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Gelebter Buddhismus

Erstellt von Tramaico, 11.05.2012, 04:53 Uhr · 126 Antworten · 6.149 Aufrufe

  1. #51
    Avatar von Waitong

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    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Hm, vor einiger Zeit schriebst Du hier im Forum, dass die wenigsten Menschen zum Denken faehig seien und hattest mir im gleichen Post durchaus Ansatzpotential bescheinigt. Was sind Menschen, die nicht denken anderes als Deppen, also Menschen die unbedacht handeln und agieren.
    Du liebst klare Worte ?

    Nehmen wir mal an es ist so.

    Wenn du mich korrekt zitiert haettest "zum folgerichtigen Denken faehig" und "Entwicklungspotential", dann waerst du einen Schritt weiter.

    So erfasst du nur rudimentaer meine Aussagen. Das ist fuer mich nicht tragisch, dich bringt es aber nicht aus deiner 'Matrix' heraus.

    Es gibt nicht viele Menschen die diesen Schritt gehen. Wenn jemand bereit ist darueber nachzudenken dann faellt mir @kcwknarf ein.

    Bei @X-pat sehe ich das aehnlich (aber nicht so stark ausgepraegt, nach meinem Empfinden).


    Bei allen anderen sehe ich das nicht so deutlich, aber ich wuerde keinen als Deppen bezeichnen.

    Es sind Unerfahrene.

  2.  
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  3. #52
    Avatar von benni

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    Den beschwerlichen Weg Buddhas versuchen nur Wenige zu beschreiten.


    das hängt ja nicht nur von der Bereitschaft ab, vom Willen und der Möglichkeit, von der Methode und Möglichkeit, sondern auch von der unaufhörlichen, intensiven Ausübung bis zum letzten Tag.
    Die Methodik hierbei sind die 3 Juwelen, Buddha, Dharma, Sangha.

    Jemand, der sich nicht bewußt ist, wird es niemals auch nur ansatzweise verstehen können und kann deswegen gar nicht bereit sein dem Ganzen auf dem Grund zu gehen, wie anfangs erwähnt.

  4. #53
    Avatar von x-pat

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    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Mich ueberrascht, dass fuer Dich als Intellektuellen, als ich den ich Dich sehe, Spiritualitaet eine nicht unerhebliche Rolle zu spielen scheint.
    Bin mir nicht sicher was ich daraus schließen soll. Ist Spiritualität deiner Meinung nach den Nicht-Intellektuellen vorbehalten?

    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Vermutlich ist das Treiben der Menschen mein groesstes "Problem" und dies eigentlich schon von Kindesbeinen an.
    Könnte das der Grund dafür sein, dass du dich lieber mit Hunden beschäftigst? Nichts gegen Hunde, wir haben ja selbst drei, aber als Gesprächspartner und Mitbewohner finde ich sie weitaus weniger interessant als Menschen. Liegt dort vielleicht der Hase im Pfeffer? Was ist dein Problem mit dem Treiben der Menschen?

    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Meine Auswanderung nach Thailand war hierbei einer der wesentlichsten Schritte in diese Richtung. Im Grunde habe ich diesen Schritt wegen einiger meiner Mitmenschen unternommen.
    Hm, das ist interessant. Ich könnte das gleiche von mir behaupten, da ich damals mit Freunden gemeinsam den Beschluss gefasst hatte, ein Geschäftsprojekt in Thailand zu starten. Ohne diese Freunde wäre es wohl nicht dazu gekommen und ich wäre wohl jetzt irgendwo anders auf dem Erdball. Wie war das bei dir?

    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Nein, dass bezweifle ich, dass mich noch etwas aus der Bahn werfen koennte.
    Oh, ich wüßte da ein paar Dinge.

    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Um anderen einen Gefallen zu tun ist mir einfach nicht gut genug, weil das Gros meiner Mitmenschen fuer meine eigene Entwicklung bedeutungslos ist. Solidaritaet mit seinen Artgenossen zu haben nur weil man der selben Spezie angehoert entbehrt fuer mich jeglicher Rationalitaet.
    Da liegt scheinbar wirklich der Hase im Pfeffer. Natürlich sind andere Menschen für deine Entwicklung bedeutsam und du bist ebenso bedeutsam für andere Menschen. Ich hatte ja schon gesagt, dass Menschen auf vielen Ebenen vernetzt sind, auf biologischer, wirtschaftlicher, emotionaler, intellektueller und spiritueller Ebene. Die Wahrnehmung unserer selbst als autonome Individuen ist im Grunde eine Illusion, ein Ego-Trick. Sie führt zu dissoziativen und schizoiden Störungen. Als Individuen sind wir ebenso verloren wie eine einzelne Ameise.

