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Education in Thailand: A Terrible Failure

Erstellt von waanjai_2, 30.05.2013, 08:13 Uhr · 384 Antworten · 29.383 Aufrufe

  1. #271
    KKC
    Avatar von KKC

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    Zitat Zitat von DisainaM Beitrag anzeigen
    das Problem ist doch eher, das Thailand im grossen Mass ein Heer von unausgebildeten Billigarbeitern fehlt,
    und das der Konflikt -Duldung von Illegalen arbeitenden Nachbarn ./. ihrer Duldung,
    vorprogrammiert ist.
    Will man die Illegalen nicht, müsste man die ehemaligen inländischen Arbeitskräfte wieder verarmen lassen,
    doch das klappt nicht, wenn im ehemaligen Reservat der Arbeitskräfte, im Isaan, nun ein gewisser Wohlstand herrscht,
    zudem auch gewiss 50.000 fest im Isaan lebende Ausländer, die jedes Jahr gut 1 Milliarde Euro ausgeben,
    zu einer Veränderung der wirtschaftlichen Realität geführt hat.

    Die fehlenden Isaan-Maids in Bangkok, die nicht bereit sind, zum neuen gesetzlichen Mindestlohn von 9.200 Baht im Monat in Bkk zu arbeiten, sind da nur die Spitze des Eisberges, denn durch die Verschiebung des Preisgefüges, ist schwere, körperliche Arbeit auf dem Bau, aus Thai Hand zumindestens, erheblich teurer geworden,
    und auch die übrigen Bereiche der th. Industrie klagen.

    Entweder man wird zum Einwanderungsland, was viele in Bkk nicht wollen, oder man schafft sich wieder seine alten Arbeitskräfte,
    doch dass funktioniert nur, wenn man die wirtschaftliche Realität im Isaan wieder verändert,
    und ihm seiner Einnahmen beraubt.
    Nachdem die Infrastruktur im Isaan deutlich verbessert wurde (Strassen; Kommunikation, Flughäfen, etc) siedeln sich auch immer mehr Fabriken an. Natürlich ist Bangkok weiterhin dominierend, aber die Zahl der Arbeitssuchenden, die in der Region eine Arbeit findet wird tgl. immer grösser.
    Tja, die schöne heile Welt der BKK Oberschicht, die sich mit billigen Arbeitskräften aus dem N/NO bedient hat geht wohl bald zu Ende.

    Rückgängig lässt sich das nicht mehr machen.

  2.  
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  3. #272
    Avatar von berti

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    Zitat Zitat von clavigo Beitrag anzeigen
    Berti, erinnerst Du Dich noch an das Elevated Road and Train System? Wenn man nachliest wie damals die Verhandlungen liefen, ist einem vieles klar
    und wie, da hatte ich gerade das 2. Mal Langzeit in BKK gearbeitet; beim 1. Mal führte die Straße nach DonMuang noch durch anmutige, endlose Reisfelder ... da gab es nur linkerhand ganz weit draußen eine einzige Fabrik (Thai-Jap. joint venture für Textilien). Will damit sagen, daß ich den großen "Schmu mit Gewinnen aus Landkauf zur rechten Zeit" sehr konkret jedes Mal auf dem Weg zum AP vor Augen hatte

  4. #273
    Avatar von clavigo

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    Disi, übertreib' mal nicht. 1 Milliarde € sind gerade mal 0,3% vom thailändischen BIP. Und wenn man auf den laotischen Strom hofft dann sollte man auch mal grenzübergreifend an Menschenrechte und Umweltschutz appellieren. Außerdem befürchte ich dass wenn die Chinesen ihre weiteren KW-Pläne am Mekong-Oberlauf durchziehen, gar nicht mehr so viel Wasser übrig sein wird?


