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Von Kontrolleuren und Aufpassern

Erstellt von moselbert, 06.04.2008, 12:08 Uhr · 46 Antworten · 2.411 Aufrufe

  1. #31
    Avatar von moselbert

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    Re: Von Kontrolleuren und Aufpassern

    Der Krankenbesuch

    Corinna Reiber öffnete die Tür des Krankenzimmers.

    „Hallo, Peter, Liebling. Wie geht es Dir?“

    „Den Umständen entsprechend.“ sagte er.

    „Irgendwie fühle ich mich von Tag zu Tag schlapper, trotz der Medikamente.“

    „Ich habe Dir Deinen Lieblingskuchen mitgebracht.“ Corinna öffnete die mitgebrachte Dose.

    „Ah, Kölner Streuselkuchen. Danke, das ist lieb. Immerhin kann ich noch alles essen was ich will.“

    Er stellte den Kopfteil seines Bettes hoch und kostete von dem Kuchen.

    „Klasse.“

    Seine Frau schaute traurig. Nicht nur, dass sie von der geringen staatlichen Unterstützung leben mussten. Jetzt hatte ihn auch noch das Schicksal mit einem kranken Herzen geschlagen.

    „Weißt Du immer noch nicht, wann die Operation ist?“ fragte Corinna.

    Peter schüttelte den Kopf.

    „Vielleicht weiß der Arzt bei der Visite etwas mehr. Abwarten. Irgendwann wird schon ein Herz für mich kommen. Ich habe keine Bedenken.“

  2.  
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  3. #32
    Avatar von moselbert

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    Re: Von Kontrolleuren und Aufpassern

    Die Visite

    „Wen haben wir in diesem Zimmer? Ach ja, den hoffnungslosen Fall, Peter Reiber.“

    „Wieso hoffnungslos?“ fragte Schwester Viktoria.

    „Na ja, 1,1 ist kein guter Wert. Es wundert mich, warum er als Hartzer nicht 1,0 hat. Aber wie auch immer, bis ein Herz für ihn dabei ist, wird er wohl schon das Zeitliche gesegnet haben. Genug gegrübelt, Schwester Veronika. Lächeln bitte.“

    Professor Burwinkel klopfte an die Tür, öffnete sie und trat ein.

    „Herr Reiber? Ach und die gnädige Frau ist auch wieder auf Besuch da. So ist’s recht. Dann geht es uns auch bald wieder besser. Machen wir doch mal bitte den Oberkörper frei.“

    Der Professor nahm das Stethoskop und horchte. Die Geräusche aus Herrn Reibers Brust bestätigten die anderen Untersuchungen. Die Werte waren schlechter geworden. Es wurde Zeit, dass er unter das Messer kam.

    „Hört sich unverändert positiv an. Was essen wir denn da?“

    „Kölner Streusel.“

    „Wann werden Sie meinen Mann operieren?“ fragte Corinna.

    „Wenn wir ein passendes Spenderherz gefunden haben. Lange kann es nicht mehr dauern. Immerhin ist jetzt jeder Unfalltote von Staats wegen als Organspender vorgesehen. Es kann sich also nur noch um kurze Zeit handeln. Wir laufen ja nicht davon und sind immer verfügbar, nicht? Auf Wiedersehen.“

    Der Professor und die Schwester verließen das Krankenzimmer.

    „Ich denke, nächste Woche können Sie das Bett neu belegen, Schwester Veronika.“

    „Meinen Sie, dann hat er das neue Herz?“

    „Unsinn. Bei dem Wert von 1,1? Nächste Woche ist er aller Wahrscheinlichkeit gestorben, meine ich. Wer ist der nächste?“

    „Die Lunge aus Zimmer 629, 2,5facher Satz.“

    „Da brauchen wir uns keine Sorgen zu machen. Der wird sicher bald operiert.“



    Ein "Telefonat am Meer" gibt es in der Fortsetzung

  4. #33
    Avatar von moselbert

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    Re: Von Kontrolleuren und Aufpassern

    Ein Telefonat am Meer

    „Nok, die zwei letzten Tage und Nächte waren die bisher schönsten in meinem Leben.“ meinte Hans.

