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Thailand 2013 - ein schwangerer Hund und wilde Affen

Erstellt von MadMovie, 01.04.2013, 11:05 Uhr · 37 Antworten · 5.544 Aufrufe

  1. #21
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    Zitat Zitat von x-pat Beitrag anzeigen
    Schöner Fotobericht aus einer mir weitgehend unbekannten Gegend. Weiter so!
    Danke, X-Pat! Über Chiang Mai und Umgebung habe ich 2005 ("Eak und MadMovie-eine unendliche Geschichte?") und 2008 ("Von Chaiyaphum nach Lanna-Thailand auf's Dach gestiegen") berichtet.

  2.  
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  3. #22
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    Thailand 2013 - ein schwangerer Hund und wilde Affen

    Freitag, 22. 03. 2013 – Ban Khwao – Bangkok – Samut Sakhon - Samut Songkhram – Cha-Am


    Nach dem wir Haus und Hof in guten Händen wussten, ging es am Freitagvormittag endlich los, denn ich wollte Sophie unbedingt noch andere Gegenden von Thailand zeigen und vor allem solche, wo ich selbst noch nicht war.


    Nach einer Diskussion, die sich über eine Woche hinzog – meine Frau favorisierte die Variante „Phuket“ (die nach einer Recherche der Flugpreise für fünf Personen dann wieder vom Tisch war) – setzte sich eine abgespeckte Variante meines ursprünglichen Vorschlages durch.


    Ich hatte mir zu Hause im winterlichen Deutschland am Computer ausgedacht, über Cha-Am und Hua Hin nach Ranong zu fahren und dann mit einer Fähre nach Koh Chang – ja, in der Andamanensee gibt es auch eines, nur nicht so bekannt wie das im Osten.


    Aad hatte tagelang im Internet Straßenkarten und Durchfahrtspläne von Bangkok studiert und verfuhr sich nicht ein Mal, was nicht immer so war, denn der hatte sich auch schon mal auf dem Weg von Pattaya zum Flughafen verfranzt.


    Nach etwa dreieinhalb Stunden erreichten wir Bangkok zur Rush-Hour, na, ja, wann ist da mal nicht Stau – wahrscheinlich zu Songkran…





    Weiter ging es über Samut Sakhon und Samut Songkhram.
    Aad wählte dann nicht die von mir vorgeschlagene Straße 4, sondern für letzten 79 km eine andere Route, vorbei an unzähligen Wasserflächen, aus denen Salz gewonnen wird.


    Am späten Nachmittag erreichten wir dann unser Ziel Cha-Am am Golf von Thailand.





    Sophie endlich an der Küste – bei auflandigem Wind lässt es sich aushalten…


    Das von mir favorisierte Scandy-Resort war leider ausgebucht, aber die Thais haben ohnehin ein Händchen für besonders preiswerte aber noch akzeptable Hotels und so stiegen wir über diese unscheinbare Treppe hinauf in unsere Zimmer





    Wir verbrachten dann noch einige Zeit am Strand











    und nur die Farang stürzten sich in die Fluten, der thailändische Teil der Familie war mit Chillen und Futtern vollauf beschäftigt.


    Am Abend machten wir einen Bummel die Beachfront entlang








    und landeten dann in einem Thai-Restaurant in der Nähe des Scandy-Resorts.
    Mir war der Badeort Cha-Am auf Anhieb sympathisch, ohne genau benennen zu können, warum.
    Eine quirlige aber zugleich entspannte Atmosphäre, die mir gefiel.


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  4. #23
    Avatar von MadMovie

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    Thailand 2013 - ein schwangerer Hund und wilde Affen

    Samstag, 23. 03. 2013 – Cha-Am – Hua Hin – Wat Khao Takiab


    Leider hatten wir nicht vorbestellt, andere schon, so dass wir das Hotel am Samstag schon wieder räumen mussten.
    Der uns angebotene Ersatz gehörte zur selben Kette, nur drei Häuser weiter die Soi rauf – die Zimmer und die Ausstattung waren allerdings noch minimalistischer und die Matratzen mit Beton gefüllt.


    Irgendwann quartiere ich mich mal wieder im Landmark Hotel in der Sukhumvit Road in Bangkok ein, nahm ich mir vor, schon wegen des Frühstücksbuffets.
    Hier ging es immer mit knurrendem Magen los. Halt, nicht ganz!


    Am Anfang der Soi hantierte meine bevorzugte Kaffeedealerin während der Tage in Cha-Am.


