Seite 8 von 13 ErsteErste ... 678910 ... LetzteLetzte
Ergebnis 71 bis 80 von 127

Gelebter Buddhismus

Erstellt von Tramaico, 11.05.2012, 04:53 Uhr · 126 Antworten · 6.123 Aufrufe

  1. #71
    Avatar von Waitong

    Registriert seit
    03.06.2010
    Beiträge
    2.636
    Zitat Zitat von Yogi Beitrag anzeigen
    ...X-Pat und Tramaico sehen das viel lockerer.
    Gelebter Buddhismus ist in bezueglich Ethik und Moral OK, aber nicht mehr.

    Opfer wird man nur dann, wenn man das nicht erkennt.

    Es ist wie mit der z.B. r.k.Kirche, wer hier nicht Lehre und Tradition

    unterscheiden kann verfaengt sich und wird zum Opfer.

  2.  
    Anzeige
  3. #72
    Avatar von Yogi

    Registriert seit
    05.01.2007
    Beiträge
    27.491
    Zitat Zitat von Waitong Beitrag anzeigen
    Es ist wie mit der z.B. r.k.Kirche, wer hier nicht Lehre und Tradition

    unterscheiden kann verfaengt sich und wird zum Opfer.
    Tut mir leid , Kumpel, ich kann dir nicht richtig folgen.
    Wenn ich also Lehre und Tradition nicht unterscheiden kann, bin ich ein Opfer.
    Ein Opfern von was?

  4. #73
    Avatar von x-pat

    Registriert seit
    06.11.2003
    Beiträge
    7.208
    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Hm, vielleicht hast Du nur einfach mit den "richtigen" Menschen Kontakt, wobei Du natuerlich auch nur vermuten kannst, dass hiervon die Mehrheit nicht hauptsaechlich von Selbstzweck geleitet wird.
    Offensichtlich kommt es auf deine Haltung an. Nehmen wir an, jemand bietet dir einen Job an. Entweder denkst du: "großartig, die geben mir eine Chance," oder du denkst: "die wollen mich nur ausnutzen." Oder du triffst auf der Party eines Bekannten Leute die dir unbedingt ihre neue Geschäftsidee erzählen möchten. Entweder denkst du: "bitte lasst mich mit dem Quatsch in Ruhe," oder du denkst: "schön dass sie so mitteilungsfreudig sind. Ich bin gespannt was dahinter steckt." Es kommt immer auf die persönliche Wahrnehmung an. Die Wahrnehmung steuert deine eigene Reaktion und sie steuert auch, indirekt über Feedback, die Haltung und Reaktion des Gegenübers. Das bedeutet dass eine positive Haltung viel größere Chancen auf eine positive Antwort/Reaktion hat. Umgekehrt führt eine negative Haltung wahrscheinlich zu einer negativen Reaktion.

    Abgesehen davon finde ich es auch nicht problematisch, wenn Leute aus Selbstzweck handeln solange sie damit nicht die Interessen anderer verletzen. Schließlich leben wir einem durch Wettbewerb und Gier organisierten Wirtschaftssystem. Da kann man es denn Menschen nicht verübeln, wenn sie mit dem Strom schwimmen. Ich bin allerdings der Ansicht, dass es sehr einfach ist, Menschen zu gemeinnützigen oder altruistischen Taten zu motivieren. Das liegt einfach in ihrer Natur. Es braucht oft ein wenig Anstoß und vor allen Dingen Anerkennung, aber wir sind nun mal für das Leben in einer Sozialgemeinschaft "programmiert". Natürlich gibt es hoffnungslose Fälle, aber die sind eher die Ausnahme.

    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Nein, ich habe keine Ambitionen (mehr) mit Dir nach Peru zu fliegen und mit einem Boot den Amazonas heraufzufahren zu den Shipibo Indianern, da ich alles was ich benoetige bereits in meiner Wahlheimat gefunden habe. [...] Ehe wir auf dem Boot sind, wuerde ich vrmutlich bereits Bangkok und meine Familie inklusive meiner vierbeinigen Kameraden vermissen. Ich koennte sie einfach nicht haengen lassen, da es in mir Leid ausloesen wuerde.
    Naja, eben darum geht's ja. Ohne Fleiß kein Preiß. Ohne Leid kein Fortschritt. Wenn du einen Schritt nach vorne tun möchtest, dann musst du den komfortablen Status Quo aufgeben, und sei es nur für ein paar Wochen. Falls dir der Amazonas nicht zusagt, dann können wir uns auch in Bihar treffen und von dort in das Hochgebirge in Sikkim aufsteigen, die chinesische Grenze überqueren und einen Monat in tibetanischen Klöstern und Dörfern verbringen. Die Details müssten wir wie gesagt bei einer Tasse Tee erörtern. Wenn man nicht aus seinem Schneckenhaus herauskommt, kann man natürlich auch nicht aus der Bahn geworfen werden, außer vielleicht durch tragische Ereignisse.

    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Ups, wir kommen mit Sicherheit [nicht] in's Geschaeft. Keine Macht den Drogen!
    No, no, no Señor! Ayahuasca ist keine Droge. Es ist eine pflanzliche Medizin mit psychotropischer und therapeutischer Wirkung, die von den Amazonasindianern traditionell in der Heilung und sakramental eingesetzt wird. Mit "Berauschen" hat das nichts zu tun.

