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Thailand - Feb 2005

Erstellt von Mang-gon-Jai, 14.03.2005, 18:05 Uhr · 45 Antworten · 3.165 Aufrufe

  1. #41
    Kali
    Avatar von Kali

    Re: Thailand - Feb 2005

    Zitat Zitat von Chak2",p="226640
    Mang-gon-Jai, diese Unterstellung
    Ihr wisst sicher, was die unterschiedlichen Etagen bedeuten.
    verbitte ich mir.
    Sonst geht's Dir gut ?

    Erstaunlich, daß Du in der Hinsicht empfindlich zu sein scheinst.

    Ich weiß es nämlich auch nicht, kann es mir nach der Erzählung lediglich vorstellen, soweit reicht meine Phanatasie noch.

  2.  
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  3. #42
    Avatar von moselbert

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    Re: Thailand - Feb 2005

    Zitat Zitat von Ralf_aus_Do",p="226619
    ... Mit ein bißchen Rechnen kommt man darauf, daß die Übernachtung in dem Hotel ca 1 - 1,5% des von Moselbert beschriebenen Bangkoker Reihenhauses gekostet hat. Ungefähr 3 Monatsraten wären bezahlt ...
    Der Service im besagten Reihenhaus ist auch nicht mit dem im Oriental zu vergleichen.

  4. #43
    Chak2
    Avatar von Chak2

    Re: Thailand - Feb 2005

    Zitat Zitat von Kali",p="226655
    Sonst geht's Dir gut ?

    Erstaunlich, daß Du in der Hinsicht empfindlich zu sein scheinst.
    Da du mich ja schon länger liest, gehe ich mal zu deinen Gunsten davon aus, dass du diese Entgegnung genausowenig ernst gemeint hast wie ich meine Entrüstung.

  5. #44
    Avatar von MichaelNoi

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    Re: Thailand - Feb 2005

    Einfach köstlich, z.B. dieser Teil hier:

    "Doch noch ehe ich mich mit diesem Gedanken anfreunden konnte, verdrehte sie meinen Oberkörper in die entgegen gesetzte Richtung. Meine Wirbel sprangen zurück – einige sogar in ihre ursprüngliche Position.
    Endlich, nachdem sie mir auch die Arme wieder eingerenkt hatte, ließ sie von mir ab.
    “120 Baht“, sagte sie zu Pui, die eingeschüchtert bezahlte. "



    Hallo Chak...Smilies, an der richtigen Stelle gesetzt, können dem Verständnis hilfreich sein

  6. #45
    Avatar von Mang-gon-Jai

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    3.479

    Re: Thailand - Feb 2005

    Teil XI

    Abends saßen wir dann an einem kleinen Tisch an Bord der Oriental-Queen, dem Restaurantschiff. Es gehört dem Oriental-Hotel und ist eine umgebaute alte Reisdschunke. Aber nichts an Bord erinnert mehr an seine frühere Bestimmung – ganz im Gegenteil. Alles ist recht aufwändig gestaltet. Die Oriental-Queen ist, soweit ich weiß, das erste der Restaurantschiffe, welche heute in Bangkok fahren. Schon Ende der 60er-Jahre bin ich damit gefahren.
    Pui war begeistert. Bei Einbruch der Dunkelheit legte das Schiff ab.
    Ein sehr üppiges Büffet war aufgebaut. Die weiblichen Bedienungen trugen lange Brokatkleider.
    Während das Schiff langsam den Menam aufwärts fuhr, wurden wir mit thailändischer Musik berieselt, konnten uns an dem großen Büffet – kalt und warm – bedienen und wurden per Lautsprecherdurchsagen auf sehenswerte Dinge am Ufer und auf dem Fluss hingewiesen. Sehenswerte Dinge wurden mit starken Leuchten angestrahlt und so konnte man den auf thai und englisch lautenden Durchsagen gut folgen.
    Pui, die sonst immer nur sehr wenig isst – sie könnte ja zu dick werden – aß sich an diesem Abend richtig satt. Immer wieder ging sie zum Büffet um etwas nachzuholen.
    Ganz begeistert aber war sie von den geschnitzten Früchten.
    Neben dem Büffet saß an einem kleinen Tisch ein Mann, ein Thai. Pui machte mich auf ihn aufmerksam. Er gehörte nicht zu den Gästen, musste also wohl Personal sein. Allerdings konnten wir nicht erkennen, was er für eine Tätigkeit er ausübte. Er saß einfach nur da.
    Bei einem weiteren Gang zum Büffet wurde Pui von einer der Bedienungen angesprochen. Sie unterhielten sich angeregt und zeigten immer wieder auf die geschnitzten Früchte. Die Frau schien Pui etwas zu erklären.
    “Sie hat mir erklärt, wie diese Früchte beschnitzt werden“, erfuhr ich, als sie zum Tisch zurückkehrte. „Das ist richtig viel Arbeit.“
    “Du machst so etwas doch auch“, erwiderte ich wohl etwas verständnislos.
    “Das ist doch etwas anderes. Ich kann einen Schmetterling aus einer Möhre herstellen. Das ist es aber dann auch schon. Das habe ich früher mal in der Schule gelernt. Dieses hier ist aber etwas ganz anderes. Das möchte ich auch gern lernen.“
    Ich zuckte die Schultern. Was sollte ich dazu auch sagen.
    Dann sahen wir, dass die junge Frau, mit der sich Pui unterhalten hatte, mit dem „einsamen“ Mann am kleinen Tisch sprach. Der hörte sich an, was sie zu sagen hatte und nickte dann.
    Die Frau kam zu uns.
    “Wenn du lernen willst, wie man solche Früchte beschnitzt, kannst du morgen früh in die Hotelküche kommen. Ich bin dann auch da und wir zeigen dir, wie es gemacht wird.
    Am nächsten Morgen saß ich also allein auf der Terrasse am Fluss und frühstückte. Pui war schon seit Stunden in der Hotelküche.
    Endlich tauchte sie auf, beladen mit beschnitzten Früchten.
    “Das habe ich alles selbst gemacht“, sprudelte sie hervor. „Der Mann, der gestern auf dem Schiff war, hatte erlaubt, dass man mir zeigt, wie man so etwas macht. Der Mann ist Koch und trägt eine sehr hohe weiße Mütze. Lii, so heißt die Frau, die mich zum Schnitzen eingeladen hatte, sagt, dass man an der Höhe der Mütze sehen kann, welchen Rang der Koch hat. Wusstest du, dass Köche Ränge haben?“
    Pui war überhaupt nicht wiederzuerkennen. Soviel, wie jetzt sprach sie oft den ganzen Tag nicht.
    “Dann ist er wohl ein Oberhauptkoch“, vermutete ich.
    “Kann sein. Ich kenne die Ränge nicht“, antwortete sie ernsthaft.

