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Thailand Juni 2006 - Impressionen ...

Erstellt von Stalker, 06.02.2007, 11:35 Uhr · 39 Antworten · 5.777 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Stalker

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    Thailand Juni 2006 - Impressionen ...

    Ein neuer Tag, die Sonne lacht ein breites Lachen.

    Um 12.00 Uhr habe ich mich an der Eagle Bar mit Pokkie verabredet. Keine Ahnung warum ich genau in der Mittagshitze mit Ihr zum Big Buhda möchte.
    An der Eagle Bar werde ich inzwischen wie ein alter Bekannter begrüßt. Erfrischungstücher werden mir über das schweißnasse Gesicht getupft und eine Schale mit Erdnüssen steht auch vor mir. Das war am ersten Tag nicht der Fall und ist nach meiner Beobachtung auch nicht mehr generell so üblich. So bilde ich mir schon etwas auf meine "Nüsschen" ein. Pokkie springt mir freudestrahlend entgegen. Sie hat jede Menge CDs in den Händen. Bevor ich sie fragen kann, was es damit auf sich hat, wird’s mir auch schon von zwei Herren im gesetzteren Alter erklärt. Die Musik an der Bar ist völlig indiskutabel. Vor allem gäbe es keine Bee Gees. Die Hawaihemden der Zwei passen auf jeden Fall mehr zu „California Dreaming“ als die Typen selbst.

    Pokkie hat sogar eine Bee-Gees-CD gefunden. Leider ist diese total zerkratzt und setzt während der Wiedergabe ständig aus. Die äußerst sachlich vorgetragene Kritik wird am Ende von Pokkie mit „If you want hear, then you buy new CD!“ deeskaliert.

    Zeit die Barfine zu bezahlen …. nein Stalker ist nicht nötig, hab heute meinen freien Tag. Wir gehen zur Beach Road um nach einem Taxi Ausschau zu halten. Schnell erklärt sich einer der Bahtbusfahrer bereit, unser Privatchauffeur bei diesem Trip zu sein. Für die gesamte Tour inklusive Stopp am Buhda Hill und Viewpoint, anschließend Rückfahrt zur Soi 7 werden 350 Baht von Pokkie ausgehandelt. Sie sagt mir, dass dieser Preis nicht besonders günstig ist, ich habe aber keine Lust hier auf der lauschigen Beach Road zu stehen und noch 10 andere Fahrer anzusprechen um dann vielleicht 1-2 Euro zu sparen.

    Bevor das Ziel angesteuert wird, geht es erst einmal zu einem Stand an dem Blumen und Blumenkränze für solche Anlässe verkauft werden. Pokkie kauft sich hier Einiges ohne mich dabei zu vergessen und mir auch ein paar Lotusblumen und eine Blütenkette mitzubringen.



    Pokkie mit Blumen

    Der Buhda Hill ist schnell erreicht. Auf der linken Seite vor der Treppe die zu der übergroßen Statue führt gibt es noch einige Stände und eine kleinere Halle, in der ein Mönch sitzt und in der es auch auf einem Altar einiges anzusehen gibt. Pokkie begibt sich zum Beten in die Halle. Ein kleiner Shop bietet „Mönchseimer“ mit „Waren des täglichen Bedarfs“ zum Kauf an - kommt mir vor wie eine kleine Marketender-Ausstattung. Wir beginnen in der prallen Sonne zur großen Buhdafigur emporzusteigen. Es ist so heiß, dass mir der Schweiß in die Augen läuft und dort ein unangenehmes Brennen verursacht. Indianer kennen keinen Schmerz, trotzdem nestelt Pokkie ein Kleenex aus ihrer Tasche, und sorgt dafür, dass ich mindestens eine Minute schweißfrei bin.





    Ob das ein geeignetes T-Shirt ist ...



    Marketendereimer für die Mönche











    Diese Widrigkeiten nehme ich aber gern in Kauf. Sehe Pokkie bei Ihren buhdistischen Ritualen zu und bin froh, wieder einmal diese Andersartigkeit fernab von unserer abendländischen Kultur genießen zu können.



