Seite 2 von 5 ErsteErste 1234 ... LetzteLetzte
Ergebnis 11 bis 20 von 47

Von Kontrolleuren und Aufpassern

Erstellt von moselbert, 06.04.2008, 12:08 Uhr · 46 Antworten · 2.406 Aufrufe

  1. #11
    Avatar von moselbert

    Registriert seit
    15.09.2003
    Beiträge
    2.627

    Re: Von Kontrolleuren und Aufpassern

    Die Verabredung

    „Hallo.“ hörte er eine Stimme.

    „Frau Nok? Hier ist Hans Danek.“

    „Ja, Herr Hans. Was kann ich für Sie tun?“

    „Ich wollte sie fragen, wo man abends in der Nähe etwas Gutes zu essen bekommt.“

    „Oh, das ist nicht schwer. Ich kann Ihnen einige hübsche Restaurants nennen. Ich kann Sie auch begleiten, wenn Sie möchten.“

    „Das wäre sehr schön, Frau Nok. Wann können Sie kommen?“

    „Ich bin in 20 Minuten an die Lobby, wenn es Ihnen gefällt.“

    „Uh, so schnell.“

    „Wir können auch später treffen.“

    „Nein, 20 Minuten ist OK.“

    Er legte auf. Er verließ sein Zimmer und ging ein paar Schritte auf dem Flur zu dem von Klausheinrich. Er klopfte.

    „Ja?“

    „Klausheinrich. Hast Du Lust, essen zu gehen?“

    „Moment.“ Die Tür öffnete sich. Klausheinrich sah nicht sehr gesund aus.

    „Was ist mit Dir, Klausheinrich.“

    „Ach, die Scheißerei. Da ist man schon mal aus dem Berliner Trott weg und dann dieser beschissene Durchfall.“

    „Also gehe ich recht in der Annahme, dass Du uns nicht zum Essen begleitest?“

    „Ja, da gehst Du recht. Uns? Du und Frau Vogel?“ fragte Klausheinrich.

    „Genau. Ich fragte sie nach einem guten Restaurant, und sie bot sich an mitzukommen. Scheint zum Service zu gehören.“

    „Na dann viel Spaß. Ich lege mich gleich ins Bett. Ich habe Cola und Salzcrackers geordert. Und irgendwelche isotonischen Getränke. Hoffentlich bin ich morgen wieder fit.“

    „Na dann, gute Besserung. Schlaf gut.“

    „Danke, bis morgen.“

    Klausheinrich schloss die Tür.

    Hans ging ins Zimmer zurück und machte sich schnell frisch. Als er in die Lobby hinunterkam, saß Nok schon in einem Sessel und lächelte. Er setzte sich zu ihr.

    „Wie konnten Sie so schnell kommen?“

    „Die Agentur ist in Indra Hotel. Die meisten Tagungsteilnehmer wohnen in Amari oder Indra oder Bayoke, alles ein paar Sritte weg. So ist es sehr praktitsch, alles in die Nähe.“

    „Sehr praktisch, ja.“ stimmte Hans zu. „Welche guten Restaurants schlagen Sie vor?“

    „Was Sie wollen essen? Europäitsch, Inditsch, Thai Essen, Arabitsch?“

    „Oh. Ja, also, wenn ich schon mal in Bangkok bin, vielleicht thailändisch. Esse ich in Deutschland auch ab und zu.“

    „Thai Essen in Deutschland ist nicht wie in Thailand. Nicht so saaf.“

    „Saaf?“

    „English hot.“ Nok lächelte.

    „Ah, scharf.“

    „Ja, genau.“ bestätigte Nok.

    „Also dann, lassen Sie uns ein thailändisches Restaurant besuchen. Sie essen doch mit, oder?“

    „Ja. Ich habe noch nicht gegessen. Thai essen gerne. Wollen Sie an Fluss essen?“

    „Warum nicht?“

    „Nicht?“

    „Doch, ja. Entschuldigung. Eine deutsche Floskel. Why not.“

    „Ah ja. Ich habe vergessen. Wir fahren mit Tuk Tuk. Die Fluss ist ein bisschen weg. Mit Tuk Tuk die Luft ist swar slekt, aber Sie haben gleich Original Thai Feeling.“

    „Ich verstehe.“

    „Ich muss noch entschuldigen. Ich bin mit die deutsche ‚sch’ und ‚ch’ und ‚set’ swar vertraut, und manchmal klappt die Aussprake auk. Aber oft nicht. Ich hoffe, Sie verstehen mich trotzdem.“

    „Ich verstehe sie ausgezeichnet. Sie sprechen sehr gut Deutsch.“

    „Danke.“ Nok lächelte.


