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Abhisit und Suthep werden angeklagt

Erstellt von waanjai_2, 06.12.2012, 14:29 Uhr · 1.295 Antworten · 69.741 Aufrufe

  1. #511
    Avatar von clavigo

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    [QUOTE"Ohne Rechtschaffenheit ist es nicht leicht, in äußerem Glück die Bescheidenheit zu wahren." - Aristoteles, Nikomachische Ethik][/QUOTE]


    Aber Tramaico wird sicherlich die passende Replik haben.....

  2.  
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  3. #512
    Avatar von waanjai_2

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    Na hat schon einer die damaligen Vorwürfe gegen Somchai, den letzten ordentlich gewählten thail. PM, gelesen. So aus inneren Konsistenz-Gründen vielleicht?

    Link ist im Beitrag # 494.

    Und dann erzähle hier jemand, die Anklage gegen Abhisit und Suthep sei "politisch motiviert". Dem kann ich nur auf die Schulter klopfen und ihm sagen: So waren auch alle anderen Anklagen gegen andere in der Vergangenheit. Und was meinst Du erst, was die Urteile waren?

    Aber warum gerade Mark, der Brite nur einen Deut besser gewesen sei. Sorry, Unverständnis. Er hat sich an die Macht schießen lassen, obwohl er wußte, dass dies nicht der Wille des Volkes war. Hat gute 3 Jahre gebraucht, das endlich einzusehen.

    Aber zurück zu Somchai.

  4. #513
    Bukeo
    Avatar von Bukeo
    Zitat Zitat von waanjai_2 Beitrag anzeigen
    Na hat schon einer die damaligen Vorwürfe gegen Somchai, den letzten ordentlich gewählten thail. PM, gelesen. So aus inneren Konsistenz-Gründen vielleicht?
    kann das sein, dass das ein gänzlich anderer Fall war. Da wurden nicht getestete Tränengas-Granaten aus China verwendet, der Sprengkraft viel zu hoch war.



    Und dann erzähle hier jemand, die Anklage gegen Abhisit und Suthep sei "politisch motiviert".
    die Anklage ist politisch motiviert. Weil eben Mord eine Absicht voraussetzt. Nicht mal der Schütze könnte wegen Mordes angeklagt werden, wenn er nicht absichtlich auf den Taxifahrer gezielt hat, um ihn zu töten. Niemals aber Abhisit und Suthep als nicht direkt Beteiligte. Man wird sehen, wie das thail. Gesetz - das damals bei Thaksin eine Anklage wegen Massenmord verhinderte - vom Gericht aufgenommen wird, das indirekte Tötungsbefehle, sofern ein solcher überhaupt gegeben wurde - in TH nicht strafbar sind.

    Dem kann ich nur auf die Schulter klopfen und ihm sagen: So waren auch alle anderen Anklagen gegen andere in der Vergangenheit. Und was meinst Du erst, was die Urteile waren?

    Er hat sich an die Macht schießen lassen, obwohl er wußte, dass dies nicht der Wille des Volkes war. Hat gute 3 Jahre gebraucht, das endlich einzusehen.
    ich sehe das anders. Er wurde von den Rothemden von der Macht weggeschossen. Ohne einen Toten, wäre die Wahl danach anders verlaufen.
    Deshalb wurde von Thaksin Chaos bevorzugt und er hatte kein Interesse an einer friedlichen Einigung, wie z.B. Annahme der Roadmap. Siehe SMS an Jatu...., danach Ablehnung aller weiteren Gespräche.

  5. #514
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Zitat Zitat von clavigo Beitrag anzeigen
    "Ohne Rechtschaffenheit ist es nicht leicht, in äußerem Glück die Bescheidenheit zu wahren." - Aristoteles, Nikomachische Ethik]

    Aber Tramaico wird sicherlich die passende Replik haben.....

    Gewiss. Haben die Griechen die Deutschen nicht schon genug "rechtschaffen" verarscht?

    Somit lasst uns daher lieber an einen guten, alten Deitschen halten. Nein, nicht Tramaico, der ist Bangkoker, sondern Artur Schopenhauer:

    Bescheidenheit bei mittelmäßigen Fähigkeiten ist bloße Ehrlichkeit. Bei großen Talenten ist sie Heuchelei.