    Nachdem ich Pokkie genügend Zeit für ihre innere Einkehr gelassen habe bringt sie mich zum Viewpoint. Der Himmel hat sich inzwischen etwas bezogen, trotzdem habe ich einen schönen Ausblick auf die Pattaya Bay. Eines der Ferngläser missbrauche ich als Hilfsstativ für eine Panoramaaufnahme - die später aus mehreren Fotos zusammengesetzt ein tolles Bild ergibt. Am Viewpoint befindet sich auch ein kleiner Royal-Navy-Posten. Weiterer interessanter Punkt ist das Denkmal des Begründers der Royal-Thai-Navy. Einer der vielen Söhne des Chulalongkorns (Rama V), der seine Ausbildung in der Royal Navy Englands genossen hat - so kann ich es jedenfalls auf der hier angebrachten Gedenktafel lesen.



    Am Viewpoint





    Wir genießen anschließend noch zwei leckere Eiscafes. Der Verkaufsstand ist ein umgebauter VW-Bus der ersten Generationen und erinnert mich an die fahrende Cocktailbar, die immer schräg gegenüber vom Biergarten am Parkhotel in der Sukhumvit Soi 7 in BKK steht. So muss ich unweigerlich an BKK, Su und an den Biergarten denken. Schließlich läuft bereits der letzte Tag in Pattaya. Pokkie eröffnet mir, dass sie morgen nach Nong Khai in ihre Heimat will. Sie wird dann am nächsten Tag nach Bangkok fahren und von Mo Chit aus den Bus nach Nong Khai nehmen. Ich biete ihr an, mit mir zusammen nach BKK zu kommen, da ich ja auch am nächsten Tag abreise. Darüber ist sie natürlich hoch erfreut. Der ständig lächelnde Bahtbusfahrer bringt uns zurück zur Soi 7.

    An der Eagle Bar nehme ich noch zwei Frühnachmittagsbiere zu mir. Verlasse dann mit Pokkie die Bar. Am Hotel trennen sich unsere Wege. Ich weiß, dass sie gerne mit mir gehen würde. Ich mag Pokkie, … aber ich bin emotional mehr als ausgelastet. Darüber habe ich sie nie im Zweifel gelassen. Trotzdem scheint es ihr weh zu tun. „Another Time, another Life …“ aber ich spare mir auch diese Art von Floskeln. Vielleicht wäre es für sie besser gewesen, wenn ich ihr nicht angeboten hätte mit mir zusammen nach BKK zu kommen. Morgen um 11.00 Uhr soll sie hier am Hotel sein. Ein Kuss von ihr der nur meine Wange findet und ich gehe ohne mich noch einmal umzusehen ins Hotel.

    Stalker

  2.  
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  3. #2
    Avatar von bigchang

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    Re: Thailand Juni 2006 - Impressionen ...

    eins muss man dir lassen,hartnaeckig bist du,und das ist gut so,danke @stalker,das du trotzdem weitermachst

    gruesse matt

  4. #3
    Avatar von tira

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    Re: Thailand Juni 2006 - Impressionen ...

    jo,

    und da sich bei der bislang zahlreichen leserschaft fast niemand traut
    den thx-o-mat zu betätigen mach ich das jetzt gleich x ;-D

    gruss

  5. #4
    Avatar von Mike_Thai

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    103

    Re: Thailand Juni 2006 - Impressionen ...

    Supi

  6. #5
    Avatar von Piet

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    Re: Thailand Juni 2006 - Impressionen ...

    Klasse, dass Du weiter- , Stalker. :bravo:

    Wie immer, tolle Fotos zu Deinen Berichten.

    Danke!

    Gruss
    Piet

  7. #6
    Avatar von Stalker

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    Re: Thailand Juni 2006 - Impressionen ...

    Abreisetag in Pattaya - Wiedersehen mit Su

    Freitag, nun beginne ich meine Klamotten einzusammeln und in die Reisetasche zu stopfen. Anschließend wird das letzte Flipper-House-Breakfast ala Stalker eingenommen. Nachdem auch mein Magen zufrieden gestellt ist gehe ich zu den netten Damen an der Rezeption und melde den Check Out an. Ein letzter Blick in die gestern durch Kid und mich geplünderte Mini-Bar, dann können sich die Girls an der Rezeption und im Coffee Shop über einen kleinen Tip freuen.