    Die Sonne war über dem Meer aufgegangen. Sie lagen auf dem zerwühlten Hotelbett und genossen die Aussicht.

    „Meine auk, Hans. Leider bist Du verheiratet und bald ist vorbei die Urlaubsflirt.“ Nok lächelte, allerdings etwas gequält.

    „Und wenn ich nicht verheiratet wäre?“

    „Dann brauchst Du keine Aufpasserin.“

    „Sondern?“

    „Eine Frau.“ Nok lächelte.

    „Ich gehe duschen.“ sagte Hans.

    Er gab Nok einen langen Kuss, stand auf und verschwand im Bad. Wenig später klingelte das Zimmertelefon. Nok nahm ab.

    „Hallo, kha?“

    „Hallo, khrab. Khun Hans ju mai khrab?“

    „Ju hong nam, kha.“

    „Dit thorasab jöraman dai mai, khrab?“

    „Dai, kha. Khab khun kha.“ (**)

    Ein paar Geräusche waren zu hören.

    „Hallo, kha?“

    „Hello? Can I speak to Mr.Danek please? Please hurry up, you are the fourth person, I am connected with.”

    „Sie können Deutsch mit mir reden.”

    „Ah, gut. Danek. Ich möchte meinen Mann sprechen. Aber ein bisschen zügig wenn’s geht.“

    „Sie brauken etwas Geduld.“ Nok lächelte.

    „Geduld. Ha! Wer sind Sie überhaupt? Die Managerin des Hotels? Ist mein Mann da? Oder ist er mit einem Flittchen zusammen?“

    „Was ist ein Flittchen?“

    „Ein, ein, ein Flittchen eben. Eine Prostituierte oder so.“

    „Nein. Er ist mit keinem Flittchen zusammen, Frau …“

    „Danek.“

    „In Thailand redet man sich mit Vorname an.“ Nok lächelte.

    „Das ist mir völlig egal, Frau …“

    „Katharangsi.....“ sagte Nok und lächelte.

    „Verbinden Sie mich schon endlich mit meinem Mann und lassen Sie diese albernen Wortspielereien sein.“

    „Er ist im Moment nicht zu spreken. Er dutscht.“

    „Er macht was?“

    „Dutsche. Take a shower.“

    „Duschen?“

    „Ja, dutschen.“ Nok lächelte.

    „Wer sind sie? Das Zimmermädchen?“

    „Ich bin seine Aufpasserin.“

    „Frau Vogel?“

    „Mein Name ist Nok, bedeuten so viel wie Vogel, ja.“

    „Was machen Sie bei meinem Mann im Zimmer?“ Renate war wütend.

    „Aufpassen, dass er nicht mit - wie sagten Sie? - eine Flittchen zusammen ist.“

    „Wie spät ist es bei Ihnen?“ fragte Renate.

    „8 Uhr morgens. Bei Ihnen zwei Uhr nakts wenn ich richtig rechne.“ Nok lächelte.

    „Ja. Ich habe stundenlang versucht, meinen Mann zu erreichen und jetzt das. Waren Sie die ganze Nacht mit ihm zusammen?“ Renate schrie diesen Satz heraus.

    „Ich muss gut auf Herrn Hans aufpassen, damit keine Flittchen kommt. Gibt es viele in Thailand, Frau …“

    „Sie, Sie, Sie… Sagen Sie Hans, er kann von mir aus in Thailand bleiben und braucht nicht mehr zurückzukommen. Ich reiche die Scheidung ein!“ Die Verbindung brach zusammen.

    Hans’ Frau hat ein sehr aufbrausendes Wesen, dachte Nok. Oder, wie man in Thailand sagte, ein heißes Herz.

    Die Tür zum Bad öffnete sich. Hans hatte ein Handtuch um die Hüften geschlungen.

    „Mit wem hast Du gesprochen?“

    „Mit dem Telefon.“

    „War es wichtig?“

    „Weiß nicht. Die Anrufer hat nicht gesagt, was es eigentlich wollte.“ Nok setzte diesmal ihre kleinen Deutschfehler bewusst ein und lächelte.

