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Zugang zur Einsicht

Erstellt von Johann_B, 22.09.2013, 03:32 Uhr · 138 Antworten · 7.065 Aufrufe

  1. #31
    Avatar von Johann_B

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    Ganz nebenbei, was mir hier im Forum ausgefallen ist, ist das es keinerlei Bereich für Kultur und Tradition gibt. Ich nehme nicht an, daß viele asiatische Kultur verstehen und wie kann man in einem Land leben oder es besuchen ohne Kultur kennen zu lernen und sie zu respektieren? Oder geht es wirklich ausschließlich um Konsum und Konsumentenberatung?

  2.  
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  3. #32
    Avatar von Johann_B

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    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Welch hehres hochgestecktes wenn nicht gar anmassendes Ziel, wo doch die Meisten bereits an der Huerde der eigenen Befreiung scheitern.

    Das Dach decken wollen und noch nicht einmal das Fundament gelegt. Wie menschlich und somit wie weit ab vom Weg. Vielleicht wird ja beim Hausbau erkannt, dass das Dach lediglich eine Illusion ist.
    Das ist hart, einem Baumeister mit Dhammapada zu kommen, kann aber durchaus aus Mitgefühl passieren.

    Den Kreis vieler Geburten durchwanderte ich ohne Lohn,
    ohne Rast,
    auf der Suche nach dem Hausbauer.
    Geburt ist qualvoll wieder & wieder.

    Hausbauer, du bist entdeckt!
    Du wirst kein Haus mehr bauen.
    All deine Sparren sind zerbrochen,
    der Firstbalken zerstört,
    dahingegangen in die 'Formlosigkeit',
    ist der Geist am Ende der Begierde angelangt.

    Dhp 153-154

  4. #33
    Avatar von Johann_B

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    Zitat Zitat von x-pat Beitrag anzeigen
    Der Weg zur Befreiung (im buddhistischen Sinn) ist immer eine kollektive Anstrengung.

    Cheers, X-pat
    Das ist wohl eher eine westliche oder moderne Renaissance des Spiritualität oder Hinduismus, aber von dem hat Buddha nicht viel erzählt. Doch führt es zu: Ein Leben wie ein Rettungsschwein.

    Auch Pol Pot, Ghandi und Martin Luther King und andere hätten nicht so gehandelt, hätten sie nicht so solche Dinge im Kopf gehabt. Was ausser Leichenfelder vergrößern hatte dies je gebracht? Wie könnte ich dir helfen, selbst wenn ich wüsste wie es ginge?

  5. #34
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Zitat Zitat von x-pat Beitrag anzeigen
    Und deswegen geht die Befreiung der Lebewesen mit der eigenen Befreiung Hand in Hand.
    Koennte, muss aber nicht zwangslaeufig und somit sollte dies keine Zielstellung sein, da wir letztendlich nur wirklich auf uns selbst Einfluss nehmen (meist wird hieran bereits gescheitert, weil sich bereits von vornherein zu stark auf den nicht greifbaren Horizont konzentriert wird) aber im Hinblick auf Andere nie sicher sein koennen.

    Schau, ein zufriedener Mensch koennte bei einem Mitmenschen sowohl positive aber auch voellig gegensaetzliche Reaktionen ausloesen, wie z. B. Missgunst. Es kann somit nur der befreit werden, der auch wirklich befreit werden will. Kurzum, Befreiung ist somit nur durch einen jeden selbst moeglich. Meiner Meinung nach ein wichtiger Aspekt der eigenen Erkenntnis, weil eine Zielsetzung der Befreiung der Lebewesen eine Anhaftung ist, die schnell zu Leid fuehren und somit der eigenen Befreiung absolut gegenlaeufig sein kann. Ergo, Schuster bleibe bei DEINEN Leisten und erkenne, dass die Leisten Anderer fuer Dich eigentlich unerreichbar sind, auch wenn er sich als Guru der Gurus waehnen mag.

    Der Befreite sucht nicht zu befreien, da ihn das leicht die eigene Befreiung kosten koennte, weil es eben nicht Plop macht und man auf einmal Supermann ist. Die Erde bleibt auch weiterhin eine Ellipse.

  6. #35
    Avatar von Johann_B

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    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen

    Der Befreite sucht nicht zu befreien, da ihn das leicht die eigene Befreiung kosten koennte
    Na ich glaube da hat jemand übers Ziel hinausgeschoßen oder Tramaico? Wie kann man Befreiung verlieren oder ist ein Befreiter noch nicht frei?

