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Unverhofft kommt oft!!!!

Erstellt von Label1907, 15.05.2006, 13:49 Uhr · 15 Antworten · 7.724 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Label1907

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    Unverhofft kommt oft!!!!


    "Unverofft kommt oft"

    So, nun ist es mal wieder an der Zeit einen neuen Urlaubsbericht zu verfassen. Die vergangenen 2 Wochen Urlaub haben Spuren hinterlassen, die erstmal verarbeitet werden müssen. Die beste Art dies zu tun, ist alles zu Blatte zu bringen und die gewonnenen neuen Eindrücke mit Euch zu teilen. Es ist einiges passiert, was nicht unbedingt auf dem Plan stand. Wir haben gelacht, geweint und ausgiebig gefeiert. Kaum zu glauben was dieses Land aus einem macht. Jetzt sitze ich erneut im trüben Deutschland und trauer der schönen Zeit hinterher.

    Um meinem Bericht besser folgen zu können, sollte Gewissheit haben über meine bisherigen Erlebnisse.

    Zur Vorgeschichte, das heißt mit welchen Erwartungen bin ich in diesen Urlaub gestartet.

    Den Kontakt zu Noi habe ich nie abbrechen lassen. Ich hatte es ihr überlassen mich nach diesem Urlaub mit nach Deutschland zu begleiten und sie war gewillt dies zu tun. Ihre Mutter und ihr 3 jähriger Sohn waren im März bei ihr auf Samui zu besuch, denn die beide hatten vorher noch nie einen Strand gesehen (Khon Kaen). Noi hatte mich gefragt, ob ich sie mit 5000 Baht unterstützen könnte, denn während dieser Zeit könne sie nicht arbeiten. Ich willigte ein.

    Eine Woche vor meinem Urlaub sprach ihr erneut mit ihr. Sie wirkte aufgelöst und schluchste am Telefon. Ihre Mutter hätte ihr verboten nach Deutschland zu kommen. Sie hätte zu viele Bedenken, ob Noi überhaupt wieder zurückkommt, ob die Familie weiterhin versorgt wird und ob ich mich auch die ganze Zeit über um sie kümmern würde, denn die versprochenen 5000 Baht ließen auf sich warten. Ich Dussel hatte dies vergessen. Sie hätte aber auch noch einmal erwähnen können, wann sie diese benötigt. So ganz verstand ich das nicht schließlich braucht man einerseits für ein Visum ein Rückflugticket und 10.000 Baht hatte ich monatlich für ihre Familie zugesagt.

    Noi weinte ununterbrochen und fragte mich ob finish sei. Was solls, dachte ich mir, verbringe ich erstmal einen schönen Urlaub mit ihr und sehe dann weiter. Ein Freund von mir lag nahe trotzdem eine Einladung mitzunehmen. Man weiß nie. Er könnte diese Wendung der Ereignisse nicht verstehen (selbst mit einer Thai verheiratet). Irgendwie hatte dies einen komischen Beigeschmack. Vor Ort würde ich hoffentlich näheres erfahren.

    Ich überlegte ein zwei Tage wie mein Urlaub aussehen sollte. Mein Freund Micha hatte seine Inlandsflüge schon gebucht. Auf dem Plan standen 3 Tage Pattaya, 4 Tage Phuket und und 7 Tage Samui. Die ersten 3 Tage sollten alleine verbracht werden. Michas Freundin Jaeb würde uns also in Bangkok am Flughafen (28. April eigentliche Anreise) 3. Mai abholen. Hieß also, so tun als würden wir gerade erst ankommen. Ich buchte ebenfalls diese Inlandsflüge. Noi berichtete ich ebenfalls erst am 3. Mai anzukommen, erst Phuket alleine zu bereisen und anschließend den Rest der Zeit mit ihr zu verbringen. Sie versprach auf mich in Samui zu warten. Eine Einladung ließ ich nicht anfertigen.

    Na, meine erste Thaifreundin rief 2 Monate vor meinem Urlaub bei mir an. Wie es mir so ginge. Irgendwie hat sie eine Nase für meine Thaireisen. Ich berichtete ihr bald vor Ort zu sein und fragte ob wir uns nicht mal treffen könnten. Schließlich war es ein Jahr her sie das letzte mal gesehen zu haben und mich würde schön interessieren wie es ihr so erging.

    Dies zur Vorgeschichte. Der 28. April näherte sich und meine Vorfreude erhöhte sich mit jeder Minute. Ich nahm mir diesmal vor nicht zum Liebeskasper zu mutieren und es einfach locker zu sehen und es krachen zu lassen.

    Mein Arbeitstag endete in Düsseldorf um 15 Uhr. Micha betrat schon in Essen den ICE nach Frankfurt und nahm mich mit einem Weizenbier im Speisewagen in Empfang. Am Flughafen eingescheckt tranken wir noch gemütlich etwas an der Goethe Bar. 21.15 Uhr startete dann das erneute Abenteuer.


    Fortsetzung folgt.

  2.  
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  3. #2
    Avatar von Label1907

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    Re: Unverhofft kommt oft!!!!


    Hier ein paar Fotos. Leider ist nicht so vieles Bildmaterial entstanden, Dafür aber 4 Stunden Videomaterial. Werde in den nächsten Tagen einige Bilder aus dem Film entnehmen.


    Goethe Bar – Frankfurt


    der Bomber ins Glück

    11 Stunden Flug können sich ziemlich lang ziehen. Na ja, beim Hinflug überwiegt natürlich die Freude. Wir warteten also sehnlichst auf die magischen Worte „Cabin Crew prepair for landing“. Wenn dann noch der Golfplatz am Fenster in die Linse fällt, weiß man jawohl wir sind da. Das einzig nervige ist die endlos scheinende Warteschlange vor der Passkontrolle. Bei dem enormen Arbeitstempo spürrt man direkt, ja das ist thailändische Arbeitsmoral. Sabai, sabai. Ich durfte vor Micha als erstes das geliebte Land betreten und warf ihm einem sarkastischen Spruch zu, da die Kontrolle bei ihm etwas länger andauerte. „Eh, Du kommst hier net rein“. Fand er gar nicht so witzig. Warum wohl ?!?!?! Ein Taxi brachte uns dann nach Pattaya. Für die 2 Stunden Distanz brauchten wir sagenhafte 4,5 Stunden. Es war das erste Mal für mich auf dieser Strecke so ein Verkehrschaos zu erleben. Einige Dosen Singha versüßten uns die Zeit. Für die Fahrt bezahlten wir 1.800 Baht. Ja ich weiß, es geht auch billiger, aber unser Drang endlich den Urlaub beginnen zu können überwiegte.


    Ankunft Bangkok


    die blitzschnelle Passkontrolle

    Nach 18 bis 20 Stunden Anreise erreichten wir endlich das Sabai Lodge. Ich freute mich auf den Kirschsaftwillkommensdrink, denn dies signalisiert es kann losgehen. Na hatte mich während der Taxifahrt angesmst, wann ich eintreffen würde. Ich gab ihr zur Antwort sie um 22 Uhr antreffen zu wollen. Erstmal Duschen, Klamotten wechseln und ein wenig chillen. Die Uhr bewegte sich auf die 18.30 Uhr. Micha lag mir die ganze Zeit nahe, Na nicht zu begegnen. „Du weißt doch wie sie ist, das endet im Chaos.“ So ganz Unrecht hatte er nicht. Na ist eine extrovertierte Persönlichkeit. Micha Sorge sie die ganze Pattayazeit über am Zipfel zu haben ignorierte ich einfach.

    Vor dem Hotel erstrecken sich direkt Reihenweise die Bars. Soi 2 und 3. Wir steuerten als ersten Anlaufpunkt die Intira Bar an. Ich hatte im Netz einige Bilder mit charmant aussehenden Damen erblickt. Dieser Eindruck bestätigte sich. Wir orderten eine Falsche Sang Som mit Cola. 600 Baht. Die billigere Variante als ständig einzeln zu bestellen. Ich weiß nicht warum, aber trotz der strapaziösen Reise bekomme ich immer die zweite und dritte Luft am ersten Tag. Wir unterhielten uns mit den Bardamen, spielten ein paar Runden 4-Gewinnt sowie Jenga. Herrlich, wie hatte ich das vermisst.


    Bardame an der Intira Bar

    Gegen 21.30 Uhr meldete sich Na wieder und fragte wo ich sei. Den Satz beendete sie mit „miss you“. Sollte ich doch einen Rückzieher machen?!? Ach was, so schlimm wird es schon nicht werden. Ich orderte sie zur Intira Bar. 10 Minuten später hüpfte sie dann von einem Taxi. Ich musste meine kleinen Äuglein ein wenig auf klare Sicht überprüfen. Sie hatte sich verändert. Und zwar von sagenhafter Körpchengröße A auf C. Meine lieber Herr Gesangsverein, da hatte der Chirurg aber gute Arbeit vollbracht. Wir begrüßten uns und ich äußerte „not same same“. Sie grinste. Micha zeigte sich ähnlich überrascht. Wir unterhielten uns über dies und das. Das Geld für die Operation bekam sie von ihrem deutschen Freund aus Singapur 60.000 Baht. Sie erwähnte mir schon vor einem Jahr dies verbessern zu wollen. Jetzt fand sie einen passenden Spender. Dieser Landsmann, mitte dreißig hatte zwar Frau und Kind, doch seine Liebe zu Na schien manchmal den Geldbeutel zu öffnen.