    Cheers, X-pat

  5. #74
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Zitat Zitat von x-pat Beitrag anzeigen
    Ich bin allerdings der Ansicht, dass es sehr einfach ist, Menschen zu gemeinnützigen oder altruistischen Taten zu motivieren. Das liegt einfach in ihrer Natur. Es braucht oft ein wenig Anstoß und vor allen Dingen Anerkennung, aber wir sind nun mal für das Leben in einer Sozialgemeinschaft "programmiert".
    Dieses motivieren sehe ich aber nicht als meine Aufgabe an. Warum sollte ich auch? Andere Menschen haben ihr Leben und ich habe das meinige. Strebe nicht danach, anderen Leute zum Glueck zu verhelfen. Fragt man mich um Rat, dann erteilen ich diesen. Ob dieser letztendlich angenommen wird oder nicht interessiert mich nicht. Im Grunde moechte ich nur in Ruhe mein Leben leben. Mehr nicht. Also sehr bescheidene Ansprueche. Wenn nun jemand meint, dass sei asozial und ich sei als Mensch verpflichtet human zu handeln, dann haben wir ein Problem. Meine Ruhe wird durch diese Belaestigung eingeschraenkt und dementsprechend ist dann auch die Reaktion. Ich toleriere meine Mitmenschen lediglich, liebe oder hasse sie aber nicht. Im Grunde sind sie mir egal, wenn es sich nicht um unmmittelbar Bezugspersonen in meinem Dunstkreis handelt. Fuer manche Menschen hege ich mehr Sympathien fuer andere weniger, abhaenig davon wie stark wir auf einer Wellenlaenge sind.

    Wir sind auf einer Wellenlinie, wenn nicht kontinuierlich versucht wird mich zu missionieren oder gegen meine Lebensphilosophie angegangen wird bis dahin, dass es in mir Unbehagen oder Leid ausloest. Ansonsten egal welches Geschlecht, welche Rasse, politische Einstellung, 5exuelle Vorliebe, Religionsangehoerigkeit etc. etc. Ansich bin ich ein extrovertiertes Exemplar, was ja auch mein Postingverhalten zeigt. Mein virtuelle Persoenlichkeit ist absolut identisch mit meiner realen. Mein Streben ist, meine Mitmenschen nicht zu belaestigen und dies erwarte ich auch von Ihnen gegenueber mir.

    Wenn ich zu jemanden sagen "nein, danke" dann meine ich nein danke, sonst wuerde ich es ja nicht sagen. Ein freundliches nein danke im Regelfall gepaart mit einem Laecheln. Wird dieses nicht akzeptiert und man geht mich mit Pentranz an, dann haben wir ein Problem. Leid wird in mir ausgeloest, dass es zu beseitigen gilt mit den erforderlichen Mitteln, was rein situationsabhaenig ist. Meine Ruhe, mich leidfrei halten ist ja mein oberstes Anliegen, damit ich mein Leben in Harmonie voll ausschoepfen kann. Es liegt oftmals jedoch in der Natur des Menschen zum Stoerfaktor zu werden, aus den unterschiedlichsten Gruenden. Diese Wesensart vieler Menschen bereitet mir schnell Probleme und Leid, weil ich eben einfach mehr Solist bin. Unter einem Feigenbaum alleine zu sitzen und nachzudenken, gibt mir mehr als eine Gruppentherapie. Menschen sind mir oftmals auch einfach zu oberflaechlich und somit sind Parties mehr Graus als Freud, waehrend manche meinen, je mehr Teilnehmer je groesser der Sanuk-Faktor. Meine Schlussfolgerung und Erfahrung ist dagegen, je groesser die Anzahl je groesser die Oberflaechlichkeit. In Menschenmassen fuehle ich mich eher einsam. Einsamer als alleine unter einem Feigenbaum zu sitzen.

    Naja, eben darum geht's ja. Ohne Fleiß kein Preiß. Ohne Leid kein Fortschritt. Wenn du einen Schritt nach vorne tun möchtest, dann musst du den komfortablen Status Quo aufgeben, und sei es nur für ein paar Wochen.
    Welchen Fortschritt, welchen Schritt nach vorne sollte ich mir wuenschen? Bin doch mit mir und meinem Dasein im Reinen und zufrieden so wies es ist. Gelegentlich lasse ich schon mal noch mal ein wenig Leid meiner habhaft werden, aber nicht's was ich nicht wirklich im Griff habe. Es ist wichtig, dass ich mich in dieser Situation nicht von irgendetwas voellig aus der Bahn werfen lasse, denn das kann ja nur ein Schritt zurueck als nach vorne sein. Warum etwas reparieren, was nicht kaputt ist? Weil es vermeintlich besser sein koennte so wie die Wiese auf der anderen Seite des Zauns? Hm, blosse Vermutung ist mir einfach nicht genug und der Wunsch nach mehr kann manchmal zuviel bis hin zur Gier werden. Seine Majestaet der Koenig von Thailand hat uns ja zur Selbstzufriedenheit angeraten und ich finde es ist ein guter Rat, an den ich mich deshalb gerne halte. Nein, nicht auf der simplen Basis, dass er von Seiner Majestaet stammt, sondern weil er plausibel fuer mich ist.

    No, no, no Señor! Ayahuasca ist keine Droge. Es ist eine pflanzliche Medizin mit psychotropischer und therapeutischer Wirkung, die von den Amazonasindianern traditionell in der Heilung und sakramental eingesetzt wird. Mit "Berauschen" hat das nichts zu tun.
    Mit Verlaub, jetzt klingst Du fuer mich wie ein Drogenhaendler, der seine Ware an den Mann bringen will.

