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Die 30 Baht - Patientenzuzahlung - Krankenversicherung in Thailand

Erstellt von waanjai_2, 12.11.2010, 17:11 Uhr · 110 Antworten · 13.643 Aufrufe

  1. #51
    Avatar von waanjai_2

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    Das 30 - Bath Patienten-Zuzahlung-Versorgungssystem hat es wirklich nicht einfach.
    Man muß eigentlich zwei Ebenen unterscheiden. 1. Da ist zunächst das System einer Basisversorgung für eine Bevölkerung, die nicht durchgängig das Geld hat, die Beiträge für die innerthailändischen privaten Krankenversicherungen zu finanzieren noch berechtigt waren, in Nischen-KV-Systeme einzusteigen. Die deshalb bislang ganz ohne Versicherungsschutz waren, mit den bekannten negativen Erscheinungen der Krankheitsverschleppung etc.

    Die 2. Ebene ist die Ebene der politischen Begründungen. Da kann es schnell einmal passieren, dass die KV eine schlechte Sache sein muß, weil sie vom falschen Politiker eingeführt wurde. Ganz verrückt kann es dann auch werden, wenn sich herausgestellt, dass ja schon vorher die Opposition dies - wenn auch nur halbherzig - gefordert hatte. Und ganz schlimm wird es dann, wenn ein flächendeckender Krankenversicherungsschutz gar in der Verfassung als Staatsziel vorgeben wurde. So etwas - nämlich die Einheit von Deutschland zu vollenden - hatten wir auch schon einmal im Grundgesetz. Aber wahrscheinlich war das Grundgesetz von den falschen Leuten geschrieben worden.

    Trennt man diese beiden Ebenen, dann kann man in Ruhe die Statistiken betrachten und überhaupt einen kühlen Kopf bewahren.

    Und im übrigen, auch ich kenne jemanden, der jemanden kennt, der ..... naja ihr wißt schon. Je länger ich darüber nachdenke, sind es gar zwei, die ich kenne, die usw.

  2.  
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  3. #52
    Bukeo
    Avatar von Bukeo
    Zitat Zitat von waanjai_2 Beitrag anzeigen
    Das 30 - Bath Patienten-Zuzahlung-Versorgungssystem hat es wirklich nicht einfach.
    Man muß eigentlich zwei Ebenen unterscheiden. 1. Da ist zunächst das System einer Basisversorgung für eine Bevölkerung, die nicht durchgängig das Geld hat, die Beiträge für die innerthailändischen privaten Krankenversicherungen zu finanzieren noch berechtigt waren, in Nischen-KV-Systeme einzusteigen. Die deshalb bislang ganz ohne Versicherungsschutz waren, mit den bekannten negativen Erscheinungen der Krankheitsverschleppung etc.
    das ist eben der grosse Irrtum. Ich weiss nicht, wie lange du schon in TH lebst - eine Basisversorgung gab es eigentlich schon immer, zumindest die letzten 25 Jahre.
    So wurde z.B. ein Blinddarm immer schon kostenlos behandelt, ebenso andere bedrohliche Krankenheiten.
    Meine Schwiegermutter hatte schon des öfteren Krankenhausaufenthalte nötig, immer alles kostenlos.

    Da die 30 Baht-Karte nun auch nicht mehr bietet - ist sie eigentlich nicht mehr als eine populistische Einführung - jetzt hat der Thai halt eine Bestätigung in Form einer Karte - das ihm das
    Krankenhaus eine Grundversorgung (mehr gibt es ja nicht) anbieten muss.
    Der Wert dieser Einführung liegt also bei der Karte :-)
    Vermutlich gehen nun auch wesentlich mehr Thais ins Krankenhaus, denen eigentlich nichts fehlt - nur weil es halt kostenlos ist.


    Die 2. Ebene ist die Ebene der politischen Begründungen. Da kann es schnell einmal passieren, dass die KV eine schlechte Sache sein muß, weil sie vom falschen Politiker eingeführt wurde. Ganz verrückt kann es dann auch werden, wenn sich herausgestellt, dass ja schon vorher die Opposition dies - wenn auch nur halbherzig - gefordert hatte.
    nein Chuan hat es nicht gefordert, sondern als unfinanzierbar in die Schublade gelegt.

    Trennt man diese beiden Ebenen, dann kann man in Ruhe die Statistiken betrachten und überhaupt einen kühlen Kopf bewahren.
    naja, du weisst ja - die beste Statistik ist die, die man selbst gefälscht hat.
    Man kann Statistiken sehr gut in jede Richtigung drehen, sowie seinerzeit die SPD - die dann nach Amtsantritt auf einmal viel weniger Arbeitslose hatten - weil man die einfach auf einen sinnlosen Umschulungskurs verfrachtete und gleichzeit aus der Arbeitslosenliste rausnahm :-)

    Und im übrigen, auch ich kenne jemanden, der jemanden kennt, der ..... naja ihr wißt schon. Je länger ich darüber nachdenke, sind es gar zwei, die ich kenne, die usw.
    ich kenne nicht jemanden, sondern spreche tw. aus eigener Erfahrung und aus Beschwerden vieler Thais.

