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Tuol Sleng S 21 Gefängnis der Roten Khmer in Phnom Penh.

Erstellt von Otto-Nongkhai, 13.12.2003, 23:42 Uhr · 51 Antworten · 3.889 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Otto-Nongkhai

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    Tuol Sleng S 21 Gefängnis der Roten Khmer in Phnom Penh.

    S21 ist ein Mahnmahl aus der jüngsten ,grausamen Geschichte Kambodschas.

    Dieses Gefängnis wurde im Mai 1976 gegründet ,indem eine normale Hauptschule einfach geschlossen und umgebaut wurde.

    Dort wurden mehr als 20.000 Männer ,Frauen und Kinder inhaftiert ,gefoltert und anschliessend auf bestialischer Weise in Choeung Ek
    ( Killing Fields ) ermordet.





    Das Gelände umfasst eine Grösse von 400 x 600 Meter.

    Die Klassenräume in Paterre wurden in kleine Zellen der Grösse
    0,2x 2 Meter umgewandelt.



    In der mittleren Etage waren die weiblichen Gefangenen untergebracht und oben befanden sich die Zellen für viele Gefangene auf 8 x 6 Meter Fläsche.

    Im Gebäude A befinden sich grosse Einzelzellen ,in den meist Angehörige der Roten Khmer an Betten angekettet waren.
    Hier fanden die vietnamesischen Soldaten beim Einmarsch in Phnom Penh auch noch die letzten 14 Opfer ,denen die Kehlen durchgeschnitten waren ,bevor die Wärter flohen.













    FORTSETZUNG FOLGT

  2.  
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  3. #2
    Avatar von Otto-Nongkhai

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    Re: Tuol Sleng S 21 Gefängnis der Roten Khmer in Phnom Penh.

    In Block B hänger die Portrais der zahllosen Opfer an den Wänden.

    Wenn man in die Foto-Gesichter der gefolterten und hingerichteten Menschen schaut ,dann läuft einem trotz der Hitze eine Gänsehaut über den Rücken.
    Die Menschen blicken apathisch in die Kamera ,als ob sie ihr baldiges Schicksal erahnen würden.

    Ich weiss ,solche Bilder passen eher in den November- und nicht in die schöne Vorweihnachtszeit,
    aber ich glaube wir sind es den Opfern schuldig ,dass man auch heute noch an sie denkt und dieses sinnlose Morden nicht in Vergessenheit geraten kann ,genauso wie das sinnlose Morden im 3.Reich unter dem Pol Pot "Bruder" .......



























  4. #3
    irrlicht
    Avatar von irrlicht

    Re: Tuol Sleng S 21 Gefängnis der Roten Khmer in Phnom Penh.

    Ich hatte letztes Jahr im Oktober das zweifelhafte "Vergnuegen" die Killing Fields und das S21 zu sehen. Danach war ich ganz schoen fertig. Es ist einfach unfassbar, was die Roten Khmer damals fuer ein Gemetzel veranstaltet haben. Meiner Meinung nach merkt man den Kambodschanern dieses auch noch an. Es ist dort nicht das unbeschwerte, froehliche Leben wie im LOS.

  5. #4
    woody
    Avatar von woody

    Re: Tuol Sleng S 21 Gefängnis der Roten Khmer in Phnom Penh.

    Zitat Zitat von irrlicht",p="101210
    ..... Es ist dort nicht das unbeschwerte, froehliche Leben wie im LOS.
    Da kann man nur hoffen, dass das Land nun einen bessere Zukunft hat.

  6. #5
    Avatar von Otto-Nongkhai

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    Re: Tuol Sleng S 21 Gefängnis der Roten Khmer in Phnom Penh.

    Block C ist ganz mit Stacheldraht bedeckt .Nach dem Selbstmord einer Frau ,die sich aus dem 2.Stockwerk stürzte ,führte man diese Sicherheitsmassnahme ein.



    Block D befindet sich die Büste des Roten Khmer Führers Pol Pot ,geboren 1928 in Kampong Thom .

    Andere grausame Füher der Roten Khmer ,die teilweise ihr Studium über ein Stipendium in Paris vollendeten ,waren ,Leng Sary ,Khieu Samphan ,Hou Youn ,Hu Nim ,Son Sen und der Gefängnisdirektors Duc ,ein ehemaliger Mathematik Leher ,dessen richtigem Namen Saloth Sar war.



