f1297]The rallies were largely unreported by the Bangkok-based mainstream media[/highlight:75800f1297].
    ja, die Medien haben zur Zeit wichtigere Themen und können nicht über jede Somtam-Party einen Bericht schreiben, wenn dort nichts los ist.


    Daraus wird sehr schön ersichtlich, dass sich die Rothemden inzwischen selbst finanzieren. Die fund-raising dinner sind natürlich nicht so gross wie die bei den Democrats. Aber gut 50% gehen in die Unkosten und die restlichen 50% sind die benötigten Gelder für die Demos. Die ja auch nicht so pompös aufgezogen sind wie damals die von Sondhi L mit einem - ebenfalls durch Sponsoren abgedeckten - Finanzbedarf von ca. 1 Million Baht pro Tag.
    mit was finanzieren sich die selbst, mit Hilfe des Mister S.
    Könnte ja der Nachnahme von Thaksin sein :-)
    Oder bringt nun jeder sein Somtam selbst mit. :-)

    Eins ist deshalb ziemlich sicher: Die Rothemden verschwinden nicht, selbst wenn eine Junta-Justiz das gesamte Vermögen von Thaksins Familie zur Deckung der inzwischen nicht mehr versteckbaren Haushaltsdefizite konfiszieren würde.
    die Rothemden müssen ja auch nicht verschwinden, auch die Gelbhemden verschwinden ja nicht und stehen Gewehr bei Fuss - sollte Thaksin sich doch noch an die Macht putschen.
    Nur die radikale Rothemden-Gruppe unter Leitung vom Ober-Warrior Saeh Daeng sollte sich verdünnisieren.

    So naive Vorstellungen gibt es in Thailand wirklich. Nachdem sie der jetzige Finanzminister gestreut hatte. Aha, hier gibt es einen Weg zur Ruhe und so weiter.
    warum naiv - es ist doch ruhig in TH. Wenn man im Norden nicht mal was von einer Demo mit 100.000 Teilnehmern weiss.
    Bekommt man dann ev. nur vor Ort mit.

    Mal sehen, wann die englisch-sprachigen Medien in Bangkok wieder mitbekommen, was im Lande los ist.
    was ist den los im Lande - ach ja, Valentin ist im Anmarsch. :-)

  7. #16
    Avatar von waanjai_2

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    Re: Rothemden-Proteste und kein Ende?

    Die Ermahnungen, die tatsächlichen Entwicklungen nicht falsch einzuschätzen reissen nicht ab. Hier das heutige Editorial von Thitinan Pongsudhirak, Director of the Institute of Security and International Studies, Faculty of Political Science, Chulalongkorn University.

    Sehr lesenswert, sehr ausgewogen


    Reds are a force to reckon with
    * Published: 11/02/2010 at 12:00 AM
    * Newspaper section: News

    "By the admission of the acting government spokesman, the anti-government red shirts under the banner of United Front for Democracy against Dictatorship (UDD) are now prevalent in no fewer than 38 of Thailand's 76 provinces, predominantly in the populous Northeast and North.

    But the government of Prime Minister Abhisit Vejjajiva, its backers in the army and elsewhere, and the yellow-shirted People's Alliance for Democracy (PAD) still do not acknowledge the claims and grievances of the red shirts.

    On the one hand, they are portrayed by the current officialdom as mere financial lackeys of former prime minister Thaksin Shinawatra. On the other, they are sometimes depicted as ignorant and gullible peasants, who cannot see beyond Thaksin's manipulative populism.

    The catalyst for the latest round of Thailand 's brinkmanship between the reds and their opponents centres on the upcoming verdict on Thaksin's assets trial involving 76 billion baht.

    Thaksin is mobilising all resources within his power to whip up red-shirted sentiment. The ringleaders of the reds have visited him time and again near and far, in Dubai and Cambodia, to receive instructions. His media offensive through Twitter and phone-ins are on full throttle.

    His opponents, who hold the levers of power in Bangkok, are equally in full swing. Hardly a day goes by without official demonisation and intimidation of Thaksin and the red shirts. That the rhetoric and ominous posturing have been ratcheted up by both sides is not surprising. The reds see the verdict as the culmination of a long offensive of injustice since the Sept 19, 2006 coup. Thaksin merely symbolises their quest for social justice and their struggle for democratic rights. The opposing yellows and their allied army, government and swathes of intelligentsia see it as the final act of political decapitation short of physical demise for a usurper and a crook. But the many who believe the reds will simply sputter out and disappear when Thaksin's money supply runs dry, are gravely mistaken at the expense of all. The reds have become much more organic and spontaneous than Thaksin himself could ever have imagined when he was ousted from power.