    Ein Kokainabhaeniger stilisiert auch in Kokain therapeutische und bewusstseinsfoerdernde Wirkung hinein. Der Begriff Kokain ist austauschbar. Fuer mich gibt es keine bewusstseinsfoerdernden oder bewusstseinserweiternde Substanzen sondern lediglich bewusstseinmanipulierende. Im Regelfall verspricht man sich von solchen Mitteln (Droge vermeide ich, weil Du anscheinend mit diesem Begriff Probleme hast) einen positive Wirkung auf das neurologische System. Die Natur wird korrigiert, vermeintlich verbessert, was aber auch auf einem rein absolutem Irrglauben basieren kann, weil eben diese Substanzen nur eine verzerrende Wirkung aut das klare nuechternde Bewusstsein haben. Dies ist fuer Drogen a-typisch. Stimulierende Mittel, beruhigende Mittel, Antidepressiva etc. Der Koerper und Geist reagiert auf seine eigen Weise auf diese Stoerenfriede und versucht zu kompensieren.

    Es kann sicherlich davon ausgegangen werden, je vermeintlich positiver die Wirkung dieser psychotropischen und therapeutischer Stoffe je groesser die Suchtgefahr. Abhaengigkeit von irgendetwas seien es besagte Stoffe oder was auch immer ist doch letztendlich der Materialsmus von dem es sich laut buddhistischer Lehre zu loesen gilt. Spiritualitaet durch spirituelle Hilfsmittel erzielen zu wollen, ist irgendwie paradox. Dieses mit klarem Geist zu erkennen, es zu verinnerlichen und sich dadurch zu befreien ist doch eigentlich die wahre und reine spirituelle Staerke. Meiner Meinung kann nichts dem klaren Geist wirklich paroli bieten. Der klare Geist bewahrt vor jeglichem Ungemach und macht jegliche Therapie ueberfluessig, da es nichts zu therapieren gibt.

    Mit Deiner Ausfuehrung Ayahuasca kommt du wieder meiner sterotypischen Definition des Intellektuellen nahe. In meiner Jugend klassifizierten sich die Intellektuellen dadurch kritisch, diskussionsfreudig und sozial zu sein. Im Regelfall waren sie recht gute Schueler, irgenwie der Lehrer Lieblinge und Feinde zugleich. Ihre Kritik signalisierte Potential, ihr soziales Verhalten gute Teamworker zu werden. Eben das, was sich die Gesellschaft wuenscht. Diese jugenlichen Intellektuellen waren zwar aufmuepfig und begehrten gegen vermeintliche verkrustete Systeme und Moral auf, aber nicht um des reinen Stoerens willen sondern um nach ihrer Ansicht Verbesserung fuer die Gemeinschaft zu erzielen. Rebellen fuer die gute Sache. Diese Spezie war auch empfaenglich fuer stimulierende Substanzen. Nein, nicht wie der Antityp des prolligen Manfreds, der sich Marlboro und dem Fusel auf reiner Partystimmungsbasis verschrieben hatte, laut, unsensibel und primitiv sondern eben labil, sozial und empfaenglich fuer schwarzen Tabak von selbstgedrehten Zigaretten und besser noch den Kraeutern "gruener Tuerke" und "schwarze Afghane" etc. Stimulierende Hilfsmittel, die halfen in einen Zustand der melancholischen, emotionalen Schwere zu gelangen auf die rosa Wolke der Menschenliebe zu transportieren und ueber den Sinn des Lebens und eine verbesserte und gerechtere Welte zu schwadronieren. Gutherzige, labile, humane und zugleich fuer die gute Sache kampferische Rebellen. Der Stereotyp des klassischen jugendlichen Intellektuellen und der ewig jungbleibenden Rebellen, die fuer Demokratie einstehen und "Schurkenparteien" verdammen.

    Sag Thomas, warst Du ein guter obwohl rebellischer Schueler/Student, der sich unter seinesgleichen am wohlsten fuehlte? Am besten in einer Wohngemeinschaft, da hier das programmierte Leben in Sozialgemeinschaft wirklich praktiziert wurde. Hasch war keine Droge sondern lediglich ein Hilfsmittel um das tiefere Innere einzudringen und mit seiner guten Seele, die ansich jedem Menschen eigen ist, in Dialog zu treten. Erfuellst Du dieses Bild, dann wuerde es wieder fuer mich passen und wuerde dann auch Deine Tendenz zur Spiritualiaet erklaeren obwohl es fuer mich anfangs auf Dich bezogen irgenwie nicht passen wollte. Bin beim Klassifizieren des Intellektuellen einfach nicht zu weit zurueckgegangen sondern meine Denke war, Buecher, Bildung, Wissen, Kritik, klarer Verstand. Hatte hierbei jedoch eine Komponente vergessen, naemlich die der Labilitaet, der Emotionalitaet, die im Regelfall dem Intellektuellen auch eigen ist und ihn deshalb auch fuer psychotropischer und therapeutischer Substanzen empfaenglich macht.

