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Christentum in Thailand

Erstellt von Waitong, 16.11.2012, 02:05 Uhr · 311 Antworten · 21.836 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Waitong

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    Christentum in Thailand

    Ein sehr interessantes Thema, mit direktem Bezug zu Thailand.

    Das Christentum in Thailand

    1828 kam Karl Gützlaff, ein Deutscher, als erster Missionar nach Bangkok. Es dauerte jedoch weitere 12 Jahre, bevor eine dauerhaft bemannte Missionsstation (durch presbyterische amerikanische Missionare) errichtet werden konnte. Nach 19 weiteren Jahren wurde der erste Einheimische getauft. Öffentlicher Widerstand, Verfolgung und die kurze Lebensdauer der Missionare im feucht-heißen Klima beeinträchtigten das Wachstum der christlichen Gemeinde. Heute sind die Gemeinden im Norden des Landes die stärksten: 75% der Christen Thailands kommen aus dieser Gegend.


    Fuer interessierte Leser >>> Das Christentum in Thailand

  2.  
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  3. #2
    Avatar von x-pat

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    Zitat Zitat von Waitong Beitrag anzeigen
    Öffentlicher Widerstand, Verfolgung und die kurze Lebensdauer der Missionare im feucht-heißen Klima beeinträchtigten das Wachstum der christlichen Gemeinde.
    Das Thailand des 19. Jahrhunderts war bestimmt kein Kinderspiel für Missionare, aber Verfolgung? Das entspricht nicht den Tatsachen. Es hat in Thailand keine Christenverfolgung gegeben. Sehr erfolgreich waren die Missionare allerdings nicht. Nach einem Jahrhundert Mission liegt die Zahl der Christen in Thailand heute unter 1%, wobei der Hauptanteil bei den kulturell isolierten Bergstämmen im Norden liegen dürfte.

    Cheers, X-pat

  4. #3
    Avatar von Waitong

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    Zitat Zitat von x-pat Beitrag anzeigen
    ...Verfolgung? Das entspricht nicht den Tatsachen. Es hat in Thailand keine Christenverfolgung gegeben.
    Ist das eine "Bauchgefuehl-Aussage" oder hast du explizite Infos ?


    Der obige LINK macht mir einen durchaus serioesen Eindruck, von daher sehe ich keinen Anlass diese Aussage zu bezweifeln.


    In welchem Umfang die Verfolgung stattfand ist nicht naeher beschrieben, aber durchaus denkbar. Mal schaun ob ich mehr dazu finde.

    mich wuerde aber interessieren wie du zu der Aussage kommst, dass es keine Verfogung gab, hast du entsprechende Quellen ? Bin sehr interessiert.




    1828 verließ dieser die Gesellschaft und ließ sich auf der Insel Bintan vor Singapur nieder und gründete eine Krankenstation, später ging er nach Bangkok Sein Sprachgenie zeigte sich, als er die Bibel ins Siamesische übersetzte. Später beherrschte er auch diverse chinesische Dialekte, z. B. Mandarin, Kantonesisch, Fuijan usw. 1830 heiratete er die Engländerin Mary Newell, die er von der London Missionary Society in England her kannte. Er begann die Bibel in weitere fernöstlichen Sprachen zu übersetzen und gab sowohl ein chinesisches als auch ein japanisches Wörterbuch heraus. Als seine Frau 1831 im Wochenbett starb, war er wieder auf sich allein gestellt. Als Freimissionar ging er von Bangkok nach Macao und nach Hongkong und gelangte als erster Europäer nach Shanghai. Nach einer Seereise mit dem britischen Handelsschiff Lord Amherst betrat er am Nachmittag des 17. Juli 1832 als erster Deutscher Korea und war gleichzeitig der erste protestantische Missionar in diesem Land.

    >>> Karl Gützlaff

  5. #4
    Avatar von x-pat

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    Zitat Zitat von Waitong Beitrag anzeigen
    ...mich wuerde aber interessieren wie du zu der Aussage kommst, dass es keine Verfogung gab, hast du entsprechende Quellen?
    Quellen muss immer der liefern, der eine Behauptung aufstellt. Wenn also die ÜMG die du hier zitierst behauptet, es hätte in Thailand Christenverfolgung gegeben, dann liegt es an ihr, dies durch historische Referenzen zu rechtfertigen. Mir sind keine Christenverfolgungen bekannt.

    Cheers, X-pat

  6. #5
    Avatar von Waitong

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    Ja - wenn das so ist .