  4. #53
    Avatar von wasa

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    , wie lange du schon in TH lebst - eine Basisversorgung gab es eigentlich schon immer, zumindest die letzten 25 Jahre.
    Ich bin fast solange hier,vor 25 Jahren konnte man auf dem Lande richtige Krankenhaeuser mit der Lupe suchen.
    Hier und da mal eine Krankenstation oder die Krankenschwestern zogen einmal im Jahr ueber Land zum Bluthochdruck messen oder einen Bluttest machen.
    Wer stationaere Behandlung brauchte,musste in die naechste Provinzhauptstadt.
    In der Versorgung mit Krankenhaeusern nebst Personal hat sich sehr viel getan bzw. verbessert,welcher Farbe man es auch zuordnen muss!

  5. #54
    Avatar von franky_23

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    Zitat Zitat von waanjai_2 Beitrag anzeigen
    Freie Arztwahl unter allen Ärzten, die sich den Regeln der SGB bzw. der RVO unterwarfen und über die Kassenärztlichen Vereinigungen abrechneten, war eine Errungenschaft der entwickelten Krankenversicherung in Europa - weil man so der Mobilität der Leute besser gerecht werden konnte. War aber auch anfangs bei bestimmten Seekrankenkassen auch nicht sofort gegeben. Und es gab auch früher Krankenkassen, die hatten eigene Krankenhäuser für ihre Versicherten, die dorthin im Falle eines Falles hingehen mußten, wie zum Amtsarzt.
    wusste gar nicht, dass dies Uk in den letzten Dekaden hatte, denn du sprichst ja von Europa. Im Osten???


    Einschränkungen der freien Arztwahl finden aber stets bei allen Einschreibemodellen statt. Man muß sich dabei das lokale Krankenhaus als den Versicherungsträger selbst vorstellen. Wer sich dort einschreibt für ein Jahr und die Eintrittsgebühr bezahlt, wird von diesem auch medizinisch behandelt.


    Mit anderen Worten: Eine Einschränkung bei der Auswahl der Ärzte wird bei Basisversorgungssystemen in Thailand hochwahrscheinlich sein. Ist aber immer noch besser als keinen Arzt oder keine Versicherung zu haben. War schon bei Albert Schweitzer in Lambarene so.
    Hatten wir mehrfach, dass es so ist, dass diese Versorgung nur am registrierten Ort (offiziellen Wohnort) gewährleistet wird.

  6. #55
    Bukeo
    Avatar von Bukeo
    Zitat Zitat von wasa Beitrag anzeigen
    Ich bin fast solange hier,vor 25 Jahren konnte man auf dem Lande richtige Krankenhaeuser mit der Lupe suchen.
    richtig, aber es gab bereits die kleinen Klinken (Anamais) - die dann bei Notfällen einen Klinikaufenthalt anordneten. Danach musste man sich vor 25 Jahren hier nach Chiang Mai begeben.
    Mittlerweile - so ca. seit 15 Jahren gibt es staatliche Krankenhäuser an jeder Ecke bzw. fast in allen Amphoes - ausgestattet mit recht ordentlichen Geräten.

  7. #56
    Avatar von Armin

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    Zitat Zitat von wasa Beitrag anzeigen
    Ich bin fast solange hier,vor 25 Jahren konnte man auf dem Lande richtige Krankenhaeuser mit der Lupe suchen.
    Hier und da mal eine Krankenstation oder die Krankenschwestern zogen einmal im Jahr ueber Land zum Bluthochdruck messen oder einen Bluttest machen.
    Wer stationaere Behandlung brauchte,musste in die naechste Provinzhauptstadt.
    In der Versorgung mit Krankenhaeusern nebst Personal hat sich sehr viel getan bzw. verbessert,welcher Farbe man es auch zuordnen muss!
    Die 30 Baht Versicherungskarte haben zwar noch viele, doch du brauchst sie nicht, weil mit der neuen ID-Karte die Grundversorgung abgedeckt wird. Du musst dich halt in den ortlichen Anamais melden, oder in einem öffentlichen Krankenhaus anstellen.
    Das ganze ist etwas gewöhnungsbedürftig, doch es funktioniert. Ich habe mir in diesem Jahr Mitte Mai im Suratthani Krankenhaus einen Tumor aus dem Kopf schneiden lassen und lag zuerst in einem 50 Mann Raum mit all den anderen Kopfgeschädigten (meist Motorbike unfälle). Nach einer Woche haben sie mir ein extra Zimmer gegeben wofür ich extra bezahlen muste. Ich hatte die ganze Zeit einen top Service.
    Danach bin ich nach Na San in das Cancer center zur Nachuntersuchung. Das ist eine große Einrichtung wo sehr viele Menschen zur Bestrahlung hin müssen. Die Menschen, die ich dort traf waren nicht gerade aufmunternd, doch dort sprach ich mit einer jungen Fachärtztin, die mir klar sagte, dass ihre Einrichtungen nicht sicher genug seien für eine Kofbestrahlung und ich besser nach Haadyai zur Mor-O Uniklinik gehe. Bezahlen brauchte ich nichts, weil sie keine Unterlagen für Farangabrechnung hatte.
    Im Mor-O geht es zu wie in einem modernen deutschen Universitätskrankenhaus. Sie haben die modernsten Untersuchungs und Bestrahlungsmaschinen. Ich war natürlich überall Privatpatient und musste teilweise im voraus bezahlen. Der Preis beträgt das dreifache der normalen Kosten. Natürlich nicht billig, doch ich war begeistert vom Service und der Qualität der Arbeit.

