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Deutsch oder Englisch?

Erstellt von singto, 13.06.2009, 12:45 Uhr · 43 Antworten · 3.147 Aufrufe

  1. #31
    Avatar von kcwknarf

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    Re: Deutsch oder Englisch?

    Zitat Zitat von Schwarzwasser",p="738411
    Es ist durchaus löblich für Thailand zu versuchen, den Kindern so früh als möglich eine Sprache beizubringen. Die Art und Weise der Vermittlung sowie die Qualität der Pädagogen ist sehr dürftig. Insofern holt ein Jugendlicher, der ab Klassenstufe 5 im Gymnasium Englisch mit Eifer lernt, diesen Vorsprung auch recht rasch auf, da die Methodik eine völlig andere ist, die Lehrer in der Summe erheblich kompetenter und auch auf eigenverantwortliches Arbeiten der Schüler vermittelt wird. Mit Nachsprechen nach der Papageienmethode und Auswendig lernen ohne anwenden zu können, kommt man bei keiner Sprache weit.
    Sorry, aber das ist großer Müll.
    Kein lehrer der Welt kann so kompetent sein wie Eltern, die ihren Kindern als Baby als Muttersprache beibringen.
    oder möchtest du behaupten, jede Mutter der Welt hätte eine kopmptente Sprachausbildung erhalten, um Sprachen zu erklernen.

    Warum ist wohl die Muttersprache diejenigen, die die Menschen am besten können - auch wenn sie noch eine so gute Ausbildung später von Lehrern erhalten haben?

    Es geht NICHTS über die natürliche Lehre der Sprache. Und die ist eben gerade nicht kompetent, sondern erfolgt im Alltag, z.T. auf spielerische Weise. Im Babyalter!

    Als ich englisch gelernt habe, war mein lehrter ganz sicherlich nicht kompetent. Sonst hätte ich ja kaum 5en auf dem Zeugnis gehabt und war demotiviert. Es war ein DEUTSCHER Lehrer auf einem deutschen Gynmasium.

    Erst durch spätere Eigenbildung von mir unkompetenten Laien, durch die Beziehung zu meiner Frau und dem Leben im englischsprachigen Thailand habe richtig Englisch gelernt und habe keinerlei Probleme, mich miut meinem US-Schwager zu unterhalten und englische Filme zu verfolgen. Das alles war in meiner Schulzeit nicht möglich - aufgrund der ach so kompetenten Lehrer (es waren mehere).

    Wenn ich unserer Tochter nun von klein auf englisch beibringe, dann mag das nicht kompetent sein, aber effektiv.

    Alles andere ist Unsinn, der uns gerne weisgemacht wird, um das deutsche Schulsystem zu rechtfertigen. Dabei ist es in vielen Teilen großer Mist. Befrag dazu mal deutsche Schüler und sprich mal mit ihnen englisch. Es hat sich in den letzten 30 Jahren nicht geändert - eher sogar im gegenteil. Aber wenn du das kompetent hältst.

    Und was Eigenverantwortlichkeit betrifft:
    es ist sicherlich richtig, dass das Prinzip des deutscehn Systems eher auf Eigenverantwortlichkeit liegt als das thailändische. Das ist positiv. Aber leider kommt das bei den meisten Schülern nicht rüber. Der Druck von Lehrern und Eltern besteht weiterhin. Um eigenverantwortlich lernen zu können, muss dem Kind erstmal vermittelt wreden, dass es darauf ankommt. Und genau das fehlt total!

    Ich erinnere mich noch an meine Schulzeit. Da waren viele in meiner Klasse (neben mir auch) der Meinung, bei Diskussionen kommt es nicht auf unsere Meinung an, sondern auf das, was der Lehrer hören will.
    So hatten wir mal in einem Jahr in Gemeinschaftskunde einen CDU-Lehrer. Dementsprechend war die Klasse plötzlich alle konservativ eingestellt, auch wenn die Schüler anders dachten.
    Im nächsten Jahr kam dann ein linker Lehrer. Plötzlich war auch dei Klasse links. Einfach nur, um dem Lehrer zu gefallen und gute Noten zu bekommen.
    Kam jemals vom Lehrer die Ansage, dass man auch kritische Wortmeldungen abgeben darf? Nein.

