Umfrageergebnis anzeigen: Muß Acandor gerettet werden?

Teilnehmer
45. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Ja, mit Steuergelder.

    0 0%
  • Nein!

    12 26,67%
  • Ist mir egal.

    3 6,67%
  • Madame Schickedanz soll mit ihrem Privatvermögen einstehen.

    30 66,67%
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Ergebnis 71 bis 80 von 83

Madame Schickedanz kauft beim Discounter ein?

Erstellt von antibes, 19.07.2009, 17:23 Uhr · 82 Antworten · 3.284 Aufrufe

  1. #71
    Paddy
    Avatar von Paddy

    Re: Madame Schickedanz kauft beim Discounter ein?

    Zitat Zitat von Thaimax",p="769585
    Zitat Zitat von Paddy",p="769578
    Es ist immer ein Problem, wenn jemand den Hals nicht voll kriegen kann, hohe Risiken eingeht und sich dabei verspekuliert.

    Erzähl mir jetzt noch, es wäre aus Liebe zur Belegschaft geschehen.
    Wenn jemand mit geschätzten 3 Mrd. Euro Privatvermögen in ein nicht laufendes, vor dem Abgrund stehendes Geschäft investiert, sein Pivatvermögen zur Disposition stellt, kann ich nichtmal im Ansatz erkennen, was das mit "den Hals nicht vollkriegen" zu tun haben soll. Paddy, das ist schlicht und ergreifend lächerlich.

    Ich kann nur hoffen, dass der Typ, der jetzt 15 Mio. Euro als Abfertigung bekommt, nicht den selben Fehler macht. - Er erwähnte, dass er 5 Mio. davon gerne für die Belegschaft spenden würde. Ich höre jetzt schon die Unkenrufe, dass er ja dann trotzdem noch 10 Mio. Euro behält. - Er soll klug sein, sich diesen Neiddiskussionen nicht stellen und das ganze Geld nehmen. Dann hat er schneller seine Ruhe.
    Jedes Unternehmen gelangt, insbesondere bei schlechtem Management, auch mal in eine vorübergehende Schieflage.
    Warum sollte ich Schickedanz unterstellen, daß sie ohne Hoffnung auf Besserung investiert hätte?

    Zur Abfindung:

    Quelle-Arbeitnehmer: keine Abfindungen wegen Insolvenz

    In Krisenzeiten bieten Unternehmen zur Senkung der bedeutenden Personalkosten häufig Aufhebungsverträge an. Viele – vor allem ältere – Mitarbeiter sind bereit, gegen Abfindungszahlung die Firma vorzeitig zu verlassen.
    So auch im Rahmen des sog. “Zukunftspakts” – ein Sparpaket, dass vor der Insolvenz Ende 2008 beim Arcandor-Konzern mit dem Betriebsrat vereinbart wurde. Von Seiten der Insolvenzverwaltung gibt es die Information, das 160 Mitarbeiter Aufhebungsverträge unterschrieben haben: In der Hoffnung auf die versprochene 30 % höhere Abfindung als üblich (Faustformel für übliche Abfindungen im Arbeitsrecht: 1/2 Bruttomonatsgehalt pro Beschäftigungsjahr).

    Laut Angaben der Süddeutschen Zeitung haben sich jüngst anonym einige von diesen bei Quelle mit Abfindungsversprechungen ausgeschiedene Arbeitnehmer gemeldet: [highlight=yellow:f9876776f0]Sie sind zum Ende Juni ausgeschieden – da Quelle (Arcandor) nun aber am 9. Juni Insolvenzantrag gestellt hat, sind die Ende Juni fällig gewordenen Abfindungszahlungen (von 20.000 bis 200.000 Euro) nicht geflossen.[/highlight:f9876776f0]
    http://www.insolvenz-news.de/quelle-...ndor-insolvenz

    Merkwürdig aber, daß Vorstandschef Karls-Gerhard Eick sich dennoch auf seine Abfindung freuen darf.