    „Was machen wir heute?“ fragte Hans.

    „Was will kleine Mann?“ fragte Nok und nahm Hans das Handtuch ab. „Liebe maken.“ stellte sie fest und lächelte. Dann zog sie Hans zu sich aufs Bett.

    „Du passt sehr gut auf mich auf.“ meinte Hans.

    „Du braukst keine Aufpasser mehr.“ meinte Nok.

    „Sondern?“

    „Frau.“ Nok lächelte.

    „Oh, der Anruf eben. War das Renate?“

    „Renate ist Frau Danek?“

    „Ja. Was hat sie gesagt?“

    „Was von Flittchen und Scheidung.“

    „Scheidung?“

    „Ja, aber keine Angst. Es wird schon alles gut, Schas.“ Sie küsste ihn.

    „Schas?“

    „Liebling.“ Nok lächelte.

    ---------------------------------------------
    (**)„Hallo?“
    „Hallo. Ist Herr Hans da?“
    „Er ist im Bad.“
    „Kann ich Ihnen ein Telefongespräch aus Deutschland durchstellen?“
    „Ja, sicher. Vielen Dank.“

    ---------------------------------------------

    Fortsetzung demnächst. Es geht um ein Herz.

  5. #34
    Avatar von ChangLek

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    Re: Von Kontrolleuren und Aufpassern

    .....ganz schön auskekocht das Vögelchen - "Vorsicht Grill" könnte man da sagen.....

    .....Duschen: heißt glaube ich Abnam..... :-)

  6. #35
    Avatar von Chris61

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    Re: Von Kontrolleuren und Aufpassern

    Köstlich!!! :bravo: Ich hoffe, die Geschichte geht noch laaaaaange weiter

  7. #36
    Avatar von moselbert

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    Re: Von Kontrolleuren und Aufpassern

    Zitat Zitat von Chris61",p="582436
    ... Ich hoffe, die Geschichte geht noch laaaaaange weiter ...
    leider nicht ...

  8. #37
    Avatar von moselbert

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    Re: Von Kontrolleuren und Aufpassern

    Das Herz

    „Guten Morgen zusammen. Bitte, Schwester Veronika, was haben wir heute?“

    „Frisch hereingekommen ist ein Herz, A negativ. Passende Fälle, Rentnerin 85, 1,0 und Arbeitsloser 1,1. Beide übrigens im Hause.“

    Professor Burwinkel staunte.

    „So geringe Werte? Auf der externen Warteliste haben wir nichts?“

    „Nicht A negativ, Professor.“ antwortete die Schwester.

    „Ach, darum kümmere ich mich gleich. Was liegt noch an?“

    „Leberstücke B negativ. Wir können hiermit einen 2,5er, einen 1,8er und einen 1,0er versorgen.“

    „Gut. Dr. Layther, Sie kümmern sich um die Lebern. Und wir beide, Schwester Veronika, suchen mal die beiden Herzfälle auf. Wer ist der 1,1er?“

    „Peter Reiber.“

    „Der mit dem Kölner Streusel. Hm.“

    „Bitte?“

    „Ach nichts. Und wer ist die Rentnerin?“

    „Ein akuter Fall. Maria Danek, 85. Kürzlich hereingekommen. Die Mutter eines Politikers übrigens.“ erklärte Schwester Veronika.

    „Politikermutter? Und dann nur 1,0?“

    „Ja. Ich habe mich auch etwas gewundert. Aber das ist objektiv von der Kravekres festgestellt worden.“

    „Hm. Ein Fall für eine kleine Gehaltsaufbesserung. Vielleicht ist ja der Politiker bereit, die 1,0 auf sagen wir mal 1,5 aufzustocken. Sie wissen ja, von den 0,5 wird der Staat nichts bekommen, alles für das Krankenhaus. Wo liegt die Mutter?“

    „Auf Intensiv.“

    „Schauen Sie mal nach, ob jemand zu Besuch da ist. Ansonsten rufen Sie die Angehörigen an und bitten sie schnellstmöglich in mein Büro.“

    „Mach ich, Professor.“ Schwester Veronika begab sich zur Intensivstation und Professor Burwinkel auf den Weg in sein Büro zu seinem Schreibtisch.