    Dich wird vermutlich nicht verwundern, dass ich selbst ein schlechter Schueler war. Unkonzentriert, oft geistesabwesend, vom Unterricht gelangweilt und versuchte Beschaeftigung im Dialog mit meinem Sitznachbarn zu finden. Schon frueh, bereits in der zweiten, dritten Klasse rutschte mein Betragen im Unterricht auf lediglich "ausreichend" ab. In der ersten Klasse kam ich eines Tages freudestrahlend nach Hause und teilte meinen Eltern mit, dass mich meine Lehrerin sehr sehr moegen muesse, da ich sie als einziger begleiten durfte, als sie Vertretung in einem anderen Klassenraum machen musste und die Schueler sich zeitweise selbst ueberlassen musste. Meine Eltern konnte sich dies nicht erklaren und fragten in ihrer Verblueffung nach.

    Sie erfuhren, dass die Lehrerin ein schlechtes Gefuehl hatte mich unbeaufsichtigt bei der Klasse zu lassen und somit entschloss sie sich zu dem besagten Schritt. Natuerlich eine Ernuechterung fuer mich, die mich aber nicht aus der Bahn warf. Mit der intellektuellen Elite in der Klasse konnte ich nicht viel anfangen, nicht mit ihren Diskussionen, ihrem Faibel fuer Bob Dylan und Joan Baez und fuer bewusstseinmanipulierende Substanzen. Nein, ich hatte keinerlei Beduerfnis darauf das Zeug auch nur zu probieren, vermutlich weil ich mit meinem Bewusstsein absolut im Reinen und zufrieden war. An Diskussionsrunden nahm ich nicht teil, sondern sass alleine in meinem Zimmer und verschlang eine Novelle nach der anderen. Die Schullektuere "der Faenger im Roggen" faszinierte mich und ich las das Buch in meiner Freizeit noch zweimal. Nein, an einer Analyse der Hauptperson war ich nicht interessiert sondern ich fand den Holden Caulfield einfach nur "cool". Manche seiner Verhaltensmuster entsprachen absolut den meinigen obwohl er im Grunde rebellisch fuer den guten Zweck war, mit dem Leben haderte, speziell auch nach dem fruehen Verlust seiner Schwester Phoebe. Holden ein labiler aber im Grunde sozialer Rebell, waehrend Richard Freude am Leben hatte, nicht mit ihm haderte, seine Mitmenschen eigentlich so liebte wie sie waren ohne aber viel mit ihnen zu tun haben zu wollen, weil eben das Buch in der Einsamkeit und Stille des eigenen Zimmers attraktiver war.

    Du siehst Thomas, obwohl wir manches durchaus gemeinsam haben, bin ich aber das Yang zu Deinem Yin. Antagonisten, kontraer doch nicht in Diskrepanz sondern eher in ergaenzender Harmonie. Du wirst mich weder zum Yin machen koennen, noch ich Dich zum Yang, was aber auch nicht notwendig ist, weil dann ein Ungleichgewicht entstehen wuerde. Dein Peru ist mein Bangkholaem. Dein Ayahuasca ist mein eigener KLARER (= nicht durch irgendwelche Mittel oder Massnahmen manipuliert) Verstand.

    Sicherlich ein Post aeusserst harten Tobacks fuer meinen Freund Yogi, doch kann er sicher sein, dass er angemessenen Ausglich dafuer im Partnervorum erhalten wird. Tramaico steht ja fuer Pragmatismus.

  6. #75
    Avatar von Waitong

    Registriert seit
    03.06.2010
    Beiträge
    2.636
    Zitat Zitat von Yogi Beitrag anzeigen
    Tut mir leid , Kumpel, ich kann dir nicht richtig folgen.
    Wenn ich also Lehre und Tradition nicht unterscheiden kann, bin ich ein Opfer.
    Ein Opfern von was?
    In der buddh. Lehre steht nichts von Buddhafiguren und entsprechenden Verbeugungen und opfern von Raeucherwerk...

    Wer sich dennoch davon blenden laesst und die eigentliche Praxis vernachlaessigt betruegt sich selbst !

  7. #76
    Avatar von x-pat

    Registriert seit
    06.11.2003
    Beiträge
    7.208
    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Wenn ich zu jemanden sagen "nein, danke" dann meine ich nein danke, sonst wuerde ich es ja nicht sagen. Wird dieses nicht akzeptiert und man geht mich mit Pentranz an, dann haben wir ein Problem.
    Das heisst Jehovas Zeugen, Staubsaugerverkäufer, Missionare und Rebellen aller Art haben bei dir keine Chance. Na gut, das ist ja nichts Ungewöhnliches. Nur wenige Leute lassen sich gerne etwas aufschwatzen, allerdings sind viele Leute empfänglich für Suggestion und verbale Manipulation. Sonst wären die Gebrauchtwagenhändler dieser Erde ja schon längst verhungert. Ich gehe davon aus, dass das bei dir nicht der Fall ist, und das du nicht ohne weiteres bereit bist mit den Zeugen Jehovas einen Plausch zu halten. Ich habe das einmal, als ich noch in DE lebte, weil ich viel Zeit hatte zum Spaß gemacht. Nach zweieinhalb Stunden Debatte hatte ich alle Register des Atheismus gezogen und der gute Mann war sichtlich ausgelaugt. Er hat sich dann verabschiedet mit einem angestrengten Wunsch dass ich doch noch den Weg zu Gott finde. Nächsten Monat stand dann der ein anderer Abgesandter meiner Fußmatte. Nachdem ich erkannte dass sie rein mechanisch vorgehen, haben weitere Zeugen Jehovas das Türblatt dann nur noch von außen gesehen.