    Die authentischen Bilder des Malers Henh Naht ,der als einer der wenigen S 21 überlebt hatte ,zeigt die unvorstellbaren Grausamkeiten in diesem Gefängnis.

















    Beim Anklicken soll es groesser werden







    FORTSETZUNG FOLGT

  7. #6
    Avatar von Otto-Nongkhai

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    Re: Tuol Sleng S 21 Gefängnis der Roten Khmer in Phnom Penh.

    Zitat Zitat von irrlicht",p="101210
    Meiner Meinung nach merkt man den Kambodschanern dieses auch noch an. Es ist dort nicht das unbeschwerte, froehliche Leben wie im LOS.
    Hallo irrlicht !
    Bei der aelteren Generation ja ,aber kaum einer erzaehlt gerne aus der Vergangenheit.

    Die Jugend in Kambodscha ,die meisten also ,ist die grosse Hoffnung des Landes und gerade diese Jugend ist sehr selbstsicher ,manchmal sogar etwas ueberheblich .
    Da gibt es keinen Unterschied zur Jugend in Thailand..

    Besonders die jungen Frauen mit ihrem Pothut halten sich fuer unfehlbar und ruempfen ueber ihre Artgenossen in Thailand ,die sich an Farangs verkaufen ,nur die Nase.

    Gruss

    Otto

  8. #7
    Avatar von abstinent

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    Re: Tuol Sleng S 21 Gefängnis der Roten Khmer in Phnom Penh.

    @ otto

    an anderer stelle schreibst du von einer zarten beziehung zu einer khmerfrau mit kind. du spieltest damals mit dem gedanken dort einzuziehen, und hattest ihr großzügigerweise für ein essen in ihrem appartement 10 US-$ (cambodianischer monatslohn) überreicht.
    was ist denn bitte daraus geworden?
    darf man gratulieren?
    bist du noch im capitol oder nun privat untergebracht?

    ciao

    "abstinent"

  9. #8
    thai norbert
    Avatar von thai norbert

    Re: Tuol Sleng S 21 Gefängnis der Roten Khmer in Phnom Penh.

    Ist richtig passt für uns Christlich erzohgenen nicht in den Kalender. Aber die Aufklärung geht voran, der Beitrag ist nach meiner Meinung Zeitlos.
    Gruß Norbert

  10. #9
    Avatar von Otto-Nongkhai

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    Re: Tuol Sleng S 21 Gefängnis der Roten Khmer in Phnom Penh.

    bist du noch im capitol oder nun privat untergebracht?
    Bin doch gerade in meinem Condo in Pattaya ,abstinent ,sonst könnte ich die Bilder nicht reinstellen.
    Habe meine Reise kurz unterbrochen ,weil ich im Ratanakiri ausgeraubt wurde.

    Gruss

    Otto

    PS.Dein Posting passt übrigends nicht hier in den S21 Bericht !!!

  11. #10
    Avatar von Otto-Nongkhai

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    Re: Tuol Sleng S 21 Gefängnis der Roten Khmer in Phnom Penh.

    Auch eine makabere Landkarte Kambodschas mit Totenköpfen befindet sich dort.





    Es gab ausserhalb von Phom Penh noch 2 weitere solcher Gefängnisse ,die man auch ................... nennen konnte ,denn die Brutalität der Führer der Roten Khmer konnte man mit der von ...... in Dritten Reich gleichsetzen.

    Die Gefangenen waren zum grössten Teil Kambodschaner ,aber auch einige Vietnamesen ,Laoten ,Thais ,Inder ,Pakistanie ,Briten ,Amerikans,Canadiens ,New Zealänders ,und Australier waren dabei.

    !975 gab es 154 Gefangene ,
    1976 = 2250
    1977 = 2330
    1978 = 5765

    Da waren aber noch mehr als 2.000 Kinder ,die in den obrigen Zahlen nicht enthalten sind und die durch die Khmer Rouge dort auch umgebracht wurden.
    Die Aufenthaltsdauer der einzelnen Gefangenen lag bei 2-4 Monaten ,bevor sie auf den " Killing Fields " brutal ermordet wurden.

    Das Gefängnis hatte die Funktion einer Registratur ,Verhör -und Folterkammer ,umgebracht wurde dort nur selten.

