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Deutsch oder Englisch?

Erstellt von singto, 13.06.2009, 12:45 Uhr · 43 Antworten · 3.138 Aufrufe

  1. #11
    antibes
    Avatar von antibes

    Re: Deutsch oder Englisch?

    Aus einem Beitrag:
    Chinesisch ist die meistgesprochene Sprache der Welt, wenn es um Sprecher geht. Hindi ist nahe dran, aber da ist das Dialektproblem noch größer als beim Chinesischen, da die Dialekte dort unabhängiger sind, während die Leute in China, die kein Putonghua sprechen, meist sonstwo Leben. Putonghua ist genauer, denn damit ist die "Standardsprache" gemeint. Mandarin dagegen ist eine Dialektgruppe, es gibt glaub ich ca. 16 größere Gruppen von Mandarindialekten die sich über den Nordwesten bis Nordosten von China erstrecken.

    ABER:
    Englisch ist die weitverbreitetste Sprache der Welt!
    Die Sprecher sindgesamt sind zwar weniger als im Chinesischen (Putonghua) aber die Sprache wird was überall gelernt (mit der Ausnahme von ein paar Galliern...;)).
    Auf dem zweiten Platz liegt hier wohl tatsächlich Spanisch, v.a. wegen den beiden amerikanischen Kontinenten und als häufige 2. Fremdsprache.
    Asien fehlt jedoch zu großen Teilen.

  2.  
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  3. #12
    Avatar von kcwknarf

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    Re: Deutsch oder Englisch?

    Zitat Zitat von storasis",p="736484
    Zitat Zitat von kcwknarf",p="736429
    Im Vergleich: in Thailand lernen die es schon im Kindergarten ab 3 Jahren!
    jaja, Thailand ist fürwahr ein Vorbild, wie man sich optimal die englische Sprache aneignet....
    Auch wenn man das hier immer wieder gerne bezweifelt wird.
    Alleine deshalb, weil eben jedes Kind mittlerweile schon im Kindergarten englisch lernt, kann natürlich auch jeder Thai (bis zu einem gewissen Alter) englisch.

    Dass es dem Farang nicht so vorkommt, liegt zum einen an der fehlenden Praxis (wie bei den meisten Deutschen ja auch), an der angeborenen Schüchternheit und Zurückhaltung der Thais (die halt fälschlicherweise denken, sie können mit den Englischkenntnissen der Farangs nicht mithalten) und natürlich auch, dass die (nicht englisch-nativen) Farangs Schwierigkeiten haben, den englischen Dialekt der Thais (der natürlich wie überall landesspezifisch ist) auf Anhieb zu verstehen.

    Wenn man das berücksichtigt, ist das Thaisystem natürlich ein weltweites Vorbild zum Erlernen der Weltsprache. Zumal es i.d.R. ausreicht, das Wesentliche im Englisch zu verstehen und zu vermitteln. Man muss ja nicht gleich literarische Hochkutur schreiben.

    Aber wie gesagt: selbst mit 3 Jahren finde ich es schon zu spät. Englisch sollte in jedem Haushalt von Beginn an, zumindest zur Hälfte gesprochen werden.

    Und Chinesisch kann man nicht als Weltsprache gelten lassen. China ist zwar groß und es leben sehr viele Menschen dort. Aber solange es weltweit keine offenen Grenzen gibt, kann man die Anzahl der Menschen nicht zählen. Dann wäre ja sogar deutsch noch recht bedeutend, was natürlich nicht stimmt.

    Als wichtigste asiatische Sprache ist wohl arabisch zu nennen, was z.B. auch in Afrika gut verbreitet ist.

    Ferner hätten wir das Problem gar nicht haben müssen.
    Es gibt ja Sprachfamilien. Ähnlich wie Religionen, die eine gemeinsame Basis haben, hatten das auch die Sprachen. Nur die staatlichen Grenzen und der Völkerwirrwarr mit ihren kriegen hat zu einer Trennung geführt. Man hat das z.B. in der DDR gesehen, in der ander Worte wie Broiler entstanden sind. Noch 200 Jahre weiter und niemand aus der BRD hätte die DDR-Bürger verstanden.