    Im Prinzip mache ich es also wie du. Ich erkläre meinen Standpunkt und überlasse es meinem Gesprächspartner das Gesagte zu deuten. Als Präsentator, Salesman, oder Animateur ist mein Talent limitiert. Ich bin auch nicht sehr geneigt, Leute zu Entscheidungen oder Taten zu überreden, denn das passt nicht gut mit meinen Kommunikationsstil zusammen. Allerdings lernt man ja dazu, zum Beispiel als Vater von Kleinkindern, oder als Manager einer Thai Belegschaft, was so ähnlich ist wie Kleinkinder. Je nach Reife und Erfahrung, muss man viel Unterstützung geben und manchmal auch kräftig auf die Motivationstube drücken, damit bei einem kooperativen Werk etwas Anständiges herauskommt. Aber das kennst du ja vielleicht. Als Westler bin ich weniger auf Leid- und Konfrontationsvermeidung programmiert als die Thais und sehe das als Vorteil an. Ein wenig leiden müssen wir alle wenn es gilt, schwierige Barrieren zu überwinden. Wenn man es vermeidet, werden die Barrieren halt nicht überwunden.

    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Sag Thomas, warst Du ein guter obwohl rebellischer Schueler/Student, der sich unter seinesgleichen am wohlsten fuehlte? Am besten in einer Wohngemeinschaft, da hier das programmierte Leben in Sozialgemeinschaft wirklich praktiziert wurde.
    Da liegst du schon fast richtig. Meine schulischen Leistungen waren gut in den Bereichen die mich interessiert haben. Ein wenig rebellisch vielleicht so zwischen 14 und 18, aber nicht übermäßig. Ich habe damals eine Anti-Atomkraftgruppe ins Leben gerufen und eine Schülerzeitung gemacht. Mit 12 habe ich ein Chemielabor im Keller eingerichtet. So ab 15 haben mich hauptsächlich meine Band und die Mädchen in der Schule interessiert. Wohngemeinschaft hatte ich kurz mal im Studium ausprobiert. Trifft das deine Vorstellungen?

    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Mit Verlaub, jetzt klingst Du fuer mich wie ein Drogenhaendler, der seine Ware an den Mann bringen will.
    Also noch mal zum Mitschreiben: Ayahuasca ist keine Droge, jedenfalls nicht im klassischen Sinn, sondern ein Entheogen. Eine Droge hat nicht nur psychotropische Wirkung, sondern wird generall als Genußmittel oder zum Spaß konsumiert. Dies ist bei Ayahuasca nicht der Fall. Ayahuasca würde niemand zum Spaß einzunehmen, denn es schmeckt scheusslich und löst heftiges Erbrechen und manchmal Durchfall aus. Die psychoaktive Komponente in Ayahuasca ist Dimethyltryptamin (DMT), ein Alkaloid das sich in geringer Konzentration im menschlichen Gehirn befindet und daher eine körpereigene Substanz ist. Es wird von den Schamanen des Amazonas traditionell in religiösen Zeremonien verwendet um mit der Geisterwelt Kontakt aufzunehmen. Ayahuasca bringt (nachgewiesenermaßen) weder die Gefahr einer physischen noch einer psychischen Abhängigkeit mit sich und hat (ebenfalls nachgewiesenermaßen) therapeutische Effekte für eine Reihe psychischer und physischer Leiden. Daher wird es von den Indianern auch als Medizin verwendet. Interessierte können sich hier, hier, und hier informieren.

    Cheers, X-pat

  8. #77
    Avatar von Waitong

    Registriert seit
    03.06.2010
    Beiträge
    2.636
    Zitat Zitat von x-pat Beitrag anzeigen
    No, no, no Señor! Ayahuasca ist keine Droge. Es ist eine pflanzliche Medizin mit psychotropischer und therapeutischer Wirkung, die von den Amazonasindianern traditionell in der Heilung und sakramental eingesetzt wird. Mit "Berauschen" hat das nichts zu tun.

    Cheers, X-pat


    So so !

    Da waere ich ein wenig vorsichtiger mit derartigen Aussagen, denn harmlos scheint das Zeug nicht zu sein.

    Die Nebenwirkungen sind nicht ganz ohne...

    Ayahuasca

  9. #78
    Avatar von x-pat

    Registriert seit
    06.11.2003
    Beiträge
    7.208
    Zitat Zitat von Waitong Beitrag anzeigen
    Da waere ich ein wenig vorsichtiger mit derartigen Aussagen, denn harmlos scheint das Zeug nicht zu sein.
    Ich habe ja nicht behauptet, dass es ungefährlich ist.

    Cheers, X-pat

  10. #79
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Zitat Zitat von x-pat Beitrag anzeigen
    Das heisst Jehovas Zeugen, Staubsaugerverkäufer, Missionare und Rebellen aller Art haben bei dir keine Chance. Na gut, das ist ja nichts Ungewöhnliches. Nur wenige Leute lassen sich gerne etwas aufschwatzen, allerdings sind viele Leute empfänglich für Suggestion und verbale Manipulation. Sonst wären die Gebrauchtwagenhändler dieser Erde ja schon längst verhungert. Ich gehe davon aus, dass das bei dir nicht der Fall ist, und das du nicht ohne weiteres bereit bist mit den Zeugen Jehovas einen Plausch zu halten. Ich habe das einmal, als ich noch in DE lebte, weil ich viel Zeit hatte zum Spaß gemacht. Nach zweieinhalb Stunden Debatte hatte ich alle Register des Atheismus gezogen und der gute Mann war sichtlich ausgelaugt. Er hat sich dann verabschiedet mit einem angestrengten Wunsch dass ich doch noch den Weg zu Gott finde. Nächsten Monat stand dann der ein anderer Abgesandter meiner Fußmatte. Nachdem ich erkannte dass sie rein mechanisch vorgehen, haben weitere Zeugen Jehovas das Türblatt dann nur noch von außen gesehen.