    Fortsetzung folgt: "Das Abendessen"

  2.  
    Anzeige
  3. #12
    Avatar von moselbert

    Registriert seit
    15.09.2003
    Beiträge
    2.627

    Re: Von Kontrolleuren und Aufpassern

    Zitat Zitat von Mandybär",p="579474
    Zitat Zitat von moselbert",p="579398

    „Und wie ist Ihr wirklicher Name?“ fragte Hans.

    „Weerayanalin Katharangsi.....“
    Der war gut ;-D
    Ich kann mir vorstellen, dass der Name Leutheusser-Schnarrenberger für Thai Ohren ähnlich kompliziert klingt.

  4. #13
    Mandybär
    Avatar von Mandybär

    Re: Von Kontrolleuren und Aufpassern

    [quote="moselbert",p="580017"][quote="Mandybär",p="579474"]
    Zitat Zitat von moselbert",p="579398
    [b]
    Ich kann mir vorstellen, dass der Name Leutheusser-Schnarrenberger für Thai Ohren ähnlich kompliziert klingt.
    Ja,ja, vor allem hört er sich dann für deutsche Ohren wieder gut an

    Leutheussel-schnallen-bergel

    Mandybär

  5. #14
    Avatar von moselbert

    Registriert seit
    15.09.2003
    Beiträge
    2.627

    Re: Von Kontrolleuren und Aufpassern

    Das Abendessen

    Sie saßen auf der leicht schwankenden Plattform eines Restaurants am Ufer des Chaophraya.

    „Das Essen war wirklich ausgezeichnet, Frau Nok.“

    „Ich habe nicht gekokt.“

    „Ja. Aber Sie haben mir das Restaurant empfohlen.“

    „Danke.“ Nok lächelte.

    Hans dachte nach. Er hatte noch einen etwas delikaten Wunsch.

    „Sind sie und Ihre Agentur diskret?“ fragte er.

    „In welche Hinsicht?“

    „Nun. Ich wollte Sie nach bestimmten Plätzen fragen. Für bestimmte Dienstleistungen.“ Hans hüstelte.

    „Welche Dienstleistungen?“ Nok lächelte gespannt.

    „Also, die Tagung ist ja morgen schon zu Ende. Ich fliege aber erst am Freitag. Ich wollte die restlichen Tage eigentlich irgendwo am Strand verbringen. In Begleitung, verstehen Sie?“

    „Ich verstehe. Sind Sie verheiratet?“

    „Ja. Deswegen auch die Bitte um Diskretion.“

    „Es ist wirklich nicht gut, wenn Ihre Frau das erfährt. Aber es ist auch nicht gut, wenn Sie mit eine Freundin Liebe maken und so.“

    „Wissen Sie. Unsere Ehe ist sowieso schon mehr oder weniger am Ende.“

    Nok schien nachzudenken, während sie lächelte.

    „Ich make Ihnen eine Vorschlag.“ sagte sie schließlich.

    „Und der wäre?“

    „Sie vergessen die Freundin. Sie fahren alleine an die Strand. Ich habe ein paar Tage frei und begleite sie. Als Aufpasserin. Damit Sie keine Blödsinn maken.“ Nok lächelte. „Natürlich swei Einselsimmer, Herr Hans.“

    „Natürlich.“ Hans ließ sich seine leichte Enttäuschung nicht anmerken. Eigentlich hatte er ein paar sorgenfreie Tage mit irgendeinem netten Thaimädchen verbringen wollen. Und nun kam ihm diese Aufpasserin von der Betreuungsagentur in die Quere. Fast wie von seiner Frau bestellt. Na ja, immerhin war sie eine sehr attraktive Aufpasserin.

