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Von Kontrolleuren und Aufpassern

Erstellt von moselbert, 06.04.2008, 12:08 Uhr · 46 Antworten · 2.407 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von moselbert

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    Von Kontrolleuren und Aufpassern

    Diese Geschichte ist während meines diesjährigen Thailandaufenthalts entstanden. Sie spielt im Jahre 2025. Teils ist sie ziemlich extrem. Und sie hat auch nur zur Hälfte etwas mit Thailand zu tun. Ich hoffe, Ihr ertragt sie trotzdem.

    Also los gehts:

    Der Abflug

    „Gate B45 geht mein Flug, Schatz.“

    „Ich lasse Dich ungern alleine nach Bangkok fliegen.“

    Hans lächelte.

    „Ich weiß, Du bist eifersüchtig. Aber es besteht kein Grund zur Eifersucht. Ich bin auf einer Tagung, wie Du weißt.“

    „Ja. Außerdem fliegt Dein Freund mit. Wo ist er eigentlich?“

    In dem Moment kam ein leicht übergewichtiger Mittvierziger die Rolltreppe hinauf.

    „Hallo, Hans!“ rief er. „Ach, und hallo Renate natürlich auch. Bin ich zu spät?“

    „Dann wäre ich nicht mehr hier, Klausheinrich.“

    „Ja, logisch.“

    Klausheinrich Moll war Abgeordneter der Freidemokratischen Union im Bundestag. Die FDU war Juniorpartner in einer Koalition mit der Partei Demokratischer Christen, der PDC, der Hans Danek angehörte.

    „Wo ist der Check-In Schalter?“ fragte Klausheinrich.

    „Dort hinten.“ Hans zeigte auf eine Schalterreihe. „Nicht zu verfehlen. Steht groß und breit Lufthansa drüber.“

    „OK. Bis gleich dann.“ Klausheinrich ging zu den Schaltern hinüber.

    Hans sah seine Frau an. Die Schönheit, wegen der er sie mal geheiratet hatte, war verflogen. Ihre Intelligenz und Eifersucht nicht. Kinder hatten nicht in ihrer beider Lebensplanung gepasst. Sie lebten jetzt nur noch nebeneinander her, allerdings mit Respekt füreinander. Eine Scheidung und ein Neuanfang wäre sicher eine sinnvolle Alternative gewesen. Auch mit 51 war es dafür noch nicht zu spät, einen neuen Start in eine neue Beziehung zu wagen. Aber er scheute vor diesem Schritt zurück, denn er hasste es, wenn sein Privatleben in der Zeitung oder im Fernsehen breitgetreten wurde. Reporter waren selbst bei einem Hinterbänkler schneller als ihm lieb sein konnte.

    „Woran denkst Du?“ riss ihn seine Frau aus seinen Gedankenspielen.

    „Ich, äh, ich grübele über die Tagung nach. Vor allem aber über die Klausurtagungen danach.“

    „Warum mach man das eigentlich so kompliziert?“

    „Die Öffentlichkeit soll von den folgenden Klausurtagungen nichts erfahren. Denn da werden die eigentlichen, für die Leute vielleicht unangenehmen Entscheidungen getroffen. Die Tagung davor mit Pressebrimborium ist ein Potemkinsches Dorf. Na ja, nicht ganz. Die Teilnehmer lernen sich kennen und formulieren einen schwammigen Text.“

    Renate lächelte.

    „Es ist schon erstaunlich, in welch anderer Welt Ihr Politiker lebt. Immerhin weiß ich Eure Aussagen besser einzuschätzen.“

    ‚Wenn Du wüsstest, was auch Du nicht weißt.’ dachte Hans.

    Wie aus dem Nichts stand Klausheinrich vor ihnen.

    „Alles erledigt. Business Class, und ein Sitz neben Dir, Hans.“

    „Dann steht ja der politischen Diskussion nichts im Wege. Lass uns losgehen.“

    Er wandte sich seiner Frau zu.

    „In einer Woche bin ich wieder zurück, Schatz. Machs gut und grüß Mutter von mir.“

    Hans gab seiner Frau einen flüchtigen Kuss.