    Die war zwar meist kurz angebunden, bereitete aber den Kaffee immer frisch zu – beim Eiskaffee dauerte es etwas länger, der musste runter gekühlt werden und kostete fünf Baht mehr (Cappuccino heiß 45 Baht, gekühlt mit Eis 50 Baht).





    Nach dem der Umzug erledigt war, machten wir uns auf den Weg in das berühmteste Seebad Thailands, das ja nur 25 km entfernt ist.


    Hier macht sogar der König von Thailand Urlaub – entsprechend selbstbewusst, um nicht zu sagen arrogant, gibt sich Hua Hin.


    Um es gleich vorweg zu sagen: Mir hat es dort nicht so gut gefallen, wie in Cha-Am, reine Bauchsache, andere schwören wieder drauf.
    Und das Gelände, wo der König Urlaub macht, wird vom Militär streng bewacht, an einen Besuch braucht man da gar nicht denken, zumindest nicht zu dem Zeitpunkt, als wir da waren.


    Sophie und ich wären ja am liebsten gleich durchgerauscht zum Affenfelsen, aber der thailändische Teil der Familie hatte einen Bärenhunger und sich fest vorgenommen, am Strand ein verspätetes Frühstück einzunehmen.
    Weil wir in Strandnähe keinen Parkplatz fanden, mussten wir ein Stück durch die Gluthitze laufen.
    Da war mir dann am Strand der Appetit vergangen und ich hatte nur noch Durst.








    Meine Frau beklagte sich bald, dass alles, von der Cola bis zum Somtam-Salat satte 50% mehr kosten würde, als am Strand von Cha-Am…
    Das war dann schon mal ein Grund, aufzubrechen zu den wilden Affen…


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  5. #24
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    Thailand 2013 - ein schwangerer Hund und wilde Affen

    Fährt man in Hua Hin stur geradeaus weiter nach Süden, kommt man an eine Abzweigung, wo es rechts nach Takiab Thong Village geht und links zum Affenfelsen.


    Da ist nichts mehr mit gelecktem Badeort!
    Wer den Staub des Isaan gewohnt ist, fühlt sich dort fast schon wieder heimisch:
    Man landet in einer Mischung aus Baustelle und Müllhalde, Stacheldraht legt auch noch andere Vergleiche nahe.
    Wer keine Ahnung hat, parkt auf der Baustelle, die sich als gebührenpflichtiger Parkplatz entpuppt.
    Eigentlich müsste man noch Geld für die Waschanlage bekommen.


    Der thailändische Teil der Familie war wegen des Staubes und der Hitze nicht dazu zu bewegen, das Auto zu verlassen.
    Schicken wir erst mal die Farang als Erkundungstrupp vor (ich will jetzt nicht die Polemik auf die Spitze treiben)!


    Sophie und ich kamen zunächst an diesem malerischen Fischereihafen vorbei





    Noch eine steile Linkskurve und dann eine Straße, wo Radprofis selbst nach Austausch ihres Blutes gegen Dopingmittel das Fahrrad schieben würden…
    Jetzt latsche ich auch nicht mehr zurück, um Aad Bescheid zu sagen, dachte ich bei mir und gab Sophie ein Handzeichen.
    Sprechen konnte ich nicht mehr, der Sauerstoff wurde für die Muskeln benötigt.


    Für geübte Bergwanderer ein Klacks, denn nach knapp 100 Metern wird die Straße flacher, die 37 °C aber bleiben.


    Wir wandten uns zunächst nach links und ich wollte unbedingt Sophie zusammen mit einem jungen Affen fotografieren





    Von Sophie keine Spur – die wurde gerade fauchend, beißend und kratzend davon gejagt!
    Man soll sich von dem Gitter nicht täuschen lassen, die laufen da frei herum…





    Bad für kleine Äffchen – hong nam ling noi


    Sophie fand ich dann ein paar Meter weiter hier wieder





    Buddha sei Dank! Affe und Sophie wohlauf!


    Noch ein paar Meter weiter dieser Pavillon mit Blick auf Hua Hin








    Überall am Wegesrand wilde Affen, aber je älter das Tier und je näher das Wat, umso friedlicher der Affe!