    „Welchen Strand schlagen Sie vor?“

    „Wollen Sie lieber ruhig oder lieber lebendig.“

    „Vielleicht eher ruhig.“

    „OK.“ Nok lächelte.

    Hans nahm nachdenklich einen Schluck Cola.


  6. #15
    Avatar von moselbert

    Registriert seit
    15.09.2003
    Beiträge
    2.627

    Re: Von Kontrolleuren und Aufpassern

    Die Sonntagszeitung

    „Schau, Mutter. Hans ist in der Sonntagszeitung.“

    „Wo?“

    „Hier. Auf dem Foto auf Seite 3. Am ersten Tag der Tagung aufgenommen. Zweite Reihe, der Dritte von links. Daneben ist sein Freund Klausheinrich.“

    Die alte Dame nahm die Zeitung in die Hand.

    „Ach Kindchen, meine Augen. Ich sehe da nur eine Menge Leute. Wo ist das diesmal? Er ist ja dauernd unterwegs.“

    „In Bangkok.“

    „Bangkok? Ist das nicht da wo die vielen leichten Mädchen sind? Da hätte ich ihn nicht allein hingelassen.“

    „Er ist ja nicht alleine. Klausheinrich ist mit. Außerdem hat er dort eine Tagung. Sogar Klausur.“

    „Tagung? Und nachts?“

    „Mutter, da schläft er.“

    „Mit wem?“

    „Mutter, Du machst mich ganz kirre. Er ist doch mit Klausheinrich da.“

    „Ich hätte meinen seligen Alfons nicht alleine dahin fahren lassen.“

    „Er ist ja nicht alleine. Ach, ich gebe es auf.“


    "Die Abschlusszeremonie" folgt im nächsten Teil

  7. #16
    Avatar von moselbert

    Registriert seit
    15.09.2003
    Beiträge
    2.627

    Re: Von Kontrolleuren und Aufpassern

    Die Abschlusszeremonie

    „May I please invite you all to stay here in front of the sign for a Celebration Photo for the TV and newspapers.” sagte einer der thailändischen Organisatoren.

    „Ich verstehe das nicht. Wir haben doch schon ein Gruppenfoto am Anfang der Tagung gemacht.“ moserte Klausheinrich.

    „Das ist auch schon in den Zeitungen, denke ich. Lass sie doch Fotos machen, so viel sie wollen. So kann man die Stimmungsänderung der Teilnehmer dokumentieren. - Was macht übrigens Dein Gedärm?“ wechselte Hans abrupt das Thema.

    „Es geht. Aber ich bin froh, wenn ich wieder in Deutschland bin. Ich habe den Flug umgebucht.“

    „Wann fliegst Du?“

    „Morgen Mittag.“ antwortete Klausheinrich.

    „A little bit left, please.“

    „Hm.“

    „Und Du? Wie geplant einen lauschigen Strandurlaub?“

    „Urlaub ja. Lauschig nein. Frau Nok hat sich mir als Aufpasserin aufgedrängt.“

    Klausheinrich grinste.

    „Da gibt es nichts zu grinsen. Und Du pass bloß auf, dass Du Renate nicht über den Weg läufst. Offiziell sind wir bis Freitag hier, auf Klausurtagungen.“

    „Keine Bange. Berlin ist groß genug, um sich aus dem Weg zu gehen.“

    „The small lady from behind, please come in the first row. Thank you.”

    „Du bist ja für mich sozusagen von Renate als Aufpasser engagiert. Wenn Du jetzt nicht mehr hier bist...“

    „... denkt Renate, Du springst mit irgendwelchen Thaimädels durch die Gegend. Und in Wirklichkeit hast Du jetzt eine richtige Aufpasserin.“ Klausheinrich lachte.

    „Ich finde das gar nicht witzig.“ Hans schaute ernst.

    „Please smile everybody. Cheeeese!”

    Blitzlichter erhellten den Saal.

    „Thank you. The photographers please go in the next room for the signing ceremony of the final communiqué of the XXIVth Climate Meeting Bangkok 2025.”

    „Was unterzeichnen wir hier eigentlich?“ fragte Hans.

    „Irgend ein politisches Lippenbekenntnis, wie immer.“ antwortete Klausheinrich.
    Hans schlug das Papier auf, das jeder, bereits in die Landessprache übersetzt, in die Hand bekommen hatte.