    Nach dem der Hotelboy meine Reisetasche nach unten geschleppt hat, lass ich mich in die Couchgarnitur der Lobby fallen. Der knapp fünf Tage währende Aufenthalt in Pattaya hat jede Menge Eindrücke hinterlassen.
    Mein bisher eher bescheidenes Bild von offenen Beer Bars und den dazugehörigen Ladies muss ich revidieren. Wurde überall freundlich und zuvorkommend behandelt. Habe interessante Leute kennen gelernt.

    Im Mp3-Player läuft Isaan-Mucke. Siri...., Jintara, Tai Oratai und Waranuch säuseln mir die Ohren voll. Es kommt zwar eine Abschiedsstimmung auf, aber eine Woche in BKK liegt ja zum Glück noch vor mir. Trotzdem hab ich ein Gefühl wie am Tag einer Abreise. Das schlimmste an den LOS-Urlauben ist für mich immer der Rückflug. Noch ca. 15 Minuten, dann müsste das Taxi kommen, aber Zeit wird ja hier bekanntermaßen mit anderen Maßstäben gemessen, so dass ich auch bei einem akademischen Viertel und darüber hinaus keine Probleme mit einer Verspätung habe.

    Im Gegensatz zum Taxi ist Pokkie überpünktlich. Freudestrahlend kommt sie in Jeans und T-Shirt auf mich zu. Eine kleine rosa Reisetasche in der einen und einen Plastikbeutel mit Getränken in der anderen Hand umarmt sie mich umständlich. Aus Ihrer Reisetasche nestelt sie eine MP3-Cd mit Thaimusik. Ein Abschiedsgeschenk. Jetzt, wo ich diese Zeilen tippe höre ich Musik von dieser CD. Inzwischen hält draußen vor dem Hotel das Taxi, ein nagelneuer Toyotakombi. Fahrer und Hotelboy verstauen unser Gepäck. Verabschiede mich vom Security und vom Hotelboy, ohne zu vergessen auch hier einen kleinen Obolus zu geben.

    Pokkie hat mir 2 Büchsen Singha und für den Fahrer und sich selbst Wasser gekauft. Wir verlassen Pattaya. Pokkie ist ein wenig aufgekratzt, freut sich auf zu Hause, hat ihren Sohn schon 4 Monate nicht gesehen. Ihre Reisetasche enthält eigentlich nur Geschenke für die Familie, Kleidung für ihren Kleinen. Ich bemerke, dass Pokkies Kette wieder nicht da ist. Nach einigen Nachfragen bekomme ich heraus, dass sie diese erneut verpfändet hat.
    Ihr Vater will einen neuen Reisspeicher bauen, dazu bat er um Geld und Pokkie kann nur schlecht mit leeren Händen nach Nong Khai fahren.

    So bestätigt sich wieder einmal die Tatsache, dass die Yings einen großen Teil all ihrer Einnahmen der Familie zur Verfügung stellen, sofern sie nicht drogen- oder spielsüchtig etc. sind.

    Während die Landschaft an uns vorbeirauscht wird unsere Unterhaltung stockender. Ich nippe, an der zweiten Dose Bier, da ist Pokkie schon eingeschlafen. Da sie sich doch mit einem gehörigen Abstand von mir auf die Rückbank gesetzt hat, findet sie keine bequeme Position zum Schlafen. Aber Gentleman wie ich bin, lass ich sie mit ihrem Kopf und einem Kissen aus dem Taxi schließlich auf meinem Oberschenkeln ruhen. Als ich dann noch den Fahrer bitte die Luft der schon gedrosselten Aircon nicht auf Pokkies Hals strömen zu lassen, bin ich wieder ihr Held und sie schaut mich aus leicht wässrigen Augen an. Der Rest der Fahrt verläuft relativ unspektakulär und ich habe Zeit über die kommende Woche und über meine Beziehung zu Su nachzudenken.

    Als wir die Ausfahrt zur Suk hinunterfahren, streiche ich über Pokkies Haar und wecke sie damit auf. Pokkie richtet sich auf hält meine Hand und fragt mich: „Do you miss me, when you go home to Germany?“ „No Pokkie, I don’t miss you, but I will remember you. Maybe I meet you again, when I come back to Pattaya.“ antwortete ich ihr. Darüber sieht sie nicht glücklich aus, aber was soll ich ihr schon antworten. Wir biegen in die Soi 5 ein, an deren Ende das Royal Benja steht, in dem ich dieses Mal mein Basislager in BKK aufgeschlagen habe.