    Na ein wenig verändert



    Nach einer Stunde sorgten die Hummeln im Hintern für einen Lokalitätswechsel. Wir steuerten auf die Walking Street zu, genauer gesagt den Club Boesche. Eine A Go Go Bar deren Internetpräsenz sehr viel versprechend aussah, vor allem mit dem Song „take me away“. Der Club liegt hinterm Tonys in einer Seitenstraße. Die Technorythmen sorgten für gute Laune. Die Freuzügigkeit und Aktivitäten der Tänzerinnen sorgten für ununterbrochen laufende Schweißperlen. Na schaute sich vergnügt unsere Begeisterung an. Micha warf alle Zügel von sich und schmiss sich ins Getümmel. Hier verweilten wir etwa eine halbe Stunde. Eine besonders attraktive Dame viel Micha besonders ins Visier. Sein Versuch diese zu bezirpen schlug fehl. Muss wohl am Alkoholpegel gelegen haben. Mich amüsierte dies und kommentierte „ist ja wie zu Hause“. Gegrummel entgegnete er mir. Die letzte Station des Abends war das Marlie 2. Technorythmen durchströmten ebenfalls diese Discothek. Mich wunderte das Na an den Klängen Spaß fand. Früher sträubte sie sich immer gegen diese Musikrichtung und bevorzugte Hip Hop.

    Gegen 4 Uhr, keine Ahnung wie ich so lange durchhalten konnte, steuerten wir zurück ins Hotel. Ich fragte Na ob sie mich begleiten würde und sie gab ein eindeutiges Ja zur Antwort. Ob dies nun eine gute Idee war wusste ich nicht einzuschätzen. Denke halt manchmal nicht lange voraus. Micha zog den Zong. So heißt eine wirklich sympathsiche junge Dame uns der Stammbar unseres vorherigen Urlaubs. Sie schien Micha besonders zu mögen, denn sein Kommentar zur Ihr „Leidenschaft, kein Boom Boom.“

    So endete der erste Tag





    Fortsetzung folgt

  4. #3
    Avatar von Label1907

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    Re: Unverhofft kommt oft!!!!


    Ein schönes Gefühl morgens aufzuwachen, nach links zu schauen und eine schokoladenfarbende Haut zu erblicken. Dafür haben sich wieder drei Monate des Arbeitens und der Abstinenz gelohnt. Diese 14 Tage sollten genossen werden und dies in allen Zügen. Eigentlich hätte ich sehr gerne Noi neben mir gehabt, aber nach allem was passiert ist, empfand ich es für besser Abstand zu gewinnen und andere Gedanken zu fassen. Na ist eine bildhübsche Frau im zarten Alter von 26, doch den Glanz und die Begeisterung, die ich bei meinem ersten Urlaub für sie empfand war nicht mehr dasselbe. Ich mag sie sehr gerne, doch mehr würde sich von meiner Seite aus nicht entwickeln.

    Durch die lange Anreise und die weitaus längere Nacht starteten wir erst gegen Nachmittag in den Tag. Na fragte mich, ob ich mit ihr den Tag verbringen möchte. Nach kurzem überlegen willigte ich ein. Keine Ahnung warum ich den Kontakt wieder vertiefte, aber mit ihr hatte ich Spaß, nicht was ihr jetzt denkt. Ich konnte mir ihr herumblödeln und bei ihr musste ich keine Angst haben mich zu verlieren. Alles unter Kontrolle halten, hieß meine Devise. Na bat mich mit ihr zu ihrem Appartement zu geleiten, denn ein neues Outfit schien von Nöten. Micha zog es vor mit Zong zu speisen. Eines muss noch erwähnt werden. Micha hatte zwar eine Fernbeziehung zu Jaeb, doch in der Heimat kam er vor einem Monat wieder mit seiner Ex-Freundin zusammen (13 Jahre Beziehung, 5 Jahre Pause und nun erneut zusammen). Deswegen hieß es jeden Tag „Honeycall nach Germany“. Wie er es ihr verklickern konnte Urlaub in Thailand zu verbringen???? Die Liebe lässt manche erblinden. Mit Jaeb telefonierte Micha täglich. Dieser Tagesanruf stand ebenfalls bevor. Eine komplizierte Kiste wenn man Mehrgleisig fährt.

    Ich begleitete Na zur ihrem Appartement. Bei meinem letzten Besuch verweilte sie direkt in der Walking Street. Jetzt bevorzugte sie eine Behausung ein paar Minuten entfernt. Beim Fußmarsch berichtete sie mir teils teils in Pattaya und Bangkok zu arbeiten. Zu gewissen Tagen sei der Verdienst in der Hauptstadt besser. Ihre Mitbewohnerin hatte sie aber noch. Für die Behausung oder besser gesagt Zimmer mit Bad, stehen jeden Monat 5.000 Baht an. Mit Beautycase und neue Klamotten im Schlepptau ging es erstmal zum nächstliegenden Restaurant. Bei der Wahl des Menüs tat ich mir schwer. Es gab so viele Köstlichkeiten die verzehrt werden sollten. Da mir die Entscheidung schwer viel bestellte ich direkt mehrere Sachen. Keine Ahnung wie sich das schreibt (Popkapaumuh), ein kaum vergleichbares Gehaktesgericht, das zu meinem Lieblingsessen ernannt wurde. Massamann durfte natürlich auch nicht fehlen.


    Na vor ihrem Appartement.

    Den Nachmittag verbrachten wir mit Shoppen und Essen. Mikes Shooping Mall bietet zur Abkühlung eine gute Möglichkeit. Ich hatte ganz vergessen wie heiß es zu dieser Jahreszeit in LOS ist. Micha drängelte zur späteren Stunde endlich wieder loszuziehen. Liebesurlaub kannst Du auf Samui machen, teilte er mir mit. Nach einer erfrischenden Dusche im Hotel kam ich seinem Wunsch nach und wir erkundeten zu dritt die Gegend. Na erwies sich als guter Tourist Guide und zeigte uns einige gute Bars. Egal wohin wir pilgerten, jeder kannte Na. Kein Wunder nach 5 Jahren in der sündigen Stadt. Im Living Dolls A Go Go, rieß es Micha fast vom Stuhl. Eine umwerfende junge Tänzerin, die es zu verstehen wusste ihre Reize einzusetzen, wickelte meinen Freund um den Finger. Na drängelte nach einer halben Stunde weiter zu gehen, doch der Kamerad wies jeden Versuch diese Lokalität zu verlassen ab. Ich gab Na ein paar Baht für den Beauty Saloon, denn sie schien genug Stangentanz gesehen zu haben. Wenn es nach ihr ginge würde sie jeden Tag in den Saloon pilgern. Sie liebte es sich stylen zu lassen.


    Na beim speisen


    Ich trank einige Draft Bier (40 Baht) und schaute mir Micha beim ausschalten seines Verstandes an. Keine 5 Minuten später löste er die Junge Frau bei der Bar aus. 300 Baht den Tag. Doch nicht für diesen Tag sondern den nächsten. Wieso für morgen, stellte ich ihm die Frage. Wer weiß was heute noch so passiert, erwiderte er mir. Wenn das mal nicht in die Hose geht. Egal, ist alt genug zu wissen was er macht. Der Weg führte uns weiter in eine Thaibox-Bar. Sie liegt direkt auf der rechten Seite vor der Walking Street. Vor drei Monaten hatten wir hier schon einige spektakuläre Kämpfe gesehen. Das Betreten dieses Lokalität ist nur ein wenig peinlich. So bald der erste Schritt auf diesen Boden getätigt ist, kreischen zirka 150 Frauen wild durcheinander. Glocken werden gebimmelt und 300 Augen versuchen Dich an den jeweiligen Stand zu locken. So muss sich ein Hollywoodstar fühlen. Für mich war dies immer eine Reizüberflutung. Ich war gar nicht in der Lage mich für einen Platz zu entscheiden. Einfach leiten lassen und irgendwo hinsetzen.

    Die nächsten drei Stunden verbrachten wir wieder mit Spielen und Trinken. Einer kleiner etwas korpulenter Thaiboxer betrat den Ring. Diesen sahen wir schon im letzten Urlaub. Er wirkte völlig unscheinbar, doch einmal in Fahrt gekommen ist es schwer in zu besiegen. Micha nannte ihn nur Bud Spencer. Seine Kelle streckt Bäume nieder. Alle von mir beobachteten Kämpfe hatte er gewonnen. Und diesmal natürlich auch. Eine halbe Stunde später gesellte er sich zu uns. Meine 4-Gewinnt Gegnerin entpuppte sich als Schwester des Boxers. Wir unterhielten uns ein wenig. Ein sympathischer schüchterner Mann im Alter von 32 Jahren. Einschätzen kann ich diese Asiaten einfach nicht. Sind immer jünger als sie aussehen. Er berichtete mir schon seit dem 7. Lebensjahr diese Sportart zu betreiben. Morgen wäre sein nächster Fight. Wir versprachen wieder zu kommen und ihn zu unterstützen. Na trudelte in der Zwischenzeit ein. Wie am Tag zuvor pflegte sie ihre Kontakte und telefonierte mit ihren Boy-Friends. Darunter auch der Singapour-Deutsche.


    Boxbude vor der Walking Street


    Bardamen am Boxring

    Diese Nacht ähnelte der vorherigen. Besuch im Tony, TK und Marlies 2. Das völlig losgelöste Feiern und Tanzen ist schon ein enormer Unterschied zu Deutschland. Wir genossen die Atmosphäre und ließen uns von den Klängen treiben. Im laufe der Nacht rieß es Micha wieder vom Hocker. Wie kann man sich bloß so oft und schnell hintereinander vergucken. Pattaya, Pattaya, sage ich nur. Eine kleine traumhaft proportionierte thailändische Schönheit wog sich in seinem Arm. Er wirkte sehr begeistert. Sieh mal, die Ähnlichkeit zu Shakira ist doch ernorm. Na, ja ein bissel vielleicht. Gegen 4 Uhr begaben wir uns wieder ins Hotel und läuteten die Nachtruhe ein. Micha mit seiner neuen Errungenschaft im Schlepptau. Hoffentlich vergisst er nicht sein morgiges Arrangement, dachte ich mir nur. Na schmunzelte auch ein wenig, da ich ihr von dem Vorfall berichtet hatte.




