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Notstand in Bangkok und Umgebung verhängt

Erstellt von waanjai_2, 07.04.2010, 16:43 Uhr · 313 Antworten · 10.011 Aufrufe

  1. #301
    Bukeo
    Avatar von Bukeo

    Re: Notstand in Bangkok und Umgebung verhängt

    Zitat Zitat von KKC",p="845005
    Auch Gummipatronen auf kurzer Entfernung können durchaus tödlich sein!!
    interessiert aber niemanden, wenn Verbrecher Geisel nehmen, Straftaten begehen usw. - auch in D nicht.

  2.  
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  3. #302
    Bukeo
    Avatar von Bukeo

    Re: Notstand in Bangkok und Umgebung verhängt

    Zitat Zitat von phimax",p="845006
    Gibt es eigentlich eine 'dritte Kraft' in Thailand?
    ja, Thaksin.

  4. #303
    petpet
    Avatar von petpet

    Re: Notstand in Bangkok und Umgebung verhängt

    8 x am Stück, Respekt -oder besser, Spamrekord!

  5. #304
    Avatar von Nero

    Registriert seit
    06.11.2008
    Beiträge
    113

    Re: Notstand in Bangkok und Umgebung verhängt

    Um mal ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen:

    http://www.schoenes-thailand.de/news...s-blutbad.html

  6. #305
    MOE
    Avatar von MOE

    Re: Notstand in Bangkok und Umgebung verhängt

    Zitat Zitat von Nero",p="845074
    Um mal ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen:

    http://www.schoenes-thailand.de/news...s-blutbad.html
    Wohl eher eine Nebelkerze. Aber ein gutes Mittel, um etwaige aufkommende Selbstzweifel an den lauteren Absichten der Rothemden und ihres Heilands im Keime zu ersticken. Gut und Böse sind da wie im Märchen und in Hollywood genau festgeschrieben. Egal, was passiert.

    MfG

    MOE

  7. #306
    Avatar von Jens

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    2.152

    Re: Notstand in Bangkok und Umgebung verhängt


  8. #307
    petpet
    Avatar von petpet

    Re: Notstand in Bangkok und Umgebung verhängt

    Kommentar zu Konflikt in Thailand
    Die Katastrophe hätte vermieden werden können

    Von Bernd Musch-Borowska, ARD-Hörfunkstudio Südostasien, zzt. Bangkok

    Der seit Jahren schwelende politische Konflikt in Thailand ist in der Nacht zum Sonntag eskaliert, doch die Katastrophe hätte vermieden werden können. Mehr als 20 Tote und mindestens 800 Verletzte, Schüsse am Denkmal für Demokratie. In dem bei Touristen beliebten Khao-San-Viertel trocknet das Blut von Demonstranten und Polizisten auf der Straße.

    Alle sind entsetzt, Rothemden und Regierung gleichermaßen. Und doch sind beide Seiten fest entschlossen weiterzumachen. Weder der thailändische Premierminister Abhisit Vejjajiva noch die Anführer der sogenannten Vereinigten Front für Demokratie und gegen Diktatur UDD sind bereit, von ihren Positionen abzurücken.
    Niemand will auf den anderen eingehen

    Beide Seiten haben recht und gleichzeitig unrecht. Alle kämpfen für die Demokratie, doch niemand ist bereit, auf die Meinung der jeweils anderen Seite auch nur ansatzweise einzugehen. Die Regierung hat das Recht, vielleicht sogar die Pflicht, die öffentliche Ordnung notfalls auch mit staatlicher Gewalt durchzusetzen, allein schon im Interesse der Wirtschaft. Die Geschäfte und Hotels in der Innenstadt von Bangkok haben seit Beginn der Blockade durch die Rothemden Verluste in Millionenhöhe hinnehmen müssen. Das verlorengegangene Vertrauen in die Durchsetzungsfähigkeit des Staates hat der Kreditwürdigkeit des Landes geschadet und damit der Wirtschaft insgesamt.

    Doch die Rothemden haben bei ihrer wochenlangen friedlichen Protestaktion gerade mal gegen die Straßenverkehrsordnung verstoßen und gegen ein paar Hygiene-Vorschriften. Schon allein die Ausrufung des Ausnahmezustands und erst recht dessen gewaltsame Durchsetzung waren alles andere als angemessen.
    Rothemden repräsentieren Mehrheit der Thailänder

    Außerdem haben die Rothemden durchaus recht mit ihrer Forderung nach demokratischen Neuwahlen. Sie repräsentieren die Mehrheit der Thailänder, das ist bei den vergangenen Wahlen immer wieder deutlich geworden, auch wenn sich an den wochenlangen Protesten in Bangkok nur einige Hunderttausend Menschen beteiligt haben. Die von den Roten gewählten Regierungen wurden entweder - wie vor knapp vier Jahren - durch einen Militärputsch gestürzt oder - wie im Dezember 2008 - durch ein umstrittenes, gerichtlich angeordnetes Parteienverbot aus dem Amt gedrängt. Das ist nicht Demokratie und das sollte der Vorsitzende der Demokratischen Partei, Premierminister Abhisit, wissen.

