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Es geht weiter mit der Verfassungsreform

Erstellt von waanjai_2, 14.12.2012, 15:13 Uhr · 286 Antworten · 12.302 Aufrufe

  1. #161
    Bukeo
    Avatar von Bukeo
    Zitat Zitat von beran Beitrag anzeigen
    Versöhnung, indem man den anderen eine nicht gerechtfertigte Mordanklage anhängt? Dies ist doch ein sehr eigenartiges Verständnis von Versöhnung. Durch diese an den Haaren herbeigezogene Mordanklage erreicht man keine Versöhnung sondern genau das Gegenteil - die Konfrontation wird zementiert.
    man muss sich selbst mal ganz ehrlich fragen, was würde eine Versöhnung Thaksin bringen? Absolut gar nichts. Eher würden das liberale Rothemden so verstehen, das nun alles wieder in Ordnung ist und man auch mal wieder eine andere Partei wählten könnte, wenn man mit der Arbeit von Yingluck nicht zufrieden sein sollte.
    So dürfte es eher im Interesse Thaksins liegen, das Feindbild DP weiter aufrecht zu erhalten, um die Rothemden weiter an die PT zu binden. Wer wählt den schon eine Partei, die von einem mutmasslichen Massenmörder (es gilt die Unschuldsvermutung) geführt wird.
    Sogar wenn man Abhisit austauschen würde, wird es bei der nächsten Wahl schwierig für die DP, ein einigermassen, gutes Ergebnis einzufahren.

    Nein, für Thaksin dürfte der momentane Zustand durchaus angenehm sein. Muss halt immer gepflegt werden, das er ja durch seine Video-Ansprachen, seine öffentlichen Loyalitäts-Bezeugungen zur Monarchie usw. auch tut.

  2.  
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  3. #162
    Avatar von waanjai_2

    Registriert seit
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    Ich weiß nicht, was die Leute hier ploetzlich haben. Versoehnung (engl: reconcialiation) war das Schlagwort von Abhisit. Er sah den Schaden, den er aktuell angerichtet hatte. Und er sah den Schaden, den der Putsch angerichtet hatte, sehr wohl. Daraus wollte man heraus kommen, deshalb die roadmap zur Versoehnung inkl. der (dann mehrmals verwässerten) Bereitschaft zu Neuwahlen.

    Er hat dann so alle Ansätze ziemlich versemmelt. Die Dems waren nur halblau für Verfassungsänderungen, haben deshalb nur das Wahlrecht zu ihren vermeintlichen Nutzen geändert. Versoehnung über Wahrheit ging komplett in die Brüche, weil die Regierung die Mitglieder der Kommission handverlesen auswählte, und noch nicht einmal einen einzigen Oppositionellen einbezog. Das Militär gab dann dem Bericht dadurch den Todesstoß, indem es sich weigerte gegenüber der Kommission auszusagen.

    So blieb dann nur letztlich nur der Weg via Gerechtigkeit übrig. Entschuldigen bei den Opfern fiel denen überhaupt nicht ein. Gemeinsame Trauerarbeit erst recht nicht. Hätte wohl anderes Format verlangt, wie einst bei Brandts Kniefall in Warschau.
    Abhisit blieb ein kühler Hund (unfortunately a few died). Jetzt haben sich die drei Institutionen zur Strafverfolgung in Thailand: DSI, Polizei und Staatsanwaltschaft zusammen getan und sehen in den Geschehnissen ein zu bestrafendes Fehlverhalten.

    Das nun als "irgendwo hergeholt" zu bezeichnen, ist schon grenzwertig. Insbesondere für die, die in Thailand wohnen. Oder soll das heißen, dass diese Institutionen schon immer so "bekloppt" waren - auch dann als einem deren Entscheidungen gefielen?
    Dass man also früher einfach nicht richtig hingesehen habe, es aber heute endlich tue? Dann koennte man aber eine Menge von Prozessen rückabwickeln, das sage ich euch.

  4. #163
    Bukeo
    Avatar von Bukeo
    Zitat Zitat von waanjai_2 Beitrag anzeigen
    Ich weiß nicht, was die Leute hier ploetzlich haben. Versoehnung (engl: reconcialiation) war das Schlagwort von Abhisit. Er sah den Schaden, den er aktuell angerichtet hatte.
    eben nicht. Thailand wurde schon ab 2006 gespalten - also kurz nach dem Putsch und der unfähigen Regierung des Militärs. Da war noch kein Abhisit da, mein Lieber.
    Daher schreiben auch Medien, sowie Thaksin - hat noch niemand Thailand gespalten. Auch im Süden, musste Thaksin zündeln, daher Reisewarnung der deutschen Botschaft ab 2003 - wer denkst du, war damals PM?