    Seine Mutter war ein weiterer Grund, der einer Scheidung im Wege stand. Sie lebte seit einiger Zeit mit im Hause und seine Frau war ihr eine gute Freundin, und wenn es sein musste (es musste leider immer öfter sein) auch Unterstützung.

    „Ich werde es tun, Und Ihr macht mir keine Dummheiten.“

    Die beiden Politiker gingen in Richtung der Absperrungen und Renate schaute ihnen nach.


  2.  
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  3. #2
    Avatar von moselbert

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    Re: Von Kontrolleuren und Aufpassern

    Smalltalk im Flugzeug

    „Meinst Du ich bin ein besserer Geheimnisträger, weil ich ledig bin?“ fragte Klausheinrich.

    „Wie meinst Du das?“

    „Na, Ihr werdet doch wohl auch mal über Deinen Beruf reden. Und die Gesetze und so.“

    „Geheime Sachen kommen da nicht zur Sprache, mein Lieber. Andererseits hat es auch Vorteile. Ich kenne so auch einen Menschen der kein Politiker ist.“ Er grinste.

    „Hans, ich auch. Ich habe eine Schwester.“

    „Was macht die so? Die ist doch verheiratet, oder?“

    „Ja, mit dem Abteilungsleiter einer Bank. Ich kann mich also auch ins normale Volk hineinversetzen.“

    „Noch einen 2015er Château Regret?“ unterbrach sie die Stewardess.

    „Gern.“ antworteten beide. Die Stewardess schenkte nach.

    „Herrlich bequem hier. Und einen Klasse Wein bleiben sie an.“ Hans machte es sich gemütlich.

    „Ja, wenn ich mir vorstelle, wie beengt die Leute in der Economy sitzen. Arme Schlucker.“ bedauerte Klausheinrich.

    „Selbst Schuld. Wer was leistet, soll auch belohnt werden. Mit einer Business Class, beispielsweise.“

    „Oder einer First Class.“ warf Klausheinrich ein.

    „Es gibt noch Leute, die mehr leisten als wir. Was haben der Kanzler und der Gesundheitsminister nicht alles geleistet. Die verdienen es vorne zu sitzen. Wie viele Jahrzehnte hat man beispielsweise vergeblich versucht, die galoppierenden Kosten im Gesundheitswesen in den Griff zu bekommen. Jetzt hat es geklappt.“

    „Stimmt, Hans. Die Einrichtung der Kravekres war wirklich ein großer Wurf.“

    „Ja. Endlich eine Institution, die unabhängig die Kosten und Nutzen von medizinischen Eingriffen durchrechnet und im Zweifelsfall den übereifrig operierenden Ärzten einen Riegel vorschiebt.“

    Hans nahm einen Schluck.

    „Und, Klausheinrich, niemand kann sagen, wir Gutverdienenden hätten keine Opfer gebracht. Wir bezahlen 5-mal so viel wie ein Hartz IV-Empfänger.“

    Beide lehnten sich zurück, nahmen noch einen Schluck Château Regret und versuchten zu schlafen.


    demnächst folgt die Fortsetzung "Suvarnabhumi"

  4. #3
    Avatar von ChangLek

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    Re: Von Kontrolleuren und Aufpassern

    .....fängt wie immer gut an - und den tieferen Sinn erfassen wir auch noch..... :-)

  5. #4
    Avatar von Otto-Nongkhai

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    Re: Von Kontrolleuren und Aufpassern

    Kennen Member die waren in einer aehnlichen Situation.
    Bitte weiter,Moselbert!

  6. #5
    Avatar von moselbert

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    Re: Von Kontrolleuren und Aufpassern

    Zitat Zitat von Otto-Nongkhai",p="579353
    Kennen Member die waren in einer aehnlichen Situation. ...
    Namen und Handlung sind frei erfunden.

  7. #6
    Avatar von moselbert

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    Re: Von Kontrolleuren und Aufpassern

    Suvarnabhumi

    „Dass die Leute sich immer so unaussprechliche Namen für die Flughäfen aussuchen müssen.“ moserte Hans.

    „Sag doch einfach Bangkok Airport.“ schlug Klausheinrich vor.