  2.  
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  3. #72
    KKC
    Avatar von KKC

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    Re: Madame Schickedanz kauft beim Discounter ein?

    Zitat Zitat von Thaimax",p="769585
    Zitat Zitat von Paddy",p="769578
    Es ist immer ein Problem, wenn jemand den Hals nicht voll kriegen kann, hohe Risiken eingeht und sich dabei verspekuliert.

    Erzähl mir jetzt noch, es wäre aus Liebe zur Belegschaft geschehen.
    [highlight=yellow:82203b0654]Wenn jemand mit geschätzten 3 Mrd. Euro Privatvermögen in ein nicht laufendes, vor dem Abgrund stehendes Geschäft investiert[/highlight:82203b0654], sein Pivatvermögen zur Disposition stellt, kann ich nichtmal im Ansatz erkennen, was das mit "den Hals nicht vollkriegen" zu tun haben soll. Paddy, das ist schlicht und ergreifend lächerlich.

    Ich kann nur hoffen, dass der Typ, der jetzt 15 Mio. Euro als Abfertigung bekommt, nicht den selben Fehler macht. - Er erwähnte, dass er 5 Mio. davon gerne für die Belegschaft spenden würde. Ich höre jetzt schon die Unkenrufe, dass er ja dann trotzdem noch 10 Mio. Euro behält. - Er soll klug sein, sich diesen Neiddiskussionen nicht stellen und das ganze Geld nehmen. Dann hat er schneller seine Ruhe.
    Nee, die Dame ist entweder ein Sturkopf oder schlecht beraten worden.

    Und bezüglich der Spenden des 'Top'Managers; Spenden können ha wohl steuerlich abgesetzt werden. Bin kein Fachmann, aber frage mich schon, was letztlich unterm Strich beim Manager als Netto raus kommt.
    Vielleicht kann jemand dazu was beitragen?
    gruß

  4. #73
    Avatar von Conrad

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    Re: Madame Schickedanz kauft beim Discounter ein?

    Zitat Zitat von Thaimax",p="769585

    Ich kann nur hoffen, dass der Typ, der jetzt 15 Mio. Euro als Abfertigung bekommt, nicht den selben Fehler macht. - Er erwähnte, dass er 5 Mio. davon gerne für die Belegschaft spenden würde. Ich höre jetzt schon die Unkenrufe, dass er ja dann trotzdem noch 10 Mio. Euro behält. - Er soll klug sein, sich diesen Neiddiskussionen nicht stellen und das ganze Geld nehmen. Dann hat er schneller seine Ruhe.
    Die Abfindung zahlt nicht Arcandor sondern die Bank Sal. Oppenheimer. Herr Eick hat einfach gut verhandelt, hätte ich an seiner Stelle genauso gemacht.

    Im übrigen kann eine in privater Hand befindliche Firma ihrer Belegschaft zahlen, was sie will, bzw. was sie meint, den Spitzenmanagern zahlen zu müssen. Deshalb kann eine Begrenzung von Managergehältern in privaten Firmen niemals funktionieren, alles andere ist Populismus u. Neiddiskussion.

    Frau Schickedanz hat immerhin tausende Arbeitsplätze geschaffen, mich kotzt diese dümmliche Neiddiskussion von völlig Unfähigen, die nie in ihrem Leben was auf die Bahn gekriegt haben, total an.

    Wer meint, er kanns auch, soll sich doch auf so einen 15-Millionen-Job bewerben......

  5. #74
    Avatar von Thaimax

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    Re: Madame Schickedanz kauft beim Discounter ein?

    Zitat Zitat von KKC",p="769668

    Und bezüglich der Spenden des 'Top'Managers; Spenden können ha wohl steuerlich abgesetzt werden. Bin kein Fachmann, aber frage mich schon, was letztlich unterm Strich beim Manager als Netto raus kommt.
    Vielleicht kann jemand dazu was beitragen?
    gruß
    Das Argument mit der steuerlichen Absetzbarkeit verstehe ich nicht so ganz. Selbst wenn er die 5 Mio. zur Gänze absetzen könnte hätte er im Endeffekt immer noch netto über 2 mio. Euro weniger.