    Fortsetzung folgt....

  5. #4
    Avatar von Label1907

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    Re: Unverhofft kommt oft!!!!



    Ein wildes hämmern beendete meinen Schlaf. Ich begab mich aus dem Bett und öffnete die Tür. Micha stand ein wenig nervös da. Du musst mir helfen. He wieso, wie spät ist es eigentlich?? 12 Uhr, das ist es ja gerade. Ich brauchte ein wenig um den letzten Sandkorn aus den Augen zu reiben. 12 da war doch was, ach ja Dein Arrangement. Genau, was soll ich jetzt tun, die lässt sich nicht abwimmeln. Keine Ahnung, Du hast Dir die Suppe eingebrockt, löffel sie auch aus. Er verschwand und ich nahm erst mal eine kühle Dusche. Micha bringt immer wieder das Talent an den Tag in verstrickte Situationen zu geraten. Ich schlürfte mit meinen Badelatschen über den Flur zu ihm. Erstaunter weise saßen beide Frauen bei ihm im Zimmer. Nanu, was hat das denn zu bedeuten?!?! Er stellte erneut die Frage, was soll ich denn jetzt machen, keine will gehen. Tja, eine Entscheidung wäre angebracht. Micha schwärmte zu sehr von seiner Shakira. Na kam in der Zwischenzeit ebenfalls herüber und wir sahen uns das Spektakel gemeinsam an. Da sich alle nach geraumer Zeit anschwiegen und mein Freund sich immer noch nicht entscheiden konnte, beschloss ich ihm ein wenig auf die Sprünge zu helfen. So ging ich also mit Na und Shakira etwas im Big C Shopping Center essen. Sieh zu das Du das schnell klärst warf ich ihm beim verlassen seines Zimmers an den Kopf.

    Wir speisten im MK und ich durfte zum ersten mal in den Genuss von Zuki kommen. Sehr lecker musste ich zugestehen. Erinnerte mich ein wenig an Fondue. Zwischendurch rief Nas deutscher Freund an. Sie hatte es ihm wirklich angetan. Später gestand sie mir mit ihm ein wenig Probleme zu haben. Hauptsächlich finanzieller Hinsicht. Es bestand darin seine Familie zu versorgen und gleichzeitig sie zu unterstützen. Mich kränkte diese Aussage. Zum zahlen ist er also gut genug, wenn diese Unterstützung ausstand ist er also nicht gut genug. Sie wollte nicht näher darauf eingehen. Ein typisches Verhalten das mir schön des Öfteren bei manchen Thaifrauen vorgekommen ist. Die Probleme anderer sind eher unwichtig.


    auf dem Weg zum Big C


    köstliches Zuki


    Nach einer Stunde des köstlichen Verzehrs von Zuki begaben wir uns zurück zum Hotel. Ist ja vom Big C nur ein Katzensprung. Micha saß mit der Go Go Tänzerin am Pool. Und hast Du alles geklärt fragte ich ihn. Soweit ja, sie wird gleich wieder nach Hause gehen. Also doch Shakira. Die Tänzerin namens Na verließ Micha mit den Worten „Dir bringe ich noch bei wie der Hase hier läuft“.

    Morgen sollte es Planmäßig nach Phuket gehen. Irgendwie konnte ich mich mit dem Gedanken nicht anfreunden. Mir gefiel es ein paar Tage in Pattaya zügellos zu feiern. Ich fragte Micha nicht ein paar Tage anzuhängen. Und was erzähle ich Jaeb, fragte er mich. Keine Ahnung, erzähl ihr die Maschine sei überbucht und Du kommst später. Er grübelte ein wenig. OK, einen Tag kann ich herausschlagen aber nicht mehr. Somit war unsere Reiseroute ein wenig umstrukturiert. Aus 3 wurden 4 Tage Pattaya. Der Nachmittag verlief nicht spektakulär. Wir besuchten eine Freundin von Na, die ihre Arbeit bei einem Optiker verrichtete. Micha legte sich einen guten Vorrat Kontaktlinsen zu. Im Vergleich zur Heimat sind die spottbillig.


    Nas Freundin


    Im Verlauf der Zeit fragte Na mich nach einem Besuch in Deutschland. Wie meinen??? Ja wenn sie demnächst nach Deutschland zu ihrer Schwester nach Berlin kommt würde sie gerne ein wenig Zeit mit mir verbringen. Das habe ich schon öfter gehört. Wie sieht es denn mit Deinem Visum aus, fragte ich. Na ja, da gäbe es einige Probleme. Ah ha, und welche? Nun ja, sie berichtete mir als nicht heimgekehrt registriert zu sein. So ganz konnte ich dem nicht folgen. Wie Du bist doch hier und wenn es nicht vermerkt ist, geh doch zur Bootschaft und lasse es nachtragen. Geht irgendwie nicht, sie fragte mich ob ich eine Adresse anhand einer Telefonnummer in Deutschland heraus bekommen könnte. Das alles machte mich ein wenig stutzig. Sie vermittelte mir damals von diesem Mann die Einladung bekommen zu haben und er könnte dies ins rechte Licht rücken. Alles ein wenig komisch. Es mag am mangelnden Englisch liegen aber wir kamen nicht auf einen Nenner. Später erläuterte Sie mir auch ihren Reisepass verloren zu haben. Dies wäre bedauerlich, da viele Auslandsstempel ihn prägten. Das ganze kam mir spanisch vor.

    Im laufe der Zeit wurde Na immer liebevoller. Ihre Beurteilung mir gegenüber „Not same same.“ Natürlich nicht, denn verliebt war ich keineswegs wie zuvor.

    Am Abend stand ein weiterer Besuch in der Boxbude an. Wir hatten ja versprochen den Thaiboxer zu unterstützen. Zuvor wollte Na noch ihre E-Mails abrufen. Sie bat mich mitzukommen. Ich weiß nicht woran es lag, aber sie gewährte mir Einblick in ihre Privatsphäre. Ich bedankte mich für ihre Offenheit. Drei vor Liebe zerfließende Männer tummelten sich in ihrem Account. Das übliche bla bla. Ihr kennt das gewiss. Wer diese Frau mal ehelichen will, brauch ein dickes Fell bei den vielen Verehrern.

    Gegen 21 Uhr trafen wir wieder im Thaiboxtempel ein. Ich bevorzugte einen seitlichen Eingang, denn dieser kreischenden Begrüßung wollte ich entgehen. Na zog es vor wieder den Beauty Saloon zu besuchen. Die halb volle Flasche Sang Som vom Vortag wurde an unserer Bar zum Vorschein gebracht und wir versüßten uns den Abend mit Spielen und Thaiboxen. Gegen 22 Uhr kam unser Fighter zum Einsatz. Micha begab sich vor dem Kampf in den Ring und ließ sich mit dem Bud Spencer ablichten. Als er wieder neben mir platz nahm, berichtete er ihm einen kleinen Motivationsschub gegeben zu haben. Wie meinen. Ja, ich habe ihm gmitgeteilt wenn er ihn umhaut bekommt er von mir 1.000 Baht. Die hast Du mit Sicherheit verloren, entgegnete ich ihm.

    Wäre der ersten Runde tat sich unser Freund sehr schwer. Micha kommentierte einige Schläge mit Leo Leo. Mach ihn nicht verrückt, warf ich Micha entgegen. Einige andere Boxer gefiel unsere Sympathie anscheinend nicht. Micha wurde nahgelegt an einem Kampf teilzunehmen. Man fasste ihm an den Oberschenkel. Vermutlich ein Test wie viel bums in den Schenkeln stecken würde. Mein Freund war nicht lebensmüde, denn gegen so einen durchtrainierten Mann bedarf es wahrscheinlich nur drei Sekunden um zu Boden zu gehen.

    In der dritten war es dann soweit. Bud Spencer holte die Kelle heraus und schlug seinen Gegner in Grund und Boden. 1.000 Baht waren fällig. Na trudelte wieder gegen 0 Uhr ein. Sie sah atemberaubend aus. Ihr Outfit gewagt aber nicht zu provokant. Sie liebte es ihre Weiblichkeit zur Schau zu stellen. Während meines ersten Urlaubs mit ihr schien sie ein wenig verklemmt. Vermutlich waren es Komplexe der kleinen Körpchengröße. Ich weiß es nicht. Sie gestand mir demnächst noch eine Operation über sich ergehen zu lassen. Was denn nun, noch größer doch hoffentlich nicht. Nein, nein, diesmal wäre das Hinterteil dran. Ich verstand sie vollkommen nicht. Keine Ahnung wer ihr dies einredet, aber wenn es nach mir ginge hätte sie sich nicht ändern müssen. Muss jeder selber wissen. In ihrem jetzigen Erscheinungsbild zog sie die Blicke nur so auf sich. Und dies genoss sie in allen Zügen.

    Die Nacht taperten wir von einer Disse in die nächste. Club Boschei, TK, Marlies 2 und in den frühen Morgenstunden das Marlies 3 oder 4. Keine Ahnung, so ganz blicke ich da nicht durch. Es machte aber Spaß mit Micha, Shakira, Na und ihren Freundinnen das Nachtleben zu erkunden. Für den nächsten Tag nahm ich mir vor die Flüge umzubuchen. Insgeheim dachte ich mir Phuket auszulassen und direkt nach Samui zu fliegen. Dies galt es mit Micha zu besprechen. Na stellte mehrmals die Frage mit nach Samui zu können. Keine gute Idee, denn mein Vorhaben war es die kleine Noi wieder zu sehen. Es galt also einige Entscheidungen zu fällen.