    Erst viel später wurde uns klar, dass man auch seine eigene Meinung sagen durfte. Und von Erzählungen jüngerer Leute weiß ich, dass es heute nicht anders ist. Anspruch und Wirklichkeit unterscheiden sich heftig. Und daher ist das deutsche Schulsystem in der Praxis kaum anders als das thailändische, was Eigenverantwortlichkeit angeht.

    In beiden Fällen müssen Eltern das richtig stellen, was Lehrer falsch machen. Das gesamte Schulsystem weltweit braucht dringend eine Renovierung. Oder es muss gleich in die Hände von Eltern oder privaten echten erfahrenen und kompetenten Fachleuten gelegt werden.

  2.  
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  3. #32
    Avatar von storasis

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    Re: Deutsch oder Englisch?

    @kwarfi
    es geht nicht um die Muttersprache, sondern um eine Fremdsprache .. kapiert?

  4. #33
    Avatar von kcwknarf

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    Re: Deutsch oder Englisch?

    Zitat Zitat von storasis",p="738888
    @kwarfi
    es geht nicht um die Muttersprache, sondern um eine Fremdsprache .. kapiert?
    Da gibt es keinen Unterschied, wenn die Mutter eine oder mehrere Fremdsprachen sprechen würde.
    Das meine ich!

    Wo gibt es ein Problem, wenn in einem Haushalt z.B. 3 Sprachen gleichberechtigt gesprochen werden, wie z.B. bei uns.
    Unsere Tochter benötigt dann später keinen extra Unterricht, weder in Deutsch noch in englisch oder thai.
    Alle 3 Sprachen sind für das Kind sozusagen Muttersprachen.

    Und das ist eben viel effektiver als ein späteres Erlernen durch einen Lehrer, selbst wenn die Sprachen zu Hause nicht einwandfrei sind.

    Ich kenne einige Personen, die zumindest früher zweisprachig aufgewachsen sind. Die sprechen 2 oder 3 Sprachen flüssig.

  5. #34
    Avatar von Micha L

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    Re: Deutsch oder Englisch?

    Wenn ein Kind von Nichtmuttersprachlern Englisch lernt, so ist das keine Muttersprache, auch wenn das Kind sie hinreichend beherrscht.
    Eine Muttersprache geht über den praktischen Gebrauch hinaus.
    Erst die darüber hinausgehende Vielschichtigkeit, die ein Nichtmuttersprachler nie vollständig erfassen kann, ermöglicht Literatur und macht Kultur aus.

    Aber selbst das Erlernen einer Muttersprache im direkten Sinn ist rudimentär, wenn diese Sprache in der Umwelt kaum gesprochen wird. Folglich wird ein hier mit Thai aufgewachsenes Kind nie den Stand eines in Thailand groß gewordenen erreichen.
    Umgekehrt verlernen Leute, die ihre Heimat verlassen, ihre Muttersprache mangels Anwendung suksessive. Deswegen sprechen z. B. ältere deutsche Auswanderer im Interview lieber englisch.

    Mehrsprachigkeit in der Familie ist uneingeschränkt positiv. Aber man sollte sich keiner Illusion bezüglich der Qualität hingeben. Da kann es keine "Gleichberechtigung" geben.

    Gruß

    Micha

  6. #35
    Avatar von kcwknarf

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    Re: Deutsch oder Englisch?

    Zitat Zitat von Micha L",p="739132
    Erst die darüber hinausgehende Vielschichtigkeit, die ein Nichtmuttersprachler nie vollständig erfassen kann, ermöglicht Literatur und macht Kultur aus.

    Aber man sollte sich keiner Illusion bezüglich der Qualität hingeben. Da kann es keine "Gleichberechtigung" geben.
    Da ist es wieder. Das typisch deutsche Qualitätsdenken.
    Ich sehe eine Sprache nicht als Kulturform an, sondern als ein reines Nutzwerkzeug. Es dient doch der Kommunikation.
    Und da ist es eben wichtig, dass der Angesprochene einen versteht und umgekehrt.

    Und dann kann man eben auch "Ey Alder" sagen, wenn man "Guten Tag" meint.

