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[nufi] Was ist eure Motivation fuer Rot?

Erstellt von nufi, 03.11.2010, 06:03 Uhr · 92 Antworten · 3.762 Aufrufe

  1. #41
    Avatar von nufi

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    Zitat Zitat von jai po Beitrag anzeigen
    Jetzt ist natürlich noch die große Frage im Raum, warum muß sich ein Farang für Gelb (das du übrigens vergessen hast) oder Rot so einsetzten,

    Stimmt.

    Denn zu erwarten hat man doch als Farang rein gar nichts an Besserung seiner Stellung in Thailand. Egal ob unter Rot oder Gelb. Warum sollte man seinen Kopf riskieren? Ein Thai in der selben Situation würde sich wohl kaum für Deutschland so ins Zeug legen. Der ist da irgendwie Schlauer und hält sich aus möglichen Problemen lieber raus.

  2.  
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  3. #42
    Avatar von waanjai_2

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    Zitiert aus dem deutschen Handbuch des unpolitischen Untertans. Altes Stroh in neuen Pfeifen.

  4. #43
    Avatar von nufi

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    Zitat Zitat von waanjai_2 Beitrag anzeigen
    Zitiert aus dem deutschen Handbuch des unpolitischen Untertans. Altes Stroh in neuen Pfeifen.
    Die Argumentationen der Roten waren immer sehr fundiert...............Hauptsache zum Thema nichts gesagt oder geschrieben.

    Oder kommt noch etwas?

  5. #44
    Avatar von J-M-F

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    Zitat Zitat von nufi Beitrag anzeigen
    Oder kommt noch etwas?
    ja genau, kommt denn nun noch was von dir oder kannst du auf meine frage einfach nichts antworten?

  6. #45
    Avatar von Chak

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    Zitat Zitat von jai po Beitrag anzeigen
    Wieviele Soldaten habt ihr im Thai- TV gesehen wenn es sich um den Isaan gedreht hat und im Vergleich wo der Süden betroffen war?
    Ziemlich viele. Selektive Wahrnehmung?

  7. #46
    Avatar von nufi

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    Zitat Zitat von J-M-F Beitrag anzeigen
    ja genau, kommt denn nun noch was von dir oder kannst du auf meine frage einfach nichts antworten?
    Wieso sollte ich? Sie hatte mit dem Thema nichts zu tun, sondern diente wohl nur um abzulenken. Vermutlich war sie aber eher im Bereich der Anmache. Und auf so was reagiere ich einfach nicht.

  8. #47
    Avatar von nufi

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    Zitat Zitat von waanjai_2 Beitrag anzeigen
    Zitiert aus dem deutschen Handbuch des unpolitischen Untertans. Altes Stroh in neuen Pfeifen.
    Dies solltest du für deine unmotivierten Thai-Freunde aufheben. Denn für einen Farang, der in einem Land lebt, wo er nichts zu sagen hat trifft dies wohl kaum zu.

  9. #48
    expatpeter
    Avatar von expatpeter
    Es ist sinnlos, Thailand als Farang zu verstehen oder sich politisch zu engagieren. Dennoch hat man natürlich Sympathien und Gedanken zu dem, was vor sich geht. So ist Thailand für mich ein Land, in dem sich mit der Zeit ein raffiniertes Unterdrückungssystem ausgebildet hat, bei dem sich alle in Harmonie wohlzufühlen scheinen. Die Reichen und Mächtigen erfreuen sich ihrer Privilegien und der Verehrung durch die Rechtlosen. Buddhismus und die königliche Familie sind dabei wesentliche Instrumente. Wer in Thailand unterdrückt, unglücklich und rechtlos ist, hat immer selber Schuld daran, denn bedeutet nicht Unglücklichsein einen Vorwurf an die Glücklichen? Vorwürfe machen in Thailand aber setzt immer den ins Unrecht, der sie macht. Auf anständigem Wege lässt sich in Thailand also nichts ändern, wenn nicht die Reichen, privilegierten und Mächtigen freiwillig darauf verzichten, ihre Privilegien auf Kosten der Mehrheit im Lande auzunützen. Haben denn die Könige von Frankreich freiwillig auf ihre Privilegien verzichtet? 1789 hat sich die westliche Welt verändert auf brutale und total illegale Weise. Dann kam Napoleon und Beethoven zertrampelte wütend seine Widmung an ihn auf der Partitur seiner dritten Symphonie, der Eroica. Und dennoch war diese Revolution, geboren aus Verzweiflung, der Anschub für eine große demokratische Bewegung im Westen. Totale Gleichheit, Brüderlichkeit und Freiheit lassen sich wohl nicht herstellen, aber man kann die Voraussetzungen dafür verbessern. Das wäre zum Beispiel eine Demokratie, wo Menschen durch Wahlen diejenigen mitbestimmen können, von denen sie regiert werden. Dass auch so ein System missbraucht werden kann, spricht nicht automatisch dagegen, so lange es kein besseres gibt. Das thailändische System ist ein viel schlechteres, weil es nicht einmal den Versuch macht, Harmonie im ehrlichen Sinne anzustreben.