    Even a short visit to the reds' Northeast heartland, such as Ubon Ratchathani province, can provide glimpses of a full-blooded social movement with attendant small-scale fund-raising, symbols, assorted paraphernalia like caps and T-shirts, and pent-up anger and frustration. The reds of Ubon are split into seven groups, all with different approaches and methods but with the same arguments and objectives. Their verbiage entwines Thaksin, democracy and justice.

    For some reds in that province, it is all about Thaksin, his populist policies, attention to the poor and downtrodden, and leadership that took Thailand competitively into the 21st century. For others, the top priority is not Thaksin but "democracy," which was subverted when post-election winning parties that should have governed were dissolved repeatedly while losing parties and turncoat factions were given the green light to rule by the men in green. For all the reds in Ubon, injustice and "double standards" are ubiquitous in officialdom. When all parties have bought votes, dissolving fewer than all for vote fraud reeks of unfairness. To them, Thaksin was corrupt just like those who came before him and who will come hereafter. They see his pro-poor policy legacy and Thailand 's modernisation for the 21st century as the difference.

    Alarmingly, the reds in Ubon have set up UDD schools for education about justice. Some are militant and intransigent. But most still want a just and fair Thailand to be able to move forward in the world. As long as the reds are dismissed and denied, the fear-mongering of a "people's army" will find resonance and germination that are dangerous for Thailand's medium-term horizon. Similar stories can be recounted from Udon Thani, Si Sa Ket and a host of other rural provinces in the Northeast and North. They do not include the silent fence-sitters in the other 38 provinces who know that something does not add up about justice in Thailand but are not prepared to act.

    The pro-Abhisit coalition has been effective at dissembling and marginalising opposing views. The PAD, in particular, are expert assassins of character, cowing and intimidating those who want to activate and broaden the middle ground for a way forward, into silence. If they cannot see the reds beyond Thaksin and his assets, Thailand will see much more pain and grief in store. What the government spokesman should be telling his bosses and backers is not how to suppress the reds in a three-pronged strategy from local authorities to the draconian Internal Security Act and military-run Emergency Decree, but how to listen to these reds and wean them off Thaksin.

    The challenge for the government now, as it has been for Thailand's powers-that-be since coup days, is to eliminate Thaksin for his corruption and abuses of power while accommodating his red columns for their grievances, demands and expectations."

    http://www.bangkokpost.com/opinion/o...to-reckon-with

  8. #17
    Bukeo
    Avatar von Bukeo

    Re: Rothemden-Proteste und kein Ende?

    Zitat Zitat von waanjai_2",p="823806
    Thaksin is mobilising all resources within his power to whip up red-shirted sentiment. The ringleaders of the reds have visited him time and again near and far, in Dubai and Cambodia, to receive instructions. His media offensive through Twitter and phone-ins are on full throttle.
    ja, echt ausgewogen, dieser Artikel.
    Er ruft zum letzten Kampf auf - nicht mehr und nicht weniger.

  9. #18
    Avatar von waanjai_2

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    Re: Rothemden-Proteste und kein Ende?

    Zitat Zitat von Bukeo",p="823904
    *
    Was stimmt in dem von Dir zitierten Absatz nicht

  10. #19
    Bukeo
    Avatar von Bukeo

    Re: Rothemden-Proteste und kein Ende?

    Zitat Zitat von waanjai_2",p="823905
    Zitat Zitat von Bukeo",p="823904
    *
    Was stimmt in dem von Dir zitierten Absatz nicht
    stimmt doch alles - kein Problem, damit.
    Er mobilisiert alle seine Ressourcen - klingt wie Final Countdown? :-)

  11. #20
    Avatar von waanjai_2

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    Re: Rothemden-Proteste und kein Ende?

    Zitat Zitat von Bukeo",p="823908
    stimmt doch alles - kein Problem, damit. Er mobilisiert alle seine Ressourcen - klingt wie Final Countdown?
    Aus der Sicht vieler Rothemden ist es wohl der letzte Versuch, über die thailändische Gerichtsbarkeit "ihr gutes Recht" zugesprochen zu bekommen. Soll heissen, es gibt kein Alles-wird-zugunsten der Haushaltsdefizite einbehalten. Wenn doch, dann wird das vielleicht im Ansatz noch existierende Vertrauen in die thailändische Justiz völlig flöten gehen. Mehr nicht, aber auch nicht weniger.

    Dabei wird es z.B. auch eine Rolle spielen, dass selbst das ASC nie von einer Total-Enteignung gesprochen hat, sondern erst die Anwaltschaft unter der Regierung von Abhisit.

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