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Christentum in Thailand

Erstellt von Waitong, 16.11.2012, 02:05 Uhr · 311 Antworten · 21.794 Aufrufe

  1. #21
    Avatar von x-pat

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    Zitat Zitat von Waitong Beitrag anzeigen
    Fessen, Helmut / Kubitschek, Hans Dieter 1994 Geschichte Thailands, Münster Wenn du denkst Fessen und Kubitschek liegen falsch, solltest du es beweisen koennen, denn wer etwas behauptet, muss es beweisen, oder?
    Das Problem dabei ist, dass weder du noch ich genau wissen was Fessen & Kubitschek geschrieben haben. Der Text liegt uns ja nicht vor und das Zitat im Wikipedia Artikel könnte durchaus auf einer Fehlinterpretation beruhen. Ich habe einige andere Bücher über die Ayutthaya Periode gelesen, und dort war von Christenverfolgung keine Rede, wohl aber von dem Konflikt zwischen den europäischen Kolonialmächten und den Herrschern Thailands.

    Die europäischen Missionare wurden im 17. Jahrhundert von den Siamesen geduldet, weil sie im Gegenzug Technologie und Wissen nach Siam brachten. Nach dem Eklat 1688 war es allerdings damit vorbei. Die Europäer wurden herausgeworfen und die Missionen verboten. Jedoch kann man das eigentlich nicht als Christenverfolgung interpretieren, nur weil alle Europäer auch Christen waren. Der Konflikt hatte eindeutig einen macht-politischen Charakter.

    Google doch mal bitte den Begriff "Siam Christenverfolgung". Da wirst du außer dem von dir angeführten Wikipedia Zufallstreffer nicht allzu viel finden. Das hat auch einen Grund, denn eine systematische Christenverfolgung aus religiösen Gründen hat es in Thailand bzw. Siam niemals gegeben. Im Gegenteil; die thailändischen Herrscher haben den europäischen Missionaren meist viel Spielraum eingeräumt. Sehr erfolgreich waren letztere trotzdem nicht in der Verbreitung ihres Glaubens.

    Cheers, X-pat

  2.  
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  3. #22
    Avatar von Waitong

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    Zitat Zitat von sombath Beitrag anzeigen
    Meine Frau ist thailändische Katholikin , ich bin ohne Religion .
    Ich habe mich mangels Thai - kenntnisse nie für die Religion in Th. interresiert .
    Aber eines weiß ich .
    Sie kommt aus Dontoi einem Dorf bei Akat Amnuay .
    Dieses Dorf ist zu 95% katholisch , hat eine Kirche , aber natürlich keinen Tempel .
    Vor der Kirche steht ein Denkmal für 5 ermordete Katholiken , die wegen ihres Glaubens umgebracht wurden .
    Ich kann natürlich nicht sagen , daß es in Thailand eine Christenverfolgung gegeben hat , aber leicht hatten es die Christen bestimmt nicht .

    Sombath
    Lieber Ex-Pat,

    was sagst du denn dazu ?

  4. #23
    Avatar von Waitong

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    Zitat Zitat von x-pat Beitrag anzeigen
    Das Problem dabei ist, dass weder du noch ich genau wissen was Fessen & Kubitschek geschrieben haben. Der Text liegt uns ja nicht vor und das Zitat im Wikipedia Artikel könnte durchaus auf einer Fehlinterpretation beruhen. Ich habe einige andere Bücher über die Ayutthaya Periode gelesen, und dort war von Christenverfolgung keine Rede, wohl aber von dem Konflikt zwischen den europäischen Kolonialmächten und den Herrschern Thailands.

    Koennte auch sei, dass man vergessen hat darauf einzugehen, oder weil es zu schwierig war auseinander zu halten warum die "Fremden" gemordet wurden, ob der Religion wegen, oder der aus machtpolitischen Gruenden.

    Du kannst mal bei http://www.silkwormbooks.com/ nachforschen, ob sie das Buch haben, wenn es dich wirklich interessieren sollte.



    Die europäischen Missionare wurden im 17. Jahrhundert von den Siamesen geduldet, weil sie im Gegenzug Technologie und Wissen nach Siam brachten. Nach dem Eklat 1688 war es allerdings damit vorbei. Die Europäer wurden herausgeworfen und die Missionen verboten. Jedoch kann man das eigentlich nicht als Christenverfolgung interpretieren, nur weil alle Europäer auch Christen waren. Der Konflikt hatte eindeutig einen macht-politischen Charakter.

    Also, alles eine Definitionssache ? Naja, du stellst aber nicht in Abrede, dass Europaeer ermordet wurden ?

    Google doch mal bitte den Begriff "Siam Christenverfolgung". Da wirst du außer dem von dir angeführten Wikipedia Zufallstreffer nicht allzu viel finden. Das hat auch einen Grund, denn eine systematische Christenverfolgung aus religiösen Gründen hat es in Thailand bzw. Siam niemals gegeben. Im Gegenteil; die thailändischen Herrscher haben den europäischen Missionaren meist viel Spielraum eingeräumt. Sehr erfolgreich waren letztere trotzdem nicht in der Verbreitung ihres Glaubens.

    Cheers, X-pat


    Googel mal english, wie es dann ausschaut .
    PS: Sehe gerade @waltee ist fuendig geworden .