    Impressionen von Wat Khao Takiab








    Bemerkenswert auch der Intelligenzunterschied zwischen Hund und Affe am Fuße des Wat Khao Takiab:
    Während Hunde in einer unübersichtlichen scharfen Linkskurve liegen und Gefahr laufen, wieder mal eine Gliedmaße zu verlieren, springen einige Affen auf ankommende Autos auf und lassen sich ein Stück mitnehmen, näher heran an diese allseits beliebte Futterstelle:








    „Habe ich die wirklich alle zum Essen eingeladen?“


    Nach dem Erlebnis von Sophie beschränkte ich mich auf meine passive Rolle als Fotograf.


    Inzwischen hatte der thailändische Teil des Familie nach längeren Recherchen heraus gefunden, dass die Straße geradewegs zum Wat Khao Takiab führt und sahen uns erhitzt aber glücklich die Affen beobachten.
    Meine Frau lud die Wanderer auf einen Eiskaffee ein – eingedenk der Erfahrungen, die ich mal in einem Vorort von Vientiane mit diesem Getränk gemacht hatte, nahm ich ganz vorsichtig kleine Schlucke.
    Einen halben Liter leicht gekühltes stilles Wasser hatte ich zu dem Zeitpunkt schon intus.


    Wir hatten dann keine Lust mehr auf irgendwelche Sehenswürdigkeiten in Hua Hin oder drum herum – Sophie und ich mussten dringend unter die Dusche…
    Abends ging es dann zum Dinner ins Scandy Resort – qualitativ gute europäische und thailändische Küche.


    Sonntag, den 24. März verbrachten wir dann weitgehend am Strand von Cha-Am.
    Aad hatte zwar vorgeschlagen, den Teakholz-Sommerpalast von Rama VI. zu besichtigen, aber entgegen meinem sonstigen Jagdtrieb nach fotogenen Sehenswürdigkeiten hatte ich darauf bei der Hitze keinen Bock.


    Abends gönnten wir uns nach dem Essen noch die Gaudi, mit einem Tretmobil Cha-Am unsicher zu machen.
    Leider habe ich davon nur ein Handyfoto, das ein Portier des teuren Raja Resorts gemacht hat:





    Der Gesichtsfarbe nach zu urteilen, musste der Mann hinten links am meisten strampeln!


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  6. #25
    Avatar von franki

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    Als ich 98 das erste Mal in Hua Hin war, sind wir den Strand bis zum Ende gelaufen, haben wir uns bei dem Fischerhafen übersetzen lassen und sind dann die Felsen hochgeklettert bis zum Affentempel. Ist aber nicht unbedingt zum Nachmachen zu empfehlen, jetzt würde ich das auch nicht mehr machen.

    Affen füttern finde ich nicht gut und mache ich auch nicht, denn wenn die Tiere ständig gefüttert werden und an den Menschen gewöhnt sind, können sie unangenehm werden, wie deine Sophie auch erlebt hat. Einem Mitreisenden von mir haben die Affen in China mal die Goretexjacke zerrissen, um an die Kekse dort ranzukommen.

  7. #26
    Avatar von MadMovie

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    Danke für das feedback, Franki!

  8. #27
    Avatar von MadMovie

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    Thailand 2013 - ein schwangerer Hund und wilde Affen

    Montag, 24. 03. 2013 – Cha-Am – Wat Tanot Luang - Haad Puek Tian – Samut Songkhram - Amphawa – Bangkok


    Am Montag hieß es schon wieder Koffer packen, denn die Abreise rückte immer näher.


    Auf dem Weg nach Bangkok lagen gemäß meiner Internetrecherche so viele Sehenswürdigkeiten, wie die Tempel von Phetchaburi, Damnoen Saduak oder Rosegarden, dass man damit gut und gerne die Zeit bis zum Abflug hätte verbringen können.
    Aber ich wollte ja Sophie unbedingt noch die jedem Thailandfreund hinlänglich bekannten Sehenswürdigkeiten von Bangkok zeigen und so beschränkten wir uns auf drei Stopps.


    Am Wat Tanot Luang wären wir beinahe vorbeigerauscht, aber ich sah die markante Schiffs-Form und bat Aad zu wenden.
    Wir platzten mitten in die Vorbereitungen zu einem größeren Tempelfest herein, dass am 27. März stattfinden sollte.





    Der Moderator, der sich offenbar schon tagelang vorher warm quatschte, ergriff die Gelegenheit, die Gäste aus dem fernen Isaan und dem noch viel ferneren Jöremanie mehrfach zu begrüßen – was sogar ich verstand.