    Auch der 1682 zum Katholizismus konvertierte Phaulkon propagierte seinen neuen Glauben. Missionare taten sich jedoch auch auf Gebieten hervor, die für die Herrscher Ayutthayas nützlich waren, etwa in der Architektur; unter Pater Thomas wurden Festungen und Paläste konzipiert und errichtet. Ab 1676 gab es in Ayutthaya auch ein katholisches Priesterseminar. Die Missionierung war jedoch von nur geringem Erfolg: 1688 lebten etwa 2000 Christen in Ayutthaya, die meisten davon Ausländer. Die Christenverfolgungen von 1688 und 1730 blieben in der von religiöser Toleranz geprägten siamesischen Gesellschaft ein Einzelfall.


    >>> Königreich Ayutthaya



    Somit ist deine Behauptung widerlegt .


    Oh happy Day, Waitong

  7. #6
    Avatar von x-pat

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    Zitat Zitat von Waitong Beitrag anzeigen
    Somit ist deine Behauptung widerlegt .
    Tut mir leid, aber das reicht mir noch nicht. Was genau soll denn dort passiert sein?

    So wie ich die historische Periode nach Phaulkon verstehe, gab es nach dem Tod des Königs Narai im Jahr 1688 in Siam eine Bewegung, die sich gegen Europäer generell richtete und nicht speziell gegen Christen. Schuld daran war Phaulkon selbst, der jahrelang großen Einfluss auf den Hof ausübte und sich und seine Gefolgsleute bereichterte. Das nahmen ihm die Thronräuber nach Narai übel. Sie ließen Phaulkon hinrichten und warfen die Europäer heraus. Diese Geschichte hatte aber eindeutig einen politischen Charakter und keinen religiösen.

    Um die These einer Christenverfolgung in Thailand aufrecht zu erhalten, braucht es schon etwas mehr als anekdotische Indizien über die ein oder andere abgebrannte Dorfkirche.

    Cheers, X-pat

  8. #7
    Avatar von clavigo

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    Da hat X-Pat mal wieder Recht! Wenn die Europaer sich nicht so dreist in die thailändische Innenpolitik eingemischt hätten, hätte es diesen Backlash gegen alles Fremde nicht gegeben. Im Übrigen hatten die "Missionare" des 17. Jahrhunderts wenig mit der christlichen Nächstenliebe am Hut; es ging primär um politische Einflussnahme. Als Beispiel für eine "gelungene" und nachhaltige Missionierung gelten dagegen die Aktivitäten der Herrnhuther Brudergemeinde und der Rheinischen Mission bei den Batak in Sumatra - die auch heute noch zu 85 % christlichen Glaubens sind.

  9. #8
    Avatar von Samuimike1

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    Auf der Insel Samui laufen 6 Zeugen Jehovas rum und versuchen mich und andere Jungs und Mädchen wieder auf den richtigen Weg zu bringen. Habe aber noch keinen von den muslimischen Mitbewerbern gesehen, die mich überreden wollen viermal am Tag zu beten.

  10. #9
    Avatar von Waitong

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    Zitat Zitat von x-pat Beitrag anzeigen
    Tut mir leid, aber das reicht mir noch nicht.
    Diese Reaktion hatte ich erwartet. Schau doch mal unter den Quellenangaben nach, oder soll ich das auch uebernehmen.
    Prinzipiell kann man alles anzweifeln, von daher finde ich deine Strategie leicht durchschaubar. Das kann man bis in die
    Unendlichkeit vortsetzen. Wenn du echtes Interesse hast schaust du eh bei den angegebenen Quellen rein. Ansonsten
    erweckst du bei mir den Eindruck nur des Widerspruchs willen eine Gegenbehauptung aufzustellen.


    Fessen, Helmut / Kubitschek, Hans Dieter 1994 Geschichte Thailands, Münster

    Wenn du denkst Fessen und Kubitschek liegen falsch, solltest du es beweisen koennen, denn wer etwas behauptet, muss es beweisen, oder ?


    Oh happy Day, Waitong

  11. #10
    Avatar von Waitong

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    Zitat Zitat von clavigo Beitrag anzeigen
    Da hat X-Pat mal wieder Recht! Wenn die Europaer sich nicht so dreist in die thailändische Innenpolitik eingemischt hätten...
    Soll das bedeuten, die Missionare haetten das auch gemacht ? Wuerde mich echt interessieren, vielleicht hast du naehere Einzelheiten.

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