    The persecution of the Christians went on for another four years and then religious freedom returned to Thailand.

  5. #24
    Avatar von waltee

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    Na sowas: The Seven Blessed Martyrs of Thailand



    Wer's glaubt wird selig!

    Martyrs of Songkhon, Thailand - Wikipedia, the free encyclopedia




    http://saintsresource.com/saint-inde...rs-of-thailand






    This was during the Franco-Thai War and police falsely believed they were spying for the French.

    Ach so!

  6. #25
    Avatar von Henk

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    Denke, dass mehr als 1% der Thais Christen sind...Nicht nur die Viet-Thais, welche sich um Chanthaburi ansiedelten, auch eine Menge Thai-Chinesen sind Christen. Waren mal auf einer katholischen Hochzeit in Khorat eingeladen (Brautvater, ein alter Bekannter meiner Schwiegermutter, ist einer der grössten Reishändler Thailands) mit riesigem OpenAir Hochzeitsgottesdienst....er ist auch ein grosser Gönner der christlichen Privatschulen (Convents) in denen die Upper Class ihre Kinder schickt..

    Auch konvertierte ne gute Freundin meiner Frau in Bangkok zu den Zeugen...und nervt nun mit ihrem Missioneifer über Facebook

  7. #26
    antibes
    Avatar von antibes
    Dass Thais auch Christen sein können, habe ich fast vor der Haustüre in LE.
    Interessant wenn meine Frau an ihrem Hindu-Buddha-Schrein betete und die katholische Freundin teilnahmslos daneben stand.

  8. #27
    Avatar von Dieter1

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    Zitat Zitat von Henk Beitrag anzeigen
    Denke, dass mehr als 1% der Thais Christen sind...
    Laut Wikipedia sind es 0,6 %.

    Die Elite schickt ihre Kinder auf internationale, aber nicht auf christliche Schulen, da irrst Du Dich.

  9. #28
    ccc
    Avatar von ccc

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    Meines Erachtens wird in diesem Thread einiges durcheinandergemischt. Die Sache mit den '7 Märtyrern von Songkhon' wird natürlich von Fundamentalisten wie den notorischen Pius-Brüdern entsprechend instrumentalisiert und aufgebauscht (das sind die, wo hochrangige Würdenträger die Existenz der ....-Gaskammern leugnen).

    Der Hintergrund bei diesen '7 Märtyrern' ist wahrscheinlich gar nicht die Religion, sondern deren Verhalten. Außerdem bedeutet "Christenverfolgung" ja nicht, dass es eine einmalige spontane Situation gegeben hat, sondern dass System von staatlicher Seite dahintersteckt, und letzteres war da ganz offenbar nicht gegeben.

    Christen in Thailand sind zumeist Konvertiten, und Konvertiten neigen stets dazu, ihren neuen Glauben noch radikaler zu leben als die 'normalen' Gläubigen. Das ist ein psychologiches Phänomen, und erklärt sich damit dass sich diese Leute selbst beweisen wollen, den richtigen Schritt gemacht zu haben und der alten Religion den Rücken gekehrt zu haben.

    In Thailand bedeutet dass z.B. auch die Verweigerung des Wai vor einem Mönch (wie in einem Vorposting zu lesen). Damit kommt man bei den Thais aber in der Regel nicht gut an. Wenn dann noch Krieg herrscht, wie damals, und das Nationalgefühl durch solche Aktionen verletzt wird, dann sieht man in solchen Menschen schnell Spione und dann besteht die Gefahr zu solchen Gewaltakten (die dann als religiöse 'Verfolgung' hingestellt werden). Ich glaube nicht, dass man die Ereignisse von damals als Christenverfolgung bezeichnen kann.

    Ich finde es generell für ziemlich dumm und arrogant in ein fremdes Land mit gänzlich anderer Kultur zu gehen und den Leuten dort ihre Religion abschwatzen zu wollen. Wenn, dann kann man durch Vorbildwirkung vielleicht erreichen, dass sich andere für die Religion interessieren, aber Gehirnwäsche (wie von amerikanischen Sekten und Zeugen Jehovas in Thaiand praktiziert) ist völlig unakzeptabel.

  10. #29
    Avatar von Henk

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    Zitat Zitat von Dieter1 Beitrag anzeigen

    Die Elite schickt ihre Kinder auf internationale, aber nicht auf christliche Schulen, da irrst Du Dich.
    Elite vielleicht schon....meinte mit Upper-Class z.B.: Fernsehmoderator, Fabrikant, Großgrundbesitzer, reich verheiratete Mia Farang, Privatier (entfernt mit dem Königshaus verwandt)....so auf jeden Fall die "Berufe" der Eltern der Klassenkamaraden einer Nichte in ihrem Convent. Die mir bekannten katholischen Schulen in BKK haben auch den Zusatz "international school"...

  11. #30
    Avatar von Waitong

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    Zitat Zitat von Henk Beitrag anzeigen
    ...er ist auch ein grosser Gönner der christlichen Privatschulen (Convents) in denen die Upper Class ihre Kinder schickt.


    So ist es und ich finde das gut.

    Also - ehrlichen Missionseifer finde ich auch OK.

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