    „Die teilnehmenden Vertreter der Nationen,
    in festem Willen das Klima der Erde zu schützen,
    in festem Willen, Natur, Flora und Fauna für ihre Nachkommen zu bewahren,
    verabschieden hiermit das
    Schlusskommunikee des XXIV. Klimatreffens in Bangkok 2025.
    Wir hier Versammelten erklären hiermit feierlich, alles in unserer Macht stehende zu tun, um - in Übereinstimmung mit den Zielen der Vereinten Nationen - Klimaänderungen jedweder Art behutsam entgegenzuwirken. Wirtschaftskraft und Reichtum sind ebenso wichtige Güter wie eine den Umständen jedes Landes angepasste Verminderung des Ausstoßes jedweder Schadstoffe in fester, flüssiger, gasförmiger oder unsichtbarer Form.
    Das bestätigen wir mit unserer Unterschrift.“

    „Hört sich doch gut an.“ sagte Hans. „Und ist nach allen Seiten interpretierbar. Gute Arbeit.“

    „Was sind eigentlich unsichtbare Schadstoffe?“ rätselte Klausheinrich.

    „Vielleicht Nuklearstrahlung oder so.“ vermutete Hans.

    Nachdem alle das Papier feierlich unterzeichnet hatten - für die deutschen Teilnehmer hatte es Hans gemacht - war die Konferenz praktisch zu Ende. Es wurden noch ein paar Getränke gereicht und ein wenig internationaler Smalltalk betrieben.

    „Wann fährst Du mit Deiner Aufpasserin ans Meer?“ fragte Klausheinrich.

    „Heute Abend. Wir nehmen einen Überlandbus. Die Tickets hat sie organisiert. Sie wollte auch die Hotelzimmer vorbestellen.“

    „Organisieren kann sie, die Frau Vogel.“

    „Das ist ja auch ihr Job. Vielleicht ist sie ja nicht so gut im Aufpassen und es ergibt sich da doch noch etwas.“

    „Wo fahrt Ihr hin?“

    „An ein ruhiges Fleckchen. Wohin genau, weiß ich nicht.“

    „Wenn sich etwas ergeben sollte, wäre ein weniger ruhiges Fleckchen vielleicht besser.“ meinte Klausheinrich.

    „Stimmt. Habe ich gar nicht dran gedacht. Ich wollte mit einem Mädel an einen ruhigen Ort. Das habe ich wohl irgendwie verbuchselt. Na ja, wer weiß wozu es gut ist. Vielleicht ist Zeit über mich und Renate nachzudenken.“


    "Die Fernsehnachrichten" heißt das nächste Kapitel

  8. #17
    Avatar von Chris61

    Registriert seit
    25.07.2007
    Beiträge
    1.608

    Re: Von Kontrolleuren und Aufpassern

    Sehr unterhaltsam. Hat mir manches Schmuzeln auf mein gesicht gezaubert. Vielen Dank.

  9. #18
    Avatar von moselbert

    Registriert seit
    15.09.2003
    Beiträge
    2.627

    Re: Von Kontrolleuren und Aufpassern

    Ich weiß wie die Geschichte weitergeht. Deswegen sage ich vorher: Je weiter die Geschichte gedeiht, desto mehr wird Dir das Schmunzeln im Gesicht gefrieren.


  10. #19
    Avatar von Peter-Horst

    Registriert seit
    29.06.2002
    Beiträge
    2.314

    Re: Von Kontrolleuren und Aufpassern

    @moselbert,

    dann spann uns nicht so lange auf die Folter.

    Gruß Peter

  11. #20
    Avatar von moselbert

    Registriert seit
    15.09.2003
    Beiträge
    2.627

    Re: Von Kontrolleuren und Aufpassern

    Die Fernsehnachrichten

    Renate stand auf und schaltete den Fernseher ein.