    Die Gefangenen wurden mit den Beinen zusammen an Eisenstangen und Ketten zussammengekettet.
    Bevor sie aber in den Zellen kamen ,wurden sie Fotografiert und ihr Lebenslauf wurde genau notiert und erfasst.
    Die vielen Bilder an den Wänden -siehe oben- ,deren ängslichen Blick sprechen Bände und lassen den Ausmass des Grauens auf den Betrachter wirken.








    Jeden morgen um 4;30 wurden die Gefangenen geweckt und mussten dann gymnastische Übubngen machen ,soweit das bei der Fesselung mäglich war.

    Das wiederholte sich 4 x am Tag ,wo auch immer überprüft wurde ,bei wehm sich die Eisenfesseln gelockert hatten.

    Strafen waren Stockschläge ,Elektroschocks und anderen grausamene Folterungsmethoden .

    Nach dem Fall der Roten Khmer im jahre 1979 wurde Tuol Sleng von den siegreichen Vietnamesen in ein Museum umgewandelt.
    Dieses Museum war auch die Rechtfertigung der Vietnamesen vor der Welt ,warum sie in Kambodscha einmaschiert waren ,um dem Grauen ein Ende zu setzen.

    Die Befreiung Kambodschas wurde den Vietnamesen bis heute von der Bevölkerung nie gedankt .
    Vietnamesen sind in Kambodscha sehr unbeliebt ,auch wenn der Ministerpresiedent Hung Seng eine vietnamfreundliche Politik betreibt.

    Tuol Sleng ist ein Mahnmal an die Zukunft ,ähnlich der Holocost-Mahnmahle in Deutschland an das Dritte Reich ,dass solche Grausamkeiten sie nie wiederhohlen dürfen ,auch für Generationen ,die an dem Greul nicht beteidigt waren.

    Alles im Gefängnis ist alt und staubig und wurd so hinterlassen ,als hätten die Roten Khmer noch Gestern hier gehaust.
    Habe mich dann im Garten der ehemaligen Schule eine Zeitlang aufgehalten und es kam mir vor ,als würde ich die Schreihe der hier inhaftierten und gefolterten Menschen hören.
    Selbst Säuglinge wurden in die Luft geschmissen und mit dem Barjonet wieder "aufgefangen".


    Die Rote Khmer herschte von 17.4.1975-7.1.1979 in Kambodscha
    Am 17.4.75 marschierte die Rote Khmer in Phnom Penh ein und evakuierte die Hauptstadt innerhalb von 48 Stunden.

    Damit begann das grösste Drama ,das Kambodscha bis dahin erlebte.
    Man wollte Kambodscha in einen Agrarstaat verwandeln .
    Geld ,Post ,Kommunikationswesen wurden abgeschafft ,Bücher verbrannt ,Schulen geschlossen ,Religion verboten .Kontakte zur Aussenwelt wurden unterbunden und jeder ,der eine Fremdsprache beherschte oder nur eine Brille trug wurde grausam umgebracht.

    Die übrige Bevölkerung wurde zur harter ,landwirtschaftlichen Arbeit gezwungen.
    Wer nicht gehorschte oder sich beschwerte wurde mit einer Spitzhacke getötet um Gewehrkugeln zu sparen.
    Die Khmer litten grausamen Hunger ,denn alles Essbare war Eigentum des Volkes und jeder Diebstahl wurde mit Totschlag geandet.

    Nur Ratten und Kröten waren zum Verzehr erlaubt und retteten viele Khmer vor dem Hungertod.

    Gelenkt wurde alles von einer Führung die sich Angkar nannte .

    Man nimmt an das in dieser Zeit ca 3 Millionen Menschen von der Khmer Rouge ermordet wurden.

    Am 15.3.1992 begann die Vereinten Nationen wieder damit ,Kambodscha zu helfen und aufzubauen.
    Die Blauhelme führten aber auch den $ ,Inflation ,die Prostitution und Aids in Kambodscha ein.

    Die erste freie Wahl einer neuen Regierung war am 22.Mai 1993.
    Hun Sen und Ranariddh wurden die neuen Ministerpraesidenten von Kambodscha.

    In der heutigen Zeit ist das Problem der Armut ,der vielen Bettler und Mienenkrüppel ohne Beine noch nicht behoben und wer sich in Phnom Penh aufhält wird mit dieser grausamen Wirklichkeit laufen konfrontiert.








    Copyrieht Otto

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