    Das Taxi hält, ich verabschiede mich von Pokkie mit einem Kuss auf die Stirn und drücke ihr noch einen Tausender in die Hand. „Für deinen Sohn.“ und bin schon ausgestiegen. Der Hotelboy will natürlich Pokkies Tasche mit aus dem Kombi nehmen, ich verneine, Pokkie ist den Tränen nah. Der Taxifahrer erhält sein restliches Geld von 650 Bahnt (200 Baht hatte ich ja angezahlt)+ 200 Baht Tip und ich gehe ohne mich weiter umzusehen in die Lobby. Die Sache hat mich ganz schön geschafft. Das Einhalten der 3-Tage-Regel, so mies ich das vom Grundsatz her finde, ist wahrscheinlich der beste Schutz vor solchen Eskapaden. Im Grunde war ich mit Pokkie gar nicht solange zusammen, aber wenn die Chemie zu stimmen scheint, kommt die Gefühlselt schon mal ins trudeln.

    Das Benja kenne ich von meinem Aufenthalt in 2003. Die Zimmer sind schön groß, wenn auch etwas abgewohnt. Fürs Doppelzimmer mit Frühstück habe ich 1400 Baht pro Nacht bezahlt, an der Rezeption werden 3400 Baht/pro Nacht!!! aufgerufen. Ein für mich völlig indiskutabler Preis. Für 1400 Baht kann man sich diese Zimmer aber schmerzlos geben. Das Zimmer ist im 22. Stock und gewährt einen schönen Ausblick auf die Sukuhmvit-Umgebung (wenn man diesem etwas abgewinnen kann).

    Ich weise den Staff darauf hin, dass mein Girlfriend erst später eintrifft. Sie soll sich dann mit ID-Karte zum Check In melden, da hier ja Joiner Fee-Alarm ist. Das würde ich in den nächsten Tagen noch erleben.

    Blick aus dem Hotel ...



    Blickrichtung Soi 7



    Blickrichtung Soi 5

    Erst mal die Sachen auspacken, die Süßigkeiten und Geschenke für Sus Familie beiseite legen und ausgiebig duschen. Inzwischen ist es 15.30 Uhr. Ich beschließe mit dem Skytrain Richtung Mo Chit nach Saphan Kwai zu fahren und von dort aus ein Taxi zu nehmen. Laufe also die Soi 5 herunter zur Suk, gleich hinter dem AMARI-Hotel biege ich in die kleine Verbindungsgasse zwischen Soi 5 und Soi 7 ab.



    Richtung Soi 5



    Richtung Soi 7

    Schon läuft mir ein bekanntes Gesicht über den Weg. Es ist die Bekannte meines Kumpels Dieter. Einige von Euch werden sich bestimmt noch an meinen „2003er Thread“ erinnern. Treffe sie jedes Mal wenn ich in BKK bin. Kurzer Smalltalk, man sieht sich im Biergarten.

    Den nächsten Stopp mach ich dann an Maes Beautysalon.
    Maes Shop wurde inzwischen mit Holzwänden versehen und sie kann nachts beruhigt in ihre Wohnung gehen. Maew selbst hat - obwohl immer schon schlank - weiter abgenommen. Der Shop scheint sie voll zu fordern.

    Sie hat Su seit meinem letzten Trip im Januar/Februar nicht mehr gesehen. Ihre Schwester (die damals auch noch mit uns unterwegs war) hatte inzwischen einen Motorradunfall, ist noch dabei das ganze zu verarbeiten und wieder gesund zu werden. Die zweite, taubstumme Schwester drückt noch einmal die Schulbank. Mae quirlig und emsig wie immer, verspricht mir, heute Abend zum Fußballspiel Deutschland-Schweden in den Biergarten zu kommen.