  10. #49
    Avatar von nufi

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    Gehe ich in allen Punkten mit dir einig.

    Ich möchte aber noch anfügen, dass dann wohl die Führer der Roten so etwas wie den Napoléon machen. So Volksnah wie die tun, sind die sicher nicht. Das wäre nur ein Austausch der Eliten und keine Verschiebung Richtung Demokratie. Deshalb ist es noch unverständlicher sich hier als bloss Geduldeter dafür einzusetzen. Ausserdem hat ein Umsturz von aussen in der neueren Geschichte nie etwas gebracht. Siehe naher Osten. In Frankreich kam der Aufstand von innen. Das Volk muss selbst wach werden. Einen schläfrigen Thai wecken zu wollen, bringt selten Erfolg. Im Gegenteil. er wird meist mürrisch reagieren.

    Ich würde es für sinnvoller halten wenn die Farangs ihre Energie, welche sie da reinstecken direkt für die Bedürfnisse der Ausländer in Thailand gebrauchen würden. Die Chancen, dass sich so etwas ein klein wenig bewegt halte ich für grösser als Leute zu Unterstützen, die sich an der Demo Volknah geben aber mittlerweile sich wieder im 500 Dollar Anzug wohler fühlen.

  11. #50
    Avatar von tomtom24

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    Also, wie eine objektiv gestellte Frage klingt das eh nicht, vielmehr sehe ich einen versteckten Vorwurf, wie man nur rote Tendenzen haben kann.

    Dennoch erklaer ich das auch gerne aus meiner Sicht, weshalb rot fuer mich Sinn macht und fuer das Land das einzig gute ist.

    Mit Thaksin selbst habe ich nicht sehr viel am Hut. Ich selbst bin seit 2006 in Asien, also genau seit der Zeit, wo der weg ist. Allerdings habe ich natuerlich die ganzen geaenderten Regelungen aus seiner Regierungszeit mitbekommen, die mich als Auslaender betreffen. Da das durchweg eher negativ ist fuer mich, sollte ich eigentlich schon von daher eher gelb als rot favorisieren. Aber darum ist es nie gegangen. Denn viel interessanter ist das "grosse, Ganze". Also die Frage, was war Thailand vorher, was hat rot bewirkt, wo geht es weiter mit Thailand.

    Und dafuer bemuehe ich jetzt einfach mal die Definition eines Schwellenlandes auf Wikipedia:

    Ein Schwellenland ist am Anfang, oder im fortgeschrittenen Prozess der Industrialisierung, gemessen an wirtschaftlichen Entwicklungsindikatoren. In diesem Stadium ist ein Schwellenland durch einen weitgehenden Umbau der Wirtschaftsstrukturen gekennzeichnet, der von der Agrarwirtschaft zur Industrialisierung führt. Schwellenländer sind meist geprägt durch einen starken Gegensatz zwischen Arm und Reich.
    Gerade der letzte Satz ist ja sehr leicht zu bestaetigen. Man nehme nur mal die die Shoppingmalls in Bangkok, in deren Schatten Wellblechbehausungen der Armen stehen. Und genau das fuehrt ja dazu, das Kraefte entstehen, die das nicht mehr so hinnehmen. Dazu weiter in Wikipedia:

