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Gelebter Buddhismus

Erstellt von Tramaico, 11.05.2012, 04:53 Uhr · 126 Antworten · 6.135 Aufrufe

  1. #111
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    "Der Mensch kann sich mit anderen Worten durch Veränderung seiner Gene, seiner Kultur oder einer Kombination aus beidem anpassen."

    In der Theorie schon, aber auch in der Praxis? Hier ist der Trugschluss, naemlich dass der Mensch angeblich ein genetisch bedingtes zivilisiertes Wesen sei, doch objektiv ist er doch nur ein Raubtier. Woelfe leben auch in einer sozialen Gemeinschaft, doch ebenfalls mit einem strengen Hierarchiegefuege. Erstaunlich, manchmal die Prallelitaeten, net wahr? Im Grunde aber eigentlich nicht, warum auch? Der Mensch wuenscht sich vieles und zeichnet sich gerne Traumwelten. Siehe auch Religionen, Soziologiewissenschaft etc. Okay, das machen Woelfe nicht, aber sonst?

    Auch wenn es ein herber Schlag ist, der ... des Menschen ist doch objektiv gesehen auch nicht anders oder gar besser als der von anderen Lebewesen. Da aendert dann Ballet, Oper, Kunstausstellungen und die Bibel auch nichts dran. Der Mensch ist anders? You wish. Ohne Kultur kann der Mensch leben, mit einem Darmverschluss jedoch nicht. Ergo, bleib auf dem Teppich, Homo Sapiens.

  2.  
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  3. #112
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Zitat Zitat von x-pat Beitrag anzeigen
    Sozialdarwinismus ist wohl am besten als Pseudowissenschaft zu beschreiben, ähnlich wie zum Beispiel die Phrenologie. Zum Glück ist deren Blütezeit seit der ersten Hälfte des 20ten Jahrhunderts vorbei. Sie hat meiner Auffassung nach trotzdem viel Schaden angerichtet und das passiert eigentlich häufig, wenn Menschen Naturgesetze aufgreifen und für ihre eigenen politischen Zwecke verzerren. Cheers, X-pat
    Confirmed. Fuer mich ist Sozialdarwinismus weder eine Wissenschaft noch eine Pseudowissenschaft, sondern einfach existent. Das ist alles. Probleme treten dann auch, wenn der Mensch versucht zu verbessern, wie eben Deppen mit ihrem Herrenrassen-, Arierscheiss. Jeder Mensch ist letztendlich ein eigenstaendiges Individuum unabhaenig von seiner Rasse. Die Persoenlich formt und veraendert sich staendig gesteuert durch Genetik, Umwelt und Erfahrungen. Genetik hat sicherlich einen gewissen grundlegenden Einfluss. Angenommen wir packen eine Gruppe von noch voellig unbescholtenen Saeuglingen in eine voellig neutrale Umwelt ohne jegliche Individualbeeinflussung von aussen.

    Die Verhaltenskodexe der Einzelnen werden sicherlich bereits sehr frueh Unterschiede aufzeigen. Der agile Typ und der mehr phlegmatische, die eher "gute" Wesenart und die mehr "schlechte". Sicherlich werden die agilen Typen recht schnell die Initiative ergreifen und versuchen Vorteile fuer sich herauszuholen. Nehmen wir an, wir setzen nun ein Meerschweinchen mit dieses Umfelt. Manche werden es sicherlich als niedlich beurteilen, mit ihm spielen, es bemuttern, waehrend andere eher Freude daran haben es zu dominieren oder gar zu quaelen. Sei es um sich der eigenen Ueberlegenheit bewusst zu werden gegenueber dem schwaecheren Wesen oder eben durch das Verhalten Dominanz ueber die anderen Gruppenmitglieder zu erlangen. Natuerlich kann versuch durch paedagogische Massnahmen versucht werden zu schulen und positiv zu beeinflussen, doch nach meiner Einschaetzung ist dieses nur bedingt moeglich, weil da eben dieser vermaledeite genetische Code ist, der sehr sehr unterschiedlich sein kann. Dieses die Vorstellung in einem voellig neutralem Ambiente, wo die Einfluesse von aussen minimiert sind. Nun wird dieses Lebewesen Mensch mit der Welt konfrontiert und lernt sehr frueh was Leid ist. Der Eintritt in die Welt bei der Geburt ist ja bereits ein absolutes Schockerlebnis. Also alles andere als ein positiver Start.