    Tramaiconische Philosophie fehlt ja noch die Anerkennung des einfachen Volkes, aber na ja, Herrn Schopenhauer wird man sicherlich nicht so leicht Weisheit absprechen koennen wie mir, hi, hi, hi

  6. #515
    Avatar von waanjai_2

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    Zitat Zitat von Bukeo Beitrag anzeigen
    kann das sein, dass das ein gänzlich anderer Fall war. Da wurden nicht getestete Tränengas-Granaten aus China verwendet, der Sprengkraft viel zu hoch war.
    Und der damalige PM hat ev. die Granaten eigenhändig geworfen, nicht wahr.
    Aber vielen Dank für Deinen unfreiwilligen Ulk.

    Aber das damals angestrengte Verfahren läßt nun das derzeitige für die zuletzt noch Ungläubigen viel realistischer werden. Auch das ist eben Thailand.

  7. #516
    Avatar von waanjai_2

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    Und wie schon früher beschrieben, trudeln jetzt mehr und mehr Urteile beim DSI ein, bei denen Unbeteiligte und Unbewaffnete mit Soldaten-Munition getoetet wurden.
    Hier der Bericht über ein drittes Urteil (für unsere Superschlauen, die glauben, man koenne durch Worten Fakten abschaffen)

    DSI wating for court's ruling | Bangkok Post: news

    Auch dieses Urteil hat wohl einen Schoenheitsfehler. Man weiß, es wurde aus einer mit Soldaten besetzten Barriere geschossen aber nicht von genau wem. Was auch letztlich unerheblich ist. Sie sind alle ja exkulpiert, handelten auf Befehl.
    Aber wenigstens eines sieht man auch an diesem Fall. Hätte man sich ganz bewußt für den Einsatz von Polizeikräften bemüht, dann gäbe es auch so etwas wie "Spurensicherung". Ein Ding, was wohl die meisten Militärs in Thailand noch nicht einmal als Wort kennen.

  8. #517
    Bukeo
    Avatar von Bukeo
    Zitat Zitat von waanjai_2 Beitrag anzeigen
    Und der damalige PM hat ev. die Granaten eigenhändig geworfen, nicht wahr.
    Aber vielen Dank für Deinen unfreiwilligen Ulk.

    Aber das damals angestrengte Verfahren läßt nun das derzeitige für die zuletzt noch Ungläubigen viel realistischer werden. Auch das ist eben Thailand.
    und zu wieviel Jahren Knast ist Somchai und Chavalit verurteilt worden?

    Ich glaube du hast keine Ahnung, was Mord bedeutet.

    Hier zur Aufklärung:

    Mord

    Ich wiederhole mich gerne noch öfters. Hat Abhisit den Mord an genau diesen getöten Personen (momentan 2, ev. später mehr) befohlen. Es muss ein direkter Tötungsbefehl gewesen sein, sonst wird das in TH nix.
    Alles andere mag Fahrlässigkeit sein oder sonst etwas. Aber niemals Mord. Wenn ich dir heute eine scheuere und du stirbst dabei, ist das auch kein Mord.

    Zitat Zitat von waanjai_2 Beitrag anzeigen
    Und wie schon früher beschrieben, trudeln jetzt mehr und mehr Urteile beim DSI ein, bei denen Unbeteiligte und Unbewaffnete mit Soldaten-Munition getoetet wurden.
    Hier der Bericht über ein drittes Urteil (für unsere Superschlauen, die glauben, man koenne durch Worten Fakten abschaffen)
    auch hier beim 3. Taxifahrer ist der Schütze nicht identifiziert und scheinbar besteht auch keine Interesse dran. Als Beweis: es war wohl eine Armeewaffe, genau wie Jatu.... seinerzeit Beweise wg. der Brandstiftung im CW vorlegte. Ein Video, wo nur Armeestiefel zu sehen waren, also müssen es Soldaten gewesen sein.
    Das ist alles - mal sehen, wie die intern. Presse das aufnimmt.