    Und er sah den Schaden, den der Putsch angerichtet hatte, sehr wohl. Daraus wollte man heraus kommen, deshalb die roadmap zur Versoehnung inkl. der (dann mehrmals verwässerten) Bereitschaft zu Neuwahlen.
    tja, das mag sein, man hätte aber die roadmap annehmen sollen. Man kann ja nicht vorher schon behaupten, Abhisit hätte sein Versprechen ja sowieso nicht eingehalten, also holen wir lieber die M16-Männer raus.

    Er hat dann so alle Ansätze ziemlich versemmelt.
    eher haben die Rothemden die Annahme der roadmap versemmelt. Danach hatten sie später Wahlen, als bei einer Annahme der roadmap.

    Die Dems waren nur halblau für Verfassungsänderungen, haben deshalb nur das Wahlrecht zu ihren vermeintlichen Nutzen geändert. Versoehnung über Wahrheit ging komplett in die Brüche, weil die Regierung die Mitglieder der Kommission handverlesen auswählte, und noch nicht einmal einen einzigen Oppositionellen einbezog. Das Militär gab dann dem Bericht dadurch den Todesstoß, indem es sich weigerte gegenüber der Kommission auszusagen.
    wer sucht nicht seine Vorteile raus, macht das Thaksin nicht ebenso. Nur eines muss ich zugeben. Thaksin ist hier wesentlich klüger und ich hoffe, die Dems lernen mal von Thaksin, wie man das Volk missbraucht. Dann wird es mal was, ansonsten sehe ich schwarz - ausser die PT und die Rothemden zerbröseln sich selbst.

    So blieb dann nur letztlich nur der Weg via Gerechtigkeit übrig. Entschuldigen bei den Opfern fiel denen überhaupt nicht ein. Gemeinsame Trauerarbeit erst recht nicht. Hätte wohl anderes Format verlangt, wie einst bei Brandts Kniefall in Warschau.
    genau, da jammern aber auch viele Angehörige der unschuldig Erschossenen im Drogenkrieg. Weder Angehörige des Jungen, noch Angehörige anderer Unbeteiligten, haben bis heute Entschädigungen erhalten, die Rothemden jedoch bekommen Millionen. Das stösst vielen auch sauer auf.


    Abhisit blieb ein kühler Hund (unfortunately a few died). Jetzt haben sich die drei Institutionen zur Strafverfolgung in Thailand: DSI, Polizei und Staatsanwaltschaft zusammen getan und sehen in den Geschehnissen ein zu bestrafendes Fehlverhalten.
    trotzdem, nicht kühl genug. Er muss viel mehr Populist werden, sonst wird das nix. Da hab ich auch bei Korn etwas Bedenken. Sicher ein fähiger Mann, aber er sieht nicht so aus, als das er ein Volk übervorteilen könnte.
    Dann koennte man aber eine Menge von Prozessen rückabwickeln, das sage ich euch.
    wäre ich dafür, aber dann Rückabwicklung bis 2001 - weil dann müsste man Thaksin seine Zeit als PM aufheben und ungültig erklären. Reicht eigentlich die Fälschung der Vermögensaufstellung aus, denke ich mal.

  5. #164
    Avatar von beran

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    Zitat Zitat von waanjai_2 Beitrag anzeigen
    Ich weiß nicht, was die Leute hier ploetzlich haben. Versoehnung (engl: reconcialiation) war das Schlagwort von Abhisit.
    Versöhnung war auch das Schlagwort der Thaksin-Partei im Wahlkampf und ist auch jetzt wieder das Schlagwort von Premierministerin Yingluck.

    Aber was tut denn die Yingluck für eine wirkliche Versöhnung? Die Mordanklagen gegen Abhisit und Suthep haben jedenfalls mit Versöhnung nichts zu tun und jeder der ein wenig Ahnung hat über Rechtsstaatlichkeit weiß, dass diese Vorwürfe nicht berechtigt sind.

    Wie Bukeo schon richtigerweise festgestellt hat, hat die Thaksinpartei im Grunde genommen auch kein Interesse an einer Aussöhnung. Es geht für die Regierungspartei vielmehr darum, die Rothemdenführer durch eine nachträgliche Legalisierung ihrer Straftaten vor einer Gefängnisstrafe zu schützen und es geht darum, den rechtmäßig von einem Gericht verurteilten Thaksin reinzuwaschen, damit er trotz seiner Straftaten ohne Gefängnisstrafe nach Thailand zurückkehren kann.

    Dies sind die Gründe, warum die Regierungspartei dieses "Aussöhnungsgesetz" und eine neue Verfassung haben will.

  6. #165
    Avatar von siamthai1

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    tag beran

    in der amtszeit von abhisit und suthep ist die gewollte gewaltsamme niederschlagung der demonstration mit 92 toten passiert
    also haben diese politiker für jeden einzelnen toten die verantwortung zu tragen,ohne wenn und aber.