  7. #36
    Avatar von Johann_B

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    Das ist vielleicht hilfreich zum Thema:

    Was es heißt ein Laienanhänger zu sein

    Ich habe gehört, daß der Erhabene zu einem Anlaß in Jivakas Mangohain, bei Rajagaha verweilte. Da ging Jivaka Komarabhacca zum Befreiten und, angekommen, sich vor ihm verneigt, setzte er sich an die Seite. Als er dort saß, sagte er zum Befreiten: "Herr, in welchem Maße ist jemand ein Laienanhänger?"


    "Jivaka, wenn jemand Zuflucht in Buddha genommen hat, Zuflucht in Dhamma genommen hat und Zuflucht in die Sangha genommen hat, in diesem Ausmaß ist einer dann ein Laienanhänger."


    "Und in welchem Maße, Herr, ist einer ein tugendhafter Laienanhänger?"


    "Jivaka, wenn jemand davon absteht Leben zu nehmen, vom Stehlen, von 5exuellem Missverhalten, vom Unwahrheiten sprechen und absteht gärende und destillierte Getränke einzunehmen, die zu Unachtsamkeit führen, in diesem Ausmaß ist ein dann ein tugendhafter Laienanhänger."


    "Und in welchem Maße, Herr, ist einer ein Laienanhänger, der für sein eigenes Wohl, nicht aber für das der anderen übt?"


    "Jivaka, wenn ein Laienanhänger selbst großartig im Vertrauen ist, aber andere nicht dazu anhält großartig im Vertrauen zu sein; wenn er selbst großartig in Freigiebigkeit ist, aber andere nicht dazu anhält großartig in Freigiebigkeit zu sein; wenn er selbst danach strebt Bhikkhus zu treffen, aber andere nicht dazu anhält Bhikkhus zu treffen; wenn er selbst strebt das wahre Dhamma zu hören, aber andere nicht dazu anhält das wahre Dhamma zu hören; wenn er sich selbst stets an das Dhamma, daß er gehört, hat erinnert, aber andere nicht dazu anhält sich an das gehörte Dhamma zu erinnern; wenn er selbst das Dhamma, daß er gehört hat, ergründet, aber andere nicht dazu anhält das gehörte Dhamma zu ergründen; wenn er selbst beides, daß Dhamma und seine Bedeutung kennt, sich im Einklang mit dem Dhamma übt, aber andere nicht dazu anhält im Einklang mit dem Dhamma zu üben: in diesem Ausmaß ist er dann ein Laienanhänger, der für seinen eigenes Wohl, nicht aber für das der anderen übt."


    "Und in welchem Maße, Herr, ist einer ein Laienanhänger, der in beidem, für sein eigenes Wohl, als auch zum Wohle anderen übt?"


    "Jivaka, wenn ein Laienanhänger selbst großartig im Vertrauen ist, und andere dazu anhält großartig im Vertrauen zu sein; wenn er selbst großartig in Freigiebigkeit ist, und andere dazu anhält großartig in Freigiebigkeit zu sein; wenn er selbst danach strebt Bhikkhus zu treffen, und andere dazu anhält Bhikkhus zu treffen; wenn er selbst begehrt das wahre Dhamma zu hören, und andere dazu anhält das wahre Dhamma zu hören; wenn er sich selbst stets an das Dhamma, daß er gehört hat, erinnert, und andere dazu anhält, sich an das gehörte Dhamma zu erinnern; wenn er selbst das Dhamma, daß er gehört hat, ergründet, und andere dazu anhält das gehörte Dhamma zu ergründen; wenn er selbst beides, daß Dhamma und seine Bedeutung kennt und sich im Einklang mit dem Dhamma übt und andere dazu anhält im Einklang mit dem Dhamma zu üben: in diesem Ausmaß ist er dann ein Laienanhänger, der in beidem, für sein eigens Wohl, als auch zum Wohle anderen übt."

    Bis dort hin, also bis zu dem Grad einer gewissen Einsicht, ist es schon legetim sich als Laien nur um sich selbst zu kümmern. Auch darüber hinaus, wäre ein Fokus auf die eigene Befreiung in Ordnung, aber wie Buddha sagte, wird man stets offen für Kritik sein.

  8. #37
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Zitat Zitat von Johann_B Beitrag anzeigen
    Das ist hart, einem Baumeister mit Dhammapada zu kommen, kann aber durchaus aus Mitgefühl passieren.
    Don't shoot the messenger.

    Ein Gaukler mag zwar mehr Gefallen finden, doch schafft er lediglich Kartenhaeuser, die frueher oder spaeter zwangslaeufig einbrechen muessen. Wem sollte damit gedient sein, ausser dem Ferrari fahrenden Gaukler selbst. Es gibt soviele Gaukler und sie kommen in allen Farben und Varianten. Das ist nicht bedauerlich, sondern es ist einfach so wie es ist.

