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Reis - die Seele Thailands?!

Erstellt von strike, 11.09.2012, 18:26 Uhr · 518 Antworten · 35.737 Aufrufe

  1. #401
    Avatar von strike

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    Zitat Zitat von clavigo Beitrag anzeigen
    ... Der Querschnitt von verschiedenen Artikeln aus Bloomberg, WSJ, Economist, Asia Sentinel scheint mir einigermaßen representativ zu sein - falls man sie nicht allesamt als Deppen, gaga oder DEMS-Lohnschreiber bezeichnet wie ja auch schon vorgekommen. ...
    Soweit würde selbst ich, bei meinem bekannten Misstrauen gegen die Medien, nicht gehen, @clavigo.
    Zumal wenn ich einige Details gar nicht kenne.

    Wenn dieses Programm nicht sonderlich erfolgreich ist, wird es aber sicher auch "Thai Style" mässig zu Ende kommen - man lächelt das Ergebnis tot.

    Naja, sollen sie machen, die Thais.
    Ich ärgere mich dann mal lieber weiter über die sogenannte "Euro Rettung" - wo es auch um ganz andere Summen geht.

    Das Ergebnis ist vergleichbar und im Falle des Euro sogar verheerender: irrsinnige Verschleuderung von Volksvermögen. Dort sind es die Roten und Gelben, hier die Gruen-Schwarz-Roten.

    "Unsere" Leute bauen Reis vor allem auch für die Eigenversorgung an.
    Der wird also in etwa immer das Gleiche kosten ;)

  2.  
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  3. #402
    Avatar von clavigo

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    @Strike, läuft wohl beides auf volkswirtschaftliche Irrsinn hinaus. Nur, wenn man in Thailand noch die Subventionen für andere Agraprodukte hinzunimmt (gehört Kautschuk auch dazu?) dann gibt das ungefähr ein Volumen von 4% des BIP für eine Sparte die insgesamt nur zu ca. 9% zum BIP beiträgt.

    Allerdings hat die PT dafür Wählerstimmen bekommen, was wir für den Euro - noch - bekommen, wissen wir nicht....

  4. #403
    Avatar von strike

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    Zitat Zitat von clavigo Beitrag anzeigen
    ... ein Volumen von 4% des BIP für eine Sparte die insgesamt nur zu ca. 9% zum BIP beiträgt. ...
    Das klingt auf den ersten Blick wirklich nicht nach Verhältnismässigkeit.
    Hätte nicht gedacht, dass die Reis(Agrar)industrie eine so geringe Rolle spielt.

  5. #404
    Avatar von clavigo

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    Leider ja, aber nicht für den Arbeitsmarkt; da liegt ja die Crux.

  6. #405
    Avatar von berti

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    Zitat Zitat von Siamfan Beitrag anzeigen
    Entweder lassen die diese "Landwirtschaftsbank" gegen die Wand laufen, oder die Landwirte muessen alles mit hoeheren Duengerpreisen retten
    leider werden die farmers auch mit zu zahlenden höheren Düngemittelpreisen nichts retten, denn diese Zusatzerlöse (der Weltpreis für Dünger rauscht in den Keller!) kämen nicht der Reis- Infrastruktur zugute sondern verschwinden mal wieder geplant bei Reismafia u. Regierungsstellen, Ausschnitt Bangkok Post 17.10.2013:

    But the real problem which also is the main concern of former deputy prime minister Pridiyathorn Devakula and two rice experts, Ammar Siamwalla and Nipon Poapongsakorn of the Thailand Development Research Institute, is the massive corruption in the scheme and the suspicion that its main beneficiaries are not the farmers but outsiders.

  7. #406
    Avatar von beran

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    Zitat Zitat von strike Beitrag anzeigen

    Sorry, @beran, auf das Berufen von thailändische "Experten" - zumal wenn sie nicht mal benannt werden - gebe ich gar nichts.
    Dass sich die Verluste aus dem Reisaufkaufprogramm auf über 400 Mrd. Baht belaufen ist eine Aussage aus dem von mir im Beitrag Nr. 391 zitierten Bericht. Die Aussage stammt von den drei Experten: Pridiyadhom (Ex-PM, Ex-Finanzminister und Ex-Chef der Bank of Thailand), sowie von 2 führenden Forschern am TDRI (Thailand Developement Research Institut).

    Aber es ist ja gar nicht entscheidend, ob der Verlust nun 9 Mrd. $ oder 13 Mrd. $ beträgt.

    Es musste für jeden, der nur etwas Ahnung von Marktwirtschaft hat, von Beginn an klar sein, dass es nicht funktionierten kann, wenn die Regierung den Reis zu einem Preis aufkauft, der um ca. 30% höher ist als der Weltmarktpreis. Dieses Verhalten war von Anfang an zum Scheitern verurteilt.

    Vermutlich wußte dies sogar der Urheber dieses Planes (Thaksin). Man hat es trotzdem versprochen, weil man mit diesem (und mit anderen) Versprechen die Wahl gewinnen wollte (was ja auch geklappt hat).

    Den Schaden hat Thailand, denn das hier verschwendete Geld fehlt an anderer Stelle, beispielsweise im Bildungssystem, wo man dringend für kleinere Schulklassen und für besser ausgebildete Lehrer sorgen müsste.