    Als Ehrengäste wurden wir von den beiden ältesten Mönchen des Wats persönlich gesegnet.
    Wegen der bei der Hitze willkommenen Weihwasserduschen gibt es davon keine Fotos (dennoch hatte ich auf den Bildern vom Wat und vor allem Puek Tian später große Objektivflecken, die ich in den letzten Wochen mit drei verschiedenen Bildbearbeitungsprogrammen wegretuschierte).


    Eine Wasserdusche hätte ich auch von diesem Sprengwagen bekommen können, aber wie gesagt, die Kamera ist wasserscheu





    Der Sprengwagen ist weg und Wat Tanot Luang präsentiert sich in seiner ganzen Schönheit








    Durch diese Tür geht es rein


    Auch innen ist der Tempel eine Augenweide








    Nur einer von vielen Fensterläden





    Wandschmuck: Eine Dschunke versinkt in einem Meer voller Fabelwesen und Dämonen


    Wir wurden von den Mönchen und dem Moderator herzlich verabschiedet – auch aber nicht nur wegen der Spende für den Schiffstempel.


    Ich habe schon Schiffsdarstellungen u. a. in der Nähe von Chaiyaphum gesehen, aber dass ein Wat direkt wie ein Schiff (wenn auch nur auf grüner Wiese) gebaut ist, dürfte ziemlich einmalig sein.


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  9. #28
    Avatar von MadMovie

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    Thailand 2013 - ein schwangerer Hund und wilde Affen

    Nächstes Ziel war der Strand (haad) Puek Tian, wo die gleiche Geschichte erzählt wird wie am Strand von Sattahip.


    Hier noch einmal die Zusammenfassung von Moselbert von 2011:


    Phra Apaimanee und sein Bruder Sisuwan waren Prinzen, die von ihrem Vater ausgeschickt wurden, um etwas zu lernen, was ihnen später bei der Regentschaft über das Land helfen könnte. Während Sisuwan den Schwertkampf lernte, war Phra Apaimanee ein Meister des Flötenspiels geworden. Das gefiel dem Vater nicht und er schickte ihn davon. Aber die Flöte war eine magische, sie konnte die Zuhörer in den Schlaf spielen und, wenn er wollte, die Seele aus dem Körper des Zuhörers locken und ihn so töten. Eines Tages kam eine Riesin, entführte Apaimanee in ihre Höhle und verwandelte sich in ein wunderschönes Mädchen. Er heiratete sie und sie gebar ihm einen Sohn, Sinsamut. Als er irgendwann herausfand, dass seine Frau die Riesin Nang Phisua Samut war, floh er mit seinem Sohn. Dabei wurde er von einer Familie von Wasserwesen unterstützt, Vater, Mutter und Tochter. Die beiden älteren wurden von der Riesin verschlungen. Die Tochter nahm die Flüchtlinge zur Insel Kokaew Phitsadan, der Wunderinsel, wo ein Eremit alle vor der Riesin schützte. Die Meerjungfrau gebar Phra Apaimanee einen Sohn, Sutsakhon.







    Es heißt in Puek Tian, weil die Riesin so enttäuscht war von Apaimanee, holt sie sich auch heute noch jedes Jahr ein männliches Opfer.
    Ich hielt mich daher beim Schwimmen in der Nähe des harmlos wirkenden Schildkrötenfelsens auf:








    „Warum muss ich so ein dämliches Schild um den Hals tragen und meine Cousine in Kopenhagen nicht?“





    „Flieg, mein Drache, flieg!“ – „Ich hab keine Flügel, Sutsakhon!“





    Uns hat es dort sehr gut gefallen, kaum Touri’s, viel Platz – und als die beiden Schulklassen wieder weg waren – auch schön ruhig…


    Geplant war nun eigentlich, in Samut Songkhram zu übernachten und Sophie am frühen Dienstagmorgen den Floating Market Damnoen Saduak zu zeigen.
    Es setzte nun aber eine hektische Telefonitis ein mit dem Ergebnis, noch an diesem frühen Abend in Bangkok einzuschweben, weil meine Frau aus dringenden Gründen schon am Dienstag wieder in den Isaan wollte.
    Mit der Aussicht, seine Fernbeziehung Ueng zu umarmen, ließ Aad den Motor aufheulen.


    Wir machten dann aber doch noch einen Stopp, und zwar in Amphawa





    Der Floating Market (talaad nam) Amphawa ist ein schwacher Ersatz für Damnoen Saduak und um 17:30 Uhr ist hier tote Hose.