    Und was ist überhaupt deutsch. Mindestens jedes zweite Wort ist eher ein lateinisches, griechische, französisches oder englisches. Von daher kann man gar nicht von einer deutschen Sprache sprechen. Es ist alles künstlich erzeugt, um sich von anderen Völkern und Staaten zu distanzieren. Wer das weiterhin möchte und wer kriegswillig ist, der behaarrt auf deutsch. Wer den Weltfrieden möchte, sollte auf seine Nationalsprache verzichten.

  4. #13
    Avatar von Micha L

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    Re: Deutsch oder Englisch?

    Zitat Zitat von kcwknarf",p="736582
    Es gibt ja Sprachfamilien. ...Nur die staatlichen Grenzen und der Völkerwirrwarr mit ihren kriegen hat zu einer Trennung geführt. Man hat das z.B. in der DDR gesehen, in der ander Worte wie Broiler entstanden sind. ...
    Und was ist überhaupt deutsch. Mindestens jedes zweite Wort ist eher ein lateinisches, griechische, französisches oder englisches. Von daher kann man gar nicht von einer deutschen Sprache sprechen. Es ist alles künstlich erzeugt, um sich von anderen Völkern und Staaten zu distanzieren. Wer das weiterhin möchte und wer kriegswillig ist, der behaarrt auf deutsch. Wer den Weltfrieden möchte, sollte auf seine Nationalsprache verzichten.
    Auf Nationalsprachen kann man nicht verzichten, weil es "Muttersprachen" sind. Man erlernt sie quasi auf natürliche Weise, sogar im Dialekt ganz differenziert.
    Die abgeschlossene Grenze der DDR war in der langen deutschen Geschichte einmalig. Trotzdem ist es so, daß abweichende Begriffe des überkommenen Dialekts mannigfaliger sind, als sprachliche DDR-Schöpfungen. Zu Unverständnis führen nach wie vor in erster Linie die Dialekte.

    Was die Lehnwörter betrifft, so sind die im Nachhinein übernommen worden, gerade durch "Völkerwirrwar" - in Europa zuerst durch den Kontakt der Germanen mit den Römern.
    Solche Prozesse, auch die vorherige Sprachentwicklung, verliefen unwillkürlich, keineswegs künstlich.
    Künstlich sind neuzeitliche, Versuche der Sprachunterdrückung (z. B. in Südtirol oder bei den Kurden), die zurecht Widerstand hervorriefen und scheiterten. Solche Maßnahmen führen zu Unfrieden.
    Nicht die Eingrenzung, sondern das Auseinanderwandern z. B. der Germanen führte zur Differenzierung und zur Entstehung der heutigen Sprachen, von denen andererseits keine isoliert ist. Übernahmen gehören also dazu, als Bereicherung. Es bleiben trotzdem einzelne Sprachen, da unterscheidet sich das Englische nicht von den anderen.

    Gruß

    Micha

  5. #14
    Avatar von kcwknarf

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    Re: Deutsch oder Englisch?

    Zitat Zitat von Micha L",p="736626
    Auf Nationalsprachen kann man nicht verzichten, weil es "Muttersprachen" sind.
    Natürlich kann man das, wenn die Mutter halt englisch mit dem Kind sprechen würde. Unser Kind lernt ja auch englisch, thai und deutsch, weil wir eben von Anfang an dreisprachig mit ihr reden. Würden wir japanisch mit ihr sprechen, würde sie japanisch können.

