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Rohingya.

Erstellt von Yogi, 06.07.2013, 22:35 Uhr · 304 Antworten · 21.435 Aufrufe

  1. #61
    Avatar von khwaam_suk

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    Zitat Zitat von Siamfan Beitrag anzeigen
    Ich kann mir jetzt wirklich nicht vorstellen, dass Thai-Beamte so bloed sind, aktuell so etwas durchzufuehren.
    Damit unterschätzt Du thailändische Beamte aber gewaltig.

  2.  
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  3. #62
    Avatar von Siamfan

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    Zitat Zitat von khwaam_suk Beitrag anzeigen
    Damit unterschätzt Du thailändische Beamte aber gewaltig.
    Das waeren aber dann japanische Beamte, mit den langen Mesern.

  4. #63
    Avatar von Siamfan

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    Ich versuche mal fuer die Rohingyas einiges geradezuruecken.
    seit 8 JH.jpg
    Arakan entwickelte sich zunaechst nur in dem /den Flusstaelern. Ueber Land war die Region nicht erreichbar.
    Arakan wird ab dem 8. Jahrhundert erwaehnt. Auch Rohingyas tauchen bereits im ersten Jahrtausend auf.
    Rohingya in Arakan.jpg
    Hier ist gleich zu Anfang der wichtigste Punkt. Waehrend noch keiner wusste, was Burma ist, entstand bereits eine beachtliche Kultur in Arakan.

    Burma wird erstmals etwa 3 Jahrhunderte spaeter erwaehnt.

    Etwa weitere 600 Jahre spaeter, war das grosse Burma zu einer grossen Militaermacht herangewachsen.
    Ich vermute, der Ueberfall/die Eroberung 1785 erfolgte ueber den Seeweg.
    Dabei wurden Zehntausende Arakanesen und Rohingyas vertrieben (Bengalen u.a.) aber auch viele als Sklaven nach Burma verschleppt.

    Die Rohingyas (auch Nachfahren) kamen etwa 40 Jahre spaeter mit den Truppen von Britisch Indien zurueck. Die Auseinandersetzung endete mit dem Vertrag von Yandoba (1826), wo Burma u.a. Arakan abtreten musste.

    Nach weiteren Kriegen mit Unterstuetzung der Rohingyas, konnten die Englaender ganz Burma unterwerfen.
    Damals hatten allerdings die Karen einen Sonderstatus! BI und der birmanische Koenig Mindon vereinbarten, dass den Karen Unabhaengigkeit zugesichert wird.

    Im 2. Weltkrieg drangen ab 1942 die Japaner nach Burma ein und verdraengten mehr und mehr die Englaender. Auf deren Seite kaempften die Rohingyas und die Karen, bei den Japanern die Birmanen.

    Nach dem 2.WK uebernahmen BI wieder die Macht.

    1948 wurde dann Burma in die Unabhaengigkeit entlassen.

    Fuer mich bleibt es unwahrscheinlich, dass dies auch Arakan einbezog, weil die im Vertrag von Yandoba zum Ausgleich der grossen Kriegsschaeden abgetreten werden musste.
    Dem wuerde auch wiedersprechen, dass man bei der Gruendung von Bangladesch, West-Arakan abtrennen konnte und dem neuen Staat im Jahr 1971 zuschlagen konnte.
    Die Grenze verlief ab da durch den Fluss und trennte damit die ueber Jahrhunderte gewachsene Kultur in Arakan in zwei Haelften.

    Die Oberironie ist, Burma behauptet heute in Bangladesch wuerden die gleichen Rohingyas leben und die waeren von dort nach Burma (Ost-Arakan) eingewandert.

    Nach burmesischer Verfassung werden alle anerkannt, die bereits vor 1823/4 auf heutigen Hoheitsgebiet gelebt haben.

    Fraglich bleibt, ob Ost-Arakan zum Hoheitsgebiet von Burma zaehlt, wenn ja, muessen die Rohingyas als Staatsbuerger anerkannt werden, weil sie dort schon lebten, als es noch gar kein Burma gab. Ausserdem wurden 1725 viele Sklaven ins Land geholt.

