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Recht auf Immobilie

Erstellt von ILSBangkok, 18.05.2012, 16:37 Uhr · 8 Antworten · 1.111 Aufrufe

  1. #1
    ILSBangkok
    Avatar von ILSBangkok

    Recht auf Immobilie

    Habe da mal eine Frage:

    Wenn man verheiratet ist und gemeinsam den Kaufvertrag unterschreibt, müsste die Frau, wenn sie immo behalten will, in Falle einer Scheidung den Mann zu 50% auszahlen? Wenn ja, 50% des Anschaffungswert oder aktueller Marktwert? Spielt es eine Rolle, wenn die Frau alles bezahlt hat?

    Bei mir ist alles okey, mich interessiert sowas einfach generall mal.

  2.  
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  3. #2
    Avatar von Chak

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    Prinzipiell schon, auch wenn hier mancher gerne fortwährend das Gegenteil behauptet.

  4. #3
    Avatar von franky_23

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    Das Thailändische Recht kennt Vermögen der Partner und gemeinsames Vermögen. Es gilt auch der Zugewinnausgleich. Doch so wie ich es mal hörte nur beim gemeinsamen Vermögen, will mich aber nicht festlegen. Haus ist das Vermögen der Frau. Bitte frag da einen Spezialisten.

  5. #4
    Avatar von DisainaM

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    Kernfrage ist natürlich, hattest Du und Deine Ehefrau auf dem Land department eine Erklärung unterschrieben,
    das das Kapital ausschliesslich aus ihren alleinigem Vermögen stammt.

  6. #5
    ILSBangkok
    Avatar von ILSBangkok
    Zitat Zitat von DisainaM Beitrag anzeigen
    Kernfrage ist natürlich, hattest Du und Deine Ehefrau auf dem Land department eine Erklärung unterschrieben,
    das das Kapital ausschliesslich aus ihren alleinigem Vermögen stammt.
    Nein, haben wir nicht und Haus wurde nach der Heirat gekauft.

  7. #6
    Avatar von franky_23

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    Wirklich? Im my law Threat, hast doch was über die rechtliche Situation gepostet.

  8. #7
    Avatar von tira

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    Cool

    Zitat Zitat von ILSBangkok Beitrag anzeigen
    Nein, haben wir nicht und Haus wurde nach der Heirat gekauft.
    moin,

    ...... wird hier unterschieden zwischen haus und land resp. gehört der grund der schwiegermama

  9. #8
    Willi
    Avatar von Willi
    Zitat Zitat von DisainaM Beitrag anzeigen
    Kernfrage ist natürlich, hattest Du und Deine Ehefrau auf dem Land department eine Erklärung unterschrieben,
    das das Kapital ausschliesslich aus ihren alleinigem Vermögen stammt.
    Ihr habt doch sonst immer geschrieben, das betrifft doch nur das Grundstück und nicht das Haus. Jetzt auf einmal wieder anders ?

  10. #9
    Avatar von waanjai_2

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    Zitat Zitat von Willi Beitrag anzeigen
    Ihr habt doch sonst immer geschrieben, das betrifft doch nur das Grundstück und nicht das Haus. Jetzt auf einmal wieder anders ?
    Nein, nicht anders.
    Es gibt Ausgangsfakten. Die wichtigste: die Thais unterscheiden zwischen Grundstück und Haus. Sind für die zwei Paar Schuhe.
    Also muß wie bei jeder juristischen Argumentation wie folgt verfahren werden:

    1. Wem gehoert das Grundstück?
    2. Wem gehoert das Haus?

    zu 1:
    a. Klar ist, Alien darf kein thail. Land eignen. Weder durch Kauf, Erbschaft oder als Scheidungsfolge.
    b. deshalb ist es zumeist so, dass vor dem Landamt von dem Ehepaar erklärt wird, dass Geld für den nun vorgesehenen Landkauf stamme aus dem "Privatvermoegen" der Ehefrau. Damit ist sichergestellt, dass der Alien kein Eigentum am Land durch Scheidung bekommt.
    c. Es gibt aber u.a. auch die folgende Situation: Das Grundstück für den Hausbau wird von einem Familienmitglied zur Verfügung gestellt. Also eine Leihgabe auf unbefristete Zeit.
    d. Grundstücke koennen aber auch von den Eltern auf die Kinder vererbt werden. Erben tut in Thailand wie in Deutschland nur der Erbe, nicht jedoch sein Ehegatte.

    Ergebnis zu 1: Es wird immer einen oder mehrere Thais geben, dem/denen das Grundstück gehoert. So ist es gewollt.

    zu 2
    a. Wem gehoert das Haus? Dem, der es bezahlt hat. Deshalb ist es usus, dass man in Thailand die Quittungen über den Hausbau/Materialeinkauf/Einrichtung etc. sammelt. Es entstehen hierbei die bekannten Kladden mit allen Belegen zum Haus.
    b. Und was ist nach einer Scheidung? Da richten sich die Eigentumsverhältnisse nach den Vereinbarungen zum Güterstand:
    Also alles nur einem oder beiden die Hälfte (oder andere, ehevertraglich vereinbarte oder gerichtlich angeordnete Verteilungsschüssel).
    c. die Todesfolgen sind zumeist per Testament verfügt.

    Zusammenfassung von 1 und 2:
    Wer gar nix tut vor dem Hausbau, wird zumeist auf dem Grundstück seiner Ehefrau bauen. Und die Frau partizipiert zu 50% am Zugewinn. Feine Sache, aber auch in D üblich.
    Leute, die das Haus finanzieren, fühlen sich dadurch in ihren Rechten gefährdet, dass der Eigentümer des Grundstücks den (Mit-)Eigentümer des Hauses "an die Luft setzen koennte".
    Deshalb streben diese Leute an, ein Nießbrauchsrecht auch des Landes zu erhalten. Mehr darüber findet man im Nittaya unter dem Suchbegriff usufructus. Zusätzlich kommen oftmals Maßnahmen in Frage, die bestimmtes - gewünschtes - Verhalten oekonomisch äußerst rational machen.

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