  7. #46
    Avatar von Mang-gon-Jai

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    3.479

    Re: Thailand - Feb 2005

    Teil XII

    Unsere Tage in Bangkok waren vorbei. Der Reisepass von Pui war fertig und musste nur noch abgeholt werden. Direkt im Anschluss daran wollten wir nach Soeng-Sang zurückkehren. Eins blieb allerdings noch zu tun, ein versprochener Besuch bei meinem Freund (ein Thai) in der Schlangenfarm.
    Es war vormittags. Per Taxi ließen wir uns zur Schlangenfarn bringen. Dort lief gerade eine Vorführung. Wir sahen, wie mein Freund den Touristen seine Lieblinge vorführte. Er sah uns, lächelte uns an aber konnte seine Demonstration natürlich nicht unterbrechen. Wir mussten also etwas warten.
    Langsam wanderten wir an den Gehegen der Schlangen vorbei. Von Zeit zu Zeit holte einer der Pfleger das eine oder andere Tier um es zur Vorführung zu bringen. Nach kurzer Zeit wurde es dann wieder in die Käfige zurückgebracht. Pui schauderte wenn sie sah, wie diese Männer die Schlangen in den Händen hielten. Sie hat Angst und Abscheu vor Schlangen.
    Die etwa drei Meter lange Königskobra, ich hatte sie schon vor etwa zwei Wochen bei meinem ersten Besuch gesehen, faszinierte mich besonders und ich probierte, ein paar Aufnahmen von ihr zu machen. Das Tier war hinter Glas, trotzdem betrachtet Pui meine Versuche aus sicherer Entfernung mit Schaudern.
    Schließlich war die Vorführung zu Ende und mein Freund kam. Er hatte uns bereits gesucht. Wir setzten uns in ein kleines Restaurant um uns zu unterhalten. Es stellte sich heraus, dass er und Pui aus dem gleichen Tschangwat kamen. Ihre Dörfer waren nur etwa 20 Km voneinander entfernt.
    “Woher bekommt ihr eure Schlangen eigentlich?“, wollte ich wissen.
    “Wir kaufen sie.“
    “Wer verkauft Schlangen?“
    „Die Leute hier in Bangkok.“
    “In Bangkok?“
    “Ja, in Bangkok gibt es sehr viele Schlangen. Es kommt auch immer wieder zu Unfällen mit diesen Tieren. Ihr Touristen bekommt in euren klimatisierten Hotels natürlich nichts davon mit. Aber es gibt sehr viele Schlangen in Bangkok. Meist sind es Kobras.“
    Ich musste zugeben, innerhalb Bangkoks noch keine frei lebende Kobra gesehen zu haben.
    “Wenn in Bangkok die jährlichen Überschwemmungen sind, kann man manchmal welche im Wasser schwimmen sehen“, erklärte er. „Die Tiere, die wir kaufen, wurden aber meist in den Häusern gefangen. Die Leute bringen sie uns, weil sie wissen, dass wir gut bezahlen.“
    “Wie viel bezahlt ihr für eine Schlange?“
    “Für eine große Kobra zahlen wir etwa 1.000 Baht. Eine Königskobra ist teurer, viel teurer. Manchmal holen wir sie aber auch selbst. Wir werden dann angerufen, weil jemand eine Schlange im Haus hat und dort niemand in der Lage ist, das Tier einzufangen.“
    “Dann fangt ihr sie?“
    “Ja einer meiner Kollegen oder ich fahren zu der angegebenen Adresse, fangen das Tier ein und nehmen es mit. In diesem Fall bezahlen wir dann aber nichts für die Schlange.“
    “Aber der Anrufer muss auch nichts für euren Service bezahlen, oder?“
    “Nein, das machen wir kostenlos. Leider bekommen wir auf diese Weise aber auch Tiere, die wir überhaupt nicht gebrauchen können. Du weißt, dass wir lediglich Giftschlangen brauchen...“
    “Um Mittel gegen Schlangenbisse herzustellen.“
