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Mindestlohn

Erstellt von halbschlau, 18.03.2012, 14:28 Uhr · 192 Antworten · 10.752 Aufrufe

  1. #151
    KKC
    Avatar von KKC

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    Zitat:
    Es ist doch völliog naiv zu denken, dass die Preise konatnt bleiben, wenn die Löhne (z.B. durch Mindestlöhne) steigen.
    Wer zahlt denn am Ende die Kosten eines Unternehmers. Doch IMMER der Verbraucher. Schlußfolgerung: Lohnerhöhungen führt im Schnitt gesehen zu einer Preiserhöhung.
    ++++++++++++++++++++++++++
    Sorry, aber das ist schon sehr eindimensional gedacht.

    Ein Produkt muß preislich (gleicher Funktionsumfang und Qualität vorausgesetzt) konkurrenzfähig sein. Und der Preis ergibt sich nicht (nur) aus den Lohnkosten sondern da ist der Materialeinkauf, die Fertigung, der Overhead, die Vertriebswege etc mit zu berücksichtigen.

    Nur wer an all diesen Stellschrauben dreht wird ggü. der Konkurrenz erfolgreicher sein.
    Ein Drücken der Lohnkosten alleine ist es nicht.
    Das kann sogar kontraproduktiv sein, weil dann der nationale Konsum stagniert.
    Von den Konsquenzen bzgl. der Altersversorgung reden wir mal nicht.

  2.  
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  3. #152
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von Yogi Beitrag anzeigen
    Ich bin immer wieder überrascht, wie argumentiert wird um zu rechtfertigen, dass man Menschen unterhalb des Existenzminimums arbeiten lässt.
    Das Existenzminimum ist doch keine feste Größe - es variiert.
    Nehmen wir mal an, es liegt heute bei 800 EUR in D. Nehmen wir weiterhin an, durch den Mindestlohn wird nun jemand keine 750 mehr verdienen, sondern 850.
    Und nächste Woche wird das Existenzminimum durchd ie allgemeine Preiserhöhung auf 900 EUR aneghoben. Und schwupps.... schon wieder leigt man unter dem Existenzminimum. Es ist doch völlig naiv zu glauben, es würde sich rein gar nichts an den Preisen, an der Anzahl der Mitarbeiter etc. ändern, wenn die Löhen zwangsweise angehoben werden müssten.

    Das können einem die Gebrüder Grimm von den Linken, Sozis, Grünen, Piraten und neuerdings auch Christen ja gerne erzählen, aber es ist nun mal nicht die Realität.
    Natürlich müsste und würde ich als Unternehmer versuchen, die höheren Kosten wieder reinzuholen. Und naheliegend (und zumeist auch der einzige Weg) ist nun mal dann eine Gewinnerhöhung durch Anhebung der Endkundenpreise. Wie denn sonst? Der Verbraucher zahlt nun mal am Ende alles - im Übrigen auch die geplanten Steuererhöhungen (z.B. Reichensteuern). Nur diese Logik wird eben nicht öffentlich evrmittelt, weil es ja um Wählerstimmen geht. Und das Volk denkt eben nur von hier bis zur nächsten Tür, aber nicht darüber hinaus - von Logik will ich gar nicht erst sprechen. "Mindestlohn" klingt ja halt auch so paradiesisch.

    Ich sage sogar mal: der Einzige, der davon profitzieren wird, ist der Unternehmer. Denn der wird die Preiserhöhung gleich ordentlich nutzen (wie bei der Umstellung auf EUR), und dadurch seinen eigenen Gewinn ordentlich erhöhen. So sieht nämlich die Wahrheit aus! Das ist ja auch der Grund, warum ich mich als Unternehmer über einen Mindestlohn freue. Vor allem diejenigen, die gar keine Unternehmer haben und nur in Deutschland ohne globale Konkurrenz arbeiten, freuen sich doch schon wie verrückt auf die neuen Preise.
    Aber als wirklich sozial denkender Mensch halt ich diese Ausbeutung der gesamten Gesellschaft für falsch.
    Leider kann dieser Argumentation kaum jemand folgen. Ist halt wie beim Schach: man muss eben ein paar Züge mehr überdenken.

