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Artikel 112 oder LM

Erstellt von Yogi, 02.04.2011, 23:49 Uhr · 1.201 Antworten · 89.319 Aufrufe

  1. #941
    Avatar von Yogi

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    Zitat Zitat von rolf2 Beitrag anzeigen
    da war doch der Fall wo ein Farang im Kino einschlief und zur Hymne nicht aufstand. Ich wüsste nicht warum ich meine Gedanken über thailändische Politik und Eigenarten in einem deutschen Thaiforum nicht äußern sollte. Außer Du meinst es sollte mir sowieso grundsätzlich egal sein was in anderen Ländern abgeht.
    Noch einmal zur Richtigstellung.
    Es wurde die Königshymne gespielt, bei der man nicht aufstehen muss. Dazu gibt es kein Gesetz.
    Pflichtaufstehen ist nur bei der Nationalhymne gefordert. Ich glaube es ging um Chotisak Onsoong.

    Wäre aber schön, wenn ein Besserwisser mal den Gesetzestext zum Aufstehen bei der Königshymne einstellen würde.

    (ob jetzt der Shitstorm mit "Ungeschriebenen Gesetzen", "Respekt dem Königshaus" etc, losbricht?)

  2.  
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  3. #942
    Avatar von Yogi

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    Zitat Zitat von Micha Beitrag anzeigen
    Gutes Beispiel. Dem Mann wäre es auch ohne dieses Gesetz nicht besser ergangen.
    Welches Gesetz jetzt?

    Nein, meine Frage war, was Du davon hättest wenn das fremde Land ein Gesetz nach Deinen Vorstellungen abändern würde.
    Warum eigentlich in meiner Vorstellung?
    Meine Frau wäre froh, wenn sie ihre Meinung in Thailand so frei artikulieren dürfte, wie sie das in Deutschland darf.

    Wenn deine kleine Freundin glücklich ist, dass sie das nicht darf, jawoll, akzeptiert. Würde sie denn ein Problem haben, wenn meine Frau ihre Meinung ausdrückt?

    Zwischen sich interessieren und Dinge ändern wollen, die einen so gar nichts angehen, ist imho ein gewaltiger Unterschied.
    Da ich meine Frau liebe und sie mit den gegenwärtigen Verboten der Meinungsäusserung sehr wohl ein Problem hat, geht es mich schon etwas an. Oder siehst du das anders?

    Dich besuchen in Deinem Haus vermutlich auch Menschen, die sich für Dich interessieren. Findest Du sicher gut. Doch wie würdest Du reagieren, wenn Deine Gäste Dir plötzlich erklärten, was Du in Deinem Haus in ihrem Sinne künftig besser machen solltest?
    In meinem Haus dürften sie das sogar sagen, ohne drakonische Strafen fürchten zu müssen.
    Sollte ich das deiner Meinung nach besser ändern?

  4. #943
    Avatar von Micha

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    Zitat Zitat von Yogi Beitrag anzeigen
    Wenn deine kleine Freundin glücklich ist, dass sie das nicht darf, jawoll, akzeptiert. Würde sie denn ein Problem haben, wenn meine Frau ihre Meinung ausdrückt?
    Mir ist noch keine Thailänderin in- und außerhalb von Thailand begegnet, die wegen Meinungsäußerung in Thailand auch nur ansatzweise ein Problem hätte. Diese "Probleme" kenne ich eigentlich nur aus Thailandforen.

    Und auch von Westlern, die etwas näher an der Thailändischen Kultur und Sprache dran sind als der gemeine Thaiforenschreiber, kenne ich dergleichen "Probleme" nicht mal ansatzweise.

  5. #944
    Avatar von Micha

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    Zitat Zitat von Yogi Beitrag anzeigen
    Deshalb ändert sich meine Meinung wenn ich in Suvannaphumi lande um 180°
    So muss ein Opportunist eben sein.
    Mir wäre mein Geld und meine Zeit zu schade, wenn ich mich derart verbiegen müsste.

  6. #945
    Avatar von x-pat

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    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Finde ich auch. Dass manche Menschen einfach nicht die Fresse halten koennen.
    Darf man daraus schließen, dass dir dir 15 Jahre Gefängnis für "nicht die Fresse halten" angemessen erscheinen? Zuerst sollten es ja 30 Jahre sein, aber das Geständnis wirkte strafmildernd. Ich nehme an, dass dir die Bedingungen des Strafvollzugs in Thailand bekannt ist, sowie die Tatsache, das bereits ein LM Häftling aufgrund inadäquater medizinischer Versorgung in einem thailändischen Gefängnis gestorben ist.

    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Man sollte sich grundsaetzlich an geltende Gesetze halten. In einem Land, in dem man lebt oder eventuell nur beabsichtigt zu besuchen.
    Selbstverständlich ist man verpflichtet sich an die Gesetze zu halten. Man ist jedoch nicht verpflichtet, die Gesetze gutzuheißen, insbesondere dann nicht wenn besonders krasse Mißstände damit verbunden sind, wie es beim Artikel 112 der Fall ist. Diesen Unterschied scheinst du nicht ganz verstanden zu haben. Ich kann mir nicht anders erklären, wie man sonst dazu kommt, LM Strafurteile zu rechtfertigen.