    Im nächsten Teil wird eine Entscheidung gefällt.

  9. #38
    Avatar von moselbert

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    Re: Von Kontrolleuren und Aufpassern

    Die Entscheidung

    Renate saß am Bett ihrer Schwiegermutter. Das nächtliche Telefonat hatte ihr sehr zugesetzt. Nach langem Suchen hatte sie endlich den Aufenthaltsort ihres Mannes herausgefunden. Sie wollte ihm mitteilen, dass seine Mutter zusammengebrochen war. Und dann hatte sie plötzlich dieses Flittchen am Apparat gehabt.

    Eine Scheidung schien wirklich das Beste zu sein. Sollte sich Hans doch demnächst bitte selber um seine Mutter kümmern.

    „Entschuldigen Sie bitte.“

    Renate drehte sich um.

    „Ja, Schwester?“

    „Sind Sie eine Verwandte der Kranken?“

    „Ich bin die Schwiegertochter.“

    „Gut. Der behandelnde Professor möchte Sie in seinem Büro sprechen.“

    „Worum geht es?“

    „Er hat es nicht gesagt. Allerdings schien es sehr dringend zu sein.“

    „Ich komme.“

    Renate folgte der Schwester durch die Gänge bis zu einer Tür.

    Die Schwester klopfte.

    „Professor, die Schwiegertochter der 1,0 Herz A negativ ist da.“

    „Soll reinkommen.“ hörte Renate.

    „Professor Burwinkel erwartet Sie.“

    „Danke.“ Renate trat ein.

    Ein älterer freundlicher Herr schaute sie an. Er stand auf und reichte ihr die Hand.

    „Burwinkel. Sehr erfreut, Sie kennenzulernen. Nehmen Sie Platz, bitte.“

    „Danke. Weswegen wollten Sie mich sprechen?“

    „Es geht um Ihre Mutter, Frau Danek.“

    „Schwiegermutter.“

    „Ja, genau. Wir hätten ein Herz für sie, allerdings müssten Sie noch etwas drauflegen für die OP.“

    „Wie meinen Sie das?“

    „Nun ja. Wir haben ein Herz und zwei Patienten, die passen. Ihre verehrte Schwiegermutter hat den Satz 1,0, die andere Person einen etwas höheren. Aus Gründen der Wirtschaftlichkeit müssen wir zunächst den Patienten mit dem höheren Satz versorgen.“ erklärte Professor Burwinkel. „Aber wenn Sie etwas Geld drauflegen würden, dann könnten wir die Reihenfolge umdrehen. Ihr Mann ist ja ein bekannter Politiker und …“

    „Bestechung?“

    „Frau Danek!“ Professor Burwinkel gab sich entrüstet.

    „Ich bin Politikerfrau.“ Oder ich war es bis jetzt, dachte sie. „Ich kenne die Tricks.“

    „Ahem.“ hüstelte der Professor. „Es ist ja nicht für mich, sondern für das Krankenhaus.“

    Wäre es nicht einfacher mit der Scheidung, wenn Hans’ Mutter ihren Frieden gefunden hätte? Oder wäre es Rache für die Demütigung, die Hans ihr mit diesem Flittchen zugefügt hatte, wenn sie kein Geld zahlen würde?

    „Wer ist denn der andere Patient?“ fragte Renate.

    „Ein Hartzer.“

    „Verheiratet?“

    „Ja.“

    „Glücklich?“

    „So wie es aussieht schon.“

    „Und wann erwarten Sie das nächste Herz dieser Blutgruppe?“

    „Das weiß man nie. Heute Nachmittag, nächste Woche …“

    „Nehmen Sie den Hartzer dran. Vielleicht kommt ja noch ein Herz. Mein Mann ist derzeit sowieso nicht zu erreichen.“ sagte sie grimmig. „Und er sollte schon über seine Mutter entscheiden.“

    ‚Aber es gibt derzeit wichtigere Dinge für ihn. Von mir aus soll er mit seinem Flittchen bleiben, wo der Pfeffer wächst. Ich lasse mich scheiden.’