    Zitat Zitat von Yogi Beitrag anzeigen
    Ich mag gar nicht daran denken, was passieren wird, wenn sich die Geknechteten mal wehren würden.
    Wenn sie es denn mal täten. Es wird ja keiner gezwungen, Niedriglohnjobs anzunehmen. Wenn ALLE es ablehnen, müssten die Löhne ja eh erhöht werden (wie dann auch die Preise). Das ist doch das Schöne an an der freien Marktwirtschaft. Jeder kann etwas tun (z.B. auch selbst Unternehmer werden und großzüge Löhne zahlen). Nur es macht eben keiner etwas, sondern man vertraut den Politikern. Aber die können nichts oder wollen es nicht, weil es alle Egoisten sind.

  4. #153
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von KKC Beitrag anzeigen
    Zitat:
    Es ist doch völliog naiv zu denken, dass die Preise konatnt bleiben, wenn die Löhne (z.B. durch Mindestlöhne) steigen.
    Wer zahlt denn am Ende die Kosten eines Unternehmers. Doch IMMER der Verbraucher. Schlußfolgerung: Lohnerhöhungen führt im Schnitt gesehen zu einer Preiserhöhung.
    ++++++++++++++++++++++++++
    Sorry, aber das ist schon sehr eindimensional gedacht.

    Ein Produkt muß preislich (gleicher Funktionsumfang und Qualität vorausgesetzt) konkurrenzfähig sein. Und der Preis ergibt sich nicht (nur) aus den Lohnkosten sondern da ist der Materialeinkauf, die Fertigung, der Overhead, die Vertriebswege etc mit zu berücksichtigen.
    Nur wer an all diesen Stellschrauben dreht wird ggü. der Konkurrenz erfolgreicher sein.
    Die Lohnkosten sind in den meisten Fällen der größte Kostenfaktor - hängt natürlich von der Branche und der Größe des Unternehmens ab.
    Ich spreche daher auch nur "i.d.R.". Es wird sicherlich Einzelfälle geben, in denen Lohnerhöhungen auch durch andere Maßnahmen wettgemacht werden können - nur dürfte das die Minderheit sein.
    Im Übrigen gliahe ichj eben nicht, dass bniedrige Löhne entstanden sind, weil Unternehmer den Preis drücken wollten. Es gab und gibt halt an Überangebot an Arbeitskräften. Und da ist es wie bei Ebay. Wer am meisten bietet, gewinnt. Bzw. wenn Leute sagen: ich möchte unbedingt den Job und arbeite dafür auch für weniger... ist doch klar, dass die Löhne sinken.
    Und dem kann man nur auf dem natürlichen Weg entgegentreten: einem Mangel an Arbeitskräften. D.h. mehr Arbeitsplätze anbieten. Man muss also mehr Anreize schaffen, Firmen und Arbeitsplätze zu gründen. Und wenn ich dann Mühe habe, Arbeitskräfte zu finden, locke ich natürlich jedem mit mehr Lohn. Ist doch logisch.
    Nur leider wird es Unternehmern ja sehr schwer gemacht. Ist schon klar, dass man dann lieber einem sicheren Angestelltenplatz bevorzugt. Aber dann sollte man auch nicht meckern. Jeder hat ja die freie Wahl. Es wird ja keiner als unterbezahlter Friseur geboren. Ich selbst würde mich heutzutage nicht mehr unterbezahlen lasdsen - würde aber auch nicht auf solchen Käse wie Mindestlohn reinfallen.

  5. #154
    Avatar von Chak

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    Zitat Zitat von KKC Beitrag anzeigen
    Das ist doch unsinn, der hier von Dir mal wieder verzapft wird. In Kambodscha werden den Näherinnen 51 Baht pro Tag gezahlt, da ist Thailand heute schon meilenweit von weg. Das ist der wahre Grund warum dieser Ausbeuter seine Produktion nach Kambodscha verlagert.
    Wer den Artikel bis zum Ende gelesen hat wünscht solchen Unternehmern und den nationalen Politikern, die solche Banditen noch unterstützen die Pest an den Hals.
    Wobei der mehrheitlich, wie die meisten Textilunternehmer, auch bisher schon vorwiegend Immigranten beschäftigt hat. Einheimische Arbeitnehmer waren für die Textilindustrie in Thailand auch vor dem Mindestlohn schon zu teuer.

    Insofern ist das für Thailand auch kein großer Verlust, zumal schon vor zehn oder 15 Jahren Elektronik das Hauptexportgut war.

  6. #155
    Avatar von Derk

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    Zitat Zitat von Bukeo Beitrag anzeigen
    Ohne Mindestlohn-Verordnung, würden die Thais nun weiter ihre 200 Baht verdienen. So sind sie wegen 100 Baht arbeitslos.
    In einem Land mit einer offiziellen Arbeitslosenquote von 0,5% und wo man für offerierte 500 Baht niemanden findet, der eine harte und dreckige Arbeit machen will (und das im ach so armen Isaan) gibt es anscheinend ausreichend Arbeit und Geld.
    Sicher auch nach der Mindestlohnerhöhung...