    Im Prinzip mache ich es also wie du. Ich erkläre meinen Standpunkt und überlasse es meinem Gesprächspartner das Gesagte zu deuten. Als Präsentator, Salesman, oder Animateur ist mein Talent limitiert. Ich bin auch nicht sehr geneigt, Leute zu Entscheidungen oder Taten zu überreden, denn das passt nicht gut mit meinen Kommunikationsstil zusammen. Allerdings lernt man ja dazu, zum Beispiel als Vater von Kleinkindern, oder als Manager einer Thai Belegschaft, was so ähnlich ist wie Kleinkinder. Je nach Reife und Erfahrung, muss man viel Unterstützung geben und manchmal auch kräftig auf die Motivationstube drücken, damit bei einem kooperativen Werk etwas Anständiges herauskommt. Aber das kennst du ja vielleicht. Als Westler bin ich weniger auf Leid- und Konfrontationsvermeidung programmiert als die Thais und sehe das als Vorteil an. Ein wenig leiden müssen wir alle wenn es gilt, schwierige Barrieren zu überwinden. Wenn man es vermeidet, werden die Barrieren halt nicht überwunden.
    Jehovas Zeugen, Staubsaugerverkaeufer, Missionare und auch die meisten Aktivisten halte ich fuer nervig aber harmlos. Eine echte Abneigung habe ich aber gegen Scammer, Luegner und sonstige Betrueger, die sich praktisch taeglich per E-Mail oder auch cold-calling zu Wort melden. Also bei der ersten Gruppe sagen wir mal freundlich bestimmtes Reagieren, aber den zweiten sehr kurz angebunden, resolut bis hin zur Ausfaelligkeit. Jemand versucht mich ueber das Ohr zu hauen ohne mich oder meine Situation ueberhaupt zu kennen ohnen einen Deut darauf zu geben ob er meine Familie oder mich ruiniert oder das Dasein zerstoert. Okay, zwischenzeitlich habe ich recht gute Erfahrung um mich dagegen zu wehren und somit bin ich auch eher zu misstrauisch als zu vertrauensselig. Ist einfach so gewachsen. Jemand der mich missionieren will, vermeintlich zu meinem Wohl, will mir ja nichts Boeses sondern im Gegenteil. Also daher danke, aber nein, danke. Das gilt auch fuer Staubsaeugerverkaeufer und Konsorten, die ja auch nichts anderes machen als versuchen zu ueberleben. Bin auch eher wie Du ein Du ein schlechter Salesman, Praesentator oder Animateur, da es mir unangehm ist, etwas anderen Leuten "aufzudraengen". Man kann somit auch meine Dienste in Anspruch nehmen oder es bleiben lassen, je nach eigenem Gusto. Okay, dadurch werde ich nicht reich, aber nun ja, zum Ueberleben reichts. Meine Frau ist da viel talentierter in diesem Bezug und verhandelt auch manchmal wie ein arabischer Teppichhaendler. Nicht meine Welt, da vermutlich in dieser Hinsich zuviel greng djai.

    Versuche auch die Kopfzahl meiner menschlichen "Schuetzlinge" so klein wie moeglich zu halten, was auch Mitarbeiter einschliesst. Lieber ein Mitarbeiter zuwenig als einer zuviel, auch wenn das Mehrarbeit fuer mich bedeutet. Auch auch in meinem frueheren Job als Abteilungsleiter kein guter Deligator sondern agierte oftmals nach dem Motto, nur bei dem was ich wirklich selber tue kann ich sicher sein, dass es auch klappt. Mehr als einmal ermahnten mich meine Vorgesetzen auch, "Herr Hall, sie koennen nicht alles selber machen, sie muessen deligieren". Hatte ich mich an den Rat gehalten und deligiert und es ging in die Hose, dann sagten dieselbe Vorgesetzn natuerlich, dass ich das als Abteilungschef zu verantworten haette. Ergo, mein Motto mit dem lieber selbst erledigen anstatt auf Teamarbeit zu vertrauen. Ergo auch eine Mitarbeiterfuehrung. Man kam zu mir mit einem Problem und fragte mich, wie man am besten damit umgehen solle. Ich antwortete, dass ich an ihrer Stelle es so oder so handhaben wuerde. Ich liess es ihnen frei nach meinem Rat zu handeln oder nicht. Manchmal hielten sie sich nicht daran und es ging in die Hose. Sie kamen nun zurueck mit dem erneuten Problem und fragten was sie nun tuen sollten. Erneutes Spiel. "Dass habt ihr Euch selbst eingbrockt, ich an Eurer Stelle wuerde es jetzt nun so und so handhaben". Diesmal hielten sie daran.