    Er kann es ja sowieso keinem Recht machen, selbst wenn er es nicht spenden würde, jedem Mitarbeiter einfach so 100, oder 200 Euro, so in die Hand drücken würde, wären einige es nicht leid davon zu sprechen, dass er in Gutsherrenart Almosen an die arme Belegschaft verteilt. (von der rechtlichen Situation eines solchen Vorgehens mal abgesehen)

    Also was soll der Mann machen? Das Geld vollständig selbst behalten und sich diese Diskussionen erst gar nicht antun. Wenn er jetzt das Geld hergibt, für die Belegschaft, heisst es dann sowieso "kann er ja steuerlich absetzen", oder "macht er ja nur aufgrund des öffentlichen Drucks", oder "was weiss ich"..... die könnten mich alle mal.

  6. #75
    Avatar von rolf2

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    Re: Madame Schickedanz kauft beim Discounter ein?

    weißt Du Thaimax,

    diese Sorgen hätt ich auch gerne ;-D

  7. #76
    Avatar von Conrad

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    Re: Madame Schickedanz kauft beim Discounter ein?

    Zitat Zitat von Thaimax",p="769685

    Also was soll der Mann machen? Das Geld vollständig selbst behalten und sich diese Diskussionen erst gar nicht antun. Wenn er jetzt das Geld hergibt, für die Belegschaft, heisst es dann sowieso "kann er ja steuerlich absetzen", oder "macht er ja nur aufgrund des öffentlichen Drucks", oder "was weiss ich"..... die könnten mich alle mal.
    Klar, er kann machen was er will, die Neider schreien sowieso.

    Er hat den Vertrag mit Sal. Oppenheimer eben so ausgehandelt, der Vertrag gilt, wir sind ja nicht im Kindergarten, selbst wenn Lafontaine mit seiner Neidfraktion noch so schreit.

    Jede private Firma kann ihren Managern soviel zahlen wie sie will, wir sind ja hier nicht in der DDR. Bei Staatsfirmen kann man die Managergehälter vielleicht begrenzen, dann finden sie eben keinen, der den Job macht, weil er in der Privatwirtschaft doppelt u. dreifach soviel kriegt.

    Alles völlig albern, diese Neiddiskussion. Wer meint, er kanns auch, soll sich doch bewerben......

    Genauso Esser bei Mannesmann, Vertrag ist Vertrag, her mit der Kohle und fertig....

  8. #77
    Avatar von Thaimax

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    Re: Madame Schickedanz kauft beim Discounter ein?

    Zitat Zitat von rolf2",p="769700
    weißt Du Thaimax,

    diese Sorgen hätt ich auch gerne ;-D


    Naja, regt mich zeitweise wirklich auf, was die Leute so für Vorstellungen haben, bzw. wie der Neid und die Missgunst sie zu Vorstellungen treibt. - Egal welche Zeitung Du aufschlägst, egal welches Forum Du durchliest, oder Kommentarfunktionen bei Online-Zeitungen.....überall das gleiche, der ist böse, weil er viel verdient, die sind gut, weil sie wenig verdienen.....

    Alle regen sich über Kontrolle und Einmischung auf, aber bei privat geführten und sich im Privatbesitz befindliche Firmen würden sie es schon gerne sehen, wenn der Staat den Eigentümern vorschreibt, was die Führungskräfte des Unternehmens verdienen sollen.

    Dieses ständige Schreien nach dem Staat, bei gleichzeitigem Ablehnen der Kontrolle, dieser ständige Neid und diese Missgunst stossen mir halt einfach übel auf. Aber ich kann eh damit umgehen

  9. #78
    KKC
    Avatar von KKC

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    Re: Madame Schickedanz kauft beim Discounter ein?

