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Rohingya.

Erstellt von Yogi, 06.07.2013, 22:35 Uhr · 304 Antworten · 21.378 Aufrufe

  1. #71
    woody
    Avatar von woody
    Mich wundert es, dass in der Diskussion über die Rohingiya das wesentlich grössere Problem Myanmars keine Beachtung findet.

    Die Shanvölker, dazu gehören die TaiYai wird in diesem thread ausgeblendet. Die Shan haben vor der Machtübernahme des faschistischen Militärs ihren Austritt aus der Union erklärt. Ein möglicher Austritt wurde mit den Briten in den Unabhängigkeitsvereinbarungen festgeschrieben und garantiert. Der Kampf(Krieg) um Unabhängigkeit oder Autonomie ist immer noch im Gang und eine Lösung ist nicht absehbar.

  2.  
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  3. #72
    Avatar von berti

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    Zitat Zitat von woody Beitrag anzeigen
    Mich wundert es, dass in der Diskussion über die Rohingiya das wesentlich grössere Problem Myanmars keine Beachtung findet. Die Shanvölker, dazu gehören die TaiYai ....
    mich wundert das nicht; weil das ein weder global noch regional heftig interessierendes Thema ist - hier geht es doch "nur" um ein paar Mini-Völkchen auf sehr begrenztem Territorium.

  4. #73
    Avatar von Siamfan

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    Bei der letzten Zaehlung waren 31 % Nicht-Burmesen und auch viele von den Burmesen stehen nicht hinter der Regierung.
    Das machen eigentlich nur die Zehntausende von "Kinder"soldaten, von denen die meisten heute erwachsen sind; deren "Familie" ist die Armee und sie haben sich mittlerweile meist sehr haeufig durch Verbrechen geoutet und sie so fest mit der "Fuehrung" verbunden.

    Dieser Thread ist wegen dem Voelkermord und-vertreibung an den Rohingyas eroeffnet worden und die sind auch aktuell die, die am meisten gefaehrdet sind.
    Mit 4,5% bei der letzten Zaehlung sind das Hochgerechnet auf heute 55 Mio Einwohner immerhin rd 2,5 Mio Menschen. Es gibt auch Angaben von bis zu 3 Mio.
    Ihr Problem, es sind Moslems und sie haben (wie die Karen) in mehreren Kriegen auf Seiten der Englaender gegen die Burmesen gekaempft.
    Beide haben meiner Ansicht nach ein "Autonomie-recht", wie andere (zB Mon) auch.

    Wenn diese Gruppen sich alle zusammen tun wuerden, waeren ihre Probleme mit der Diktatur laengst geloest.

    Fuer Myanmar (oder wie auch immer) waere mittelfristig eine Loesung in Richtung Bundesstaaten bestimmt fuer alle von Vorteil.

    Es waere nur einfach an der Zeit, dass UN und andere sich endlich fuer die Rohingyas einsetzen, auch gegen die grossen wirtschaftlichen Interessen an dem "Kuchen"-Burma.

  5. #74
    Avatar von clavigo

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    @Berti: Mini-Völkchen? 6 Millionen Shan, 3,5 Millionen Karen/Karenni, 1 Million Kachin, 1 Million Mon - dann gibt's noch Rakhine, Chin, etc. ; alles keine Burmesen

  6. #75
    Avatar von berti

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    Zitat Zitat von clavigo Beitrag anzeigen
    @Berti: Mini-Völkchen? 6 Millionen Shan, 3,5 Millionen Karen/Karenni, 1 Million Kachin, 1 Million Mon - dann gibt's noch Rakhine, Chin, etc. ; alles keine Burmesen
    also nicht die vielbeschworene Verfolgung einer Minderheit; hier steht dann wohl ein bedeutender Bevölkerungsanteil von summa 12 Mill (= weit über 20%) an, der keinen anderen (politischen oder militärischen) Ausweg sieht als sich in 5er- Gruppen per Bötchen nach Thailand u. Nachbarstaaten abzusetzen. Eine solche Menschenmasse ist doch in der Lage, jedes Land in kürzester Zeit aufzureiben - wo ist da die Lichtgestalt eines Islam- Anführers (egal ob In- oder Ausländer) für diese zumeist muslemische Bevölkerungsgruppe?

  7. #76
    Avatar von clavigo

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    Wie kommst Du denn auf die Idee das diese ca. 12 Millionen überwiegend Muslime sind?? Wikipedia ist sicherlich kein Allheilmittel, aber hilft zumindest teilweise gegen chronisches Unwissen.