    Bye,
    Derk

  7. #156
    Avatar von wingman

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    nun ist die frage ob du diese harte dreckige arbeit dafür erledigen würdest........auch im isaan haben die preise in den supermärkten teils deutsche preise erreicht. es könnte sein, das die thais doch nicht so blöd sind und scheinbar lukrativere jobangebote finden. wahrscheinlich also eine arbeit, die niemand gern selbst erledigt . da wirst du wohl mehr zahlen müssen................


    es ist wie in deutschland mit der industrie im niedriglohnsektor..........wer als unternehmen mindestlöhne untergräbt soll doch in sibirien produzieren und sich aus deutschland verpissen.

  8. #157
    Avatar von Escobar

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    Die einzige Möglichkeit für ein Land all ihren Leuten einigermassen faire Löhne zu bezahlen liegt in der Bildung und der Fähigkeit eigene, innovative Produkte zu entwickeln. Solange man in einem Land nur herstellt wandern die meist ausländischen Firmen sofort ab, wenn die Löhne steigen.
    Siehe Japan, nach dem Krieg mausarm, auf Herstellung und Kopien aus, wurde das Land zu einer wohlhabenden High-Tech Nation. China dasselbe, heute noch ein Land für Billigprodukte, aber auf dem Sprung zur innovativen Wirtschaftsmacht. Diese Woche eben wurde das erste konkurrenzfähige Auto aus chinesischer Produktion vorgestellt. Hat Thailand irgendsowas in Peto??
    Solange es für Thais immer noch das höchste Ziel ist, mal eine Stelle beim Staat mit möglichst wenig Arbeit und viel Pension zu bekommen wird sich daran auch nichts ändern. Ich lebe nicht im Los und keine Ahnung wie die vernetzte Jugend heute darüber denkt, aber die Leute dort müssen sich echt mal in den Arsch klemmen, sonst endet das übel..

  9. #158
    Bukeo
    Avatar von Bukeo
    Zitat Zitat von Chak Beitrag anzeigen
    Wobei der mehrheitlich, wie die meisten Textilunternehmer, auch bisher schon vorwiegend Immigranten beschäftigt hat. Einheimische Arbeitnehmer waren für die Textilindustrie in Thailand auch vor dem Mindestlohn schon zu teuer.
    das ist richtig, ist auch hier so. Aber nicht nur zu teuer, auch arbeiten Burmesen u.a. wesentlich genauer, sind pünktlich und natürlich, um einiges billiger. Bei uns arbeiten auch bei der Reisernte, sofern nicht Familienbetrieb - fast nur Burmesen.

  10. #159
    Bukeo
    Avatar von Bukeo
    Zitat Zitat von Derk Beitrag anzeigen
    In einem Land mit einer offiziellen Arbeitslosenquote von 0,5% und wo man für offerierte 500 Baht niemanden findet, der eine harte und dreckige Arbeit machen will (und das im ach so armen Isaan) gibt es anscheinend ausreichend Arbeit und Geld.
    Sicher auch nach der Mindestlohnerhöhung...
    natürlich, auch unter 300 Baht. Viele hier arbeiten ja nur gelegentlich. Die nehmen z.B. einen Job an für 200 Baht pro Tag, oder eben nicht. Da wird sich nichts ändern.
    200 Baht oder nichts....

  11. #160
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von wingman Beitrag anzeigen
    wer als unternehmen mindestlöhne untergräbt soll doch in sibirien produzieren und sich aus deutschland verpissen.
    Das wird ja auch gemacht. Unternehmen ziehen sich aus Deutschland zurück und nun eben auch Firmen von Thailand nach Kambodscha.
    Dadurch entgehen diesen Ländern Steuern und Sozialeinnahmen und die einheimischen niedrigen Preise gibt es nicht mehr, Niedriglohnländer werden durch die Zuwanderung auf Dauer konkurrenzfähiger und somit deren Bevölkerung wohlhabender. Am Ende erreicht man dadurch eine globale Einheit. Für die jetzt reichen Länder natürlich schlecht, aber global gesehen natürlich sozial wunderbar. Insofern gebe ich dir absolut recht: wer mit der einheimischen unsozialen Anti-Firmenpolitik nicht einverstanden ist, sollte lieber in ein aufstrebendes Land ziehen.

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