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P Konto

Erstellt von DisainaM, 10.08.2009, 11:33 Uhr · 4 Antworten · 1.000 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von DisainaM

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    P Konto

    Ab Mitte 2010 wird das sog. P-Konto (Pfändungsschutzkonto) eingeführt
    Der Schutz vor Kontopfändungen wird verbessert. Nach derzeitiger Rechtslage ist nur das Einkommen eines Arbeitnehmers in Höhe von 985,15 Euro monatlich pfändungssicher. Zahlt ein Selbständiger Beträge in dieser Höhe auf sein Konto ein, wird sein Geld nicht wirksam geschützt. Mit dem neuen P-Konto geniessen auch Selbständige Pfändungsschutz für ihr Kontoguthaben.

    Derzeit muss der Schuldner, dessen Konto gepfändet wird, gerichtliche Hilfe in Anspruch nehmen. Bis zur Entscheidung bleibt sein Konto gesperrt. Das künftige P-Konto, das jeder Bankkunde für sich einrichten lassen kann, bietet hingegen einen automatischen Basispfändungsschutz in Höhe des geltenden monatlichen Pfändungsfreibetrages.

    Neu ist auch, dass es auf den Zeitpunkt des Eingangs des Geldes nicht ankommt: wird der pfändungsfreie Anteil eines Guthabens in einem Monat nicht ausgeschöpft, also abgehoben oder ausgegeben, kann er auf die folgenden Monate übertragen werden. Ein solches "Ansparen" ist nach dem derzeitigem Recht nicht möglich. Auf die Art der Einkünfte kommt es auch nicht mehr an.

    Außerdem werden Sozialleistungen und das Kindergeld künftig besser geschützt. Bislang müssen diese innerhalb von 7 Tagen seit der Gutschrift abgehoben werden, andernfalls werden sie von der Pfändung erfasst.

    Jede Person darf allerdings nur ein P-Konto führen. Da diese Umstellung einen sehr hohen Organisationsaufwand erfordern, wird eine Übergangsfrist von 12 Monaten ab Verkündung des Gesetzes eingeräumt. Das P-Konto könnte dann voraussichtlich ab Mitte 2010 zur Verfügung stehen.
    Kaum einer macht sich in Zeiten, wo er keine Not hat, darüber Gedanken, sich für schlechte Zeiten abzusichern.

    Warum und aus welchem Grund könnten einem die eigenen Konten eingefrohren werden, sollte man pleite gehen oder sonstiges Unbill drohen, wenn man doch keine Risiken eingeht, steuertreu ist, und auch sonst völlig gesetzestreu lebt.

    Doch das Leben ist nicht immer gerecht, und wer sich vielfältige Netze schafft, ist besser vorbereitet.

    Das P Konto ist so eine Sicherheit, die man sich holen sollte, auch wenn aktuell überhaupt kein Bedarf besteht, so ist ein Konto, wo sich unpfändbares Geld drauf befindet, eine Absicherung für eine Zukunftsvariante, die zwar niemals vorkommen soll, für die man aber auch schon strukturell vorbereitet ist, egal ob das Schreckensgespenst dann Scheidung, Finanzamt, oder Krankheit mit vorübergehender Geistesabwesendheit lautet.

  2.  
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  3. #2
    Paddy
    Avatar von Paddy

    Re: P Konto

    Allerdings geht es hier um die Umwandlung eines bereits bestehenden Kontos in ein P-Konto.

    Hat man noch kein Konto bei einer Bank, ist diese auch nicht verpflichtet ein P-Konto einzuräumen.

    Siehe auch http://www.nittaya.de/viewtopic.php?t=35752&start_t=150

  4. #3
    Avatar von DisainaM

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    Re: P Konto

    Das sich bestimmte Banken weigern, ist vorstellbar,
    jedoch müssen Bankinstitute, wie die Stadtsparkasse auch Schufa-eingetragenden ein sogenanntes Sozialkonto einräumen, von daher kann man davon ausgehen, dass spätestens Anfang nächsten Jahres die Stadtsparkasse auch zum neueröffneten P Konto bereit ist.

  5. #4
    Paddy
    Avatar von Paddy

    Re: P Konto

    Leider ist das mit dem "müssen" nicht Gesetz, sondern nur freiwillige Verpflichtung, an die sich oft nicht gehalten wird.

    Neben einem P-Konto ein normales (auch bei einer anderen Bank in D) zu führen, dürfte allerdings kaum möglich sein.

    Dass bei einem P-Konto die Bonität flöten geht, muss auch klar sein.

  6. #5
    Avatar von DisainaM

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    Re: P Konto

    wer sich in guten Zeiten absichern will, kann heute schon eine billige engl. Ltd sich gründen, und in Deutschland ein Geschäftskonto eröffnen.

    Dann belastet man sein Eigenheim, das z.B. einen Wert von 200.000 Euro hat, und lässt ins Grundbuch eine Schuld von 400.000 Euro zugunsten der Ltd eintragen, sowie ein Niessbrauchsrecht.

    Eine schöne Vertragsgestalltung & Mietvertrag mit der Ltd, und schon kann man bei einer eintretenden Arbeitslosigkeit dafür sorgen, dass das Amt die Miete für das Haus an die Ltd zahlen muss.

    Auch Selbständige können sich vernünftig absichern, wenn sie folgendes Prinzip berücksichtigen,
    - die Firma, mit der man geschäftlich arbeitet, gehört nichts, alles nur gemietet,
    - die Firma, der alles gehört, mit der arbeitet man nie,
    - persönlich gehört einem auch nix, oder nur doppelt belastete Werte, alles gehört der Firma, die nicht arbeitet, (und damit auch in kein Risiko kommen kann)

    Tritt ein Fall X ein, weil man z.B. hohe Kundenforderungsausfälle hat,
    so ist man gesichert, weil das Geld bei der Depot Firma liegt.

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