  7. #166
    Bukeo
    Avatar von Bukeo
    Zitat Zitat von beran Beitrag anzeigen

    Dies sind die Gründe, warum die Regierungspartei dieses "Aussöhnungsgesetz" und eine neue Verfassung haben will.
    wobei man ja Yingluck, wenn man fair sein will - eigentlich Mitleid entgegenbringen sollte.

    So muss sie der Armee Folge leisten, ansonsten wird sie nach Dubai geputscht, wie schon mal Prayuth angedeutet hat. Sie muss irgendwie die Rothemden bei Laune halten, die auch schon anfangen, wieder aggressiv zu werden (daher die unüberlegte Anklage gegen Abhisit und Suthep), sie muss ihrem Bruder berichten, damit der sie weiter unterstützt. Dazu muss sie auch noch die Wünsche ihrer Kollegen, wie Chalerm usw, berücksichtigen.
    Also wirklich kein leichter Job, den sie aber insofern gut meistert, als das sie schweigt und keine ihrer eigenen Meinungen mehr öffentlich macht. Dann kann sie später auch leichter ihre Meinung wieder den Gegebenheiten anpassen.

    Wenn man sieht, wieviele Parteien (nicht PT usw) nun Thailand regieren und wenn man sich das Sprichwort: viele Köche verderben den Brei vor Augen hält - kann eigentlich nicht mehr viel schief gehen :-)

  8. #167
    Bukeo
    Avatar von Bukeo
    Zitat Zitat von siamthai1 Beitrag anzeigen
    tag beran

    in der amtszeit von abhisit und suthep ist die gewollte gewaltsamme niederschlagung der demonstration mit 92 toten passiert
    also haben diese politiker für jeden einzelnen toten die verantwortung zu tragen,ohne wenn und aber.
    in D ist es nicht so. Wenn hier ein Polizeieinsatz daneben gehen sollte, tritt meist der Justiz- oder Innenminister zurück. Es würde jedoch niemals eine Mordanklage gegen Frau Merkel geben. Allerhöchstens ein Rücktritt, aber nicht mal das wäre sicher. Einer ihrer Offiziere hat ja ca. 150 Zivilisten auf dem Gewissen - keine Mordanklage gegen Frau Merkel. Der Offizier ist nun zum General befördert worden.
    Man sollte ev. Thailand nicht päpstlicher als den Papst betrachten.

    Ach ja, Abhisit hat den Schiessbefehl nicht unterschrieben, das war Suthep. Ich hab ihn komplett vorliegen. Keine Unterschrift vom Abhisit drauf.

  9. #168
    Avatar von beran

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    Zitat Zitat von siamthai1 Beitrag anzeigen
    t
    in der amtszeit von abhisit und suthep ist die gewollte gewaltsamme niederschlagung der demonstration mit 92 toten passiert
    also haben diese politiker für jeden einzelnen toten die verantwortung zu tragen,ohne wenn und aber.
    Ach so. Abhisit ist also dafür verantwortlich, dass die Demonstranten beim Räumungsversuch mehrere Soldaten getötet haben (wodurch ja die ganze Eskalation ausgelöst wurde).

  10. #169
    Avatar von siamthai1

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    das beenden einer demonstration durch polizeieinsatz, ist ganz was anderes, als ein beenden einer demonstration durch das militär.
    polizeieieisatz ist demokratisch militäreisatz undemokratisch ja sogar faschistisch. das ist der kleine und feine unterschied bukeo, zwischen frau merkel
    und herr aphisit.

  11. #170
    Avatar von waanjai_2

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    Zitat Zitat von beran Beitrag anzeigen
    Die Mordanklagen gegen Abhisit und Suthep haben jedenfalls mit Versöhnung nichts zu tun und jeder der ein wenig Ahnung hat über Rechtsstaatlichkeit weiß, dass diese Vorwürfe nicht berechtigt sind.
    Ja? Dann stelle doch bitte einmal die gesetzlichen thail. Grundlagen für Deine These hier dar.
    Da bekennen sich die einzigen drei für Anklagen und Ermittlungen zuständigen Institutionen: Polizei, DSI und Staatsanwaltschaft zu einer gemeinsamen Rechtsauffassung: Anklage muß erhoben werden, und so Ignoranten wie Du empfinden das Ergebnis als Willkür. So willkürlich wie eine Allparteienerklärung im Parlament. Zurück in die Staatsbürgerkunde. Gibt es sicherlich auch in der VHS.

    Zitat Zitat von beran Beitrag anzeigen
    "im Grunde genommen" - "Es geht für die Regierungspartei vielmehr darum"
    Ja? Haben sie das gesagt? Oder sind dies nur Deine Unterstellungen und Mutmaßungen?

    Oder nur die Deiner Frau? Schreib mal, woher die kommt.

    Und in Thailand wird man sich wieder vermehrt der Versoehnung widmen. Auch wenn so manche sektiererische Hunde noch so laut bellen werden. Die Karawane zieht weiter.

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