    Vor ein paar Wochen hätte er die Situation noch retten können durch ernstgemeinte Verhandlungen mit den Rothemden und eine mutige Entscheidung für demokratische Wahlen. Jetzt ist das Kind in den Brunnen gefallen, das Ansehen Thailands ist schwer beschädigt, und ein leichter Ausweg aus der politischen Krise ist fast unerreichbar in die Ferne gerückt. Zu groß ist das gegenseitige Misstrauen der beiden politischen Lager.
    Einfaches Volk vs. bürgerliche Elite

    Die Rothemden, das sind mehrheitlich die einfachen Leute aus den ärmeren Provinzen im Norden und Nordosten Thailands. Abhisit, der in Oxford ausgebildete Sohn einer Familie der bürgerlichen Elite in Bangkok, repräsentiert die thailändische Aristokratie, die sich nie besonders um das einfache Volk geschert hat. Thaksin Shinawatra hat es als erster verstanden, den Sorgen und Interessen des Volkes Gehör zu schenken. Er hat als erster Premierminister dafür gesorgt, dass die Lebensbedingungen der armen Leute deutlich verbessert wurden. Dass er dabei auch seine eigenen Interessen verfolgt, seine Macht ausgebaut und viel Geld in die eigene Tasche gewirtschaftet hat, ist für die meisten Thailänder offenbar hinnehmbar.
    Provinz unter Thaksin politisch erwacht

    Die thailändische Provinz ist unter Thaksin politisch erwacht, und das einfache Volk ist nicht mehr bereit, sich von der Elite in Bangkok, den Militärs und den konservativen Royalisten seiner demokratischen Grundrechte berauben zu lassen. Unter Thaksin haben die Thailänder verstanden, dass sie mit ihrer Stimme politische Entscheidungen beeinflussen und zur Verbesserung ihrer Lebensverhältnisse beitragen können.

    Die Straßenschlachten in Bangkok waren auch Ausdruck ihrer Wut auf die sogenannte Aristokratie, die die Provinzler aus dem Norden für ungebildet und dumm hält und unfähig, eine ernstzunehmende politische Entscheidung zu treffen. Gegenseitiger Respekt wäre der erste Schritt hin zu einer echten Demokratie in Thailand.
    http://www.tagesschau.de/kommentar/k...ailand108.html

  9. #308
    Avatar von strike

    Registriert seit
    08.12.2007
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    28.011

    Re: Notstand in Bangkok und Umgebung verhängt

    Nach einer ziemlich anstrengenden Fahrt von Bangkok, bin ich gestern mittag wieder in "meinem" Dorf in der Provinz Uthai Thani angekommen.
    Fuer die Menschen mit denen ich an Nachmittag und Abend zusammengesessen habe kann ich folgendes festhalten: der Zorn und die Wut auf
    das Massaker das Abhisit zu verantworten hat war unuebersehbar.
    Den Inhalt der Rede - fuer die Uebertragungen der Boxkaempfe im TV gestoppt wurde - glaubt hier niemand.
    Am Abend - nach dem Genuss von Alkohol (Songkran!) - war zu beobachten, wie hitzig die Ereignisse in Bangkok diskutiert wurden.
    Der Schuldige wurde nach meinem Empfinden nie in Frage gestellt: die Regierung bzw. Abhisit.
    Ich wurde auch angesprochen, halte mich aber wohlweislich aus solchen Diskussionen raus.
    Nicht zuletzt weil ich ja auch nicht ausreichend bzw. gar kein Thai kann.

    Und dies ist genau das, was ich mir gedacht bzw. befuerchtet hatte: dieses brutale Vorgehen war ein riesengrosser Fehler und wird sich bitter raechen.
    Nicht in den Brieftaschen der Politiker, aber fuer die Gesamtheit.
    Die Erregung der Leute hier beim Zeigen der Verletzten und Getoeteten - trotz Regeirungsfernsehen kann ja nicht verheimlicht werden, dass die Mehrzahl der Opfer Demonstranten sind -
    laesst erahnen, welch grossen Fehler Abhisit mit dem Befehl der gewaltsamen Niederschlagung und dem Schiessen auf das eigene Volk begangen hat.

    Was ich mich zusaetzlich frage: warum soviel Tote und Verletzte, wenn am Abend immer noch nicht die vollstaendige Ausfuehrung der fatalen Anordnung vermeldet werden kann - denn noch scheinen sich ja Demonstranten an den entsprechenden Plaetzen zu befinden?
    Eigentlich laesst dies nur einen Schluss zu: die Regierung ist absolut unfaehig.

    Falsche Einschaetzung, falsches Vorgehen, falsche Schlussfolgerungen.
    Armes Thailand!

  10. #309
    Avatar von sunnyboy

    Registriert seit
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    Re: Notstand in Bangkok und Umgebung verhängt

    Fuer die Menschen mit denen ich an Nachmittag und Abend zusammengesessen habe kann ich folgendes festhalten: der Zorn und die Wut auf
    das Massaker das Abhisit zu verantworten hat war unuebersehbar.
    Yep, hängt immer von der politischen Einstellung ab, hörte gestern den Kommentar "warum haben sie die Roten nicht alle erschossen und dann ist endlich Ruhe"

    So ist das nun mal leider in Thailand, die einen sehen das so und die anderen wieder anders.

    Gruß Sunnyboy

  11. #310
    Avatar von strike

    Registriert seit
    08.12.2007
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    28.011

    Re: Notstand in Bangkok und Umgebung verhängt

    Zitat Zitat von sunnyboy",p="845093
    So ist das nun mal leider in Thailand, die einen sehen das so und die anderen wieder anders.
    Scheint so.
    Und jeder glaubt er kaempfe fuer ganz Thailand :-(
    So ist es mir jedenfalls gestern mit grossem Pathos vermittelt wurden.
    Da ich mich mit Kampf fuer Vaterland, Ehre und Treue eh immer schwer tue, schuettle ich innerlich meinen Kopf.
    Egal ob rot, gelb oder gruen oder sonstwas.

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