    PS: Glaubst du die Chinesen machen bei solchen Geschäften keine Kurssicherung? Ich vermute eher sie sahen dies als Vorwarnung:Adviser weighs pulling plug on tablet policy | Bangkok Post: business

  5. #274
    ffm
    Avatar von ffm

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    Zitat Zitat von DisainaM Beitrag anzeigen
    Die fehlenden Isaan-Maids in Bangkok, die nicht bereit sind, zum neuen gesetzlichen Mindestlohn von 9.200 Baht im Monat in Bkk zu arbeiten, sind da nur die Spitze des Eisberges, denn durch die Verschiebung des Preisgefüges, ist schwere, körperliche Arbeit auf dem Bau, aus Thai Hand zumindestens, erheblich teurer geworden, und auch die übrigen Bereiche der th. Industrie klagen.
    Völlig richtig! Die urbane Mittelschicht gerät unter Druck, weil der Anstieg der Arbeitskosten im Bereich der Niedrigqualifizierten die Kaufkraft des eigenen Einkommens reduziert. Die Zeiten, als man einer Vollzeitmaid nur 4000 Baht plus Kost und Logis zahlen musste sind eben vorbei, und damit wird die Vollzeitmaid für weite Teile der Mittelschicht unerschwinglich. Das sorgt für Probleme im täglichen Leben, weil man die Hausarbeit nun selbst machen muss.

    Wenn ich diese engagierten Frauen bei den Demonstrationen sehe, dann habe ich den Eindruck dass viele von ihnen der alten Zeit nachtrauern, und insgeheim Thaksin und seine Partei für diese Veränderung verantwortlich machen.

    Zitat Zitat von DisainaM Beitrag anzeigen
    Entweder man wird zum Einwanderungsland, was viele in Bkk nicht wollen, oder man schafft sich wieder seine alten Arbeitskräfte, doch dass funktioniert nur, wenn man die wirtschaftliche Realität im Isaan wieder verändert,
    und ihm seiner Einnahmen beraubt.
    Das Rad der Geschichte lässt sich aber nicht zurück drehen. Und wer die Hauptursache für die Änderung der wirtschaftlichen Verhältnisse in der Politik Thaksins sieht, der liegt meiner Meinung nach falsch.

    Denn die Landbevölkerung, vor allem, aber nicht nur die im Issan, hat schon Anfang der achtziger Jahre damit aufgehört, große Bevölkerungsüberschüsse zu produzieren. Bis dahin waren Familien mit fünf bis zehn Kindern die Regel, aber als in jeder Hütte ein Fernsehgerät stand konnte man sich den Abend auch anders vertreiben, und in etwa zu der Zeit kam die Empfängnisverhütung auch im ländlichen Thailand an.

    Diese demographische Entwicklung schlägt jetzt voll auf den Arbeitsmarkt durch. Seit rund 30 Jahren gibt es weniger Geburten, deshalb gibt es heute nicht mehr den riesigen Pool von jungen und schlecht ausgebildeten Arbeitssuchenden die man für wenig Geld beschäftigen kann.

    Ganz unabhängig davon ob das wünschenwert wäre: Keine derzeit denkbare politische Veränderung in Thailand könnte die sozialen Verhältnisse von vor 30 Jahren wieder herstellen. Es gibt zwar bemerkenswert viele Thais die von der "guten alten Zeit" träumen, als man noch im Einklang mit der Natur lebte, nicht von der Technologie abgelenkt war, als Vater und Mutter noch das Sagen hatten, als die Religion fester Bestandteil des Alltags war, als man Zeit hatte, als sich das Volk noch einig und der König noch jung war.

    Aber wie realistisch diese Träume sind erkennt man schon daran dass die meisten Leute die so reden niemals ohne ihr Smartphone das Haus verlassen würden. Sie sind sind zwar wirtschaftlich in der Moderne angekommen, leben aber geistig noch in einer ganz anderen Zeit. Womit wir wieder beim Thema dieses Threads wären.

  6. #275
    Avatar von DisainaM

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    man darf auch nicht vergessen, was es bedeutet, wenn ein Volk, wie das Thailändische,
    von 1960 - 20 Mio Enwohner, auf 1990 - 60 Mio Einwohner vergrössert,
    und nun, 25 Jahre später, ein ganz anderer Energiekonsum von dem Land gefordert wird.