    Nein, ich sehre das selbst weder pessimistisch, hadere damit oder weide mich an einer Schadenfreude, weil ich genetisch bedingt ein kleiner ...... bin, sondern sehe dies einfach aus einem neturalen Blickwinkel. Es ist wie es ist, weder gut noch schlecht und korriegieren moechte ich es nicht, weil ich es auch nicht koennte. Somit bin ich ein Objektivsozialdarwinist und kein Herrenrassen........... Daher habe ich auch kein Problem mich als Sozialdarwinist zu outen, obwohl es dann ja sofort heisst recht5extremes Gedankengut oder so etwas. Mit den brauen Deppen des dritten Reiches habe ich absolut nichts am Hut und an Ariergedoens glaube ich nun absolut nicht, bedingt durch die obigen Auslegungen. Wodurch entsteht denn nun eigentliche eine "positive" Genetik? Nun ja, da kommt dann Mendel in's Spiel und die Konstellation des guenstigen Zufalls. Somit kann dann der Nachwuchs von Eltern mit ueberdurchschnittlichen Faehigkeiten durchaus ebenfalls ueberdurchschnittliche Talente aufweisen und die Eltern gar noch bei weitem uebersteigen, doch koennte das Produkt auch wiederum ein absoluter Depp sein. Das die reine Basis der Genetik, unbeeinflussbar von aussen. Jetzt die Praegung durch die Eltern und das Umfeld, die natuerlich ebenfalls ein sehr starkes Ausmass haben, wobei die Signifikanz der Moeglichkeiten wiederum durch die genetische Ausgangsbasis definiert. Hat die Nachkommenschaft nur die Deppenparts von Mum und Paps mit auf den Weg bekommen, dann sind die Karten fuer die Zukunft natuerlich schlecht. Dennoch kein Grund zur Resignaton, denn in einer depperten Welt kann sogar ein Idiot zum maechtigsten Mann der Welt aufsteigen, was durch die Praxis klar erwiesen ist.

    Kurzum, einfach den Sozialdarwinismus nicht als ein rotes Tuch fuer die Emotionen sehen, sondern einfach aus objektiv wissenschaftlicher Sicht betrachten. Natuerlich koennte ich jetzt versuchen meine Theorien durch ein Experiment mit einem neutralen Ambiente und ein Schar Saeuglingen mit Eltern aus den unterschiedlichsten Sozialschichten zu belegen, aber ehrlich gesagt aber ich gar kein Interesse daran. Wo laege der Nutzen? Aendern wuerde die Erkenntnis auch nichts an den realen Gegebenheiten sondern es wuerde nur Unfrieden aus den unterschiedlichsten Gruenden und den unterschiedlichsten Lobbies stiften. Niemand hat es letztendlich gerne, wenn menschlich positive Weltbilder zusammenbrechen. Also lassen wir das und wende uns anderen Dingen zu. Was habt Ihr denn heute gefruehstueckt?

  4. #113
    Avatar von Waitong

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    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Das ich mich auf dem richtigen Wege befinde weiss ich bereits...

    Woran merkst du das ?

  5. #114
    Avatar von waltee

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    Zitat Zitat von Waitong Beitrag anzeigen
    Woran merkst du das ?
    An den Hunden die ihm entgegenkommen.

  6. #115
    Avatar von Waitong

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    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Das ich mich auf dem richtigen Wege befinde weiss ich bereits...

    Da es mich interessiert, stelle ich meine Frage nochmal.

    Woran merkst du @Tamaico, dass du auf dem richtigen buddhistischen Weg bist ?

  7. #116
    Avatar von x-pat

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    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Fuer mich ist Sozialdarwinismus weder eine Wissenschaft noch eine Pseudowissenschaft, sondern einfach existent. Das ist alles.
    Tut mir leid, ich kann dafür keine Anzeichen entdecken. Inwiefern ist der Sozialdarwinismus "existent"? Eigentlich doch nur in der Weltanschauung einiger weniger die aus den historischen Lektionen des 20ten Jahrhunderts nichts gelernt haben.

    Cheers, X-pat

  8. #117
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Zitat Zitat von Waitong Beitrag anzeigen
    Woran merkst du @Tamaico, dass du auf dem richtigen buddhistischen Weg bist ?
    Weil ich stetig zufriedener und ausgeglichener werde und mich von Tag zu Tag die Idiotie des Dasein, meiner Umwelt und vieler meiner Mitmenschen mehr und mehr am Hintern vorbeigeht.

    Wenn ich letztendlich vor lautstarken Soap Operas vor dem Fernseher sitzen, mich die idiotischsten Posts in (V)Foren voellig unberuehrt lassen, in Tesco Lotus an einem Sonntag Einkaeufe erledigen kann und mich Verluste egal welcher Art voellig unberuehrt lassen, dann bin ich am Ziel angkommen. Vergleiche ich es mit frueher, dann habe ich 75% der Strecke bereis hinter mir, Tendenz steigend. Furcht ist bereits nur noch an eine Erinnerung an frueher. Ergo, ich bin auf dem richtigen Weg.

  9. #118
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Zitat Zitat von x-pat Beitrag anzeigen
    Tut mir leid, ich kann dafür keine Anzeichen entdecken. Inwiefern ist der Sozialdarwinismus "existent"? Eigentlich doch nur in der Weltanschauung einiger weniger die aus den historischen Lektionen des 20ten Jahrhunderts nichts gelernt haben.

    Cheers, X-pat
    Machen wir uns doch nichts vor. Die Welt wird von den Maechtigen geleitet und sie leiten alle Schritte. Entscheidungen werden auf dieser Basis getroffen, Gesetze verabschiedet. Der Staerkere sticht den Schwaecheren (Aussage eines frueher Chefs). Ein "Laeufer" wird nie fuer einen "Bauern" geopfert, auch wenn der Bauer eigentlich im Recht ist. Alle Menschen sind gleich und ein Rechtsstaat garantiert Gleichheit fuer ALLE Buerger ist schlichtweg unrealistische Traumtaenzerei. Reine Fassade.