    Unrecht ist Unrecht, auch wenn es geltendes Recht ist.

    Cheers, X-pat

  7. #946
    woody
    Avatar von woody
    Zitat Zitat von Micha Beitrag anzeigen
    Mir ist noch keine Thailänderin in- und außerhalb von Thailand begegnet, die wegen Meinungsäußerung in Thailand auch nur ansatzweise ein Problem hätte. Diese "Probleme" kenne ich eigentlich nur aus Thailandforen.

    Und auch von Westlern, die etwas näher an der Thailändischen Kultur und Sprache dran sind als der gemeine Thaiforenschreiber, kenne ich dergleichen "Probleme" nicht mal ansatzweise.
    So sieht es mal aus. Dem muss man nichts mehr hinzufuegen. Danke.

  8. #947
    Avatar von Micha

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    Zitat Zitat von x-pat Beitrag anzeigen
    Darf man daraus schließen, dass dir dir 15 Jahre Gefängnis für "nicht die Fresse halten" angemessen erscheinen? Zuerst sollten es ja 30 Jahre sein, aber das Geständnis wirkte strafmildernd. Ich nehme an, dass dir die Bedingungen des Strafvollzugs in Thailand bekannt ist, sowie die Tatsache, das bereits ein LM Häftling aufgrund inadäquater medizinischer Versorgung in einem thailändischen Gefängnis gestorben ist.
    Selbst wenn es dieses Gesetz nicht (mehr) gäbe, wäre Farang grundsätzlich gut beraten, den Kopp zuzulassen (anderes Wort für Fresse halten). Denn die aller wenigsten haben doch eine leise Ahnung davon, was sie mit ihren Worten und Formulierungen bei ihrem thailändischen Gegenüber bewirken. Sie wissen gar nicht auf welches Glatteis sie sich beim belanglosen herumschwätzen begeben. Der einzige Schutz für den Farang in so einer Situation besteht nur noch dann, wenn er weder ansatzweise verstanden- noch ernst genommen wird.

    Wer zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt wird, hat immerhin noch eine Überlebenschance durch Begnadigung oder vorzeitige Entlassung. Mit einer Kugel zwischen den Augen hat er die nicht mehr.

  9. #948
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Zitat Zitat von x-pat Beitrag anzeigen
    Darf man daraus schließen, dass dir dir 15 Jahre Gefängnis für "nicht die Fresse halten" angemessen erscheinen? Zuerst sollten es ja 30 Jahre sein, aber das Geständnis wirkte strafmildernd.
    Habe ich doch bereits beantwortet. Schau:

    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Bekanntlich betrachte ich beim thailaendischen LM-Gesetz die Medaille von zwei Seiten. Ob das Strafmass nicht ueber das Ziel hinausschiesst ist sicherlich diskutierbar. Andererseits gibt es immer noch Spezies, die das Risiko eingehen trotz moeglicher darakonischer Konsequenzen. Wie eben auch in Sachen Drogen in Asien.
    Aber nun ja, sowas wird natuerlich zwangslaeuftig uebersehen von jemanden, der auf der inneren Seite der Augenlider taetowiert hat "LM darf nicht sein", gell?

    Ich nehme an, dass dir die Bedingungen des Strafvollzugs in Thailand bekannt ist, sowie die Tatsache, das bereits ein LM Häftling aufgrund inadäquater medizinischer Versorgung in einem thailändischen Gefängnis gestorben ist.
    Nun ja, im Vergleich zu "Bad Gefaengnis" in der Premiumwelt sind die hiesigen Verhaeltnisse sicherlich nicht tragbar. Hier stehen sich scherlich zwei Extreme gegenueber. In D ist es bereits unhuman, wenn das Kissen nicht weich genug ist, waehrend es in TH im Bangkok Hilton gar keine Kissen gibt. Umso mehr erstaunt es mich, wenn anscheinend von Manchen mit dem Feuer gespielt wird, trotz der allseits bekannten Kerkersituation hier. Hier scheint dann irgendwie wieder darauf gesetzt zu werden, dass man nicht erwischt wird. Wie offenbar bei allen Straftaetern. Ueberschlau und grosse Fresse, doch wenn dann die Konsequenzen getragen werden muessen rote Augen. Same, same... all the time.

    Selbstverständlich ist man verpflichtet sich an die Gesetze zu halten. Man ist jedoch nicht verpflichtet, die Gesetze gutzuheißen, insbesondere dann nicht wenn besonders krasse Mißstände damit verbunden sind, wie es beim Artikel 112 der Fall ist. Diesen Unterschied scheinst du nicht ganz verstanden zu haben. Ich kann mir nicht anders erklären, wie man sonst dazu kommt, LM Strafurteile zu rechtfertigen.