    Der „alte“ Biergarten



    Der "neue" Biergarten

    Werfe einen kurzen Blick (durchs Objektiv meiner Ixus) auf den neuen Biergarten und laufe die Soi 7 runter zur Suk, die Suk entlang und tausche erst einmal Geld beim Chinesen Ecke Soi 7/1 / Sukhumvit. 20 Minuten später bin ich auch schon in Saphan Kwai und dringe direkt in Sus Wohngebiet vor.









    Für Fußgänger sind Bangkoks Bürgersteige einfach nur "Abenteuer pur"





    Auch mir klebt das Hemd am Kreuz, aber immer nur Taxi ist langweilig

    Angekommen in Saphan Kwai verwerfe ich erstmal die Idee mit dem Taxi, will das BKK-Feeling mit allen Gerüchen und Abgasen in mir aufsaugen. Ich laufe die Pradipath Road entlang. Muss dann in die Soi XX hinein. Hier stehen immer einige Fahradrikschas bereit. Unter anderem auch mein „Freund“ - ein Khmer, der mich mit lautem „Sawadee Khun Stalker“ begrüßt. Er kann weder lesen noch schreiben, ist aber ein sehr netter Typ - ca. 40 Jahre alt, 1,60m groß, schätze höchstens 50 kg schwer, verheiratet 3 Kinder (von einer Frau, die gut 80kg wiegt), um die er sich auch richtig kümmert. Wer den Film „Three Seasons“ mit Harvey Keitel gesehen hat, wird eine ungefähre Vorstellung von der Rikscha haben, jedoch ist die Sitzfläche nicht bequem als fahrende Couch für 2 Personen hergerichtet, sondern erinnert eher an die Miniaturausgabe einer Pickupladefläche an der die Seiten mittels Bohlen unter Verwendung von Kunstleder und etwas Schaumstoff zu „bequemen“ Sitzgelegenheiten umgebaut sind.

    So passen ca. 6 Thais auf dieses Gefährt. Bahtbusfeeling im Miniformat. Die Rikschas sind einzig und allein dazu da, den Weg von ca. 400 Metern die Soi XX entlang von der Pradipath Road in das dahinterliegende Siedlungsgebiet zu fahren. An der Soi XX selbst liegen hinter hohen Mauern einige schöne Grundstücke mit z.T. recht schönen Häusern, deren Besitzer vorrangig in deutschen Karosserien durch die Straße jagen. Da muss der Rikschafahrer mitunter eine Betonprobe von den Mauern nehmen. Die Fahrt kostet 5 Baht. Mein Freund erhält - wie bei jedem Urlaub - seine 100 Baht, bei denen ich glaube, dass sie bei seiner Frau landen und nicht in BTMs umgesetzt werden.



    Den Weg zu Sus „Haus“ kenne ich inzwischen auswendig. Sehr, sehr selten verirrt sich ein Farang hierher, habe selbst noch nie einen getroffen.



    Gleich hab ich mein Ziel erreicht

    Plötzlich stehe ich vor Sus Haus. Eine Art überdachte Miniveranda ist vor die Eingangstür gesetzt, so dass sie sich einen kleinen Verkaufstresen hier hingestellt hat und von selbstgemachter Sojamilch über Sandwichs und Gebäck alles mögliche verkaufen kann. Einige werden sich daran erinnern, dass Su nach Bang Na gezogen war, hatte sie doch dort einen Shop eröffnet, bei dem sie sich mehr Laufkundschaft versprach, da der Shop direkt am Eingang eines Wohngebietes lag. Sie hatte schon Pläne gemacht - ein kleiner Imbiss mit Tischen und Stühlen sollte dazu kommen. Irgendwann teilte ihr der Vermieter mit, dass sie viel mehr für Wasser und Strom bezahlen müsse. Als nächstes gab es bezüglich des Imbiss Stress mit einem anderen Shop, der Ähnliches anbot. Das Apartment in Bang Na, sehr schön aber auch 2000 Baht teurer als in Saphan Kwai, lange Rede kurze Sinn - Absprung in die „bessere Gegend“ nicht gelungen.

