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War es das alles wert?

Erstellt von phimax, 09.03.2004, 02:40 Uhr · 54 Antworten · 4.189 Aufrufe

  1. #41
    Avatar von Serge

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    Re: War es das alles wert?

    @Phimax
    Super ! Ich bin von dem Milieu auch immer fasziniert gewesen, allerdings waren zu meiner Zeit Thailaenderinnen eher selten, da waren es meisten Deutsche, Ungarinnen, Franzoesinnen, Suedafrikanerinnen, und Ecuadorianerinnen. Ich hab einen Teil meiner Jugend in der Szene verbracht, zumeist in Kiel und Hamburg und hatte immer grossen Respekt vor vielen dieser Frauen.

    Ein wirklich schoenes Bild das Du hier beschreibst!

    @Micha
    Eine sehr warme und herzliche Beschreibung.

    Alles Gute aus Bkk - wo es gleich hoellisch anfangen wird zu regnen
    Serge

  2.  
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  3. #42
    Avatar von phimax

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    Re: War es das alles wert?

    VI und Schluß.

    Da wir uns in einem Thaiumfeld getroffen hatten, wo mich die Leute kennen, kamen dann auch die Frage nach ihr. "Phüan gan..." (nur gute Freunde). Doch die Gerüchteküche war eröffnet. Störte mich aber nicht weiter, da normal. Wenn ich mit jemanden in eine Thai Location gegangen bin oder diese mit jemanden verlassen habe, waren die meisten davon ueberzeugt, das da mehr war, mir ging es ja nicht anders. Doch mit der Zeit lernt man die Zeichen zu deuten. Wer sucht wen und warum, wer hat gefunden und zeigt es nicht, wer will einfach nur Party machen und sonst seine Ruhe. Von den großen Messen hier (CeBIT, Industrie) mal abgesehen, kam keine Frau zum arbeiten in die Karaoke. Sie kamen nach Feierabend und wollten ihren Spaß. Aber auch Hausfrauen kamen oft und gern; keinerlei Berührungsängste. Manche brachten ihren letzten Gast mit, manche kamen mit ihrem Partner, manche kamen täglich, manche einmal die Woche, wieder andere nur zu Parties (Songkran, Leutkaton etc.). Es war wie in einer Stammkneipe um die Ecke, jeder kannte irgendwie jeden und man traf immer jemanden, den man kannte; die beste Zeit war zw. 3 und 6 Uhr morgens <555>. Allerdings verirrten sich selten Männer in den Laden. Zum einen gab es Gesichtskontrolle an der Tür, zum anderen schreckte die Musik doch viele ab. Doch dies störte die Stammgäste nicht wirklich, man bliebt sowieso lieber unter sich. Die wenigen, die blieben, akzeptierten, das es kein Anbagger- oder Animierladen war und wurden dann auch akzetiert, manche allerdings lediglich toleriert; des Umsatzes wegen.


    Bis hier war die Geschichte geschrieben und jetzt mag ich nicht mehr.
    Bevor mir schreiben Arbeit macht, hör ich lieber auf, bingt nichts.
    Ich hab´ z.Zt. andere Sachen im Kopf und die blockieren irgendwie.

    Letztlich wäre die ganze Geschichte sowieso mit ein paar Sätz erzählt.
    Für alle, die es interessiert, der Rest im Schnelldurchlauf.

    Ich war oft Nachts bei ihr, Hausaufgaben machen, essen, reden, ausheulen. Wir haben uns gut verstanden. Mit der Zeit lernte ich die anderen aus Nr. x besser kennen; mache sind gute Freunde geworden. Tirak merkte schnell, das bei mir mehr war, als nur der gute Freund. Und sie war ehrlich zu mir.

    "Phimax, du weißt warum ich hier bin. Ich habe einige Jahre ein normales Leben geführt. Dann kamen die Forderungen meiner Familie, ein Studium zu finanzieren. Du weißt, das ich nicht ablehnen konnte. Mit den Job in der Küche konnte ich das nicht bezahlen. Ich fing an, sporadisch zu arbeiten; schnell verdientes Geld. Dann ging die Beziehung mit meinem Freund in die Brüche. Hatte nichts mit dem Job zu tun, er wußte davon nichts, wir haben uns einfach auseinander gelebt. Ich habe mich dann entschieden, den Job Fulltime zu machen. Ist nicht immer einfach, aber wenn niemand in meinem Herzen ist, geht´s. Darum mach dir keine Hoffungen auf meine Liebe, könnte es nicht ertragen, wenn jemand zuhause auf mich wartet. Wenn du es nicht akzepieren kannst, gehe lieber weg von mir." In einer SMS schrieb sie mal: Chan bpen phuujing mai dii, khun ja ma rak chan löi.