    Mitgefuehl ist auch keine anzustrebende Tugend, die es anzustreben und/oder zu demonstrieren gilt, denn Gefuehl macht verletzlich und kann somit im Leid enden, wenn ihm angehaftet wird. Ich fuehle, dass ich nicht fuehle (frei nach einem griechischen Philosophen).

  9. #38
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Zitat Zitat von Johann_B Beitrag anzeigen
    Na ich glaube da hat jemand übers Ziel hinausgeschoßen oder Tramaico? Wie kann man Befreiung verlieren oder ist ein Befreiter noch nicht frei?
    Wie kann jemand wissen ob er wirklich erleuchtet ist, wenn doch die Zukunft ausserhalb unseres Wirkens und alles veraenderlich ist? Nur das Jetzt zaehlt und in einer Sekunde ist es bereits schon Vergangenheit. Der, der atmet unterliegt der Veraenderung. Somit koennen wir ueber die Vergangenheit berichten doch nicht ueber die Zukunft.

    Wer somit ueber die Zukunft berichtet kann somit kein Befreiter sein sondern nur ein Gaukler.

  10. #39
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Zitat Zitat von Johann_B Beitrag anzeigen
    Bis dort hin, also bis zu dem Grad einer gewissen Einsicht, ist es schon legetim sich als Laien nur um sich selbst zu kümmern. Auch darüber hinaus, wäre ein Fokus auf die eigene Befreiung in Ordnung, aber wie Buddha sagte, wird man stets offen für Kritik sein.
    Aber das Wohl Anderer kann doch nur Nebenprodukt sein, auf das wir keinerlei wirklichen Einfluss haben und auch nicht spekulieren sollten um nicht in Enttaeuschung zu enden. Wer befreien will wird schnell unfrei, weil Wollen Anhaftung ist. Somit kommt es wie es kommt. So oder so.

  11. #40
    Avatar von Johann_B

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    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Don't shoot the messenger.

    Ein Gaukler mag zwar mehr Gefallen finden, doch schafft er lediglich Kartenhaeuser, die frueher oder spaeter zwangslaeufig einbrechen muessen. Wem sollte damit gedient sein, ausser dem Ferrari fahrenden Gaukler selbst. Es gibt soviele Gaukler und sie kommen in allen Farben und Varianten. Das ist nicht bedauerlich, sondern es ist einfach so wie es ist.

    Mitgefuehl ist auch keine anzustrebende Tugend, die es anzustreben und/oder zu demonstrieren gilt, denn Gefuehl macht verletzlich und kann somit im Leid enden, wenn ihm angehaftet wird. Ich fuehle, dass ich nicht fuehle (frei nach einem griechischen Philosophen).
    Es stimmt, daß sich viele nicht so kluge, die ein Geschick gelernt haben, sich damit die eigene Gute zerstören. Siehe Dhammapada:

    Nur zu seinem Verderben
    wird dem Narren Ruhm zuteil.
    Ruhm plündert sein strahlendes
    Glück & sprengt ihm den Kopf.
    Dhp 72


    In der Geschichte dazu lernt ein Dummer Bogenschießen und sein Meister sagt ihm auf nichts zu schießen, was einen Besitzer hat. Der Dumme Schlau, durchbohrt den Kopf eines Pacceccabuddhas geschickt von einem Ohr zum anderen. Seine Anhänger erschlagen ihn später. Geschichte hier in englisch.

    Diese Erzählung von Gaukler und das man aus Gauklern keinen Nutzen ziehen kann, ist stimmig mit deinen anderen Annahmen, die nicht ganz zu Buddhas Lehren passen. Es ist nicht notwendig, einen Erleuchteten als Lehrer zu haben und man kann durchaus auch auf den Wink oder vielleicht eine traditionell angewohnte Verhaltensweise hinaus Einsicht erlangen.

    Also vor Gauklern würde ich mich nicht fürchten, eher davor Zugang im Außen zu suchen.

    Passende Aufmerksamkeit ist Voraussetzung für das erlangen von rechter Sichtweise: AN 2.125-126: Ghosa Suttas — Die Stimme

    Gedanken wie "fuehle, dass ich nicht fuehle" versperren jeden Zugang zum Pfad und führen höchstens in das was Buddha "Haushältergleichmut genannt hat"

    Mitgefühl finden sich im Achtfachen Pfad unter dem Tugendabschnitt und Mitgefühl für sich selbst ist damit zu beginnen.

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