    „Was anderes bleibt mir auch nicht übrig.“ bedauerte Hans.

    Sie liefen die endlos erscheinenden Wege zur Passkontrolle entlang. Nach einem kurzen Blick in die Pässe bekamen sie ein 30 Tage „Visa on Arrival“ ausgestellt und in den Pass gestempelt.

    Die zahllosen Gepäckbänder befanden sich direkt dahinter. Nach einigem Suchen hatten sie das richtige gefunden. Schließlich sahen sie ihr Gepäck herankommen. Sie hoben es vom Band.

    Ohne Probleme durchquerten sie die Zollbarrieren. Und sahen sich sofort Menschen gegenüber, die ihnen eine Dienstleistung anboten.

    „Taxi, Sir?“

    „Sag mal, Klausheinrich, werden wir eigentlich abgeholt oder so?“

    „Hello Sir! Taxi?“

    „Am Meeting Point, wurde uns gesagt. Aber wo ist das bloß? Das ist ja eine Riesenhalle hier. Kann man sich direkt verlaufen.“

    „Taxi, Taxi. Hi, gentlemen, Taxi?“

    „No, thank you. Da hinten scheint der Meeting Point zu sein, Klausheinrich.”

    „OK.“ meinte der Angesprochene.

    „OK? Follow me to Taxi please, Sir.“

    „No, no. Mein Gott, sind die aufdringlich hier.”

    „Einfach ignorieren.“ schlug Hans vor.

    Jemand am Meeting Point hielt ein Schild hoch.

    „Canadian Delegates for the XXIVth Climate Meeting Bangkok 2025.“

    „Die Kanadier werden schon erwartet. Mal sehen, wo unsere Abholer sind.“ bemerkte Hans.

    Schließlich sahen Sie das Schild, das von einer hübschen Asiatin präsentiert wurde:

    „Garman Delegates for the XXIVth Climate Meeting Bangkok 2025.“

    „Bei der Abholerin sehe ich ausnahmsweise über den Schreibfehler hinweg.” gab sich Klausheinrich großzügig.

    Hans steuerte auf die Dame zu und stellte sich vor.

    „Hello. We are the German delegates.“

    Die Frau lächelte noch etwas freundlicher als vorher.

    „Herr Moll und Herr Danek?“ fragte sie.

    „Sie sprechen Deutsch?“ wunderte sich Klausheinrich.

    „Das ist unsere Agenturservice. Sie sollen fühlen sich wie in Deutschland.“

    „Danke, sehr freundlich und aufmerksam.“ antwortete Hans. Dann wandte er sich seinem Kollegen zu.

    „Sag mal, Klausheinrich, würden wir Ausländer auch in ihrer Muttersprache empfangen oder nur in Englisch?“

    „Wahrscheinlich Englisch. Obwohl ich mir vorstellen könnte, dass wir bei unserer typischen deutschen Gastfreundschaft bei den Delegierten Deutschkenntnisse voraussetzen.“

    „Na na!“

    „Gut, das ist vielleicht übertrieben.“

    „Folgen Sie mir bitte.“ forderte die Abholerin sie auf. „Mein Name ist Nok, das bedeuten Vogel.“

    ‚Ein süßes Vögelchen haben sie uns da geschickt.’ dachte Klausheinrich, als sie der Frau nach draußen folgten, wo eine Limousine auf sie wartete.

    „Oh, Mercedes. Das neueste Modell.“ bemerkte Klausheinrich.

    „Wir haben auch Ben für Sie zum Wohlfühlen.“

    „Ben?“

    „Hier. Ben. Auto aus Deutschland.“

    „Ah, Benz. Mercedes Benz. Ja, haben wir schon bemerkt, Frau Vogel. Danke.“ sagte Klausheinrich.

    Als sie eingestiegen waren, sprach Nok ein paar Worte mit dem Fahrer. Dann wandte sie sich den Deutschen zu.