    „Swadee khrup Khun Mae“ …. Sus Mutter strahlt mich an, ihr Stiefvater klopft mir auf die Schulter … bloß Madame ist nicht zu sehen. Sofort muss ich mich nach der anstrengenden Wanderung hinsetzen, ein Glas warme Sojamilch trinken und mir allerlei, teilweise für mich unverständliche Fragen anhören. Versuche diese so gut es geht zu beantworten. Inzwischen macht sich Ah Daeng (der Stiefvater) auf den Weg, um Su einzufangen. Die ganze Nachbarschaft … links die Frisöse, rechts Sus Freundin Nam mit ihrer kleinen, aber feinen Thaiküche und noch einige andere Leute sind auf einmal da und begrüßen mich aufs herzlichste. Ich bin gerührt und es kommt so etwas wie - nach Hause kommen Gefühl - auf.

    Plötzlich steht Su vor mir, die Einholen war ...



    ... Ihr wisst ja ... Fortsetzung folgt
    Stalker

  8. #7
    Avatar von Peter Feit

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    247

    Re: Thailand Juni 2006 - Impressionen ...

    @stalker

    geil - ich liiieeebe BKK!!!

    Peter Feit

  9. #8
    Met Prik
    Avatar von Met Prik

    Re: Thailand Juni 2006 - Impressionen ...

    Wieder ein super Bericht und tolle Bilder Hoffe es geht hier bald weiter.

  10. #9
    Avatar von Stalker

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    Re: Thailand Juni 2006 - Impressionen ...

    Mehr als eine kurze Umarmung ist nicht drin, hier vor Familie, Freunden und Bekannten ist man doch sehr shy. Nam fragt mich, ob ich etwas anderes als Su’s Süßigkeiten essen möchte. Seit heute morgen hab ich nichts mehr gegessen, also nehme ich die Einladung gerne an und bekomme ein leckeres Phaneng Mooh.



    Nam (Mitte) in ihrem Gourmettempel – Foto aus 2005 (links Su, rechts Nams Schwester)



    Die Chefköchin nochmals alleine ...

    Ein junger Mann sitzt ebenfalls beim Essen. Ein entfernter Verwandter von Nam. Sein Name ist Goog, und er arbeitet als lizenzierter TAT Tourguide in ganz Thailand. Spricht ein für Thaiverhältnisse sehr gutes Englisch, hat Uni-Abschluss und will von mir alles über Deutschland wissen. Während Su ihre Sachen zusammenpackt und ein Lieferjunge kommt, um die eingekauften Lebensmittel für den Shop zu bringen, habe ich mir mit Goog so einiges zu erzählen. Su instruiert ihre Mutter und ihre Schwester über die Verwendung der High-Tech-Geräte (Elektrogrill) und ein paar andere Dinge bezüglich ihres Shops.

    Der neuester Verkaufshit der Mia Noi ist gemahlenes Eis, dass dann mit furchtbar süßem Sirup in abartigsten, chemischen Geschmacksrichtungen verkauft wird. Ich kläre Su eben schnell über die möglichen Folgen und juristischen Klagen auf, die später im Zusammenhang mit diesem „Produkt“ auf sie zu (Su 555) kommen könnten. Zum Beispiel „Hey meiner Tochter ist von ihrem Zeug `ne dritte Brust gewachsen.“ Das ist Su aber egal, sie ist genauso skrupellos wie die Pharma- und Chemiekonzerne. Ich rate ihr schließlich, dass Zeug gegebenenfalls als Abführmittel zu verkaufen und beende die Diskussion.

    Ah, fast vergessen, der Shop gegenüber mit Oma Plischke (sorry, weiß nicht wie sie heißt) existiert immer noch, kaufe mir eine Mango, die Oma auch gleich schält.



    Ein Verkaufsstand mit Tradition …

    Nach einiger Zeit machen wir uns auf den Weg zurück an die Suk. Nam und Goog begleiten uns, da sie noch etwas zu erledigen haben, unterwegs setzen wir sie mit dem Taxi ab.



    Su, Nam und Goog

    Su erledigt die Eincheckformalitäten und anschließend wird auf dem Zimmer ausgiebig das Wiedersehen gefeiert. Su erzählt mir, dass sie am Mittwoch (28.07.) ihre Mutter nach Lampoon (die alte Heimat) bringen will, dann aber abends wieder zurückfliegt. Damit hab ich nun keine Probleme, langweilig war es mir in BKK noch nie. Nun wird es langsam Zeit zum Biergarten in die Soi7 zu gehen. Der Laden ist im Rahmen der Renovierung auch mit einer Leinwand plus Beamer ausgestattet worden, das Angebot wird durch ein paar Rückprojektionsfernseher erweitert, so dass dem Fußballvergnügen nichts im Weg stehen dürfte. Su hat die WM soweit möglich (die Spiele nach Mitternacht hat sie ausgelassen) zusammen mit ihrem Sohn verfolgt und findet den Phillip ganz toll.