    „Ist das wirklich Ihre Entscheidung?“ Der Professor schreckte sie aus ihren Gedanken.

    „Ja. Ich lasse mich scheiden. Die Entscheidung steht.“

    „Ich meinte eher die Herzoperation.“

    „Ach, Entschuldigung. Ja sicher. Gehen Sie in der gesetzlich vorgeschriebenen Reihenfolge vor.“

    Sie stand auf.

    „Ich bedanke mich herzlich für Ihr Angebot. Auf Wiedersehen.“ Sie verließ den Raum.

    „Auf Wiedersehen, Frau Danek.“

    ‚Schade. Etwas weniger Gewinn. Aber 1,1 ist besser als 1,0.’ dachte Professor Burwinkel.

    „Schwester Veronika, lassen Sie alles für die HerzOP für den Herrn Hartz bereitmachen.“ sagte der Professor über die Sprechanlage.

    „Herr Peter Reiber.“ hörte er die Schwester antworten.

    „Von mir aus. Namen sind Schall und Rauch, Herzen sehen alle gleich aus, nur die Brieftaschen nicht.“ scherzte er.

  10. #39
    Avatar von moselbert

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    Re: Von Kontrolleuren und Aufpassern

    Die Operation

    „Mir geht es nicht gut, Corinna.“ sagte Peter.

    „Soll ich die Schwester rufen?“

    „Die war vorhin schon da und hat mir ein paar Medikamente gegeben.“

    „Na siehst Du. Die schlagen bald an und auch die Operation steht demnächst bevor.“

    „Hoffentlich.“

    „Schau mal etwas optimistischer in die Zukunft, Peter.“

    Die Tür öffnete sich. Eine ihnen bisher unbekannte Ärztin trat ein.

    „Guten Tag. Mein Name ist König, ich bin Narkoseärztin.“

    Sie setzte sich auf das Bett.

    „Herr Reiber, zunächst nehmen Sie diese beiden leichten Beruhigungstabletten. Haben Sie heute schon etwas gegessen?“

    „Etwas Frühstück, warum?“ fragte Peter und nahm die Pillen.

    „Wir haben ein Herz für Sie. Haben Sie besondere Allergien?“

    „Nein. Doch, etwas Heuschnupfen.“

    „Das macht nichts. Ich muss Sie noch informieren, dass trotz der Fortschritte der Medizin ein allerdings sehr geringes Risiko besteht. Etwa einer von 1 Million Patienten wacht aus der Narkose leider nicht mehr auf. Alles wird aber per Computer überwacht, um das Risiko zu minimieren. Wenn Sie trotzdem für die Operation bereit sind, unterschreiben Sie bitte hier.“

    Sie hielt ihm einen Zettel hin. Er unterschrieb.

    „Ohne Operation sind die Chancen für mich ja geringer.“

    „Zweifellos. – Sie sind Frau Reiber?“

    Die angesprochene Corinna bejahte.

    „Wir werden Ihren Mann gleich für die Operation vorbereiten. Verabschieden Sie sich bitte von ihm. Sie können vor den OP Räumen warten oder im Restaurant essen. Die OP dauert etwa 5 Stunden.“

    Corinna stand auf und gab ihrem Mann einen langen Kuss.

    „Es wird alles gut. Ich wusste es. Bis später.“

    „Tschüß, Liebling.“

    Corinna verließ das Krankenzimmer. Vielleicht sollte sie zuerst etwas essen, um für das lange Warten anschließend gestärkt zu sein.


    ENDE

    © Norbert Hagemann
    11.02.2008

  11. #40
    Avatar von BinHierNichtDa

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    Re: Von Kontrolleuren und Aufpassern

    ENDE???

    Das kannst du so nicht stehen lassen, müssen wir jetzt den Film in unseren Köpfen alleine weiter drehen?

    Ich hoffe doch das da noch was folgt und wir dich umstimmen können die Geschichte noch weiter zu schreiben.

    Wenn nicht dann bedanke ich mich trotzdem für diese nette Geschichte.



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