  8. #77
    Avatar von Siamfan

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    Zitat Zitat von clavigo Beitrag anzeigen
    Wie kommst Du denn auf die Idee das diese ca. 12 Millionen überwiegend Muslime sind?? Wikipedia ist sicherlich kein Allheilmittel, aber hilft zumindest teilweise gegen chronisches Unwissen.
    Ich finde das WIKI sehr gut, es wird ja auch staendig verbessert, wenn Fehler gefunden werden oder sich Aenderungen ergeben.
    Allerdings sind leider auch schon dort immer mehr Verdreher am schrauben.
    Insofern sollte man im Einzelfall auch aeltere Versionen lesen.
    In Burma werden etwa 2 Mio Moslime angegeben. Die gibt es auch im Sueden und die gehoeren zu den Burmesen. Gibt auch Moslime die zu den Chinesen gehoeren.
    Der groesste Teil (wird nicht als Einwohner anerkannt) sind die Rohingya mit etwa 2,5 Mio (es gibt Zahlen, die bis 3 Mio gehen, nur in Burma) Menschen.
    Nicht-Burmesen (also Minderheiten) sind etwa 30,1 %(rund 16.6 Mio) . Dazu kommen die 2,5 Mio Rohingya und die vielen Vertriebenen, die in Thailand, Malaysia und "Uebersee" leben. Insgesamt etwa 20 Mio Menschen, die der "Mehrheit" von etwa 35 Mio Burmesen gegenueber stehen.

  9. #78
    Avatar von Yogi

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    Zitat Zitat von Siamfan Beitrag anzeigen
    Ich finde das WIKI sehr gut, es wird ja auch staendig verbessert, wenn Fehler gefunden werden oder sich Aenderungen ergeben.
    Allerdings sind leider auch schon dort immer mehr Verdreher am schrauben.

    Das kannst du auch sicherlich mit Links beweisen.

    Jetzt mal ein Einwurf zur Moderanz. Da ich ja auf der Ignorliste dieses Überfliegers bin, möchte ich mal feststellen, dass es keine Verdreher gibt, die da schrauben könnten.

  10. #79
    Avatar von Siamfan

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    Upps, ...
    Zur Untermauerung meiner Meinung im Post #77 hier noch einige Zitate mit Quellenangaben
    Die Einwohnerzahl von Burma betraegt 55.167.330 (Juli2013)
    Siehe Aufstellung rechtsoben auf der Seite:
    Myanmar

    ethnische Gruppierungen: Bamar (69 %), Shan (8,5 %), Karen (Christen) (6,2 %), Rohingya (Muslime) (4,5 %), Mon (2,4 %), Chin (2,2 %), Kachin (1,4 %) u. a. ethnische Minderheiten: Inder (1 %), Chinesen (1–2 %)
    Myanmar

    Islam: 3,6 %
    Myanmar

    Auf der Grundlage dieser Zahlen, kann man die gemachten Angaben errechnen.

  11. #80
    Avatar von clavigo

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    @Yogi, lies mal hier!Wikipedia in der Kritik: Die Entwurzelung des Wissens - Debatten - FAZ

    Hinter den Kulissen findet mitunter ein harter Kampf statt zwischen einzelnen Verfassern bei wiki ob der "ultimativen Wahrheit", z.B. bei Artikeln über die Beteiligung osteuropäischer Bevölkerungsgruppen an Antisemitismus und Unterstützung des ....-Regimes herrscht ein wahres Hauen und Stechen!

    Ich checke grundsätzlich bei historischen Fragen das deutsche mit dem englischen Wiki ab. Auch wenn der klassische deutsche Geschichtslehrer jammert, die beherrschende Sprache in der Geschichtswissenschaft ist Englisch geworden. Warum sollten sonst deutsche SOA-Wissenschaftler hauptsächlich auf Englisch verfassen??

    Dummerweise stellt Siamfan hier deutsche Wiki-Zahlen rein die auf den ersten Blick nicht zusammenpassen: Angeblich 4,5% Rohingya: 3,6% Muslime in Ganz-Burma. Da alle Rohingyas Muslime sind und es nebenher Muslime auch bei den Burmesen und Mon gibt stimmt hier die Relation nicht. Ein quick-check im engl. Wiki hätte das vermieden.

    Macht zwar jetzt nichts an der Gesamtsituation der Minderheiten in Burma aber soll zu einer gewissen Vorsicht bei der Rufen nach "Links, Links" aufrufen.

    Auf Berti's Frage nach einer "Lichtgestalt" gegen das Regime, wie sollen Minderheiten hiergegen bestehen?Tatmadaw - Wikipedia, the free encyclopedia

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