  6. #5
    Avatar von Label1907

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    Re: Unverhofft kommt oft!!!!


    Ich erwachte zum vorletzten mal im Sabai Lodge. Ich ließ die vergangenen Tage gedanklich Revue passieren. Es macht zwar riesigen Spaß in dieser Stadt das Tanzbein zu schwingen, aber irgendwie schafft sie mich auch. 4 Tage sollten genügen. Den Rest des Urlaubs wollte ich der Erholung widmen. Weitere Tage würden mich vermutlich zum Alkoholiker mutieren lassen. Pattaya hat sicherlich auch seine schönen Seiten, doch jenseits der Walking Street sind sie sicherlich nicht zu entdecken. Na schlief generell immer länger als ich. Sie stellte mir die tägliche Frage. „You love me or not.“ Meine Antwort No, zack bekam ich den gewohnten Body Check. Beim morgendlichen Stylen, Duschen erzählte ich Na im September wieder zu kommen. Dann aber mit zwei weiteren Freunden. „Oh very good, teilte sie mir mit, „Sven can i .... your friends.“ Vor lauter Schreck viel mir die Zahnbürste aus dem Mund. Eine klare Aussage. Entweder meinte sie es tot ernst oder sie versuchte meine Zuneigung zu ihr auszutesten. Ich brachte nur ein geschocktes Up to you heraus.

    Mit der passenden Ausgehuniform, Badeschlappen, Short, T-Shirt und Sonnenbrille, begab ich mich mit Na zu Michas Zimmer. Er schnorchelte noch tief und fest. Irgendwie hat dieser Kerl eine ungeheure Kondition. Verabschiedet sich am Abend 3 mal um nach Hause zu gehen, ist aber am Ende immer der letzte der geht. Erschreckend finde ich immer den Tag nach einer Zechtour hier im LOS. Keine Kopfschmerzen und keine Probleme beim Aufstehen. Ich verwarf diesen Gedanken und machte mir nichts daraus. Muss wohl am Klima liegen.

    Aufstehen Kamerad, es ist Zeit den weiteren Werdegang zu planen. Ein Häufchen Elend streckte sich mir entgegen. „Wir müssen einiges Klären“, warf ich ihm entgegen. „So, was denn“, krächste mir eine verrauchte Stimme entgegen. „Ich habe mich entschlossen direkt nach Samui zu fliegen und Phuket auszulassen.“ Hä, wieso das denn, blickten mich zwei erstaunte Augen entgegen. Nun, ich teilte ihm mit relaxen zu wollen und nicht schon wieder nach 3 Tagen die Lokalität zu wechseln und einen weiteren Flug zu absolvieren. Ausserdem möchte ich Noi wieder sehen. „Ganz wie Du willst“, seine Antwort. Ich wollte gerade losziehen um meinen Flug von U-Tapao zu buchen. „Warte wir können doch gemeinsam von Bangkok aus fliegen,“ schlug er mir vor, „ich zahle auch das Taxi.“ Ob nun ein Flug von Pattaya 2.2000 plus 800 Baht Taxi oder Bangkok nach Samui 3.450 war piep schnurz egal. So musste ich wenigstens nicht alleine fliegen. Meine gebuchten Flüge nach Phuket verfielen ja leider.

    Um für eine gute Grundlage zu Sorgen begaben wir uns zu viert zum nächstliegenden Restaurant. Micha schien wie ausgewechselt. Ich erkannte meinen Freund kaum wieder. Was hatte Shakira mit ihm in den vergangenen zwei Tagen angestellt. Ich entdeckte Anzeichen eines Liebeskaspers. Kommentare wie, mein Gott hat die einen Körper, kein Makel zu finden, zu Hause würde die jeder Akzeptieren, sieht auch gar nicht asiatisch aus, die macht kein Boom Boom sondern Liebe, folgten Reihenweise. Der nachfolgende Satz brachte mich ins Stutzen „die nehme ich mit.“ Wie, hatte ich das richtig gehört, diese Worte von Micha. Es bedarf einer genauen Erklärung, was er meinte. „Ich nehme sie mit nach Samui.“ „Bleib mal auf dem Teppich, schlug ich ihm vor.“ „Jaeb ist auch noch da.“ Er schien gerade seine alte Liebe über Bord zu werfen oder etwa doch nicht?“ Immerhin hatte er bei seinem letzten Besuch im Isaan ein wenig Land gekauft. Ein Haus sollte folgen. Nach genauer Betrachtung der Situation entschied er sich doch dagegen. „Dann komme ich halt schnell wieder.“ Eine erneute schnelle Äußerung. Wie meinen???? „Ich bleibe drei bis vier Tage auf Samui und komme dann wieder zurück“, seine Erläuterung. Und was willst Du Jaeb erzählen, hallo und gleich auf Wiedersehen, muss gehen muss gehen muss gehen oder wie? Mal sehen, ich lasse alles auf mich zukommen, doch eines ist sicher, diese Frau muss ich wieder sehen. Mein letztes Statement dazu, Dein Problem, mach Dir keinen unnötigen Stress.

    Na teilte mir mit bald Geburtstag zu haben. Stimmt, letztes Jahr hatten wir ihn ebenfalls zusammen verbracht. Das genaue Datum wollte mir nicht einfallen. Ich tippte auf den 14. Mai. Zack bekam ich direkt wieder einen Bodycheck. Entschuldige bitte, aber ich weiß noch nicht mal die Geburtstage meiner Verwandtschaft. Lag einen Tag daneben. Es sollte der 15 sein. „kannst Du bitte vorbeikommen und ihn mit mir Feiern“, bat sie mich. Nach langem überlegen willigte ich ein. Warum nicht, zum Abschluss noch mal ein Tag Pattaya kann nicht schaden. Ich sagte ihr zu am letzten Tag erneut zu kommen. Sie strahlte glücklich.

    Micha war nicht mehr ansprechbar. Er hatte nur noch Augen für seine Herzdame. Ich nahm dieses Spektakel auf Video auf. „Na, Kamerad, was zahlst Du, wenn ich dieses Band Deiner deutschen Freundin vorspiele. Ich denke da so an den Septemberurlaub“, erwähnte ich nebenbei. Er grinste nur.

    Den restlichen Nachmittag verbrachten im am Hotelpool. In den letzten Tagen ging doch einiges an Sang Som die Kehle herunter. Dies ging nicht spurlos an mir vorbei. Nach ausgiebigem Relaxen bereiten wir uns auf den Abend vor. Wie immer warf ich mich in eine Jeanshose. Fand dies angebrachter als diese kurzen Shorts. Irgendwie freute ich mich auf den nächsten Tag, auf das Wiedersehen mit Noi.

    Es muss eine Kurzschlussreaktion gewesen sein, aber ich griff zum Telefon. Natürlich so, das Na es nicht mitbekam. Nois Stimme ertönte am Ende der Leitung. „Hallo.“ „Hello, ist a honeycall from Thailand,“ feuerte ich durch den Hörer. Sie wirkte verwundert. „You stay in Thailand?“ Ich gestand ihr schon am 28. April angereist zu sein. Ehrlichkeit wehrt am längsten, so heißt es doch. „You have lady“, ihre nächste Frage. Da endete schon meine Ehrlichkeit. Ich verdrehte ein wenig die Wirklichkeit und teilte ihr mit Na getroffen zu haben, aber nicht die ganze Zeit mit ihr zu verbringen. Mein Begehr war es von Noi in Samui vom Flughafen abgeholt zu werden. Sie schien erfreut und versprach dort zu sein. Den genauen Zeitpunkt konnte ich ihr nicht mitteilen, denn ein Flug wollten wir erst in Bangkok ordern. In der Nebensaison wird man schon einen Flug bekommen, dachte ich mir. Noi bat mich nachts noch mal anzurufen. Die Uhrzeit wäre egal. Falls ich eine Lady mitnehme, solle ich es ihr bitte sagen, es wäre nicht schlimm. Nein, versprach ich ihr. So richtig wohl fühlte ich mich bei der Sache nicht. Das nahm schon Michalische Züge an. Aber was sollte ich machen. Meine Zuneigung zu ihr schien ungebrochen, egal was sich im Vorfall abspielte.

    Die Nacht über hüpften wir von einer Bar zur nächsten. Teilweise begrüßten mich Mädels, bei denen ich gar nicht mehr wusste welcher Bar sie angehörten. Traurig aber war. Anders herum gesehen diese Thailänderinnen ähneln sich ungemein. Einen weiteren Fight unseres Bud Spencer bekamen wir auch wieder mit. Ich kann es nur immer wieder erwähnen, völlig unscheinbar und doch sehr gefährlich. Während des Spektakels bekam er einen Ausraster und schlug Gegner mit samt Ringrichter zu Boden. Auch diesen Kampf gewann er.

    Na zeigte uns im weiteren Verlauf der Nacht eine weitere Go Go Bar. Ich muss sagen diese übertraf meine bisherigen Vorstellungen. Eine aufregende Show sorgte für eine heiße Atmosphäre. Ich konnte meine Begeisterung für diese Schönheiten nicht verbergen und brüllte Lauthals ein Boooaaahh heraus. Na schien meine Reaktion zu amüsieren. Höhepunkt der Attraktion eine von zwei Frauen inzinierte Biershow. So konnte man natürlich auch dieses kühle Blonde zu sich nehmen.

    Immer öfter folgten Nas Anmerkungen. You not forget me, i come to germany. Für die Frage „you love me or not“ konnte man schon einen Zähler anstellen. Mir missviel dieses Gerede. Sie hatte doch genug Verehrer und vor allem was vielen wichtig ist, Geldgeber. Was für eine Rolle sollte ich da spielen. Ich bin doch schließlich nur eine Station ihrer Germanytour. Irgendwie hatte sie sich auf unsere Landsleute spezialisiert. Einer aus Frankfurt versprach ihr sogar bei einem Besuch ihrerseits einen Ring im Werte von 1.000 Euro zu schenken. Ob es stimmt, mag ich zu bezweifeln. Falls ja, muss dieser kräftig einen an der Waffel haben.

