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Rohingya.

Erstellt von Yogi, 06.07.2013, 22:35 Uhr · 304 Antworten · 21.417 Aufrufe

  1. #21
    Avatar von Siamfan

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    Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Ausschluss der Rohingyas, ueber die verfassungsrechtliche Regelung, bei einer voelkerrechlichen Ueberpruefung Bestand haben wuerde.*
    Als naechstes wuerde ziemlich sicher auch die Regelung an sich, gegen Voelkerrecht verstossen.

    Die "haesslichen, schwarzen Gnome"** haben aber bei der UN keine "Lobby". ... und selbst auch kein "Stimmrecht"!
    Sie bekommen auch von ihren Glaubensbruedern keine Unterstuetzung.

    "Ursache" ist das Oel und Gas im Golf von Bangladesch und die Straende + Golfplaetze in Rakhaing/ Arakan.***
    Hier kommt naemlich auch noch die Frage ins Spiel, ob das Land staatenrechtlich ueberhaupt zu Myanmar gehoert.****


    *es gibt genuegend Belege, dass Rohingyas schon laenger in Arakan leben
    **wie sie ein burmesischer Politiker oeffentlich nannte
    ***was auch schon bei der Vertreibung/Ausrottung der Karen der Fall war
    ****siehe "Tready of Jandabo" und (1948) Entlassung in die Unabhaengigkeit

  2.  
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  3. #22
    Avatar von onkelfritz

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    Zitat Zitat von Siamfan Beitrag anzeigen
    Hier kommt naemlich auch noch die Frage ins Spiel, ob das Land staatenrechtlich ueberhaupt zu Myanmar gehoert.
    Wenn nicht zur Union Myanmar, wohin soll der Bundesstaat Rakhaing denn sonst gehören?

    Übrigends sind die muslimischen Rohyngias auch in Rakhaing eine Minderheit.

  4. #23
    Avatar von clavigo

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    Onkelfritz, das selbständige Königreich Arakan ist ja erst Ende des 18. Jahrhunderts von den Burmesen erobert worden und selbst nach der Unabhängigkeit von den Engländern gab's/ gibt es immer noch Befreiungsbewegungen wie die Arakan People's Liberation Party oder die National United Front of Arakan. (Mal unabhängig ob so eins selbständiger Staat überhaupt lebensfähig wäre). Mit über 40 % der Bevölkerung sind die Rohingya aber eine sehr starke Minderheit.....

  5. #24
    Avatar von Siamfan

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    Zitat Zitat von onkelfritz Beitrag anzeigen
    Wenn nicht zur Union Myanmar, wohin soll der Bundesstaat Rakhaing denn sonst gehören?

    Übrigends sind die muslimischen Rohyngias auch in Rakhaing eine Minderheit.
    @onkelfritz, @clavigo
    habt ihr aktuelle Einwohnerzahlen von Rakhaing? Bei den Rohingyas gab es Zahlenangaben von 600.000-3.000.000 Einwohner.
    Durch die "Siedlungspolitik" der letzten 5-6 Dekaden gab es natuerlich eine Verschiebung.

    Wenn Rakhaing Voelkerrechtlich niemand "gehoert", dann waere es ein selbsstaendiger Staat und sogar ein sehr reicher!

    Man sollte sich das alles mal auf Landkarten anschauen. Die Karen wurden aus dem Irrawaddy-Delta quer durch Burma vertrieben.
    Buddhisten wurden nach Rakhaing umgesiedelt und jetzt sollen die Rohingyas verschwinden.

    Wichtig ist auch, Rohingyas und Karen haben im 2. Weltkrieg auf Seiten der Englaender gegen die Japaner und Burmesen gekaempft.

    1948 wurde Burma von den Englaendern in die Unabhaengigkeit entlassen. Die Frage ist, was war damals "Burma"??!

    Diese Karte ist sehr interessant: http://upload.wikimedia.org/wikipedi...Historisch.jpg

    Bangladesch wurde 1971 unabhaengig. Es gehoeren aber scheinbar Teile von Norda-Arakan dazu!?

    Auch Unterbirma wurde 1852 (das Gebiet des früheren Reiches Pegu) vom Britischen Empire annektiert.


    Irgendwo gibt es viele Ungereimtheiten.

  6. #25
    Avatar von onkelfritz

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    Zitat Zitat von clavigo Beitrag anzeigen
    ...... Mit über 40 % der Bevölkerung sind die Rohingya aber eine sehr starke Minderheit.....
    Als Arakan an England fiel, betrug die Gesamtbevölkerung etwa 100.000 Menschen, 1872 waren es dann 444.563, 1881 587.518 und 1891 671.899, darunter 442.674 Buddhisten, 126.604 Moslems (Rohingya) und 10.593 Hindus
    Rakhaing-Staat

    Als die Engländer Arakan eroberten, lebten gerade mal 100.000 Menschen dort, der Anteil der Rohingya betrug ungefähr 1/3 der Gesamtbevölkerung. Während der Kolonialzeit und während des pakistanischen Sezessionskrieg und auch noch danach gab es grosse Einwanderungswellen aus dem benachbarten Bengalen in die Burmesische Union. Darauf stützt die heutige Unionsregierung ihre These der illegalen Einwanderung.

    Wie auch immer, Rakhaing ist ein burmesischer Unionstaat, die äusseren Grenzen der Union wurden nach der Entlassung als Kolonie von den Briten gezogen und damit gehört das Gebiet heute völkerrechtlich zur Union Myanmar.