    Ich bin solange geblieben, bis es anfing weh zu tun, bis zur Ahnung, das aus Liebe Hass werden kann. Wir hatten nie etwas miteinander, aber wenn ich gemeinsamen Freunden glauben kann, haben wir etwas bis heute, eine Hass-Liebe. Solange wir uns nicht sehen, ist´s OK. Und wir haben uns schon laaange nicht mehr gesehen <555> Ich hab´ Tirak aus der Ferne beobachtet. Alles was sie sagte, stimmte. Nur in einem Punkt hat sie sich selbst belogen: sie hat immer noch nicht aufgehört, obwohl das Studium längst abgeschlossen ist, hat sich sogar einen Freund gesucht, leider läßt er sich von ihr aushalten. Tirak, Schade, das hast du nicht verdient.

    Die Geschichte heißt ja "War es das alles Wert". Was war es denn nun, was es nicht Wert war? Die Studentin machte ihren Abschluß. Statt eines Job´s in Thailand, wurde für sie hier ein Mann zum heiraten gesucht (über dritte wurde ich auch gefragt, ob ich nicht helfen könnte). Es fand sich auch einer, ein Kunde von Tirak. Nicht unerfahren mit Thai, aber irgend etwas in seinem Blick störte mich mich schon ersten kennenlernen. OK, er war recht fair und sagte, sie müsse beim Lebensunterhalt mithelfen und in seiner Firma wären auch Aushilfsjob´s möglich. Er versprach viel: Respekt, deutschlernen, Führerschein, Job finden und vielleicht wächst ja auch Liebe. Auf der Hochzeit schicke er sie in die Küche zum Bierholen, und zu seinem Freund sagte er, das Frauen ja dazu da sind. Ein vielversprechender Anfang. Der weitere Kontakt war sporadisch. Mir viel auf, das ihr deutsch nicht besser wurde. Es liegt wohl daran, das man nur durch fernsehen nicht so viel lernen kann. Den Ehemann habe ich fast nur im betrunkenen Zustand erlebt. Na ja, wenn man sich nur auf Parties o.ä. trifft, mag das normal sein. Das er außer etwas pra sai mäng da nur wenig Thai spricht/versteht, hat wohl seine Gründe. Aber das sind alles nur Vermutungen, wahrscheinlich zu viele schlechte Geschichten gehört. Ich verlaß´ mich lieber auf meine Augen.

    Doch manchmal kommen Zweifel an der Sehkraft. Ich gehe immer noch gern ins Laufhaus Nr. x, kenn´ ja ein paar liebe Menschn da. Immer noch Fotos und CDs bringen (heute gegen Entgeld), das neuste Handy erklären, helfen ein günstiges Ticket zu finden, machmal schmerzende Rücken oder Füsse massieren (das meist gratis <555>) oder einfach hören, was es so neues gibt. Noch immer ziehen sie sich etwas über, schämen sich ein wenig; gibt einen Unterschied zw. Privat und Arbeit. Schon eine Weile her. Sage auf den Weg nach unten kurz bei einer Bekannten Hallo. Sind zu dritt im Zimmer. Warum hat die eine mich nicht begrüßt, mich nicht angesehen? Auf den Weg nach hause überlege ich, woher ich sie kenne. Kurzer Anruf.
    Ich denke, dazu muß man nicht zur Uni gehen...

    Und Tirak, war es das alles Wert?

    Michael

  4. #43
    Avatar von phimax

    Registriert seit
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    Re: War es das alles wert?

    Nachtrag.

    Nicht das nun jemand denkt, der Ehemann würde sie...
    Nein, er weiß von allem nichts. Es ist ihre freiwillige Entscheidung. Freiwillig? Ich denke, sie wird ihre Gründe/Zwäge haben. Ich wurde auch gebeten, wenn ich ihren Mann irgendwann mal treffen würde, ihm davon nicht zu sagen. San ja na khrap. Zum einen geht´s mich sowieso nichts an, zum anderen handelt es sich bei den Beteiligten um erwaschsene Menschen.

    Und ja, es gab sie, die Thread´s die mich zu der Geschichte inspirierten :-(

    Michael

  5. #44
    Johann43
    Avatar von Johann43

    Re: War es das alles wert?