    Cheers, X-pat

  5. #54
    Avatar von rudi.r

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    Zitat Zitat von x-pat Beitrag anzeigen
    ..... Die Wahrnehmung unserer selbst als autonome Individuen ist im Grunde eine Illusion......
    Mit dieser Erkenntnis ist eigentlich schon alles gesagt.

  6. #55
    Avatar von Micha L

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    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Aha, Ergaenzung gesehen, also sind in Askese lebende Moenche fuer Dich praktzierende Buddhisten.
    Wie kommst Du darauf? Das Gegenteil habe ich geschrieben. Die Masse der Laien bestimmen die Praxis, inkl. von Dir angezweifelter Rituale.
    Aber im Kern meiner Aussage geht es nicht darum, was „richtig“ oder „falsch“ ist in dieser Praxis.

    Praktiker leben einfach nach den Regeln ihrer Eltern, ohne diese in Zweifel zu ziehen.
    Theoretiker reden über die „wahre Lehre“, ohne sie zu leben.
    Selbstverständlich gibt es nicht nur diese Extreme. Trotzdem ist die erste Tendenz eher asientypisch und das zweite typisch für den Westen, wie auch x-pat richtig bemerkte.
    „Gelebter Buddhismus“ kann jedenfalls nicht ausschließlich theoretisch sein.

  7. #56
    Avatar von Waitong

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    Wenn im Kopf (Geist) keine Erkenntnis aufkeimt, sieht die Praxis entsprechend aus.




    Unzaehlige buddhistische Moenche haben mir bestaetigt - die 'Lehre' faellt, im 'Westen' auf fruchtbaren

    Boden. Aber was soll's ? Die wesentlichen Fragen werden in der Lehre ausgeklammert und damit ist sie

    irrefuehrend und weitgehend nutzlos. Allenfalls in ethisch und moralischen Belangen ist sie nuetzlich, dazu muss sie

    aber praktiziert werden.


    Schaut man sich die Gesellschaft an, sieht man wie es um die Praxis bestellt ist...

  8. #57
    Avatar von Micha L

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    ...die zudem von Ausnutzung und Bereicherung geprägt ist, wie bereits angemerkt. Aber das ist, wenn auch Teil des Gemeindelebens, gewiß kein "gelebter Buddhismus".

  9. #58
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Wir kommen irgendwie nicht richtig weiter. Zwar sind wir alle Menschen und sitzen im Hinblick auf unsere unabdingbare Mortalitaet im selben Boot. Okay, wir teilen auch noch die deutsche Staatsbuergerschaft, sind maennlichen Geschlechts und leben zum Teil auch im selben Land. Das sind unsere Gemeinsamkeiten. Unser Lebensweg unsere Erfahrungen und hieraus gewachsene Ansichten und Philosophien unterscheiden sich aber wesentlich, was aber voellig egal und nicht fuer unsere eigenen Wege von Signifikanz ist, weil wir uns eben in voellig anderen Dunstkreisen (copyright Kali) bewegen.

    Richtig oder falsch und moralische Interpretationen sind reinen Individualsache und jeder von uns ist ja als Volljaehriger und voll Geschaeftsfaehiger eigenverantwortlich. Faktum. Ob durch unsere philosophischen Plaudereien der eigene Lebensweg signifkant geaendert wird ist eher unwahrscheinlich, da dies bedeuten wuerde, dass der eigene Geist sozusagen fuer Jahrzehne brachgelegen hat. Eigene Erfahrungen und Lernprozesse haetten keinerlei Relevanz, denn wir waeren dann ja praktisch bis zu diesem Zeitpunkt als Deppen durch's Leben gewandelt. Dass wir ueberhaupt in der Lage sind uns hier auszutauschen ist aber bereits ein gutes Zeichen, dass es mit unserer Deppertheit also nicht ganz so krass bestellt ist.

    Obwohl die heutige Plauderei aus meiner Sicht sehr interessant und aufschlussreich war, vertrete ich aber dennoch immer noch meine ueber Jahrzehnte gewachsene Philosophie, die ich vor unserer Diskussion hatte. Vermutlich wird es Euch aehnlich gehen. Natuerlich koennten wir dieses jetzt auch noch weiterfuehren, wuerden einiges ueber die Denkmuster der Anderen erfahren ohne das dies aber von einer auch nur annaehernd so grossen Relevanz ist, wie z. B. die regelmaessige Vorsprache bei der Immigration, puenktliche Steuerzahlungen etc. Ergo heisst es, Prioritaeten zu setzen und gegebenenfalls bei Gelegenheit wieder in die Theamtik einzusteigen.