    Micha schien wie in Trance. Er wendete seinen Blick von Shakira kaum ab. Wie man sich an einem Tag so ändern kann. Die magische Anziehungskraft der Thaifrau. Fast jeder kam schon mal in den Tracktorstrahl. Gegen 4 Uhr trudelten wir wieder im Hotel ein. Noi schrieb mir kurz zuvor eine SMS. You can call me or not, ist ok when you have lady. In einer ungestörten Ecke rief ich sie dann an. Wenn ich an das Verhältnis mit Na denke und die Art und Weise wie ich Noi begegne dann war ich mir vollkommen sicher das richtige zu tun. Eine weitere Nacht in Pattaya endete.



  7. #6
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    Re: Unverhofft kommt oft!!!!

    nun wieder zum wesentlichen zwischen all den erhitzen Gemütern.



    Abfahrtstag. Micha trommelte schon um 10 Uhr an die Tür. 12 Uhr kommt das Taxi teilte er mir mit. Genügend Zeit zum packen. Na erinnerte mich noch mal an mein Versprechen wieder zu kommen. Ja klar, antwortete ich ihr. Da sie anscheinend ernsthaft auf der Suche nach einem wirklich festen Freund war, bat sie mich ein paar Fotos von ihr zu schiessen. Damit könne ich quasi auf Verkupplungstour in meinem Freundeskreis gehen. Ich ging ihrem Wunsch nach und lichtete zwei drei Exemplare ab. Eigentlich hatte sie geplant wieder mit nach Bangkok zu kommen, doch ihre Müdigkeit veranlasste sie einen Tag hier länger zu verweilen. Ich gab na für die gemeinsamen Tage 4.000 Baht.

    Wir checkten aus und stopften unser Gepäck ins Taxi. Kurze Verabschiedung, das heißt bei Micha dauerte es etwas länger, und es ging Richtung Bangkok. Jetzt sollte der gemütlichere Teil des Urlaubs beginnen. Für die Fahrt brauchten wir zirka 2,5 Stunden. Kein Vergleich zur Hinfahrt. Micha ließ das Taxi vor dem Arrival Terminal halten. Schließlich wartete hier Jaeb und wir mussten ein wenig die Flug gestressten Passagiere spielen. Da wir noch ein wenig Zeit bis zum Treffpunkt hatten beschlossen wir die Tickets schon mal zu besorgen. Ich stand vor dem Bangkok Airways Schalter und fragte nach dem Flug. Wann wollen sie den fliegen. Jetzt sofort. Tut mir leid teilte mir die Angestellte mit, alle Flüge für heute ausgebucht. Ich konnte diese Worte gar nicht fassen. Dann nehme ich halt den letzten Flieger. Tut mir leid, es sind wirklich alle Maschinen voll. Entsetzen weitete sich aus. Wie kommt denn so etwas, ist doch Low Season. Das war wieder typisch, so ein Pech konnten nur wir haben, dabei hatte ich mich so auf einen abendlichen Cocktail im Dejavue gefreut und vor allem Noi wieder zu sehen. Eine minimale Möglichkeit bestand noch darin ein Stand-By Ticket zu kaufen. Je nachdem wie viele dies in Anspruch nehmen, konnte es vielleicht doch klappen einen Flug zu ergattern. 3 Personen, das wird schwierig.

    Enttäuscht begaben wir uns zum vereinbarten Treffpunkt mit Jaeb. Ich musste mich gar nicht verstellen, denn 4 tage Pattaya sorgten für den entsprechend schlaffen Eindruck. Da standen die ganzen Thaimädels wartend auf ihre Farrangs. Micha erkannte Jaeb auf Anhieb und begrüßte sie herzlich. Du kleiner Schlawiener, dachte ich mir nur. In jedem Hafen eine wartende Dame. Diese ganze Prozedur dauerte mir zu lange, so dass ich mich direkt in Richtung nationaler Airport begab. Grausam erneut diesen langen Tunnel zu durchlaufen. Durfte gar nicht daran denken wie oft ich ihn beim letzten Besuch durchwandert habe. Angekommen, steuerte ich direkt auf den Ticketschalter zu. Ein Servicebeamter fragte nach meinem Reiseziel. Samui warf ich ihm entgegen. Haben sie ein Ticket. Nein, deswegen bin ich auch in Eile. Das sieht sehr schlecht aus, gab er mir zu verstehen. Stand-by wäre ebenfalls sinnlos, zu viele Passagiere. Wut stieg in mir hervor. So ein Mist, ich hatte mir den Tag genau vorgestellt. Alles schwamm dahin. Was mache ich jetzt. Die Dame am Schalter legte mir Nahe den 7 Uhr Flug am frühen morgen zu nehmen. Da wären noch Plätze frei. Also gut den nehme ich. In dieser Sekunde steuerte Micha dazwischen. Bist Du verrückt, wir nehmen ein Stand-By Ticket. Das wird schon glaub mir. Wenn Du heute Abend in Samui bist wirst Du mir danken. Dein Wort in Gottes Ohr.

    Die Uhr schlug 15.30 Uhr. Bis zum nächsten Flieger tranken wir ein paar erfrischende Getränke. 16.50 Uhr sollte der nächste starten. Ich kam mir vor wie bei der Lottoziehung. Leider wurde keiner unserer Namen erwähnt. Der Servicebeamte guckte mich nur skeptisch an. Ich muss auf diese Insel grummelte ich vor mir hin. Ich kann da etwas machen, teilte er mir mit. Er öffnete seine Hand, ich erblickte einige tausend Baht und er sagte das da etwas möglich sei. Ihr fliegt heute versprochen. Von mir aus kriegt der 1000 Baht, Hauptsache es klappt. Gegen 18.50 Uhr startete der nächste Bomber. Ich rief Noi an und berichtete bald da zu sein. Sie solle bitte zum Flughafen kommen.

    Als letzter wurde mein Name aufgerufen. Gott sei Dank, ich stellte meinen Koffer auf die Waage am Schalter. Micha setze seinen und Jaebs ebenfalls dazu. Halt nur einer rief die Beamtin. Jetzt wirkte Micha völlig aufgelöst. Er diskutierte mit dem Servicebeamten. Hey, Du hast versprochen … Wo ist Sven fragte Jaeb Micha. Er drehte sich um, nicht zu sehen. Ich hatte mich schnell aus dem Staub gemacht streng nach dem Motto. Jeder ist sich selbst der nächste. Mal im Ernst, Micha hatte seine Frau bei sich. Manchmal entwickelt sich das Schicksal zu meinen Gunsten. Der Flug mit der Propellermaschine dauerte die üblichen 70 Minuten.

    Das Gefühl in Samui aus dem Flieger zu steigen ist unbeschreiblich. Ein breites Grinsen meißelte sich in mein Gesicht, als ich die kleinen Wägelchen erblickte. Diese Insel hat es einfach in sich. Im Wagen Platz genommen, zuckte ich direkt zum Telefon und kontaktierte Noi. Tut mir leid, ich bin noch nicht da, meine Freundin ist mit dem Motorbike unterwegs, sagte sie mir. Dann setz dich in ein Taxi, ich zahle das schon gab ich ihr zu verstehen. Leo, leo. Das Inselfieber hatte mich gepackt.

    Bei der Ankunft am Terminal stürzte ich direkt aus den Wagen und begab mich in Richtung Straße. Sen Sen hallte es durch die Luft. Als mich umblickte erspähte ich die Kleine (meinen Namen richtig auszusprechen gelang kaum einer Thai). Surprise, surprise. Ich schloss sie erstmal in meine Arme. Sie sah atemberaubend aus. Zwei weitere Goldringe zierten ihre Finger. Thats business, dachte ich mir. Ein wenig abgenommen hatte sie auch. Wir unterhielten uns über dies und das und warteten auf mein Gepäck. Mit dem Koffer im Schlepptau ging es dann Richtung Choeng Mon. Leider schien niemand bei Panya anwesend. Noi brachte uns dann direkt in Chaweng für eine Nacht unter. Direkt in der Nähe der Solo Bar war natürlich ein Fehler der mir nicht mehr unterkommt. Ich gab Noi ihren halben Ohring wieder, den sie mir nach dem letzten Urlaub anvertraute. Sie lächelte vor sich hin. Ich nahm erstmal eine Dusche. Mein Telefon bimmelte. Na erscheinte auf dem Display. Nanu, kaum ein paar Stunden weg schon der erste Anruf. Sie versuchte es 3 weitere Male. Ich zog es vor heute nicht mit ihr zu sprechen. Kurzerhand rief ich erstmal Micha an. Schließlich wusste ich nicht was mit den beiden passiert ist. Zu seinem übel musste er am Airport ins Hotel. Angeblich kostete dies 100 Dollar. Er schien verständlicher Weise ziemlich angenervt und meinte am frühen Morgen anzureisen. Nun denn, bis später.