    Schau, warum sollte ich mich von einem Pencilneck dumm anmachen lassen? Weil es Gesetze gibt und er Rechte hat? Mitnichten, wenn es "dunkel" wird sind Gesetze nicht mehr lesbar und der Sozialdarwinismus kommt voll und ganz zum Tragen. Schauen wir uns z. B. Bremen an. Bremen gehoert dem Miri Clan und dagegen sind die Sesselpupper weitaus machtloser als z. B. die Hells Angels oder die Bandidos. Schauen wir uns Mexiko an. Japan hat sich teilweise mit dem existierenden Sozialdarwinismus arrangiert und laesst ihn bis zu einem gewissen Grade durch die Yakuza durchsetzen. Es ist Zeit, dass Deutschland auch aus dem Dornroeschenschlaf aufwacht und realsiert, dass nur der groesste und staerkste Bully das Geschehen leitet. Der Skupeloseste setzt sich durch. Wikileaks hatte doch schon mal ansatzweise den einen oder anderen Blick hinter die Fassade gestattet.

    Deutschland ist ein Sozialstaat. Papperlapapp. Die Fassade ist sozial, die Realitaet ist sozialdarwinistisch. Es geht nicht darum den Buerger sozial abzusichern sondern um das Ueberleben der Sozialkassen, die ja an sich nichts als Unternehmen sind, die staatlich vom Bully Staat gestuetzt werden. Die Gerichtsbarkeit, die die Entscheidungen als "neutrale" Institution kontrolliert unterliegt dem Raubrittertum natuerlich nicht, was es naturlich leichter fuer sie macht das Bullytum (Sozialdarwinismus) zum Selbstzweck zu stuetzen. Natuerlich hinter der Fassade der scheinbaren Gerechtigkeit und Neutralitaet, aber realistisch gesehen auf dem darwinistischen Naturprinzip.

    Nein, ich befuerworten die GEGEBENHEITEN nicht, noch kritisiere ich sie. Ich toleriere sie und da ich den Sozialdarwinismus als gegeben hinnehme bin ich somit Sozialdarwinist ohne dabei idiotische Sichtweisen wie z. B. Ariertum in irgendeiner Weise zu stuetzen. Blond, blauaeugig, bloed wird immer ziemlich alt aussehen gegen haarlos, dunkelaeugig und schlau. Skurpellosikkeit, Unfairness und Staerke hat immer die besseren Karten gegen Skrupel, Fairness und Schwaeche. Letztgenannter kann sich eigentlich nur dann durchsetzen wenn er den richtigen Bully hat, wenn es hart auf hart geht.

  10. #119
    Avatar von x-pat

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    06.11.2003
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    7.208
    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Machen wir uns doch nichts vor. Die Welt wird von den Maechtigen geleitet und sie leiten alle Schritte.
    Das mag ja sein, aber es hat mit Sozialdarwinismus nur wenig zu tun. Vielleicht sollten wir uns den Begriff kurz in Erinnerung rufen: der Sozialdarwinismus ist die Hypothese, dass eine Gesellschaft nach darwinistischen Prinzipien der Evolution funktioniert. Insbesondere geht es dabei um den Kampf um die Existenz, bzw. das Sich-Behaupten. Weiterhin wird im Sozialdarwinismus zwischen guten/fitten/angepassten und schlechten/kranken/unangepasten Individuen unterschieden.

    Abgesehen davon dass die Idee von "gesellschaftlichem Erbmaterial" eine pseudowissenschaftlicher Hirnblähung ist, sehe eigentlich keine Anzeichen dafür, dass die Schlecht-Angepassten massenweise aussterben. Das Gegenteil scheint der Fall zu sein. Was genau sind denn wertvollere Individuen oder wertvollere soziale Eigenschaften? Kannst du das überhaupt definieren?

    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Schauen wir uns z. B. Bremen an. Bremen gehoert dem Miri Clan und dagegen sind die Sesselpupper weitaus machtloser als z. B. die Hells Angels oder die Bandidos.
    Das ist nicht realistisch. Bremen wird nicht von irgendwelchen Rockern regiert, sondern von den beamteten Sesselpupern.

    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Der Skupeloseste setzt sich durch. Wikileaks hatte doch schon mal ansatzweise den einen oder anderen Blick hinter die Fassade gestattet.
    Möglicherweise verwechselst du Sozialdarwinismus mit weniger wünschenswerten Herrschaftsformen wie die Ochlokratie, Oligarchie, oder Kleptokratie.

    Cheers, X-pat

  11. #120
    Avatar von Micha

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    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Weil ich stetig zufriedener und ausgeglichener werde und mich von Tag zu Tag die Idiotie des Dasein, meiner Umwelt und vieler meiner Mitmenschen mehr und mehr am Hintern vorbeigeht.
    Gehört so eine Entwicklung nicht auch zum normalen menschlichen Alterungsprozess?

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