    Mal schauen, was die Diskussionsrunde bis dahin erarbeitet hat und ob ein gemeinsamer Konsens zur Thematik "gelebter Buddhismus" gefunden wurde. Halte ich fuer unwahrscheinlich, weil da wieder dieser vermaledeite Individualfaktor ist. Es heisst immer Menschen brauchen Menschen, aber ist dies wirklich fuer einen wahren Buddhisten so? Ist nicht die Meditation also die gedankliche Fuersprache mit sich selbst von immenser Bedeutung, durch welche der Buddha schliesslich erwachte, nachdem er so lange erfolgslos und trotz Unterstuetzung von seinen Mitmenschen suchte? Er fragte um Rat, er schaute sich um und konnte einfach nicht die Anworten finden, die er suchte. Er fand sie dann in der Einsamkeit und der Stille unter einem Feigenbaum. Steht das nicht im Kontrast zum Wesen Mensch, das sich doch brauchen soll um existieren zu koennen. Ist der Buddha etwa aus dem Rahmen gefallen und hat dadurch zur Erleuchtung gefunden? War er ein Nichtdepp unter Deppen zu seiner Zeit? Warum ausgerechnet er unter so vielen? Warum konnte nicht im Team zu einer Loesung finden sondern in der schnoeden Gesellschaft einen Feigenbaumes? Soviele Fragen, die irgendwie nicht in das ausgefeilte Konzept passen wollen. Na ja, vielleicht hat das hiesige Brainstorming-Team die Antworten.

    Cheers,
    Richard

  10. #59
    Avatar von x-pat

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    Zitat Zitat von Waitong Beitrag anzeigen
    Warscheinlich wuerdest du genauso argumentieren wenn ich dir eine Arbeit, von Naturwissenschaftlern zum Lesen gebe, die auf ihrem Gebiet anerkannte Fachleute sind und an GOTT glauben
    Na gut, ich habe mir das Papier jetzt mal durchgelesen, und da ich von Haus aus Informatiker bin und mich daher angesprochen fühle, werde ich kurz darauf antworten.

    Mit den ersten Prämissen, der Definition der Naturwissenschaft, und das Information weder Materie noch Energie ist, habe ich kein Problem. Ich sehe Information als den Kreuzpunkt von Geist, Materie, und Energie.

    Die ersten Zweifel treten bei mir bei den fünf hierarchischen Ebenen auf. Die erste ist deckungsgleich mit der Shannon'schen Informationstheorie, die ich studiert habe. Keine Einwände. Die zweite und dritte sind korrekt, was symbolische Kommunikation betrifft, wie Sprache, aber bei biologischen Systemen von Syntax und Semantik zu sprechen macht für mich nicht besonders viel Sinn. Die vierte und fünfte (Pragmatik und Apobetik) stellen im Prinzip eine zusätzliche teleologische Ebene dar, die nicht nur entbehrlich sondern auch irreführend ist. Wenn man teleologische Prämissen einbaut ist es später natürlich nicht besonders schwer daraus einen theologischen Sinn abzuleiten. Absicht und Zielverfolgung sind von der Information selbst jedoch unabhängig. Beispiel: ich kann einen Computer so programmieren, dass er Kurzgeschichten aus beliebigen Sprachsequenzen zusammenbaut. Weder die generierten Geschichten noch der Compter verfolgt damit ein Ziel.

    NGI-1 und NGI-2 stimme ich zu, wobei NGI-1 unglücklich formuliert ist. NGI-3 ist Unsinn. Erstens widerspricht das der Shannon'schen Theorie und zweitens ist darin ja schon der Umkehrschluß des theologischen Arguments enthalten. NGI-4 ist teilweise korrekt. NGI-4a trifft nur für symbolische Kommunikation zu, NGI-4b und NGI-4c lehne ich a priori ab (im Prinzip identisch mit NGI-3), und NGI-4d ist widerum korrekt.

    Der Rest des Papiers zieht die theologische Schlussfolgerung, dass es aufgrund der Informationen in biologischen Entitäten einen Sinn und einen Sender geben muss (der natürlich mit Gott identifiziert wird), was ja bereits in den Prämissen enthalten ist und daher nicht besonders beeindruckt. Außerdem werden weitere Schlussfolgerung bezüglich der Eigenschaftes des "Sendergottes" gezogen, die zwar auf Anhieb folgerichtig erscheinen, aber ebenfalls auf fragwürdigen Prämissen basieren.

    Kurz gesagt, NGI-3 und NGI-4 sind keine Naturgesetze. Aus falschen Prämissen folgen falsche Schlüsse.

    Cheers, X-pat

  11. #60
    Avatar von Waitong

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    @X-pat

    Wenn du Zeit haben solltest und begruenden kannst, was falsch ist an NGI-3 und NGI-4 waere es eine Freude

    fuer mich das zu lesen.

    Deine Antwort kannst du bitte hier schreiben Meinungen zum Thema - LEBEN - Evolution oder Schoepfung ?

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