    “Ja. Oft werden wir aber gerufen, weil jemand eine große Schlange im Haus hat und nicht weiß, dass diese völlig harmlos ist. Vor Ort stellen wir dann fest, dass es sich um ein ungiftiges Exemplar, zum Beispiel eine Nguu-Sing (Eierschlange) handelt. Natürlich nehmen wir sie mit, wissen hier aber auch nicht so recht, was wir mit ihr machen sollen.“
    “Und was macht ihr mit ihnen?“
    Er lächelte ausweichend. Er wollte nicht antworten.
    “Los, sag schon. Was macht ihr mit ihnen?“ Ich glaubte, es zu wissen.
    “Sie schmecken recht gut“, grinste er schließlich.
    „Iii gitt!“ Pui würgte.
    “Kommt, ich zeige euch unsere Schätzchen.“
    Und so machte er eine Privatführung für uns. Er holte die Königskobra aus dem Gehege damit ich ein paar Aufnahmen ohne störende Glasscheiben machen konnte.
    Ich erzählte dabei, dass ich vor einiger Zeit eine recht unangenehme Begegnung mit einem Krait gehabt hatte (hier hatte ich es beschrieben). Pui schüttelte sich, als er bestätigte, dass das wohl nicht so ganz ungefährlich gewesen war - ein Krait ist sehr giftig.
    Er zog uns zu einem Gehege mit schwarz/gelben Schlangen - Kraits.
    “War es solch eine Schlange?“, fragte er.
    “Ja, genau solch ein Tier.“
    “Wie lang?“
    „So, wie die dort“, wies ich auf ein etwa 1,5 Meter langes Reptil.
    Er ergriff die Schlange, die sich um seinen Arm wandte und ging damit auf Pui zu.
    “Willst du sie haben?“, fragte er lachend.
    Pui kreischte auf und sprang schnell einige Meter zurück. Mein Freund wickelte das Tier von seinem Arm ab und legte es mir dann plötzlich und unerwartet um den Hals. Pui schrie auf.
    “Du weißt, sie ist tödlich giftig“, versuchte er mich zu ängstigen.
    Ich kannte diesen „Trick“ aber schon. Eine frühere Freundin von mir war Schlangenkönig und hatte dieses mehrfach mit mir gemacht. Ich wusste, dass diese Schlange nicht beißen würde. Pui aber war blass geworden. Selbst unter ihrer dunklen Pelle konnte man es sehen.
    “Tirak, tu das Tier weg. Diese Schlange ist giftig!!!“
    Ein Krait ist tatsächlich sehr giftig und sie ist für einen großen Teil der tödlich verlaufenden Schlangenbisse in Asien verantwortlich. Ihr Gift steht dem einer Kobra nicht nach. Außerdem ist sie, anders als eine Kobra, sehr beißfreudig. Warum also biss sie jetzt nicht?
    Ganz einfach: Ein Krait kann nur nachts beißen. Bei Tageslicht beißt er garantiert nicht. Schon oft hatte ich gesehen, wie meine frühere Freundin einen Krait am Schwanz aus seinem Versteck zog – tagsüber. Nach Einbruch der Dunkelheit wird das Tier allerdings sehr gefährlich. Dann hätte ich ihn auch nicht mehr auf dem Arm halten mögen. Die Schlange, die mir vorher um den Hals gelegen hatte, war nämlich zwischenzeitlich auf meinen Arm gekrochen und hatte es sich dort bequem gemacht.
    Auch als der Krait schon lange wieder in seinem Käfig lag, war Pui noch völlig fertig mit der Welt.

    Wir verabschiedeten uns. Per Taxi ging´s nach Samut-Prakan. Pui bekam ihren Pass.
    In Moo-Chit bestiegen wir den Bus nach Korat. Dort ging es weiter mit dem Rot-Doisan (Überlandbus) bis zu unserer Bungalowanlage. Der Bus hielt direkt vor der Tür.
    “Bangkok ist ja schön“, meinte Pui. „Aber hier ist es schöner. Nur die einzigartigen Hotels werden mir fehlen.“

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