  7. #26
    Avatar von Siamfan

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    Zitat Zitat von onkelfritz Beitrag anzeigen
    Rakhaing-Staat

    Als die Engländer Arakan eroberten, lebten gerade mal 100.000 Menschen dort, der Anteil der Rohingya betrug ungefähr 1/3 der Gesamtbevölkerung. Während der Kolonialzeit und während des pakistanischen Sezessionskrieg und auch noch danach gab es grosse Einwanderungswellen aus dem benachbarten Bengalen in die Burmesische Union. Darauf stützt die heutige Unionsregierung ihre These der illegalen Einwanderung.
    Die Eroberung von Arakan fand seinen Niederschlag im "Treaty of Yandabo" , der am 24 Februar 1826 unterzeichnet wurde.
    Im burmesischen Staatsangehoerigkeitsrecht ist das Jahr 1823 entscheident:
    Burma has a stratified citizenship system (from the 1982 Citizenship Law), based on how one's forebears obtained it:

    • Full citizens are descendants of residents who lived in Burma prior 1823 or were born to parents who were citizens at the time of birth.
    • Associate citizens are those who acquired citizenship through the 1948 Union Citizenship Law.
    • Naturalized citizens refers to persons who lived in Burma before 4 January 1948 and applied for citizenship after 1982.
    Burmese nationality law - Wikipedia, the free encyclopedia
    Zur Zeit der Eroberung waren nur die Flusstaeler und schmale Kuestengebiete besiedelt. Das aenderten die Englaender sehr schnell. Um den grossen Hunger nach Holz zu stillen wurden Arbeitskraefte gebraucht, die aus Britisch Indien kamen. Darunter waren auch Buddhisten und Rohingyas.
    Diese vermischten sich mit den bereits ansaessigen Einwohnern und siedelten in den neuen Landflaechen (Rodung).

    Durch das "Vermischen" sind meiner Ansicht nach die Voraussetzungen der Verfassung erfuellt , ... fuer Rohingyas und auch fuer die indischen Buddhisten.

  8. #27
    Avatar von clavigo

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    @Onkelfritz. Das Arakan beim Einmarsch der Engländer (Eroberung ist ja wohl das falsche Wort; nach den burmesischen Massakern an der Bevölkerung und der Flucht einiger Zigtausender nach Bengalen wohl kein wunder das Araan "entvölkert" war). Der Verweis auf das Völkerrecht ist natürlich korrekt, aber die Entlassung Burmas in die Unabhängigkeit 1948 basierte auf dem inner-burmesischem Agreement von Panglong mit der Zusage hoher Autonomie der einzelnen Volksgruppen:

    It* will not operate in respect of the Frontier Area in any manner which would deprive any portion of these areas of the autonomy which it now enjoys in internal administration. Full autonomy in internal administration for the Frontier Areas is accepted in principle
    * Zentralregierung
    Nach der Ermordung Aung San's war das mehr oder weniger Makulatur und die Revolten begannen. Und mit Ne Win's Machtübernahme 1962 (obwohl er ja vorher schon der eigentliche Starke Mann war) gab's nur noch brutale Repression. Ein weiterer Punkt auf den Siamfan schon hingewiesen hat war das die Muslim-Bevölkerung Arakans wg. ihrer Loyalität zu den Engländern von der buddhistischen Bevölkerung "bestraft" wurde -mit Unterstützung der Japaner. Mehr als 80.000 Muslime flohen daraufhin nach Bengalen durften aber nach der Unabhängigkeit nicht zurück!


    Wer will kann auch hier noch mal lesen:Malaysia/Burma: Living In Limbo - Background



    @Siamfan, mit den Karen hast du nicht ganz Recht. Ihr ursprüngliches Siedlungsgebiet war der Osten Burmas an der Grenze zu Thailand, nur Teile sind später auch ins Irrawaddy-Delta gesiedelt weil's für die Landwirtschaft doch einfacher war. Ich schicke Dir mal ne PN mit Literaturhinweisen - falls du interessiert bist!

  9. #28
    Avatar von Dart

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    Über das schmutzige Geschäft der Menschenhändler mit den Boatpeople der Rohingya, und die Verstrickungen der thail. Beamten und Marineangehörigen in diese dreckigen Machenschaften.

    Special Report: Thai authorities implicated in Rohingya Muslim smuggling network | Reuters

  10. #29
    Avatar von Dart

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    Geschlagen, eingesperrt und in die Sklaverei verkauft - Channel 4 News zeigt das Schicksal der burmesischen muslimischen Rohingya-Flüchtlinge.


    Nightmare island where traf......s imprison Burma's Rohingya - Channel 4 News

  11. #30
    Avatar von Siamfan

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    Ich glaube nicht, dass solche "Sensationsberichte", gespickt mit Halbwahrheiten und Irrtuemern, den Rohingya auch nur im Entferntesten helfen!
    Diese Reporter sollen nach Burma-Rakhaing gehen und die Menschenrechtsverletzungen dort aufzeigen, ... nur das ist dann wirklich gefaehrlich!
    Ich will nichts schoenreden in Bezug auf Menschenhandel, ... nur Thailand hat ueber 3 Mio Staatenlose, die die UN mit einer Fussnote aus ihren jaehrlichen Meldungen hat verschwinden lassen.
    Die Wohlstandsstaaten erfuellen seit Jahrzehnten ihre Aufnahmequoten nicht, stattdessen uebergeben sie bei Besuchen Geldspenden fuer die Verpflegung der aufgegriffenen Rohingya's.

    Die Menschen fangen an sich in ihrer Heimat gegen die Vertreibung und Menschenrechtsverletzungen zu wehren:
    Myanmar police posts torched

    Die Welt liest "Sensationsberichte", ... und die burmesische Armee wird sich um die Rohingya-Familien "kuemmern".

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