    Phimax,

    sehr toll Dein Bericht. Auch ich habe solche Erfahrungen hier in Deutschland gemacht. In meinen vielen Wegen die ich ging, seit ich mit Thailand verbunden bin. Auch in diesem Milieu habe ich mich Einige Jahre bewegt, war selbst .......besitzer hier und in Thailand, doch das ist schon viele Jahre her und ich habe mich davon gelöst, stehe aber dazu. Bevor hier nun entsprechende Äußerungen kommen, denkt an Eure Toleranz ....

    Au jeden Fall, kenne ich das von Dir beschriebene sehr gut. Allerdings ist das Spektrum auch hier sehr weit und so Vieles kann ich nicht verstehen und denke, das uns da ähnlich ergeht.

    Gruß

    Johann

  6. #45
    CNX
    Avatar von CNX

    Re: War es das alles wert?

    Hallo phimax,

    war es das alles Wert ? Ich denke ja. Es endet sicherlich nicht alles in einem Happy End, bringt einem jedoch Einblicke und Erfahrungen zu denen man sonst keine Gelegenheit hätte.

    Gruss
    C N X

  7. #46
    CNX
    Avatar von CNX

    Re: War es das alles wert?

    Hallo Johann43,

    wenn ich Deine Antwort lese freue ich mich schon jetzt auf die Geschichten, die hoffentlich von Dir noch kommen werden.

    Gruss
    C N X

  8. #47
    Johann43
    Avatar von Johann43

    Re: War es das alles wert?

    CNX,

    ja, das glaube ich Dir gerne, aber ich weiß noch nicht ob ich das Alles einmal schreiben werde. Erstens die Zeit, zweitens ist mir noch nicht klar ob ich das möchte.

    Es geht mir nicht um die dann sicher auch aufkommende Kritik an meinem Leben. Nein, ich bin stark genug, dies zu ertragen. Ich bin heute ein offener und ehrlicher Mensch und stehe zu meinem Leben. Das war einmal anders. Es ist ganz einfach mein Leben, mit allen Fehlern, aber auch mit all den positiven Erinnerungen, die mir blieben, vor allem aber, was ich für mich daraus gelernt habe.

    Wer mein Leben hört,davon gibt es nicht Viele und da ist Otto auch nicht der Erste, der zu mir sagt, schreibe es oder schreibe ein Buch. Ja, ich weiß das mein Leben sehr Außergewöhnlich verlief, teils durch meine Schuld, teils durch die Einflüsse und und und .... wer ohne Fehler ist, werfe den ersten Stein, kann ich da nur sagen.

    Ich möchte eigentlich mit meinen Beiträgen, meinen Mitmenschen zu denken geben und vielleicht können sie etwas daraus für sich selbst verwerten. Wenn ich einen erreiche, dann hat es sich für mich gelohnt.

    In diesem Sinne
    Johann

  9. #48
    Avatar von phimax

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    Re: War es das alles wert?

    Zitat Zitat von Johann43",p="121060
    Ich möchte eigentlich mit meinen Beiträgen, meinen Mitmenschen zu denken geben und vielleicht können sie etwas daraus für sich selbst verwerten. Wenn ich einen erreiche, dann hat es sich für mich gelohnt.
    Schön gesagt

    Wenn dann die schwarz-weiß Seher anfangen, Graustufen zu sehen,
    sind wir alle ein Stück weiter.



    CNX,

    ich find´s halt immer Schade, das vorhandene Chancen nicht genutzt werden, weil sie monetären Zwängen untergeordnet werden. Kurz- bis mittelfristig hat es vielleicht Vorteile, doch langfristig rächt es sich meist.

    Kenne nicht nur eine >50jährige, die bis zu (selbstverdienten) 300.000 Eu in den letzten 15-20 Jahren durchgebracht hat; für nichts. Diese Frauen erfreuen sich bester Gesundheit, eine lange Lebenserwartung ist absehbar, doch das nützt ihnen herzlich wenig, mit Null Eu in der Tasche...

    Michael

  10. #49
    CNX
    Avatar von CNX

    Re: War es das alles wert?

    Hallo Johann,

    es wird immer Menschen geben die, wenn sie andere Lebensgeschichten hören, sagen werden das wäre mir nie passiert.
    Sie vergessen halt nur dabei, dass sie nie die Gelegenheit dazu hatten eventl. den gleichen "Fehler" zu begehen bzw. die Erfahrung zu machen.

    Kann mir nicht vorstellen, dass Du hier Kritik erfahren wirst. Eher Anerkennung für Deine offene und ehrliche Weise uns daraus lernen zu lassen.