    Manchmal wurde mir ein Geschaeftsbrief zur Korrektur vorgelegt. Die Korrektur und die Erklaerungen haetten mich viel Zeit gekostet und somit kam es dann oft zu der Situation, dass ich lediglich sagte, die Sache bei mir zu lassen und dass ich mich darum kuemmern wuerde. Entweder durch Entwurf eines voellig neuen Schreibens oder auch durch komplette Handhabung des Problems. Ja, in gewisser Weise bin ich manchmal sehr ungeduldig meinen Mitmenschen gegenueber, sei aber auch dass manchmal die Zeit oder Musse fehlt von Potius zu Pilatus zu gehen.

    Da liegst du schon fast richtig. Meine schulischen Leistungen waren gut in den Bereichen die mich interessiert haben. Ein wenig rebellisch vielleicht so zwischen 14 und 18, aber nicht übermäßig. Ich habe damals eine Anti-Atomkraftgruppe ins Leben gerufen und eine Schülerzeitung gemacht. Mit 12 habe ich ein Chemielabor im Keller eingerichtet. So ab 15 haben mich hauptsächlich meine Band und die Mädchen in der Schule interessiert. Wohngemeinschaft hatte ich kurz mal im Studium ausprobiert. Trifft das deine Vorstellungen?
    Sagen wir es so, es haette mich verwundert, wenn es anders gewesen waere. Eine Frage ist aber unbeantwortet geblieben. Warst Du in Deiner Jugend von Haschisch und aehnlichem angetan, hast es zumindest probliert oder wie ich vehemment abgelehnt? Obwohl, nun ja, von ca. 14 Jahren bis zu meiner Bundeswehrentlassung war ich selbst dem Taback sehr zugetan, aber das war es dann auch schon. Nikotin war bereits fuer die obere Grenze von stimmulierender Substanz und Alkohol auch eher in Massen. Letzeres wohl hauptsaechlich auch deshalb, weil sich bei mir schon sehr fruehzeitig der Magen umstuelpte, ehe es ueberhaupt zum richtigen Rausch kam. Manchmal musste ich dann auch Kumpels auf den Nachhauseweg bringen, weil die Natur mir nicht gestattete Alkohol langfristig im Balg zu behalten.

    Was uns auch zum naechsten Thema bringt:

    Also noch mal zum Mitschreiben: Ayahuasca ist keine Droge, jedenfalls nicht im klassischen Sinn, sondern ein Entheogen. Eine Droge hat nicht nur psychotropische Wirkung, sondern wird generall als Genußmittel oder zum Spaß konsumiert. Dies ist bei Ayahuasca nicht der Fall. Ayahuasca würde niemand zum Spaß einzunehmen, denn es schmeckt scheusslich und löst heftiges Erbrechen und manchmal Durchfall aus. Die psychoaktive Komponente in Ayahuasca ist Dimethyltryptamin (DMT), ein Alkaloid das sich in geringer Konzentration im menschlichen Gehirn befindet und daher eine körpereigene Substanz ist. Es wird von den Schamanen des Amazonas traditionell in religiösen Zeremonien verwendet um mit der Geisterwelt Kontakt aufzunehmen.
    Persoenlich wuerde ich doch eher das Genussmittel wie Alkohol, Nikotin, Koffein in Massen vorziehen als Substanzen die eine psychoaktive Wirkung haben. Es ist ja mein Natuerell immer selbst die Zuegel in der Hand zu behalten, als irgendetwas dem Zufall zu ueberlassen. Das gilt auch fuer geschaeftliche Projekte. Habe ich selbst keine ausreichende Kontrolle, dann lasse ich die Finger davon. Also auch von so etwas Ayahuasca und aehnlich geartetes. Auch Medikamenten gegenueber bin ich aeusserst misstrauisch und nehme heutzutage noch nicht eimal mehr Aspirin zu mir. Generell setze ich auch lieber auf ein starkes Immunsystem als auf Schutzimpfungen, Medikamenten und aehnliches. Obwohl ich ja seit 27 Jahren auch Bodybuildingfan bin und ganz gerne 100Kg plus mit geringem Koerperfettanteil auf die Waage bringen wuerde, habe und wuerde ich niemals zu leistungssteigernden Mitteln greifen. Ist es mir einfach nicht wert. Ergo, wuerde ich auch keine Erleuchtung per psychaktiven Substanzen erreichen wollen. Dann bleibe ich lieber unerleuchtet.

    Den Trickserein eines Hypnotiseurs oder Schamanen wuerde ich mich auch nicht vertrauensvoll ausliefern, obwohl ich irgendwie einen Faible fuer Psychomanipulation und auch Neurologie habe. Obwohl nur eine fiktive Figur fasziniert mich ein Hannibal Lecter. Nein, nicht das krankhaft Kriminelle sondern diesbezueglich die Wirksamkeit von reiner Rhetorik. Nennen wir es Polemik in Vollendung. Was ist hierdurch zu erreichen? Kann man wirklich einen Unhold darzu bringen, rein mit Worten ohne sonstige Hilfmittel, sich die eigene Zung abzubeissen und daran zu ersticken? Wuerde mich sehr interessieren und somit interessieren mich auch die Reaktionen von oppostionellen Gespraechspartnern. Am wirksamsten ist es meiner Ansicht nach einen notorischen Widersacher auf die Emotionsebene zu ziehen, denn nur dann kann man sicher sein, dass wirklich Farbe bekannt wird. Das wichtigste Instruement ist hierbei der Lehrsatz "Offenheit macht stark", da man hierdurch schnell die Fuehrung uebernehmen kann und den Redegegner in die Defensive bringt. Fuer solche Strategien bedarf es aber nach meiner Schlussfolgerung (folgerichtiges Denken, copyright Waitong) einen klaren, nuechternen und unmanipulierten Geist. Es heisst, dass gegen diesen auch Hypnose nichts ausrichten kann, wenn er sich widersetzt. Also Psychospielereien aber nicht aus Boshaftigkeit oder sich in Machtgefuehl zu froenen, sondern um dazuzulernen und Erkenntnisse zu gewinnen.