    Unser Zimmer im Benjia

    Natürlich wird der Abgang noch herausgezögert das Su nicht weiß, was sie anziehen soll ...



    Die Qual - der Klamottenwahl ...

    Seit meinem letzten Besuch war Su nicht im Biergarten, dementsprechend lange braucht sie für die Gaderobenauswahl. Frauen sind so … werde ständig gefragt „Suay Mai“ antworte brav „Suay, suay“ trotzdem fliegt das Teil in die Ecke … Irgendwann ist die Entscheidung gefallen und wir können los.

    Unterwegs legen wir noch einmal einen Stopp bei Mae ein. Mae will heute nicht mitkommen, sie ist zu kaputt. Stelle auch fest, dass sie noch dünner geworden ist. Angeblich zahlt sie 30.000 Baht Miete monatlich für den Shop. Das Geschäft wirft noch nicht genug Geld ab, um jemanden einzustellen. Genau gegenüber ist auch ein riesiger Beautysalon, mit mindestens 5 Angestellten, klimatisiert und massigem Platz. Als ich Mae darauf anspreche, ergehen wir uns in Zielgruppengefasel. Nach ihrer Meinung stößt sie mit ihrem Business in eine Marktnische vor, die der andere Shop nicht bedient. Ihr neuester Hit sind Haarverlängerungen – das Haar wird mit einer KLEBEPISTOLE angeklebt – völlig krass, kommen noch Bilder. Ich hoffe, dass sie da wirklich neues Terrain betritt, obwohl ich wohl nicht unberechtigte Zweifel habe. Mit dem Boss des Ladens gab es wohl schon Stress, aber die Angestellten labern sogar mit Mae. In den nächsten Tagen ist der obligatorische Besuch im Tawan Daeng angesagt. Mae verspricht dann mit Ihrer Schwester dabei zu sein.

    Shopgeschichte Mae ...



    Maes Shop im Juni 2005, in der Mitte die taubstumme jüngste Schwester (Mae zahlt ihre Ausbildung)



    Mae mit ihrer mittleren Schwester im Januar 2006, die diesmal (Juni) ihren Verkehrsunfall verarbeiten musste



    Und Juni 2006 ...

    ... kleines Update ... Februar 2007, nach Aussage von Su gibt es keinen Mae Shop mehr, und sie hat Mae aus den Augen verloren ...

    Fortsetzung folgt
    Stalker

  11. #10
    Avatar von Stalker

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    Re: Thailand Juni 2006 - Impressionen ...

    Wir gehen also alleine in den Biergarten. Es ist relativ voll, alles wartet auf das Spiel. Der Biergarten hat eine sehr viel höhere Decke bekommen - leichter Fabrikhallencharme. Vielen gefällt die neue Optik nicht. Ich persönlich kann irgendwie freier atmen. Durch das mehr an Platz konnte man natürlich jede Menge Großbild-TV aufstellen und hat von dieser Möglichkeit auch reichlich Gebrauch gemacht. Mädels, Staff und die Speisekarte haben sich nicht geändert. Werde auch gleich von „meinem“ Lieblingspersonal begrüßt.



    Ich mag die DREI .... immer freundlich, immer flink ... Service um ein vielfaches besser als in vielen deutschen Restaurants

    Singha vom Faß ist jetzt genau das Richtige. Hab in Pattaya zu viele Flaschen geleert.







    Hatte Probleme mit dem Licht, sorry ... später kommen noch ein paar schärfere Aufnahmen

    Absoluter Clou ist aber ein klimatisierter Extraraum, mit eigener Bar, Tischen und TV, der ca. 5 Meter über dem Geschehen an der Rückwand des Biergartens hängt. Wenn man hier sitzt kann man das Treiben unter Einem hervorragend beobachten. Ich unterhalte mich mit meinem alten Kumpel Lung Choon (Manager des Biergartens) über die Neuerungen. Er meint auch, dass die Atmosphäre etwas verloren gegangen ist. Erstaunt muss ich feststellen, dass es offiziell nicht mehr möglich ist, die Angestellten zu einem Drink einzuladen. Ein neues Gebot des Besitzers. Kann man aber umgehen, in dem das Bier eben in einen Kaffeebecher umgefüllt wird.