    Ich halte so etwas für wichtiger als später die "richtige" Schule zu finden oder ein Kind auf eine Universität zu schicken. Denn wie du richtig bemerkst, lernt ein Kind die Sprachen ja natürlich und gerade als Kleinkind am einfachsten. Aber es muss nicht die Muttersprache sein!
    Die Berufschancen für mehrsprachig augewachsene erhöhen sich drastisch. Man stelle sich, vor ein Kind wächst mit englisch, spanisch, franzöisch, arabisch, russisch und chinesisch auf. Damit wird es später in rund 90% aller Länder sofort einsatzfähig sein und heiraten dürfen. Das ist gerade bei Arbeitslosenzahlen von nahezu 50% (in 20 Jahren in Deuschland) sehr wichtig.

  6. #15
    Avatar von Micha

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    Re: Deutsch oder Englisch?

    Zitat Zitat von kcwknarf",p="736582
    Und Chinesisch kann man nicht als Weltsprache gelten lassen.
    Wie lange noch? Du bist doch sonst gerne zukunftsorieniert.

    Gerade in Bangkok hat es heute schon Familien, die ihre kleinen Kinder Chinesisch als erste Fremdsprache lernen lassen.

  7. #16
    Avatar von Micha

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    Re: Deutsch oder Englisch?

    Zitat Zitat von Micha L",p="736626
    Die abgeschlossene Grenze der DDR war in der langen deutschen Geschichte einmalig. Trotzdem ist es so, daß abweichende Begriffe des überkommenen Dialekts mannigfaliger sind, als sprachliche DDR-Schöpfungen...
    scheenen guddn doaach gömmafleisch hier rum kriieschn?

    nee, da hinten ist ein Stuhl...

  8. #17
    Avatar von Micha L

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    9.309

    Re: Deutsch oder Englisch?

    Realistisch gesehen beherrscht kaum eine Mutter Englisch perfekt. Was soll denn da rauskommen?
    Im Alltag verfällt man, bei allem guten Willen, automatisch in die Muttersprache, weil eine angelernte Sprache ohne Kontakt zu Muttersprachlern, recht künstlich ist.

    Abgesehen davon würde sich die große Mehrheit dem Ganzen einfach verweigern.

    Die Sache ist also praktisch nicht durchführbar (ganz zu schweigen von den nationalen Literaturen, die dann verschwänden oder ins Englische übersetzt quasi kastriert wären. Kleine Völker kämpfen für den Erhalt ihrer Sprache um ihre Identität nicht zu verlieren.)

    Nur als Zweitsprache genutztes Englisch erfüllt doch die Aufgabe der Verständigung.

    Gruß

    Micha

  9. #18
    Avatar von Micha L

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    Re: Deutsch oder Englisch?

    Zitat Zitat von Micha",p="736640
    scheenen guddn doaach gömmafleisch hier rum kriieschn?

    nee, da hinten ist ein Stuhl...
    Na, die größten Mißveratändnisse können entstehen, wenn ein musikalischer Bayer "droht", seinen ".....hobel" herauszuholen ;-D

  10. #19
    antibes
    Avatar von antibes

    Re: Deutsch oder Englisch?

    Zitat Zitat von Micha L",p="736641
    Die Sache ist also praktisch nicht durchführbar (ganz zu schweigen von den nationalen Literaturen, die dann verschwänden oder ins Englische übersetzt quasi kastriert wären. Kleine Völker kämpfen für den Erhalt ihrer Sprache um ihre Identität nicht zu verlieren.)

    Nur als Zweitsprache genutztes Englisch erfüllt doch die Aufgabe der Verständigung.
    Gruß
    Micha
    Kann dir nur zustimmen. Diese Gleichmacherei darf nicht passieren. Eine internationale Verkehrssprache ist ok.

  11. #20
    Avatar von storasis

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    952

    Re: Deutsch oder Englisch?

    @kcwknarf

    Wer einen Lehrer hat, der selbst nur zögerlich und gebrochen Englisch spricht, wird kaum jemals English von ihm lernen. Das ist keine Frage von Schüchternheit, sondern von Logik. In Thailand zieht sich das leider hinauf bis zu den Land-Unis in der Provinz.

    Das nochmals zum Niveau der Englischkenntnisse in Thailand. Positive Ausnahmen gibt es sicher.

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