    Ich torkelte mit Noi erstmal in den havanna club, Simon begrüßen. Er freute sich und zog direkt eine Flasche Sambuca hinterm Tresen hervor. Nach trinken war mir heute nicht zumute, aber aus Gründen der Höflichkeit würgte ich mir einen runter. Die Hitze wirkte unerträglich und das am Abend. Zu dieser Jahreszeit ist es wirklich eine Schwitzerei. Noi gab sich wirklich sehr viel Mühe. I want you happy, flüsterte sie mir ins Ohr. Spätestens jetzt waren all meine Vorsätze über Bord geworfen. Wir wanderten an der Moonbar und dem Green Mango vorbei. Man was hatte ich das vermisst. Laute Rythmen, heiße Bewegungen der Mädels und alles mitten auf der Straße. An dieses Urlaubsfeeling werde ich mich zu Lebzeiten erinnern. Der Abend/nacht dauerte nicht lange an. Wir begaben uns früh zum Hotel. Ich rief Micha noch einmal an. Was ist denn los, brummte mich eine Stimme an. Eh ist ja wie in der Solo Bar hier, ach so ein Scheiss, das ist ja die Solo Bar. Micha konnte nicht darüber lachen und legte auf. Was dann folgte waren Stunden der Leidenschaft, so empfand ich es zumindest. Es ist eine Sache mit einer Frau wie Na zum Beispiel ins Bett zu geh und Spaß zu haben, doch mit jemandem dieses Erlebnis zu teilen für den man etwas empfindet, ist einfach unglaublich und nicht vergleichbar. Die Nacht über fand ich keinen Schlaf, das lag aber eher an der Solo Bar, die bis in die Morgenstunden die Bässe schallen ließ.


  8. #7
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  9. #8
    Avatar von Label1907

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    Re: Unverhofft kommt oft!!!!


    Meine erste Nacht in Samui lag hinter mir. Viel geschlafen hatte ich allerdings nicht. Ich kann nur raten nicht direkt in Chaweng zu übernachten. Nicht nur das die Musik bis in die frühen Morgenstunden anhält, kurz danach donnern die Flugzeuge über die Dächer. Noi schlummerte noch tief und fest. Sie war diesen Lärm ja gewöhnt. Micha rief gegen 10 Uhr an. Er hatte sich mit Jaeb schon im Choeng Mon Panya Resort stationiert. Da sein Flug ihn um 7 Uhr morgens auf die Insel brachte, war er dementsprechend munter. Ich nahm erstmal ne Dusche. Gegen 11.30 Uhr checkten wir aus. Für die Übernachtung zahlte ich 1.000 Baht. Es wäre auch billiger gegangen, aber zur späten Stunde hatte ich nicht die Lust danach zu suchen. Ein Taxi brachte uns dann nach Panya. Die Bungalow Anlage schien ziemlich leer. Ausser Micha und mir bewohnte nur ein weiteres Paar das Resort. Ich fand dies sehr angenehm, zumal unsere Behausung direkt am Pool lag und wir ihn sozusagen für uns alleine hatten. Das schrie nach einer Pool-Party in den kommenden Tagen.

    Schnell noch ein Motorbike gemietet, konnte der Tag beginnen. Micha und meine Wege trennten sich erstmal, da Noi gerne ein paar Sachen aus ihrem Appartement holen wollte. Wir düsten also in Richtung Chaweng. Zwischenstopp im Wills Wait. Einer meiner Lieblingsküchen. Dort bekommt man das schärfste Popkapo Muh das ich je gegessen habe. Nach Verzehr ist innerhalb von fünf Minuten ein Besuch auf dem Örtlichen Pflicht. 3 verschiedene Chilisorten sorgen für dieses Ereignis.

    Noi hatte ihre Behausung direkt in der Nähe von Wills Wait. Sie teilte diese mit 5 weiteren Freundinnen. Da alle anscheinend ein wenig der Fernsehsucht erleiden, hatten sie sich vor kurzem ein TV zugelegt. Ihr Heim vermittelte mir einen ganz anderen Eindruck, als der mir an der Bar gegeben wurde. Kuscheltiere häuften sich und Bilder der Familien konnte man in jeder Ecke betrachten. Noi kramte ihre Sachen zusammen. Ich konnte meinen Augen nicht trauen, aber voller Freude präsentierte sie mir zwei Manchester United Trikots mit ihrem Lieblingsspieler Rooney. Ach Du Schreck, wer hatte ihr denn den Floh ins Ohr gesetzt. Man ist auch nirgends vor diesen Engländern sicher. Während meines ersten Urlaubs fand ich es noch amüsant englischen Fußball in jeder Bar und Discothek zu betrachten, doch jetzt hing es mir zum Halse raus. Nun ja, das hat die Premier League unserer Bundesliga voraus. Sie richtet sich unter anderem mit nach dem asiatischen Markt.


    Nois Appartement von aussen


    Appartement von innen.

    Während der ganzen Packarie griff ich zu meinem Telefon und rief Patrick an. Ein neu gewonnener Freund aus dem letzten Thailandurlaub. Sein Akzent veranlasst manchmal zu munteren Lachanfällen. Er stammt aus der Nähe von Karlsruhe. Karneval besuchte er uns im heimischen Essen. Mit ihm ist auf jeden Fall ein Heiden Spaß garantiert. Da er nicht mit uns zusammen buchte und unsere Maschine voll war, trabte er ein paar Tage später an. Ich stachelte ihn ein wenig an vor seinem Flug, denn aus Erfahrung weiß ich wie grausam es sein kann alleine zu fliegen in dem Gedanken, das Freunde schon vor Ort sich amüsieren.

    Kurz bevor wir zum Panya Resort zurückkehrten, huschten wir an Nois Bar vorbei. Schließlich musste ich sie noch an der Bar auslösen. 300 Baht pro Tag, 10 Tage, also 3.000 Baht. Manch anderer wird sich jetzt an den Kopf fassen, warum verbringst Du erneut Zeit mit ihr, kannst doch den Urlaub anders genießen, aber mir war es zu diesem Zeitpunkt egal. Meine emotionale Bindung zu ihr scheint doch tiefer zu sitzen als ich Annahm. Lieber habe ich sie in meiner Nähe, als irgendein anderer während meines Aufenthalts. Das hätte doch Auswirkung auf meine Moral, trotz der vielen anderen Schönheiten hier.

    Wenig später trudelten wir wieder bei Panya ein. Micha flutschte ein wenig durch den Pool. Bei der Gluthitze ist dies die beste Möglichkeit ein wenig den Schweißfluss zu stoppen, obwohl das Wasser nicht gerade erfrischende Temperaturen hatte. Vorsicht gefährliches Exemplar. Ja keinen Alkohol am Pool stehen lassen, der säuft alles weg. Meinem Spruch entgegnete Micha nur mit einem müden Lächeln. Da waren wir wieder, innerhalb von einem Jahr vier mal in Thailand. Der Bungalow Besitzer hatte zu uns schon vertrauen gefasst, denn irgendetwas unterschreiben oder Pass vorlegen wurde nicht benötigt.

    Ich gesellte mich zu Micha. Noi folgte nach dem Verstauen ihrer sieben Sachen. Sie hatte sich eine Woche zuvor ein neues Handy zugelegt. Für sie natürlich interessant die Kamerafunktion sowie der integrierte MP3-Player. Stolze 10.000 Baht hatte das Nokia gekostet. Sie erzählte mir das Geld gespart zu haben, aber ich vermute eher auf ein Geschenk eines Verehrers. Sie bat mich einige Lieder von meinem Handy auf ihres zu spielen. Dabei klickte ich mal durch ihre SMS. Erstaunt hatte es mich eigentlich nicht, denn zwei Verehrer füllten den Posteingang. Ein Schotte der anscheinend kurz zuvor hier verweilte, denn Anhand der Zeilen befand er sich in Liebeskasperphase 1. Der zweite schien sich in Phase zwei zu befinden. Ein weiterer Inselbewohner diesmal aus Irland. Im SMS Ausgang schrieb Noi bald aus der Barszene auszusteigen (Nachricht an Schotten). Da ich ein direkter Mensch bin, sprach ich sie darauf an. Sie wusste nicht darauf zu antworten, denn anscheinend hatte sie nicht damit gerechnet das meine Augen dies erspähen würden. Sie ging nicht großartig darauf ein. Ihr Kommentar, alles Customer und weiter arbeiten würde sie hier auf jeden Fall. Ich beließ es erstmal dabei, denn im Grunde genommen war ich ebenfalls ein Customer.

    Micha plante schon den abendlichen Verlauf. Seine Begeisterung sprudelte nur so heraus. Endlich wieder auf der Insel, sein Fazit. Samui ist schon viel angenehmer als Pattaya. Vor allem erholsamer. Gegen 17 Uhr begann also unsere erste gemeinsame Sause durch Chaweng. Einfach köstlich im Dejavue zu sitzen, einen Long-Island-Ice-Tea zu genießen und das Treiben auf der Straße zu beobachten. Noi zeigte Interesse über die bevorstehende WM, das sie ja in Deutschland stattfinden würde und sie eigentlich doch gerne zu Besuch kommen würde. Ach ne, für die WM würdest Du also kommen, kommentierte ich diese Aussage. Sie schenkte mir nur ein Lächeln. Nein das wäre nicht so, aber man könnte das gut verbinden. Ich fragte was mit ihrer Mutter sei. Schließlich gab es kein grünes Licht. Sie würde ihr einfach nichts sagen, antwortete Noi. Was für ein Bullshit. Lügen über Lügen. Von mir aus kannst Du gerne kommen, aber das bereden wir später, teilte ich ihr mit.

    Nach Einbruch der Dunkelheit begaben wir uns in Richtung Havanna Club. Es war zwar viel zu früh um in durch die Bars zu schlendern, doch uns störte das nicht. Im Vergleich zu Pattaya startet die Partyszene hier zur späteren Stund. Simon und Coi freuten sich über Michas erscheinen. Simons Barmädels schienen ein wenig rotiert zu sein. Zumindest erkannte ich nur drei vier Mädels vom letzten mal wieder. Dafür hatte er aber einige verdammt attraktive neue Bienen um sich herum schwirren. Ich verfluchte jeden Besuch in dieser Bar, denn jedes Mal rollte Sambuca über die Theke. Dieses süße Zeug sorgt jedes Mal für Kopfschmerzen am nächsten Tag.