    Um eine Bevölkerung zwischen 60 und 70 Mio zu versorgen,
    sind natürlich völlig andere Konzepte erforderlich,
    wobei der Industrieschwerpunkt in Phatum Thani zeigte,
    das für die Versorgung des Landes stärker auf Dezentralisierung gesetzt werden muss,
    will man die Auswirkungen, wie bei der Flut im Okt. 2011, nicht zu einem zukünftig landesweiten Problem kommen lassen.

    Diese Dezentralisierungspolitik hätte aber auch wieder eine Umschichtung der Arbeitsstandorte und damit, dem regionalen Wohlstand zur Folge, wobei natürlich die Verlagerung, weg von Nord Bkk, auch eine Schmälerung der dortigen Gewinne bedeuten würde.

    Das Problem in einer Klientel-Demokratie besteht nunmal darin,
    dass jede politisch vernünftige Entscheidung, aktuelle Verlierer, und zukünftige Gewinner bedeutet,
    und völlig unabhängig, wer aktuell die politische Verantwortung trägt,
    die Verlierer erhoffen sich grundsätzlich durch einen Machtwechsel die Chance,
    ihr Blatt nochmal herum zu drehen.
    Es geht also weniger ums Landeswohl, sondern immer primär nur um die Verteidigung der Besitzstandsverhältnisse.

    Jeder, der heute im Beruf sich übergangen fühlt, und den Chef zu einer politischen Richtung zuordnet,
    erhofft sich durch Annahme der gegnerischen Politikfarbe,
    bei einem politischen Machtwechsel, frei nach dem Motto, - jetzt sind wir dran -,
    ebenfalls profitieren zu können, damit es halt beruflich weiter geht.

    Da sich die Anzahl der Menschen, die heutzutage in Arbeit stehen, gegenüber früher, mehr als verdreifacht hat,
    ist es jedoch ebenso klar, dass das alte Klientelsystem, bei 3x mehr Menschen, überproportional mehr Enttäuschte produziert,
    die immer für einen Wechsel stimmen werden.

    Bei einer derartigen Gemütsbildung, werden die Bürger weniger die Anstrengungen honorieren,
    das Bildungsniveau der Kinder zu heben,
    zumal viele meinen, eine Ausbildung, die nur durch Absitzen des Unterrichts bewerkstelligt wird,
    ist im Grunde egal, auch wenn nix gelernt wird, denn am Ende bekommt man ein Zeugnis, das sowieso nix wert ist,
    da nur das Beziehungsnetzwerk eine berufliche karriere bewirken kann.

    Deswegen ist es auch nur ein sehr kleiner Teil, die aufgrund von Qualifikationen bei einem ausländischen Konzern anfangen, oder sogar ins Ausland gehen,
    primär gilt, sogar bei ausländischen Niederlassungen,
    wenn der th. 51% Partner seinen Mann als Personalchef einsetzt,
    bestimmt der, wer nun die Jobs bekommt.
    Hier ist ein bezahlter unkündbarer Job, aufgrund beziehungen, natürlich viel besser,
    als in der Tretmühle eines Unternehmens, wo ein Chef einem auch wirklich Probleme machen kann.

    Doch all dies wird wertloser, wennn die Inflation das Geld entwertet, und man dafür nix mehr sich leisten kann.

    Wer ist schuld ???

    Immer die Regierung,
    ihr unterstellt man immer Klientelpolitik, egal, was sich am Ende als wahr heraus stellt.

    Regionale Bevorzugung des Isaan, ist ein Schlagwort, das populistisch ist,
    und um einen Wechsel zu erwirken, geht es ausschliesslich um Populismus.

  7. #276
    Avatar von Dieter1

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    Zitat Zitat von KKC Beitrag anzeigen
    Tja, die schöne heile Welt der BKK Oberschicht, die sich mit billigen Arbeitskräften aus dem N/NO bedient hat geht wohl bald zu Ende.
    Die sind schon lange auf wesentlich guenstigere Khmers, Burmesen und Philipinas umgestiegen.