    „Sie wohnen in Hotel Amari Watergate in Petchburi Road. Wir fahren jes dahin. Sie können erfritschen, dutschen. Am Abend ist ein Kennenlerntreffen der Delegierten mit ersten Foto. Morgen beginnt die Tagung. Der Fahrer holt Sie um 8 Uhr an die Lobby ab. Die Tagung ist in Queen Sirikit National Convention Center. Ich gebe Ihnen meine Karte. Wenn Sie Wünse haben, rufen Sie mich an.“

    „Danke, das ist sehr freundlich von Ihnen, Frau Vogel.“ sagte Klausheinrich. „Wissen Sie, eine Nachbarin von mir heißt auch Vogel mit Nachnamen.“

    „Nok ist meine Kosename, nicht meine Familienname. In Thailand wir reden uns immer mit Vorname oder Kosename an. Für Ausländer ist meist Kosename einfakste su lernen.“ erklärte Nok mit einem umwerfenden Lächeln.

    „Und wie ist Ihr wirklicher Name?“ fragte Hans.

    „Weerayanalin Katharangsi.....“

    Hans hüstelte.

    „Ja. Bleiben wir bei Nok, das ist wirklich besser.“

    Nok lächelte.



    Das nächste Kapitel "Die Klimatagung" folgt demnächst.

  8. #7
    Mandybär
    Avatar von Mandybär

    Re: Von Kontrolleuren und Aufpassern

    Zitat Zitat von moselbert",p="579398
    [b]Suvarnabhumi


    „Und wie ist Ihr wirklicher Name?“ fragte Hans.

    „Weerayanalin Katharangsi.....“

    Hans hüstelte.

    „Ja. Bleiben wir bei Nok, das ist wirklich besser.“




    Das nächste Kapitel "Die Klimatagung" folgt demnächst.

    Der war gut ;-D

    Bitte weiter so. :bravo:

    Grüße
    mandybär

  9. #8
    Avatar von Schwarzwasser

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    Re: Von Kontrolleuren und Aufpassern

    Hallo Moselbert,

    fängt ja vielversprechend an, wenn zwei Herren mittleren Alters, kaum in BKK angekommen, gleich beginnen mit Vögelchen anzubandeln...

    Wir wissen, warum Du sie Nok und nicht Gob genannt hast, du Schelm

    Weiter so.

    Grüße

    Rainer

  10. #9
    Avatar von moselbert

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    Re: Von Kontrolleuren und Aufpassern

    Die Klimatagung

    „Ich hoffe, Du kannst den Ausführungen folgen, Hans.“ meinte Klausheinrich.

    „Na ja, so leidlich. Der Jetlag hat mich noch im Griff. Warum?“

    „Ich weiß nicht, was ich gestern Abend gegessen habe. Auf jeden Fall hatte ich nachts ordentlich Durchfall. Ich habe zwar zwei Pillen genommen, aber wahrscheinlich muss ich trotzdem ein paar Mal raus.“

    „Ja, ist schon recht. Wir haben doch das gleiche gegessen, oder?“

    „Fast. Bis auf den Salat.“

    „Salat soll man auch in den Tropen liegen lassen.“

    „Ja, aber er sah so lecker aus. Vielleicht liegt es daran.“

    Nach dem Vortrag eines Klimaexperten hatten sich etliche Fragesteller zu Wort gemeldet. Der Tagungssaal war mit Kopfhörern ausgestattet, über die die Teilnehmer die von Dolmetschern übersetzten Beiträge in ihrer Muttersprache hören konnten.

    „Hassan Al Fahad, Energieministerium Jordanien.“ meldete sich ein weiß gekleideter Araber. „Sie meinen also wirklich, Herr Professor, dass die derzeitige Abkühlung des Klimas etwas mit der Sonnenaktivität und nicht etwa mit der Reduzierung des CO2 Ausstoßs zu tun hat?“

    „Das kann inzwischen als erwiesen gelten.“ meinte Professor Etkinson von der Harward Universität in den USA. „Während der CO2-Ausstoß in Europe und Neuseeland zwar deutlich reduziert werden konnte und auch in den USA und Japan einige Erfolge erreicht wurden, ist das Erreichte durch die stark steigende Industrialisierung und Motorisierung vor allem Chinas und Indiens kompensiert wurden. Also ist der Gesamtausstoß der menschlichen Aktivitäten etwa gleich geblieben. Die Globaltemperatur ist aber seit etwa 12 Jahren im Mittel gesunken.“

    Ein anderer Zuhörer meldete sich.