    Der Abend gleitete langsam in die Nacht über. Die Straße füllte sich und traumhaft proportionierte Körper räkelten sich am Green Mango zu den exotischen Klängen. Nois Freundinnen aus der Bar huschten vorbei und wir schlossen uns dem Trupp an. Ich weiß nicht ob es an der Jahreszeit lag, aber irgendwie erblickte ich nur hübsche Menschen und vor allem einheimische Frauen. Am Alkohol lag es bestimmt nicht. Im Vergleich zum Januar schien Chaweng nicht gerade gut besucht. Zwischen den vielen Partybegeisterten sah ich Timi. Diesmal mit frisch blondierten Haaren. Jaeb stürmte sofort zu ihr. Die beiden verstanden sich blendend. Wie es halt unter Trinkbrüdern so ist. Ich begab mich ebenfalls zu ihr, um zu sehen ob sie mich begrüßt. Und in der Tat, sie schien mir den damaligen Vorfall verziehn zu haben. Noi wirkte Eifersüchtig und zeigte mir das auch imnu. Komisch diese Moral, verstehen werde ich das nie. Der ein oder andere Eimer streifte über die Theke.

    Im Verlauf der nächsten Stunde verlor ich Micha und Konsorten aus den Augen. Bis zur Solo Bar schaffte ich es leider nicht mehr. Irgendwie breitete sich Müdigkeit aus. Komisch, muss wohl an der Inselluft liegen, denn in Pattaya schaffte ich es immer bis in die Morgenstunden. Kann natürlich auch am Alter liegen, schließlich bewege ich mich auf die 30.

    Noi fuhr den Weg zurück zum Bungalow. Kurz zuvor natürlich ein kurzen Zwischenstopp am Suppenstand. Ein Werbewagen streifte an uns vorbei mit weiste auf die Blackmoon Party in den kommenden Tagen hin.

    Ich fand es mal angenehm auf dem hinteren Teil des Motorbikes zu sitzen. Ich ragte zwar einen halben über Noi heraus, doch irgendwie möchte ich dieses Fahrgefühl. Ein weiterer Tag auf Samui endete.


  10. #9
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    Re: Unverhofft kommt oft!!!!


    So nach langer Zeit geht es endlich weiter. Komme vor lauter Arbeit gar nicht mehr zum schreiben.

    Der dritte Tag auf dieser Trauminsel nahm seinen Lauf. Nois vorhaben jeden Tag etwas unternehmen zu wollen schlug immer mehr fehl, denn sie schaffte es nicht den Schlaf vor 2 Uhr aus den Augen zu reiben. Sie hatte die Eigenschaft oftmals bis in die frühen Morgenstunden fern zu sehen. Manchmal sogar bis 6 Uhr. Kaum zu glauben bei dem Programm. Low Budget und noch schlechter inzeniert als unsere Soaps. Egal, jedem das seine.

    Micha und Jaeb schlummerten ebenfalls ziemlich lang, das lag aber wohl an der Solo-Bar. Letzte Nacht schien Micha seine Geldbörse verlegt zu haben. So kennt man ihn. Bankkarte ade sowie 6.000 Baht. Verurteilen konnte ich ihn deswegen nicht, da mir ebenfalls schon mal ein Malheur dieser Art passierte. Ohne Geld stand er jetzt nicht da, denn das Gemeinschaftskonto mit seiner deutschen Freundin musste somit angezapft werden. Ein mulmiges Gefühl schien ihn dabei zu überkommen. Ich konnte seine Zweifel verstehen, denn bisher ging er jeden Tag zur Bank 10.000 Baht. Wie sollte er das seiner Freundin erklären. Soweit ich mit bekam berichtete er ihr einen Erholungsurlaub zu veranstalten. Keine Party, ständig Feiertage und keine Menschenseele in der Nähe. Wer’s glaubt wird selig. An ihr müssen sämtliche Thailandberichte vorüber gegangen sein. Nun ja, Micha hoffte das sie sich keinen Kontoauszug verschaffte.

    Zur späteren Stund nahmen wir erstmal ein Frühstück. Ich betorkelte mit Noi ihr Vorhaben wirklich zur WM nach Deutschland zu kommen. Jaeb fand diese Unterhaltung gar nicht lustig, denn Micha erwähnte nie eine Einreise ihrerseits. Sie erkundigte sich aber was ein Flug mit unserer Maschine Heimwerts kosten würde. 65.000 Baht. Eine Summer, die ich gar nicht verstand.

    Nach dem Mahl trennten sich unsere Wege. Ich fuhr mit Noi ins Lotus-Einkaufszentrum. Dort übertönte der Lärm sämtliche Shoppinggelüste. Umbauarbeiten gingen im vollen Gange. Wir schauten uns hier und da mal um. Meine Schwester bat mich ein paar Hello Kitty Taschen zu besorgen. Da die Auswahl zu groß schien, knipste ich ein paar Fotos und nahm mir vor, diese per E-Mail zu senden. Eine Art Fernshopping. Auf jeden Fall konnte somit nichts schief gehen. Noi teilte berichtet mir das Jaeb kaum ein Wort mit ihr wechselte. Sie stellte sich anscheinend die Beziehung mit Micha anders vor. Er kam einfach nicht zu Potte, während ich in ihren Augen einiges schneller anging.

    Gegen vier Uhr trudelten wir wieder in Choeng Mon ein. Wie konnte es auch anders sein, mein Freund warf sich schon ins Barleben. Jaeb hatte er im Bungalow abgesetzt. Mein Telefon klingelte. Na schien Sehnsucht zu haben. Ich drückte den Anruf weg. Noi bemerkte dies und fragte nach. Den ersten Versuch konnte ich noch erklären, doch die junge Dame versuchte es sagenhafte vier mal. Kurz und bündig erzählte ich Noi von meinem Erlebnis mit ihr in Pattaya. Sie nahm es kommentarlos hin. Das Telefon bimmelte wieder. Diesmal bestand Noi darauf den Anruf anzunehmen. Dies galt es zu vermeiden. You scare about her, warf sie mir vor den Kopf. Nois Gesicht verfinsterte sich. Was sollte ich tun?!? Schnelle Entscheidungen gehören nicht zu meinen Stärken. Meine Absicht ein zwei Tage vor Abreise wieder in Pattaya einzutrudeln, hatte ich schon längst über Bord geworfen. Was solls, dachte ich mir und gab Noi das Telefon. Ich warf mir die Hände vor den Kopf. Hoffentlich geht das gut. Noi nahm das Gespräch an mit dem üblichen Hello. Ich musste über diese Art der Gesprächseröffnung immer schmunzeln. Eine Karriere in der ..........branche wäre ihr schon mal sicher. Das Gespräch nahm einen von mir unerwarteten kurzen Verlauf. Und was hat sie gesagt, fragte ich Noi. Als erstes wollte sie wissen wo ich sei. Ihre Antwort im Pool. Als nächstes wer sie sei. Noi halt. Na fragte nach, nicht Nom. Nom hieß Michas Shakira. Sie nahm anscheinend an, das sie nachgekommen sei. Letzte Frage ob Noi meine Freundin sei. Sie erwiderte mit ja. Ende des Gesprächs. Noch mal gut davon gekommen, dachte ich mir so.

    Einige Minuten später folgte eine SMS. I knew you have lady. Was wollte Na eigentlich. Ich hatte ihr im Vorfeld berichtet Noi wieder sehen zu wollen. Ich harkte diese Mitteilung ab und hoffte das es bei dieser letzten SMS blieb.

    Eine Mitbewohnerin rief Noi an, es gäbe Probleme mit ihrer Cousine wegen der Miete. Also ging es nach Choeng Mon. Die Neonbeleuchtung fing an zu flackern, der Himmel dämmerte und immer mehr Partybegeisterte steuerten die Bars an. Das Nachtleben erwachte. Wie immer führte der Weg zuerst an der Happy Bar vorbei. Die Mädels erkannten meinen Blondschopf sofort. Ich setzte Noi an ihrer Bar ab und begab mich auf die Suche nach Micha, der nicht schwer zu finden war. Eine sehr attraktive Bardame versuchte seine Gunst zu ergattern. Ich bestellte mir einen Wodka Red Bull und schaute dem Schauspiel zu. Sang Som hing mir langsam zu den Ohren heraus. Keine 10 Minuten später verschwand mein lieber Freund mit der Dame für Short time.

    Meine Unternehmungslust an diesem Abend schien nicht sonderlich Begeisterungsfähig. Am morgigen Tag stand die Blackmoon Party, für die es sich zu schonen galt. Ich trudelte an Nois Bar und genehmigte mir ein Singha. Da der Barbesitzer Englischer Abstammung ist, tummelten sich viele seiner Landsleute dort. Im Verlauf der Tage wurden mir diese Insulaner immer unsympathischer. Irgendwie scheint ein grosser Teil dieser Menschen sämtlichen Anstand und Sitte beim überqueren der Meeres abzulegen. Ich verweilte trotzdem die nächste Stunde an der Bar. Zwei Mitbewohnerinnen von Noi fragten mich ob ich ihnen nicht einen deutschen Freund verschaffen könne. Ich schoss ein paar Fotos und konnte ihnen natürlich nichts versprechen. Wenig später nach einem kurzen Snack begaben wir uns zurück zum Bungalow. Jaeb schien ein wenig verärgert da Micha nichts von sich hören ließ. Dies sollte aber nicht mein Problem sein.


  11. #10
    Avatar von Label1907

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    Re: Unverhofft kommt oft!!!!