    Unterschiede zwischen konservativen Kräften und Parteien, die eine Modernisierung erreichen wollen, führen oft zu Spannungen.
    Nehmen wir als Beispiel doch einfach irgendne Bananenrepublik in Afrika (weil man das dann wesentlich neutraler und unvoreingenommener betrachten kann, da es ja keinen Bezug gibt). Wenn es in den Nachrichten ueber diese Bananenrepublik dann heissen wuerde, dass junge, demokratische Gruppen sich gegenueber der alteingesessenen Fuehrungsriege, die nur ein paar wenige privilegiert, einsetzen, dann wuerde man diese Gruppen natuerlich klar bevorzugen. Selbst wenn man weiss, dass auch die noch weit weg sind von echter Demokratie. Aber sie sind auf den richtigen Weg.

    Ein Beispiel fuer solche Umstaende: Kambodscha. Jeder bei den UN weiss, wie korrupt Hun Sen und das ganze Land ist. Aber er war auch massgeblich an der Befreiung von den Khmer Rouge beteiligt. Und die UN haben klar erkannt, dass nur er derzeit das Land auf dem Kurs dieses Friedens- und Demokratieprozesses halten kann. Ist der weg, koennte das zurueck in die Anarchie fuehren. Also ist er ein hinnehmbares und akzeptables Uebel.

    So und nicht anders verhaelt es sich auch in Thailand. Wie war den die Vergangenheit? Man haelt das Volk dumm, wahrend man sich (als zur Fuehrungsriege gehoerend) das persoenliche Paradies auf Erden bereitet. So, und nun kommen die Roten und wollen mehr Mitspracherecht (was auch unter dem Begriff "Demokratie" bekannt ist) fuer den Grossteil der Bevoelkerung, welche zuvor nie wirklich gefragt wurde.

    Jetzt sehen natuerlich all die "Thailand Profis" hier, wie sehr ein Thaksin in die eigene Tasche gewirtschaftet hat und unser westliches Demokratierverstaendnis sagt dann klar und deutlich "Nein!" zu Thaksin und rot.

    Aber eines ist bei diesen "Thailand Profis" voll auf der Strecke geblieben: zum einen die Objektivitaet, dass man deutsches Demokratieverstaendnis nicht auf ein suedostasiatisches Land uebertragen kann und sollte und zum anderen die Sicht auf Dinge weiter in der Zukunft.

    Wer natuerlich ein Land bevorzugt, in dem es eine kleine, reiche Fuehrungsriege gibt, waehrend sich der Grossteil des landes nicht mal wirklich Schule leisten kann, der sollte natuerlich unbedingt fuer gelb sein. Wer aber das Land irgendwann einmal in einer Demokratie, wie sie fuer SOA und Asien moeglich waere, sehen will, der sollte vielleicht mal seine pro gelbe Meinung ueberdenken.

    Klar, kurzfristig gesehen stimmt es schon, dass auch rot korrupt ist. Aber dennoch verfolgen sie mehr demokratische Ziele als gelb. Und irgendwann wird dann auch die Zeit kommen (so denn es Richting Demokratie weitergeht oder aber wie derzeit unterdrueckt wird - Beispiel Ausnahmezustand in Provinzen), in der rot von noch demokratischeren Kraeften abgeloest werden wird.

    Politisches Interesse an der Frage rot oder gelb unterstelle ich jetzt mal ganz einfach. Und dann die Frage ob rot oder gelb, haengt doch nur davon ab, wie sehr man es wuenschenswert faende, dass Thailand Richtung Demokratie geht oder nicht.

    Oder was waere, um einen Extremfall zu benennen, besser: Hun Sen als korrupter Politiker auf dem Weg zu mehr Demokratie oder wieder Khmer Rouge? Und im Prinzip ist das bei rot oder gelb die selbe Frage... Thaksin, der dabei immer wieder als Vorwurf auftaucht, ist doch nur ein kleines Steinchen auf dem Weg.

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