  8. #407
    Avatar von Phommel

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    Vermutlich hat dieses tägliche Polit-Theater bei mir den selben Langzeiteffekt ausgelöst wie bei sehr vielen Thais.
    Mir ist das mittlerweile alles sowas von scheissegal.

  9. #408
    Avatar von strike

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    Zitat Zitat von beran Beitrag anzeigen
    ... Aber es ist ja gar nicht entscheidend, ob der Verlust nun 9 Mrd. $ oder 13 Mrd. $ beträgt.
    Nun, wenn es um Zahlen geht sollte schon auch ein wenig Korrektheit angezeigt sein.

    Zitat Zitat von beran Beitrag anzeigen
    ... Es musste für jeden, der nur etwas Ahnung von Marktwirtschaft hat, von Beginn an klar sein, dass es nicht funktionierten kann, wenn die Regierung den Reis zu einem Preis aufkauft, der um ca. 30% höher ist als der Weltmarktpreis. Dieses Verhalten war von Anfang an zum Scheitern verurteilt ...
    Hier wird es wenigstens greifbar.
    Im Prinzip ist es mE ja kein anderes System als die Subventionierung in der EU, die seit Jahrzehnten praktiziert und akzeptiert wird.

    Warum nun der Vergleich mit dem Euro/EU für das faktisch gleiche wie im Falle Thailand so grosse Empörung bei Dir auslöst?



    Subventionen für die europäische Landwirtschaft sind ein zentraler Bestandteil der gemeinsamen Marktordnungen im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU. Sie verursachen den größten Teil der Ausgaben.

    Der Anteil der Agrarausgaben am EU-Budget ist zwar rückläufig, er macht jedoch mit 43 % (ca. 56 Mrd. Euro, Stand: 2009) noch immer den größten Einzeletat aus.

    Deutschland zahlt mehr als neun Milliarden Euro für die EU-Agrarpolitik, zurück fließen knapp sechs Milliarden Euro. Jeder Deutsche zahlt rechnerisch über 100 Euro Steuern pro Jahr für die EU-Agrarpolitik.

    EU-Subventionen werden sowohl für den Handel innerhalb der EU, als auch für den Export von Agrarprodukten in außereuropäische Länder eingesetzt.


    Das System der Preis- und Abnahmegarantie für 72 % aller Erzeugnisse förderte Überproduktion: Unabhängig von der Nachfrageentwicklung konnten Landwirte immer mehr Überschüsse produzieren, die von der EU aufgekauft, eingelagert ("Butterberge", "Milchseen"), vernichtet oder zu subventionierten Preisen auf dem Weltmarkt verkauft wurden.

    Die Finanzierung der Gemeinsamen Agrarpolitik erfolgte bis 2006 aus dem Europäischen Ausgleichs- und Garantiefonds für die Landwirtschaft (EAGFL). Seit 2007 wird die GAP durch zwei neue eingerichtete Fonds, den Europäischen Garantiefonds für die Landwirtschaft (EGFL) und den Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER), finanziert.

    Insgesamt stehen im Jahr 2007 für die „Bewahrung und Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen“ Mittel in Höhe knapp 55 Mrd. Euro zur Verfügung. Der gesamte Finanzrahmen bis zum Jahr 2013 umfasst eine Summe von ca. 371,3 Mrd. Euro oder 43 % des EU-Haushaltes. Davon kommen wiederum 79 % oder 293 Mrd. Euro als marktbezogene Ausgaben und Direktzahlungen der Landwirtschaft zugute.


    Oder ist es im Falle Europa tatsächlich etwas gaaaaanz anderes?

  10. #409
    Avatar von clavigo

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    Moin Strike! Da hast Du dir selbst die Antwort gegeben:

    Deutschland zahlt mehr als neun Milliarden Euro für die EU-Agrarpolitik, zurück fließen knapp sechs Milliarden Euro. Jeder Deutsche zahlt rechnerisch über 100 Euro Steuern pro Jahr für die EU-Agrarpolitik.
    Bei einem BIP von weniger als 10 % vom deutschen sind die Aufwendungen in Thailand für den Agrarsektor sowohl im Verhältnis als auch in absoluten Zahlen erheblich höher. Wie gesagt, über Subventionen im Allgemeinen können wir trefflich streiten aber es ist das Verhältnis was es so ungesund macht.

    Das ist übrigens Ammar Siamwalla (ich warte jetzt nur auf die obligatorischen "Lakai der Amart"-Einwände):Ammar Siamwalla - Wikipedia, the free encyclopedia

  11. #410
    Avatar von strike

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    Zitat Zitat von Phommel Beitrag anzeigen
    ... Mir ist das mittlerweile alles sowas von scheissegal.
    Aufregen kann man ich mich über so etwas auch schon lange nicht mehr.
    Bewegen kann ich da eh nichts.
    Und es ihr Land, in dem ich Gast sein und bei Nichtgefallen gehen darf.

    Selbst wenn das irgendwelche Farang Fanatiker bzw. Politkommissare anders sehen, die den Thais sogar erzählen und erklären wollen wie Thaipolitik funktionieren muss und sich damit nur zum zum Gespött der Thais machen. Und anschliessend mit Weinkrämpfe durch die Gegend rennen und sich in die Hose schei..en, wenn die Fanatiker der anderen Seite sie missionieren wollen.


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