    Ausgeschlafen erwachte ich wie immer vor Noi. Die angedachten Ausflüge schienen eher einer Illusion anzugehören. Mir sollte es egal sein. Die Insel kannte ich weites gehend. Mal sehen wann sich die Dame in den kommenden Tagen etwas früher erhebt. Heute sollte es eine lange Nacht werden. Die Black Moon Party stand an und das Wiedersehen mit Patrick. Ich schwamm erstmal eine Runde durch den Pool. Der Besitzer der Anlage hatte vor drei Monaten halbwegs damit begonnen sein Anwesen zu erweitern. Jetzt schienen die Bauarbeiten abgeschlossen zu sein. Die neuen Bungalows wirkten natürlich um einiges moderner und komfortabler. Eine Stunde später begab sich Noi aus dem Bett. Manche brauchen halt ihren Schönheitschlaf und in diesem Falle tat er eindeutig seine Wirkung. Wir gingen erstmal eine Kleinigkeit Essen. Hier in Choeng Mon besuchten wir zum sozusagen Frühstück öfter die gleiche Lokalität. Sie ist am Ende der Hauptstraße also der Ladenpassage zu finden. Die Straßenküche erweckte nicht gerade sämtliche Essensgelüste, doch ich fand es sehr köstlich.





    Ich fragte Noi ob wir nicht mal in einen Tempel gehen könnten um den Segen Buddhas zu erhalten. Ein Freund empfahl mir dies. In Anbetracht der gläubigen Thais wäre dies ein gutes Zeichen der Zusammengehörigkeit. Noi willigte ein dies bald zu machen. Die letzten Tage über schwärmte sie von einer Thaidiscothek, die sie gerne mit mir besichtigen würde. Heute wäre eine gute Möglichkeit dafür, dachte ich mir. Da die Escape Party erst um 2 Uhr so langsam in Fahrt kommt, wäre dies eine gute Überbrückung.

    Wie jeden Tag statteten wir einen Besuch bei ihren Freundinnen an der Bar ab. Kaum zu glauben. In ganz Chaweng startet die Barszene erst zum späteren Abend. In dieser Straße steppte der Bär schon nachmittags. Überwiegend Engländer tummelten sich dort. So weit ich das beobachten konnte, sind Nois Freundinnen ein wichtiger Bezugspunkt in ihrem Leben, derren Meinung Einfluss auf ihre Entscheidungen hat. Da Noi faste jeden Tag den Kontakt zu ihnen suchte und wir des Öfteren zur Bar fuhren, dachte ich mir, warum immer zur Bar fahren, dann kommt die Bar halt mal zu mir. Ich berichtete Noi von meinem Vorhaben, was sie davon halten würde eine Grillparty bei uns am Bungalow zu veranstalten. Ein breites Grinsen zeichnete sich in ihrem Gesicht ab. Sure?? Ja, sure. Eine verspätete Geburtstagsparty für Dich. Noi würde im März Volljährig. In Thailand also 20 junge Jahre. Sie sprang auf und teilte dieses erfreuliche Ereignis mit. Die Mädels galt es also aus der Bar auszulösen. A 300 baht, somit 1.800 Baht. Ein englischer Gast runzelte die Stirn. Ich sah in jeden Tag hier von morgens bis abends. Anscheinend musste er sich dann für den morgigen Tag eine andere Bar aussuchen. Betriebsausflug.

    Gegen Einbruch der Dämmerung begaben wir uns wider zum Bungalow. Eine Duschbad und ein Kleidungswechsel sollten vollbracht werden. Bei der Hitze stand ich täglich fünfmal unter der Brause. Eigentlich hätten es auch drei getan, aber Nois Sauberkeitsdrang (manchmal brachte er mich zur Weissglut) ließ nicht weniger zu. Gegen 22 Uhr donnerten wir also frohen Mutes zu dieser Thailandischen Bar/Discothek Longbeer. Sie liegt ziemlich weit am Ende von Chaweng Richtung Lamai. Hinter dem Bowling Center. Der Parkplatz war recht gut gefüllt. Die Musik drönte bis auf die Straße. Zur hälfte Open Air und die andere Hälfte samt Bühne überdacht. Noi wunderte sich über den starken Andrang. Sie teilte mir mit sonst immer direkt an der Bühne einen Platz zu bekommen. Nun tummelten sich hier hunderte von Thais. Wir nahmen also etwas ausserhalb Platz, tranken Wodka Red Bull und lauschten der Musik. Es ist einfach fantastisch zuzusehen wie die Einheimischen bei den Klängen förmlich ausrasten. Noi hielt es auch nicht mehr auf dem Platz. Der Barkeeper erläuterte uns das heute das dreijährige Bestehen gefeiert würde. Bis 22 Uhr gab es freie Getränke. Na toll, war ziemlich klar das wir das wieder verpasst hatten. Cirka eine Stunde später trudelten Micha und Jaeb ein. Ich und mein Weggefährte schienen so ziemlich die einzigen Farrangs gewesen zu sein. Im laufe des Abends/Nacht sprachen uns überwiegend Männer an. Ihnen gefiel anscheinend das sich Farrangs für Thaimusik begeistern.



    Der ein und andere Eimer Sang Som schoss über die Theke. Noi und Jaeb ließen ihrer Freude freien Lauf. Wie kann man bloss so viele Songs auswendig mitsingen?!?! Muss an jahrelangem Training liegen. Mich wunderten die Preise. Für Thaiverhältnisse schien mir das ziemlich teuer. Long Drinks 120 Baht. Ich schätze mal das dies nur für mich und Micha galt. Die Live Band inzinierte ein wirklich gutes Bühneprogramm. Selbst uns Europäer rieß es von den Stühlen. Die Stimmung schwappte völlig über. Mein Alkoholpegel auch.

    Gegen 2 Uhr endete für uns dieses Spektakel und wir düsten in Richtung Lake. Die Escape Party sollte erkundet werden. Dort angekommen, bekamen wir noch einen guten Parkplatz. Sehr beeindruckend fand ich wieder das ganze Lichtspektakel. Es passte gut zu den Technorythmen. Im Vergleich zu meinem letzten Besuch hatten sie diesmal so eine Art Kirmesspiele aufgebaut. Unter anderem Luftballon schießen und ein Wurfballspiel. Kennen viele bestimmt vom Rummel. Junge hübsche Frau sitzt über einem Wasserfass. Den Ball richtig platziert geworfen, verschafft der Dame ein kühles Bad. War nett anzusehen, wie die betrunkenen Herrschaften versuchten zu zielen. Zugegebener Maßen, ich und Micha versuchte es dann auch. Aber erfolglos. Das Gelände füllte sich langsam. Und dann stand er da, Patrick. Der Anreise schien ihn sichtlich geschafft zu haben. Er wirkte wie ein Schluck Wasser in der Kurve. So muss ich wohl auch am ersten Tag ausgesehen haben. Wir begrüßten uns und begossen das Wiedersehen dementsprechend. Man wie hatte ich diesen Dialekt vermisst. Er kommt aus der Nähe von Heidelberg.



    Noi hatte nicht viel Freude an der Musik. Sie bevorzugt halt eine andere Richtung. Ehrlich gesagt war mir diese Art Techno auch schon zu spezifisch. Trotzdem tänzelten wir durch die Gegend. Jaeb und Noi machten es sich an einem Tisch gemütlich und deckten sich reichlich mit Barbecue ein. Etwas später entdeckten wir Timi. Micha hatte ein Auge auf ihre Freundin geworfen. Leider schien diese nicht im geringstem interessiert. Sämtliche Versuche seinerseits wurden abgeblockt. Timi hatte natürlich eine Begleitung. Der schien sich aber andersweitig zu amüsieren. Ich sah sie jeden Abend mit einem anderen. Thats business. Einige Zeit später schien es mich doch geschafft zu haben. Meine Batterie lief auf Reserve. Ich begab mich wieder zu Noi. Die fummelte schon den ganzen Abend an ihrem Handy herum. An der Party hatte sie kein Interesse. Wahrscheinlich wieder Kundenbindung zum Iren oder Schotten. Verstärkt wahrscheinlich vom Alkoholkonsum ging mir das gegen den Strich. Dies machte ich ihr dann auch deutlich. Ich warf ihr vor den Kopf, das zum Beispiel Timi sich mehr mit mir beschäftigen würde. Was natürlich nicht der Fall war oder gewesen wäre, aber irgendetwas wollte ich sagen. Kurz entschlossen ging ich dann auch in ihre Richtung. Noi schaute nicht begeistert. Ich führte einen kleinen Schlänker ein, so dass ich Noi im Blickfeld hatte. 10 Minuten später stand sie auf, schaute in meine gegangene Richtung und begab sich zum Ausgang. Das konnte ich natürlich nicht zulassen und sprang dazwischen.

    Eine kurze Diskussion folgte. Um die Stimmung nicht ganz auf den Nullpunkt senken zu lassen, fuhren wir dann zum Bungalow. Ich weiß nicht warum, aber irgendwie stichelte ich nach was jetzt mit den Insulanern wäre. Noi sprach über diese Dinge überhaupt nicht und wollte auch nicht darauf eingehen. Was schoss mir bloss durch den Kopf, schließlich war ich auch nur ein Customer. Wird wohl mein Ego gewesen sein. Unser Streitgespräch artete aus und wutentbrannt fing sie an ihre Sachen zu packen. Das wollte ich natürlich auch nicht. Kurzerhand hinderte ich sie daran. Dann gehe ich halt morgen, warf sie mir an den Kopf. Sie kann aber auch stur sein. Über manche Sachen konnten wir einfach nicht diskutieren. Wie ein kleines Kind blockte sie ab. Andererseits ging es mich auch nichts an. Ich wollte einfach nur bescheid wissen, wie die Dinge hier liegen. Immerhin hatte ich wieder ins Auge gefasst sie zu Besuch einzuladen. Wir schliefen ein, jeder bockig auf seiner Seite des Bettes.



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