    Welch hohen Anteil haben denn "anspruchsvolle" literarische Werke in unserer Gesellschaft. Die Bestseller sind Romane von Johannes Mario Simmel und seinen Erben und nicht Goethe & Co.
    Wer eine Sprache als Kunstwerk ansieht, kann sie ja trotzdem noch nutzen. Gibt ja immer noch vereinzelte Gruppen, die althochdeutsch und Minnesang hochhalten.
    Sollen sie doch. Museen gibt es ja auch.

    Aber im Alltag sollte man sich weltweit verständigen können. Und da reicht eine triviale Weltsprache wie gebrochenes Englisch allemal aus.
    Und das kann eben auch ein zugereister Vater seinem Kind vermitteln.

    Wer später Bücher a la Goethe schreiben will, Dolmetscher wird oder aus sonstigen Gründen qualitativ eine Sprache können muss, kann ja immer noch einen Lehrer hinzuziehen. Aber das braucht ja wohl nur eine Minderheit.

    Qualität ist in vielen Dingen nicht mehr zeitgemäss. Dafür ist unsere Zeit zu schnelllebig.

  7. #36
    Avatar von Munich

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    Re: Deutsch oder Englisch?

    Zwei meiner Kinder haben in BKK eine Internationale Schule besucht und sind zweisprachig aufgewachsen, mein Sohn hat die Voschule in BKK besucht.
    Eine Tochter hat nach Rueckkehr nach Deutschland eine Klasse uebersprungen, mein Sohn wurde fast ein Jahr frueher eingeschult, da er Lesen, Rechnen und Englisch konnte.
    Der enzige Untershcied war, dass alle laender gebraucht haben sich Worte gleichzeitig anzueignen, also anstatt 100 Worte Deutsch 30 Englisch, 50 Deutsch, 10 Thai, 10 gar nicht!

    Deutsch ist sehr schwer zu erlernen, erheblich schwerer als Hanju (Mandarin), English oder Thai. Allerdings hat es auch einen immensen Wortschatz unvergleichbar in seinen Feinheiten.
    Allerdings kann man ein Land nur verstehen, wenn man dessen Sprache zumindest ansatzweise versteht - wie ticken die Leute:
    z.B. English - Mandarin:
    USA - wunderschoenes Land !!
    Deutschland - Land der Tugenden (deguo)!!
    Cola - koestliches Getraenk
    deutsch - Thai
    geizig - kii niau (klebrige Schxxx)
    grosszuegig - nam jai (Fluessigkeit des Herzens)
    oder
    krengjai - Angst des Herzens (Angst jemand zu verletzen, Achtung vor jemanden)

    na ihr versteht schon.

    Englisch ist schon jetzt die Weltsprache, ob wir das wollen oder nicht, in 100 Jahren wird es Chinesisch sein - so what!!

    Munich

  8. #37
    Avatar von Micha L

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    Re: Deutsch oder Englisch?

    Zitat Zitat von kcwknarf",p="739144
    Ich sehe eine Sprache nicht als Kulturform an, sondern als ein reines Nutzwerkzeug. Es dient doch der Kommunikation.
    Und da ist es eben wichtig, dass der Angesprochene einen versteht und umgekehrt.
    Das kann man. Aber trotzdem gibt es einen Unterschied zwischen anderen und der Muttersprache. Darauf zielte meine Entgegnung.

    Und was die Sprachkultur betrifft, so bleibt sie objektiv wichtig, auch wenn der Einzelne darauf verzichten kann.
    Andere, insbesondere kleine Völker, pflegen sie, um ihre Identität zu bewahren.
    Aber im Grunde gilt das für alle. Auf die reine Verständigung beschränkt, würden die Welt degenerieren.

    Zitat Zitat von kcwknarf",p="739144
    Aber im Alltag sollte man sich weltweit verständigen können. Und da reicht eine triviale Weltsprache wie gebrochenes Englisch allemal aus. .
    Zu diesem Zweck ganz gewiß.
    Aber selbst als reines "Nutzwerkzeug" wäre eine solche Qualität in der Wissenschaft und Wirtschaft tötlich.

    Gruß

    Micha

  9. #38
    Avatar von Samuianer

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    Re: Deutsch oder Englisch?

    Zitat Zitat von Munich",p="739150
    ......
    Englisch ist schon jetzt die Weltsprache, ob wir das wollen oder nicht, in 100 Jahren wird es Chinesisch sein - so what!!