    Su hat noch keine ihrer ehemaligen Kolleginnen ausgemacht. Nach 1,5 Jahren bleibt die Zeit eben auch hier nicht stehen. Das Spiel läuft und die Stimmung ist prodeutsch. Die Yings fangen schon laut an zu kreischen, wenn der Ball nur in Nähe des Torraums fliegt. Jeder Kraftausdruck von Ballack, Schweini, Poldi, Klose und Co., wird mit Gelächter und Gejubel kommentiert. Inzwischen hat Su doch ein bekanntes Gesicht gesehen. Eine ältere Lady mit riesiger Naturoberweite setzt sich zu uns, beschwert sich lachend, dass die Customer nur auf den Ball schauen, sie hätte doch zwei davon und hebt ihre Brüste an. Ich versuche ihr schonend beizubringen, dass so eine Fußball-WM eben etwas Besonderes ist und stelle sie mit einem Barcadi Breezer ruhig.

    Plötzlich steht Daah an meinem Tisch, ihr „Sawadee Kha“ wird von Su nur mit einem kaum feststellbaren Nicken erwidert. Ich freue mich sie zu sehen. Hab Daah vor einem Jahr kennen gelernt, damals nannte sie sich noch Bee. Als ich sie dann im Januar etwas näher kennenlernte, hat sie mir ihren „richtigen“ Nickname verraten. Sie zieht sich ziemlich schnell zurück und wartet darauf das Su mit dem Doppelfußball zur Phi Daeng der Wahrsagerin geht. In der Halbzeitpause ist es soweit. Schon steht Daah wieder vor mir und fragt ob wir uns treffen können … darauf kann sie wetten, ist ja Low Season und man(n) muss als 5extourist ja seiner sozialen Verantwortung gerecht werden.



    Daah – damals noch „Bee“



    Juni 2006

    Es dauert nicht lange und Su hat erneut die Möglichkeit festzustellen, dass ich ihr großer Butterfly bin, weil Duk - im Gegensatz zu Daah - ohne Scheu an unseren Tisch kommt und mich zutextet.



    Duk - Januar 2006



    Leichte Ähnlichkeit mit einem Backenhörnchen ... - Juni 2006

    Sie trägt die Haare anders - gefällt mir. Sie bedauert jedoch das sie sich diesmal nicht mit mir treffen kann, weil sie gerade mit ihrem LT-Costumer unterwegs ist, der schon etwas pikiert zu uns herüberschaut. In 2 Wochen hätte sie Zeit, doch da bin ich schon längst zurück in Yörmoney.

    Um dann das Trio Infernale perfekt zu machen, treffe ich beim Gang aufs Klo natürlich Oh wieder (der 2003er Thread-Leser wird sich erinnern). Sie ist inzwischen noch etwas dicker geworden wie du auf dem Foto sehen kannst, aber gut drauf - oberflächlich betrachtet - wie eh und je.



    Sie erkundigt sich auch nach Klaus und Dieter. Klaus wird erst im November nach Thailand kommen und Dieter macht seine obligatorischen 6 Wochen im Oktober und November und dann noch mal Januar - April, keine Überschneidung also, keine Wiederholung gemeinsamer Abenteuer wie 2003.

    Es ist wahrscheinlich müßig zu erwähnen, dass jede der Ladies 100 Baht von mir bekommen hat. Hab früher Drinks spendiert. Ist im Biergarten und in der Thermae aber eher Blödsinn, da die Mädels ja nicht am Getränkeverkauf partizipieren. So kann sich jede selbst aussuchen, ob sie etwas auf meine Kosten essen, trinken oder das Geld fürs Taxi behalten will … up to her. Den Rest des Abends verbringe ich dann nur noch voll konzentriert mit Su, bin ja schließlich ihretwegen nach BKK gekommen.

    Fortsetzung folgt …
    Stalker

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