  8. #277
    ffm
    Avatar von ffm

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    Zitat Zitat von Dieter1 Beitrag anzeigen
    Die sind schon lange auf wesentlich guenstigere Khmers, Burmesen und Philipinas umgestiegen.
    Die Oberschicht kann sich nach wie vor thailändische Hausangestellte leisten. Das Problem ist die Mittelschicht, die auf allen Seiten mit steigenden Kosten konfrontiert wird, deren Einkommen aber nicht in gleichem Maße wächst. Vor zehn Jahren konnte man mit einem Gehalt im mittleren fünfstelligen Bereich noch locker 1-2 Hausangestellte bezahlen, heutzutage kann man froh sein wenn man noch jemand stundenweise oder für 2 Tage die Woche bekommt.

    Die Ausländer sind im häuslichen Bereich nicht ganz so gerne gesehen, ist halt eine Frage des Vertrauens. Bei Thais weiss man wo sie her kommen, die Kopie der ID Card ist ein effektives Druckmittel, bzw. man rekrutiert von vornherein nur Arbeitskräfte aus dem sozialen Nahbereich bei denen man die Familie kennt und einschätzen kann. Aber Burmesen oder Kambodschaner können immer das Haus ausräumen und sich einfach in ihr Heimatland verdrücken, ohne dass man da irgendetwas machen könnte. Also muss man alle Wertsachen wegschließen und immer selbst anwesend sein, was ja auch nicht Sinn der Sache ist wenn man eine Maid beschäftigt...

  9. #278
    Avatar von Dieter1

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    Zitat Zitat von ffm Beitrag anzeigen
    Die Oberschicht kann sich nach wie vor thailändische Hausangestellte leisten.
    Die Frage ist da eher die, ob man das ueberhaupt will.

  10. #279
    Avatar von berti

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    das Lamentieren um die tablet- Katastrophe geht jetzt erst richtig los, natürlich gepaart mit Thai- typischen Schuldzuweisungen; aber: der beste Satz des Artikels wurde mit der Thai- Leichtigkeit des Seins geschrieben u. steht in aller Unschuld inmitten der Welt des Bösen


    "Chaturon said though the procurements were not successful, they were definitely free from corruption"

    wenn jemand diesen Sachverhalt so vehement bestärkt dann hat die gesamte, an diesem deal beteiligte Mischpoke Dreck am Stecken

  11. #280
    Avatar von x-pat

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    Zitat Zitat von ffm Beitrag anzeigen
    Wenn ich diese engagierten Frauen bei den Demonstrationen sehe, dann habe ich den Eindruck dass viele von ihnen der alten Zeit nachtrauern, und insgeheim Thaksin und seine Partei für diese Veränderung verantwortlich machen.
    Interessante These. Obwohl ich glaube, dass es immer Leute geben wird die den guten alten Zeiten nachtrauern (tue ich selbst manchmal auch ;)), sehe ich die Verbindung mit den Protesten nicht ganz, denn das scheint nicht die Richtung zu sein, in die die Regierungsgegner abzielen, jedenfalls nicht in ihren semi-offiziellen Verlautbarungen. Abgesehen davon ist es keineswegs nur die Oberschicht, die den guten alten Zeiten nachtrauert. Unter den stark gestiegenen Preisen der letzten Jahre, vor allem im Mineralöl und Lebensmittelbereich, leiden gerade die Geringverdiener.

    Zitat Zitat von ffm Beitrag anzeigen
    Ganz unabhängig davon ob das wünschenwert wäre: Keine derzeit denkbare politische Veränderung in Thailand könnte die sozialen Verhältnisse von vor 30 Jahren wieder herstellen.
    Damit hast du sicher Recht. Problematisch ist, dass die Thais für die gesellschaftlichen Umbrüche die nun im Gange sind und seit Jahren vorhersehbar waren (höhere Lebenshaltungskosten, internationale Öffnung, APEC, Aufbau eines Sozialssystems, etc.) schlecht vorbereitet sind. Es fehlen dafür viele Voraussetzungen, sowohl im staatlichen Bereich, als auch im Bereich der Humanressourcen. Als ständiger Beobachter muss ich leider sagen, dass das in den letzten 20 Jahren auf nationaler Ebene oft verschlampt wurde. Man muss jetzt auf das Improvisationstalent der Thais hoffen.

    Cheers, X-pat

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