    Munich

    Kuehne Prognose - und Hindi?

    sind ja %tual gsehen Heute schon die meist gesprochenen Sprachen!

    Wobei in Indien - wegen der etlichen Dialekte und anderen Sprachen, Englisch Amtssprache geworden ist, sieht ja i Chian aehnlich aus!

  10. #39
    Avatar von franky_23

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    Re: Deutsch oder Englisch?

    Zitat Zitat von kcwknarf",p="738693
    Sorry, aber das ist großer Müll.
    Kein lehrer der Welt kann so kompetent sein wie Eltern, die ihren Kindern als Baby als Muttersprache beibringen.
    dann bräuchte auch niemand Sprachlehrer.


    Warum ist wohl die Muttersprache diejenigen, die die Menschen am besten können - auch wenn sie noch eine so gute Ausbildung später von Lehrern erhalten haben?
    vielleicht deshalb, weil der zeitmäßig größte Umgang damit stattfindet??

    vielleicht gibt es auch Menschen die nach einiger Zeit die Zweite Fremdsprache besser können als die Muttersprache, das auch ohne Mama, nach der knarfschen Weltentheorie nur schwer erklärbar.



    Als ich englisch gelernt habe, war mein lehrter ganz sicherlich nicht kompetent. Sonst hätte ich ja kaum 5en auf dem Zeugnis gehabt und war demotiviert. Es war ein DEUTSCHER Lehrer auf einem deutschen Gynmasium.
    ob da der Lehrer dran schuld war????


    durch die Beziehung zu meiner Frau und dem Leben im englischsprachigen Thailand habe richtig Englisch gelernt und habe keinerlei Probleme, mich miut meinem US-Schwager zu unterhalten und englische Filme zu verfolgen. Das alles war in meiner Schulzeit nicht möglich - aufgrund der ach so kompetenten Lehrer (es waren mehere).
    oder einer optionalen, signifikanten, chronischen, ?????
    Behägigkeit, Faulheit, ... des lamentierenden Schülers

    denn auch damals gab es Ami Radio in D, gab immer mal Filme auf Englisch im Kino.


    Wenn ich unserer Tochter nun von klein auf englisch beibringe, dann mag das nicht kompetent sein, aber effektiv.
    ein kind kann durchaus zweisprachig aufwachsen. Kenne aber nur wenige Nobelpreisträger die zweisprachiges Elternhaus hatten. Auch unter den Topabiturienten sind selten Personen die zweisprachig aufwuchsen.



    Alles andere ist Unsinn, der uns gerne weisgemacht wird, um das deutsche Schulsystem zu rechtfertigen. Dabei ist es in vielen Teilen großer Mist. Befrag dazu mal deutsche Schüler und sprich mal mit ihnen englisch. Es hat sich in den letzten 30 Jahren nicht geändert - eher sogar im gegenteil. Aber wenn du das kompetent hältst.
    Das entscheidende ist doch nicht ob sie es perfekt können, sondern ob sie danach die Option haben sich schnell einzulernen. Ausserdem hat eine Abiturient einen ganz anderen Wortschatz und der Conversationswortschatz wird nur am Rande gelehrt.



    In beiden Fällen müssen Eltern das richtig stellen, was Lehrer falsch machen. Das gesamte Schulsystem weltweit braucht dringend eine Renovierung. Oder es muss gleich in die Hände von Eltern oder privaten echten erfahrenen und kompetenten Fachleuten gelegt werden.
    Ist die Realität nicht eine Andere

    Müssen nicht die Lehrer erst mal versuchen den Kindern aus Problemfamilien oder Problemgegenden ein Mindestmaß an Regeln für ein miteinander beizubringen.

  11. #40
    antibes
    Avatar von antibes

    Re: Deutsch oder Englisch?

    Zitat Zitat von chanacha",p="737118
    den Tag an dem sich die Englaender bereit erklaeren Deutsch als EU Sprache zu akzeptieren oder die Franzosen eben Englisch oder die Deutschen meinetwegen Spanisch werden wir nie erleben.
    Eher sprechen die Amerikaner in ein paar Generation Spanisch.
    Und das ist gut so. Die Latinogegenden in den USA waren für mich immer interessanter. Zudem wurde der Genpool durch die vielen zugezogenen Latinos wesentlich verbessert. Man braucht ja nur die Künstlerszene betrachten. :-)

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