    Gruss
    C N X

  11. #50
    Avatar von DisainaM

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    Re: War es das alles wert?

    Zitat Zitat von phimax",p="120968
    Die Studentin machte ihren Abschluß. Statt eines Job´s in Thailand, wurde für sie hier ein Mann zum heiraten gesucht ([highlight=yellow:b2c4b26eba]über dritte wurde ich auch gefragt, ob ich nicht helfen könnte[/highlight:b2c4b26eba]). Es fand sich auch einer, ein Kunde von Tirak. Nicht unerfahren mit Thai, aber irgend etwas in seinem Blick störte mich mich schon ersten kennenlernen. OK, er war recht fair und sagte, sie müsse beim Lebensunterhalt mithelfen und in seiner Firma wären auch Aushilfsjob´s möglich. Er versprach viel: Respekt, deutschlernen, Führerschein, Job finden und vielleicht wächst ja auch Liebe. Auf der Hochzeit schicke er sie in die Küche zum Bierholen, [highlight=yellow:b2c4b26eba]und zu seinem Freund sagte er, das Frauen ja dazu da sind. Ein vielversprechender Anfang.[/highlight:b2c4b26eba]
    Das Problem in der Szene besteht ja oft darin,
    das im Prinzip immer Bedarf ist, an jemanden, der Helfen kann.

    Wer heiratet, und zu schwach ist, der läßt es zu, das andere Thaifrauen mit Einfluss auf die Ehefrau, auf der Nase rumtanzen.

    Oft legen sich dann irgendwelche Dachdecker (nichts gegen die!), die nun ein Mädel aus der Szene geheiratet haben, absichtlich die oberpeinliche Mängda-Art zu, damit die anderen Thaifrauen ruhig bleiben, nach dem Motto; ''sie hat jetzt einen schwierigen Mann, den sie auch noch unter Kontrolle halten muß, wenn wir jetzt zuviel Stress machen, können wir ihr einen neuen Mann besorgen''.

    Teilweise hat diese peinliche Art, wenn der Mann mit den anderen Thaifrauen spricht, sogar seine Wirkung, denn der Kerl verbreitet wirklich Angst.
    ( Kun Deng, ich verspreche Dir, wenn Ihr meine Mia zum Spielen zieht, bekommst Du mit mir Probleme; hast Du mich verstanden ?!)= in freundlicher Foren-ausdrucksweise.

    Von daher bringt so ein 'primitiver Schrank', der sich durchsetzt, mehr zustande,
    als der verständige sensible schmalbrüstige Kumpel (nicht auf Dich bezogen; wir haben etwa die ähnliche Statur),
    der auf den Partner eingehen will, und denkt; 'man kann über alles sprechen'.

    Leider, leider, ist es so, das viele Mädels aus der Szene einen Mann wollen, der sie führt.
    Zitat "Ein stumpfes Messer ist ein sinnloses Messer"
    Dieser Mann ist dann das Alibi gegenüber den anderen Frauen, warum sie dies und jenes nicht mitmachen darf.
    Es muß auch gelernt sein, wenn man als Ehemann oder Freund die Rolle;
    - ich mache jetzt Problem - glaubhaft vor anderen Thaifrauen spielen soll.

    Hinter all dieser Fasade kann dann ein ganz anderes Verhältnis zwischen Mann und Frau bestehen,
    doch oft ist es so, dass die Männer zu dieser Trennung nicht im Stande sind.
    Deshalb müssen sie von der Frau geformt werden.

    Oft sind dann die Ergebnisse;
    "Auf der Hochzeit schicke er sie in die Küche zum Bierholen,"
    genau dass, was die Frau erreichen wollte.
    Der Trick heißt, man spielt die Unterwürfige, die alles macht; liefert dem Deppen sein Geld ab, hebt ihn also hoch, auf ein vermeintliches Führerpodest, bis der Idiot selber anfängt, daran zu glauben.
    Auf diesem Weg beginnt die leise Veränderung,
    und aus einem Dachdecker entsteht ein 'Zuhälter'.

    Nachdem er verheiratet, seine Funktionen erfüllt hat, und ausgemustert werden kann,
    stürtzen sie recht unsanft von diesen Podesten herunter.

    Danach, am Ende, sind weder Thaiszene, noch sonst was für sie da;
    bestenfalls Thaiforen.
    Manche haben in der Zeit Thai gelernt,
    und es beginnt ein anderes Kapitel.

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