    Ich kann leider keine genauen Angaben über die Kosten der Behandlung machen. Grundsätzlich bezahlen die Thais erstmal nur die Medikamente und bei größeren Sachen muß dann zusammengelegt werden.
    Meine 74jährige Nachbarin geht oft schon um 4 Uhr zum Krankenhaus um eine gute Wartenummer zu bekommen.
    Das Personal wird alles vom Staat bezahlt, für Arzte nicht gut genug, darum so viele Privatkliniken.

  8. #57
    Avatar von wasa

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    I
    ch habe mir in diesem Jahr Mitte Mai im Suratthani Krankenhaus einen Tumor aus dem Kopf schneiden lassen
    Also wenn Du dir wirklich hast den Schaedel aufmeiseln lassen in Suratthani,Hut ab vor soviel Mut.
    Ich habe mal in der Uni Heidelberg gelegen und auf meiner Station lagen auch Operierte mit Kopf Tumor.
    Sowas ist ein Grund,dass ich nicht in Deutschland abgemeldet bin und dort nach wie vor monatlich meine KV bezahle.
    Aber wie gesagt,man muss noch rechtzeitig in den Flieger kommen.

  9. #58
    Avatar von Samuianer

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    Zitat Zitat von wasa Beitrag anzeigen
    I

    Also wenn Du dir wirklich hast den Schaedel aufmeiseln lassen in Suratthani,Hut ab vor soviel Mut.
    Ich habe mal in der Uni Heidelberg gelegen und auf meiner Station lagen auch Operierte mit Kopf Tumor.
    Sowas ist ein Grund,dass ich nicht in Deutschland abgemeldet bin und dort nach wie vor monatlich meine KV bezahle.
    Aber wie gesagt,man muss noch rechtzeitig in den Flieger kommen.

    ...und das noch verzeichnen!


  10. #59
    antibes
    Avatar von antibes
    Kann mir jemand so in kurzen Worten erklären, was diese Krankenversicherung in diesem Fall in BKK wirklich geleistet hätte?

    Beispeil aus dem Bekanntenkreis: Thai, ca. 58 Jahre liegt im Koma. Lungeninfektion, zudem diese komplett verschleimt durch jahrelanges Rauchen, im Gehirn einen leichten Schlaganfall.
    Der Mann hat die Krankenversicherung von 30 Bath abgelehnt.

    Hätte diese Versicherung überhaupt was gebracht?

  11. #60
    Avatar von waanjai_2

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    Zitat Zitat von antibes Beitrag anzeigen
    Kann mir jemand so in kurzen Worten erklären, was diese Krankenversicherung in diesem Fall in BKK wirklich geleistet hätte?
    Beispeil aus dem Bekanntenkreis: Thai, ca. 58 Jahre liegt im Koma. Lungeninfektion, zudem diese komplett verschleimt durch jahrelanges Rauchen, im Gehirn einen leichten Schlaganfall.
    Der Mann hat die Krankenversicherung von 30 Bath abgelehnt.
    Hätte diese Versicherung überhaupt was gebracht?
    Ja, basale Untersuchungsleistungen, keine aufwändigen Leistungen zur Spätversorgung.
    Es fällt halt vielen Menschen schwer einzusehen, dass ein möglichst früher medizinischer Eingriff seine - auch ökonomischen - Vorteile hat. Man spricht deshalb auch in Mediziner-Kreisen nicht nur von der Primär-Prävention zur Krankheitsvermeidung, sondern auch von der Sekundär- und Tertiär-Prävention, um Krankheitsverschlimmerungen im Verlaufe der Zeit zu vermeiden. Bis hin zur einer möglichen Rehabilitation.
    Wenn natürlich der Mensch auf diese Frühversorgungen pfeift, dann gibt es letztlich nur die Vollversicherungen, die die Patienten an bestimmte Apparate anschließen, bis die dann endlich doch ihr Lebenslicht ausblasen.

    Hätte er nur, ja hätte er nur.

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