    Oder hat doch dieser die 3 erschossen, Armeewaffe stimmt schon mal :-) d12.jpg


    Auch dieses Urteil hat wohl einen Schoenheitsfehler. Man weiß, es wurde aus einer mit Soldaten besetzten Barriere geschossen aber nicht von genau wem. Was auch letztlich unerheblich ist. Sie sind alle ja exkulpiert, handelten auf Befehl.
    auf wessen Befehl. Im Schiessbefehl Sutheps ist genau definiert, wann geschossen werden darf.
    So, und nun erklär du mir mal - wie man ohne die Befragung des Schützen nun feststellen möchte, warum geschossen wurde.
    Gibt ja mehrere Möglichkeiten:

    1. Das Zielobjekt war bewaffnet
    2. das Zielobjekt lief in die Schusslinie
    3. der Schütze handelte ausserhalb des Schiessbefehls, aus welchen Gründen auch immer.

    Ich schliesse nicht mal aus, das eine Wassermelon absichtlich einen Unbeteiligten erschoss, um Abhisit und die Regierung zu diskreditieren.
    Wurde bei der Pitak-Gruppe auch vermutet - warum nicht bei den Rothemden auch. Wer kann das völlig ausschliessen.
    Daher muss der Schütze identifiziert werden, erst dann hat man Klarheit.

  9. #518
    Avatar von Waitong

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    Empfehlung zur Erkenntniserweiterung ---> Asia Sentinel - The Abhisit Indictment: Political ploy?

  10. #519
    Avatar von waanjai_2

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    Es fällt vielen schwer, das Prinzip der Verantwortung in Befehlsketten zu verstehen. Viele haben auch keine eigenen Erfahrungen damit.

    Die Kehrseite der Delegation von Macht an Führungsleute hat die Kehrseite, dass die Führungsleute dafür Verantwortung tragen, dass ihre Befehle befehlsgemäß ausgeführt werden.
    Sollte man eigentlich denken, das wäre ein Selbstgänger, ist es aber offensichtlich nicht.

    Werden Befehle von Vorgesetzten nicht richtig an die Untergebenen weitergeleitet oder erläutert, dann handeln die Untergebenen immer noch auf Befehl. Den noetigen Feedback muß jedoch der Vorgesetzte organisieren.
    Erhält er Kenntnis oder müßte er erkennen (es gibt keine Entschuldigung fürs Weggucken!), dass seine Befehle fehlerhaft in die Praxis umgesetzt werden, dann muß der Vorgesetzte handeln und die Inhalte seiner Befehle überdenken.

    Ist doch im Wirtschaftsleben nicht anders. Die Verantwortung für ein gerade fertiggestelltes und abgenommenes Produkt ist eine andere als die Organisationsverantwortung für ganze Strukturen der Arbeitsabläufe im Betrieb.
    Fragt mal Vorgesetzte.

    Im Rechtsleben darf man den Juristen nicht so viel Ineffizienz unterstellen, als würde ein Richter noch erst Stunden und Gerichtstage dafür verschwenden zu ermitteln, wer denn genau die toedlichen Schüsse abgegeben hat, wenn ohnehin alle Beteiligten außer dem Befehlsgeber wegen Befolgung eines Befehls "aus dem Schneider sind". Die Frage nach der impunity steht nur in der Theorie ganz am Schluß, in der Praxis der Gerichte ist sie von Anfang an verhaltensleitend.

    Wäre ja auch so dämlich, wie die Einleitung von Untersuchungen weg. Mordes bei den Doppel-Null-Agenten des britischen Geheimdienstes, Müßiges Unterfangen, macht keiner.

    Und so ganz Unterfotzige fragen uns so Fragen, ob nicht ev. Thaksin sich in die Front ("fired from a line established by security forces") eingeschmuggelt haben koennte.

  11. #520
    Avatar von waanjai_2

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    Zitat Zitat von Waitong Beitrag anzeigen
    Empfehlung zur Erkenntniserweiterung ---> Asia Sentinel - The Abhisit Indictment: Political ploy?
    Interessanter Artikel. Insbesondere wegen der Aussagen zur Geschichte früherer (erhoffter) Anklagen.
    Schade, dass zum Zeitpunkt der Artikelverfassung dem Autor das lfd. Verfahren gegen Somchai nicht gegenwärtig war. Die gelben Medien tun allerdings auch kaum etwas dafür

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