    Unrecht ist Unrecht, auch wenn es geltendes Recht ist.

    Cheers, X-pat
    Nein, nach rechtsstaatlicher Auffassung ist Unrecht nur dann gegeben, wenn gegen geltende Gesetze verstossen wird. Anderenseits handelt es sonst immer nur um Bauchgefuehl des kleinen Mannes, das auch schon mal zu Lynchsituationen fuehren kann. Unrecht ist geschehen, also haengen wir ihn.

    Doch, wer Rechsstaatlichkeit befuerwortet, der muss zwangslaeufig die Gesetze gutheissen, weil sonst ja die Rechsstaaltichkeit unterminiert werden wuerden. Meint man, dass ein Gesetz "ungerecht" ist, nun ja, dann muss man Klage dagegen erheben und es durch die Justiz ueberpruefen lassen. Ob der letztendliche Richterspruch dann dem eigenen Rechtsempfinden tatsaechlich entspricht, ist aber natuerlich laengst nicht garantiert.

    Schwimmen aber dabei nicht nass werden wollen ist einfach nicht drin. Gilt aber nicht nur in Sachen Rechtssprechung sondern natuerlich auch Demokratie. Subjektive Empfindungen sind hier voellig fehl am Platz, weil sie meistens immer nur dem Selbstzweck dienen.

    Du kannst Dir manches nicht erklaeren, weil Du zu oberflaechlich denkst oder sagen wir fuehlst. Auch ohne eine entsprechende Gesetzgebung kann ein LM-Umstand oder vermeintlicher LM-Umstand erhebliche, gegebenenfalls fatale, Folgen haben. Wenn naemlich Extremisten auf oppositionelle Extremisten treffen, also ueberzeugte Republikaner auf ueberzeugte Monarchisten.

    Bin selbst keines von Beidem, wie ich auch die thailaendische LM-Gesetzgebung nicht grundsaetzlich befuerworte noch sie ablehne. Weshalb, habe ich doch eigentlich mehr als einmal eingehend erlaeutert.

    Habe ansich nur eine einzige Empfehlung fuer jederman und jederfrau: Vor dem Oeffnen des Mundes oder Betaetigung eines Keyboards den Verstand einschalten. Immer. Im eigenen Interesse. Natuerlich kann man diese Empfehlung in den Wind schiessen, muss dann aber eben gegebenenfalls die Konsequenzen tragen. Som nam nah wuerde ich in diesem Fall schlicht sagen, denn alles andere waere nicht verstand- sondern wieder einmal nur gefuehlsgesteuert.

  10. #949
    Avatar von x-pat

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    Zitat Zitat von Micha Beitrag anzeigen
    Wer zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt wird, hat immerhin noch eine Überlebenschance durch Begnadigung oder vorzeitige Entlassung. Mit einer Kugel zwischen den Augen hat er die nicht mehr.
    Dann sind die 15 Jahre also eine Art Schutzhaft? Interessante Auslegung. Der Verurteilte ist übrigens Thai.

    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Doch, wer Rechsstaatlichkeit befuerwortet, der muss zwangslaeufig die Gesetze gutheissen, weil sonst ja die Rechsstaaltichkeit unterminiert werden wuerden. Meint man, dass ein Gesetz "ungerecht" ist, nun ja, dann muss man Klage dagegen erheben und es durch die Justiz ueberpruefen lassen.
    Du solltest vielleicht mal den eigenen Rat befolgen und nicht so viel schwurbeln wenn du wirklich keine Ahnung hast, was bei dem gegebenen Thema ganz offensichtlich der Fall ist.

    Nach deiner Darlegung ist der Begriff Recht identisch mit dem Begriff praktizierte Rechtssprechung. Man braucht kein Philosophie- oder Jurastudent zu sein, um zu erkennen was für ein Schwachfug das ist.

    Von den Apartheidsgesetzen, über die Rassen.schande.urteile des 3ten Reichs bis hin zu den Extremformen der Sharia gibt es ausreichend Beispiele von perversen und menschenverachtenden Gesetzen, die in der Neuzeit gültiges Gesetz sind oder waren.

    Es ist nicht nur falsch verstandene Staatsbügerpflicht solche und ähnliche Gesetze gutzuheißen, sondern es ist bereits Mitläufertum. Und das von jemandem der über der Herde zu stehen glaubt.

    Cheers, X-pat

  11. #950
    Avatar von Micha

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    Zitat Zitat von x-pat Beitrag anzeigen
    Es ist nicht nur falsch verstandene Staatsbügerpflicht solche und ähnliche Gesetze gutzuheißen, sondern es ist bereits Mitläufertum. Und das von jemandem der über der Herde zu stehen glaubt.
    Es gibt keine Pflicht zum gut heißen.
    Es gibt aber auch keine Pflicht, zu jeder Gegebenheit eine Meinung haben- und abgeben zu müssen.

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