    „Das heißt aber doch, dass ein Einfrieren des Ausstoßes bereits zu einem Rückgang der Temperatur auf das Normalmaß führt. Das ist doch ein Erfolg.“

    „Sie können das natürlich so verkaufen.“ erwiderte der Professor. „Ich habe aber hier noch einige Folien. Die erste stellt den Verlauf der CO2 Kurve am Mauna Loa Observatorium auf Hawaii dar. Diese zeigt einen Anstieg des CO2 vom 2.Weltkrieg bis zum Ende des 20.Jahrhunderts, als langsam die Klimadiskussionen einsetzten.“ Er legte die Folie auf. „Diese Abbildung mit den jahreszeitlichen Schwankungen ist Ihnen bekannt.“

    Alle nickten. Damit hatten sich alle zu Genüge beschäftigt.

    „Und jetzt die Folie, die die Entwicklung der anthropogenen CO2 Emission bis ins letzte Jahr 2024 zeigt. Sie sehen die Abflachung bis hin zum gleichbleibenden Plateau. Nun aber die gemessenen Werte am Observatorium.“ Er deckte die dritte Abbildung auf. Einige hatten sie schon gesehen. Hans, Klausheinrich und vielen anderen war sie unbekannt.

    „Sie sehen, dass sich der Anstieg praktisch ungebremst fortsetzt. Das bedeutet zum einen, dass die Emissionen der menschlichen Aktivitäten fast keinen Einfluss auf das gesamte CO2 hat. Und zum anderen, dass die derzeitige Temperaturentwicklung eine völlig entgegengesetzte Tendenz zur CO2 Entwicklung aufweist. Hingegen sie mit der Sonnenaktivität aufs Engste verknüpft ist.“

    Hans meldete sich und bekam das Wort.

    „Also sollten wir unsere CO2 Emissionsreduzierungen überdenken?“

    „Nein. Je weniger Schadgase der Mensch in die Umwelt entlässt, desto besser. Allerdings sollten Sie, und das mag die Quintessenz meiner Ausführungen sein, diese Emissionsreduzierungen nicht mehr mit dem Klimawandel begründen. Denn diese Argumentation ist nicht mehr haltbar.“

    „Ich glaube, wir haben genug Stoff zum Diskutieren, Klausheinrich.“ sagte Hans und drehte sich zur Seite.

    „Klausheinrich?“ Der Platz seines Freundes war leer.

    ‚Wahrscheinlich plagt ihn der Durchfall.’ dachte Hans.



    "Grüße von daheim" gibt es im nächsten Kapitel.

  11. #10
    Avatar von moselbert

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    Re: Von Kontrolleuren und Aufpassern

    Grüße von Daheim

    „Wie geht es Dir, Schatz?“ fragte Hans.

    „Danke, gut. Mutter lässt Dich grüßen.“ hörte er Renates Stimme am Telefon. Du hast übrigens Dein Handy hier vergessen.“

    „Ja, das habe ich auch schon bemerkt. Aber das ist nicht so schlimm.“

    „Und wenn Dich jemand erreichen will?“

    „Dann soll er es über das Hotel versuchen. Amari Watergate. Ich rufe dann zurück. Jetzt fangen die Klausurtagungen an. Schönen Gruß von Klausheinrich übrigens. Es ist ein wenig durchfallgeschädigt.“

    „Dir geht es aber gut, oder?“

    „Ja, ich bin OK. Bis auf die Zeitverschiebung. Aber die Tagungen fangen ja sowieso meist erst mittags an.“

    „Worum geht es da überhaupt?“

    „Um CO2 und die politische Richtung, die es einzuschlagen gilt. Aber mehr kann ich Dir noch nicht sagen.“

    „Na ja, Du machst ja sowieso oft Geheimnisse um Politik und so.“

    „Manchmal geht es nicht anders, Schatz. Ich mache Schluss, sonst wird es zu teuer. Grüß Mutter von mir. Bis Freitag dann.“

    Er legte auf.


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