    Das mit Neiddiskussion abtun zu wollen ist ein bißchen einfach.
    Wenn einer für ein halbes Jahr Arbeit 15 Mio bekommt (also 30 Mio für 12 Monate) und andererseits Leute ihre unterschriebene Abfindungen nicht ausbezahlt bekommen ist in diesem Staat was faul. Selbst der Löscher von Siemens bekommt für ein ganzes Jahr nur 8 Mio (wenn ich mich nicht irre).
    Also irgendwie einfach mal die Kirche im Dorf lassen (und wenn nicht muß man halt damit Leben, das vielen Leuten Deu langsam am A... vorbei geht).
    Wie will man denn dem Normalo vermitteln, das er für 8-10 € täglich schuften soll, wenn andere sich die Taschen vollschaufeln.

  10. #79
    Avatar von Conrad

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    Re: Madame Schickedanz kauft beim Discounter ein?

    Zitat Zitat von KKC",p="769711
    Wie will man denn dem Normalo vermitteln, das er für 8-10 € täglich schuften soll, wenn andere sich die Taschen vollschaufeln.
    Wieso sollte man ihm das vermitteln wollen ? Wozu ? Wen geht es denn überhaupt was an, was Firmen ihrem Führungspersonal zahlt ?

    Mir z.B. ist das völlig egal, ich kann da keinerlei Neid empfinden. Es sind private Firmen, die können mit ihrem eigenen Geld machen was sie wollen, oder ?

  11. #80
    Avatar von Thaimax

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    Re: Madame Schickedanz kauft beim Discounter ein?

    Zitat Zitat von KKC",p="769711
    Das mit Neiddiskussion abtun zu wollen ist ein bißchen einfach.
    Wenn einer für ein halbes Jahr Arbeit 15 Mio bekommt (also 30 Mio für 12 Monate) und andererseits Leute ihre unterschriebene Abfindungen nicht ausbezahlt bekommen ist in diesem Staat was faul. Selbst der Löscher von Siemens bekommt für ein ganzes Jahr nur 8 Mio (wenn ich mich nicht irre).
    Also irgendwie einfach mal die Kirche im Dorf lassen (und wenn nicht muß man halt damit Leben, das vielen Leuten Deu langsam am A... vorbei geht).
    Wie will man denn dem Normalo vermitteln, das er für 8-10 € täglich schuften soll, wenn andere sich die Taschen vollschaufeln.
    Der Vergleich hinkt ein ganz wenig, weil, wie Conrad schon geschrieben hat, er nicht von Arcandor bezahlt wird, sondern von Sal Oppenheim.

    Ich kann die Argumentation zwar nachvollziehen, möchte aber zu bedenken geben, dass nicht in Deutschland, sondern auf der ganzen Welt was faul ist.

    Wie sonst wäre zu erklären, dass ein Hartz4-Empfänger in 6 Monaten mehr Geld bekommt als ein Anwohner eines Drittweltlandes in seinem ganzen Leben. - Dieser Vergleich hinkt zumindestens nicht mehr, als der Vergleich eines Managers, der von Sal-Oppenheim bezahlt wird mit den Leuten, die bei Arcandor irgendwelche Golden Handshakes nicht bezahlt bekommen.

    Aber ja, ich gebe Dir aber recht, ungerecht ist beides, nur mit dem Unterschied, dass eine in Deutschland geborene Arcandor-Verkäuferin, oder ein Hartz4-Empfänger, im Gegensatz zu den Leuten in Drittweltländern, nicht um ihr nacktes Überleben kämpfen müssen.

    Im Übrigen, ich empfinde es auch als eine riesengrosse Ungerechtigkeit, dass ich noch immer von Gran Canaria, und nicht von meiner eigenen Privatinsel aus diesen Beitrag schreiben muss. Wieso nur? Es gibt doch auch Leute, die so eine Insel haben? Wieso ich nicht?

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