    „Was gibt es Gutes?“

    „Nachrichten, Mutter.“


    „Die Nachrichten werden Ihnen präsentiert von Hupp und Hepp, Alles Gute für Ihr Baby.“

    „Guten Abend, meine Damen und Herren. Hier die wichtigsten Meldungen in Kürze:
    Haushaltsüberschuss erhöht. Gesetze zeigen Wirkung.
    Lebenserwartung leicht gesunken.
    Klimakonferenz in Bangkok beendet.
    Aufruhr in der Koalition nach Konferenz...“


    „Die sind sogar im Fernsehen.“

    „Wer?“

    „Hans, Mutter.“

    „Wo?“

    „Das kommt noch, Moment.“


    „... Ursache für den Anstieg des Haushaltsüberschusses ist vor allem das Kostendämpfungsgesetz im Gesundheitswesen. Die seit einigen Jahren staatlich geführten Krankenversicherungen arbeiten nach Einführung dieses Gesetzes vermehrt profitorientiert. So wurden unter anderem die Behandlungskosten für Gutverdienende erhöht, im Höchstfall auf das Fünffache des Regelsatzes. Effektivität und Wirtschaftlichkeit werden von der Kravekres, der staatlichen Krankenversicherungskostenregulierungsstelle einer gewissenhaften Prüfung unterzogen. Somit wird gewährleistet, dass keine unnötigen Operationen vorgenommen werden müssen. Die pflichtversicherten Geringverdiener zahlen den Regelsatz, der von der Versicherung an die behandelnden Institutionen überwiesen wird. Der Mehrbetrag der Besserverdienenden geht zu gleichen Teilen an die Ärzte und Krankenhäuser, sowie an den Staat. Somit ist eine ausreichende Versorgung auch für die Geringverdienenden gewährleistet...“

    „Das hätten sie schon viel früher machen sollen.“ meinte Renate.

    „Was?“

    „Das mit den Krankenkassen, Mutter.“

    „Ach, Kindchen, davon verstehe ich sowieso nichts.“


    „... Der leichte Abfall kommt überraschend. Trotz der Verbesserung von Gesundheitsvorsorge und Kostenmanagement sank sie im Verlauf des letzten Jahres von 81,5 auf 80,9 Jahre. wie immer haben Frauen eine höhere Lebenserwartung. Besonders stark sank die statistische Lebenserwartung bei den Geringverdienern, die jetzt nur noch 78,5 statt 79,8 Jahre leben. Das andere Extrem sind die Besserverdienenden, deren Lebenserwartung von 82,8 leicht auf 83 Jahre anstieg. Die Ursachen dieser Werte sind noch nicht geklärt.

    Bangkok.
    Bei der 24.Klimakonferenz in Bangkok haben heute Mittag Ortszeit die Teilnehmer ein Abschlussabkommen unterzeichnet. Es sieht die Fortsetzung der Politik zum Schutz des Klimas vor. Für Deutschland unterzeichnete Delegationsleiter Hans Danek...“


    „Renate, Hans ist im Fernsehen!“

    „Ich sehe es. Wie immer ist er sehr konzentriert, wenn er etwas unterschreibt.“

    „Wo ist das?“

    „In Bangkok. Das sagte ich doch schon.“

    „Bangkok? Da hätte ich meinen seligen ...“

    „Ich weiß.“ unterbrach Renate ihre Schwiegermutter.

    „Ich meine ja nur.“


    „... Äußerungen von Wissenschaftlern, dass die Klimaerwärmung in keinem Zusammenhang mit dem CO2 Ausstoß steht, haben für große Aufregung gesorgt. Angeblich steigt der CO2 Gehalt der Atmosphäre weiter. Dennoch sinken die Temperaturen auf dem Globus.
    Vertreter einiger Parlamentsfraktionen forderten die Regierung auf, von ihrem restriktiven und produktionsfeindlichen Kurs der CO2 Reduzierung Abstand zu nehmen. Auch einzelne Mitglieder der Regierungsfraktionen sollen sich diesem Begehren angeschlossen haben.

    Zum Sport.

    Bei den Deutschen Judomeisterschaften haben sich wie erwartet die Favoriten durchgesetzt...“


    „Na, da wird auf Hans einiges zukommen, wenn er wieder zurück ist.“

    „Was hast Du vor, Renate?“

    „Nicht ich. Es gibt Unruhe in der Fraktion.“

    „Die gibt es doch immer.“

    „Da hast Du Recht, Mutter.“

Seite 2 von 5 ErsteErste 1234 ... LetzteLetzte