    Der Fakt, dass nach der Eroberung weitere Menschen von den Englaendern in das Land geholt wurden, ist ueberhaupt kein Ausschlussgrund.
    Erstens, waren das viele Nachfahren der 1725 vertriebenen Rohingyas und (2.)viele andere aus Indien (zB Hindus), die nicht nur nach Arakan , sondern in ganz Burma einwanderten. In Yangoon stroemten in dieser Zeit jaehrlich Hunderttausende Menschen ins Land.
    Die sind natuerlich auch nicht mehr "herauszusortieren", weil sie sich wie in Arakan mit der "Urbevoelkerung" vermischt haben.

    siehe auch:
    http://en.wikipedia.org/wiki/Treaty_of_Yandabo
    http://de.wikipedia.org/wiki/Rohingya
    http://en.wikipedia.org/wiki/First_Anglo-Burmese_War
    http://de.wikipedia.org/wiki/Rakhaing-Staat
    http://de.wikipedia.org/wiki/Karen_(Volk)

    u.a.

  5. #64
    Avatar von clavigo

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    @Siamfan, nicht alles miteinander vermischen: Die Gleichung Rohingyas = Arakanese ist falsch. Es stimmt, es gab ein arakanesisches Reich schon seit über 1000 Jahren aber die Arakanesen (Rakhine) waren und sind überwiegend Buddhisten. Beweise für muslimische Settlements in dieser Ecke existieren schon seit dem 15.Jahrhundert - offensichtlich ein friedfertiges Zusammenleben.

    Zu behaupten das Arakan älter ist als "Burma" ist Nonsense. Die Geschichtschreibung akzeptiert unisono das das die Gründung von Pagan 849 als Beginn von Burma proper.

  6. #65
    Avatar von Siamfan

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    Zitat Zitat von clavigo Beitrag anzeigen
    .... Beweise für muslimische Settlements in dieser Ecke existieren schon seit dem 15.Jahrhundert - offensichtlich ein friedfertiges Zusammenleben.
    Das reicht den Rohingyas!


    Geschichte war ansonsten nie meine Staerke

    Ich habe grundsaetzlich nichts gegen die Burmesen, nur gegen die, die Karen, Rohingyas u.a. nicht als Buerger/Menschen /... achten weil diese im Krieg auf der falschen Seite standen. Im letzten Krieg (2WK) standen die Birmanen auf Seiten der Verlierer.
    Bei den Karen war ausserdem ihr Sonderstatus der Grund fuer ihre Ausrottung/Vertreibung.

  7. #66
    Avatar von Siamfan

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    Das Wetter haelt noch bis Anfang/Mitte Dezember so an!
    UN says people fleeing Myanmar's Rakhine state | Bangkok Post: breakingnews

    Immerhin hat die UN die Rohingyas schon mal bemerkt.

    Ich verstehe nur nicht, warum die die Rohingyas nicht "mit ins Boot holen"?
    Ceasefire talks kicked off in Myanmar | Bangkok Post: breakingnews

    Die kennen doch die alte und "neue"Regierung und mussten selbst Jahrzehnte darunter leiden.

  8. #67
    Avatar von Siamfan

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    Auch in der Andaman See vor Burma ist heute ein Boot gesunken!
    Dozens of Rohingya missing after boat sinks | Bangkok Post: breakingnews

  9. #68
    Avatar von clavigo

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    Betrifft die Rhingyas nur am Rande. Aber dieser Artikel zeigt das die "Zivile" Regierung in Burma nicht willens oder imstande ist der Drogenproduktion einen Riegel vorzuschieben. Anscheinend springt für die Generäle immer noch genug ab.
    Myanmar

  10. #69
    Avatar von Siamfan

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    Das wurde aber auch mal Zeit!

    Organisation of the Islamic Conference (OIC) delegates arrived in Myanmar Wednesday for a five-day visit to assess anti-Muslim violence in the predominantly Buddhist country.
    ...
    Sittwe, the capital of Rakhine State, has a population of an estimated 1 million Muslims, mostly Rohingyas, a self-proclaimed ethnic minority group that was made stateless in Myanmar by a law passed in 1982.
    Das war ihre Heimat, ... und sie wurden staatenlos durch Gesetz?!

  11. #70
    Avatar von clavigo

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    Viel geändert hat sich ja wohl nicht in der burmesischen Regierung. Nur Oliv-Grün gegen den zivilen Anzug getauscht, aber sonst....?


    MyanmarGovt Rejects UN Calls for

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