    Diesbezueglich und auch neurologischen Themen experimentiere ich persoenlich lieber selber, als mich auf "Experten" zu verlassen. Deren Meinungen, Versuche, Veroeffentlichungen sollten bestenfalls immer nur als Anhalt dienen fuer eigene Feldversuche, als diese vertrauensvoll und gutglaeubig zu uebernehmen. Woher soll ich wissen, dass mein Mitmensch keine geheime Agenda hat und versucht mir etwas lediglich zum Selbstzweck zu suggerieren ala, "Zigaretten sind voellig unbedenklich fuer Ihre Gesundheit" wie die medizinische Abteilung des Hauses Philip Morris festgestellt hat. Du kannst Dir vorstellen, dass ich mit meiner Philosophie schon mal einen Seminarleiter selbst mit psychologischer Schulung auf die Emotionsebene ziehen kann oder sicherlich auch ein schlechter Novize in einem buddhistischen Wat waere. Obwohl ich im Grunde aber ein absoluter Fan von Psychologie und auch Buddhismus bin. Kampfkuenste mag ich aber und auch Waffen ueben einen gewissen Reiz auf mich aus, obwohl ich ansich ein sehr friedliebender Mensch bin, der manchmal einfach nur in Ruhe gelassen werden will, bin. Also mit Ayahuasca habe ich absolut nichts im Sinn, aber mit dem Schamanen wuerde ich mich durchaus bei einer Tasse Tee einmal austauschen. Wenn der dann aber ueber Geisterwelt spricht, Hoellenwesen, physische Widergeburt als ich weiss nicht was, dann wuerde ich vermutlich schnell mein Interesse verlieren, da dieses mit einen neurolgoischen Erkenntnissen in's Gehege kommen wuerde. Bewusstsein ist nach meiner festen Meinung nur auf einer biologischen Lage moeglich wobei die Neurologie von wesentlichster Bedeutung ist. Kommt es somit zum physischen Tod dann kommt das gesamte System zum erliegen und das Bewusstsein erlischt ein und fuer alle Male. Es ist nicht nur eine Formatierung der Festplatte sondern dieses geparrt mit der physischen Zerstoerung des Datentraegers. Die Informationen sind fuer ein und fuer alle Male verloren, wenn nicht VORHER irgendwo ein back-up geschaffen wurde. Da Bewusstsein aber im Gegensatz zu anderen Informationsformen nicht speicherbar ist, ist einst tatsaechlich existentes wirklich vergangen als irgendwo noch in einer Art Zwischenwelt zu schweben, die angeblich in manchem Schamatismus aufgesucht wird. Natuerlich koennen durch Manipulation bestimmte Effekte erwirkt werden, die sind dann aber rein halluzinogener Art, damit truegerisch und nicht real und somit von keinem Nuzen. Aehnlich einer Luftspiegelung in der Wueste, die wohl niemanden vom Verdursten abhalten wird.

  11. #80
    Avatar von waltee

    Registriert seit
    23.04.2004
    Beiträge
    2.832
    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Bewusstsein ist nach meiner festen Meinung nur auf einer biologischen Lage moeglich wobei die Neurologie von wesentlichster Bedeutung ist. Kommt es somit zum physischen Tod dann kommt das gesamte System zum erliegen und das Bewusstsein erlischt ein und fuer alle Male.
    Solltest mal das Tibetanische Totenbuch Bardo Thödröl lesen.
    Oder lies die Geschichten von Carlos Castaneda.
    Oder falls du es lieber westlich hast dann lies die Erfahrung des Chemikers Albert Hofmann.

    Und wenn du dann immer noch glaubst es gibt nur ein Bewusstsein auf rein biologischer Ebene dann hast du was verpasst.


    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Persoenlich wuerde ich doch eher das Genussmittel wie Alkohol, Nikotin, Koffein in Massen vorziehen als Substanzen die eine psychoaktive Wirkung haben.
    Und dabei sind es gerade diese tolerierten Drogen die das Bewusstsein einengen und auf eine tiefere Ebene bringen. Wieso sind diese verboten und die bewusstseinserweiternden nicht? Gefährlich bei falscher Anwendung sind beide.

Seite 8 von 13 ErsteErste ... 678910 ... LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Konvertieren zum Buddhismus
    Von Bajok Tower im Forum Treffpunkt
    Antworten: 114
    Letzter Beitrag: 15.10.10, 20:16
  2. Engstirniger Buddhismus ?
    Von siajai im Forum Sonstiges
    Antworten: 37
    Letzter Beitrag: 05.08.09, 00:16
  3. Buddhismus als Nationalreligion
    Von x-pat im Forum Thailand News
    Antworten: 15
    Letzter Beitrag: 22.04.07, 16:31
  4. Buddhismus
    Von sabai-sabai im Forum Treffpunkt
    Antworten: 20
    Letzter Beitrag: 26.04.05, 08:59
  5. Buddhismus
    Von siddhartha im Forum Sonstiges
    Antworten: 8
    Letzter Beitrag: 06.01.01, 20:04