    Die Damen tätigten dann dennoch einige Einkäufe auf dem Markt neben dem schwimmenden Markt.


    Bei einbrechender Dunkelheit waren wir dann mitten im Verkehrsgewühl der Stadt der Engel und Aad hatte sein personengebundenes sprechendes Navi am Ohr – soll heißen Ueng am Handy.


    Wir landeten im Stadtteil Khlong San, das ist schon fast Zentrumsnähe und Ueng stand irgendwo am Straßenrand.
    Sie quetschte sich auch noch ins Auto und über eine dunkle Soi und durch ein Parkhaus ging es zu einem Parkdeck und Sophie fragte besorgt, wo hier das Hotel sei.


    Nun, die von Ueng in aller Eile gebuchten Zimmer lagen gleich hinter der Parkbucht mit Gummiplanen, hinter denen sich das Auto verbergen ließ.
    Da ich so etwas schon einmal im Film gesehen hatte, war mir schnell klar, um welche spezielle Art „Hotel“ es sich handelte.
    Nun, so schlecht waren die Zimmer auch nicht und man konnte sich im Liegen im Spiegel an der Zimmerdecke betrachten.
    Nach dem Abendessen in einem schmalen Karaoke-Restaurant wurde es durch die Ausstattung des Hotelzimmers noch eine interessante Nacht…


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  10. #29
    Avatar von MadMovie

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    Thailand 2013 - ein schwangerer Hund und wilde Affen

    Dienstag, 26. 03. 2013 – Bangkok


    „Bleiben wir in dem ‚Hotel‘?“ fragte Sophie besorgt.
    „Nein, in dem Stundenhotel bleiben wir definitiv nicht“, beruhigte ich sie.


    Die Suche zog sich hin und als wir immer uns mehr Lad Phrao und Bangkapi näherten, sagte ich „Noch ein Kilometer und wir kommen in eine Gegend, wo ich mindestens zwei Hotels kenne!“


    Darauf wollte sich meine Frau nicht einlassen, sie hatte wohl einen eindeutigen Tipp bekommen.


    In der Soi 30 der Ratchadapisek Road wurden wir fündig:
    Das Baan Pratoom (Prathum) liegt so versteckt, dass sich nur wenige Gäste hierher verirren.
    Das Personal ist ausgesprochen freundlich, der Manager spricht Englisch und drei Worte Deutsch, die Zimmer sind sehr geräumig und kosten nur 500 Baht.
    Dass man den Swimming Pool zu jeder Zeit für sich alleine hat, lernten wir bei 37 °C noch zu schätzen.


    Nach einem Lunch nicht weit entfernt vom Hotel hieß es Abschied nehmen von Ehefrau und Stiefkindern, die es wieder in den Isaan zurück zog, einen Tag früher als geplant.


    So konnten Sophie und ich alleine Bangkok unsicher machen, entspannten aber zunächst im Hotel inklusive Besuch des Swimming Pools. Einzige Zaungäste: Zwei Taubenpaare, die sich dachten, bei den ganzen Stickoxiden in der Atemluft macht es dann auch nichts mehr, Chlorwasser zu saufen.


    An der Rezeption orderten wir ein Taxi, weil wir bei 37 °C im Schatten zu faul waren, bis zur Ratchadapisek Road zu laufen.
    Auf mein Ansinnen hin, uns zum Suan Lum Night Bazaar zu bringen, verfiel der Taxifahrer in eine hektische Gestik und rief immer wieder:
    „Suan Lum mai mii – bai Asiatique!“


    Nun, „mai mii“ übersetzt am besten mit dem wichtigsten Vokabular einer ehemaligen DDR-Konsumverkäuferin „Ham wa nich!“
    Das lernt jeder Thailandreisende gleich nach sawadtii khrap.


    Ich wusste allerdings nicht zu deuten, weshalb wir nach „Asiatique“ gehen sollten, bis mir einfiel, im Netz mal etwas von einem neuen Night Bazaar am Chao Phraya gelesen zu haben.








    Asiatique – The Riverfront


    Mondäner als der urige Suan Lum Night Bazaar, dem ich in den ersten Minuten noch nachtrauerte.


    Um 16:30 Uhr hatten noch gar nicht alle Geschäfte geöffnet, klar ist ja auch ein Nachtmarkt, aber Sophie wurde dennoch schnell fündig bei den Geschenken für Schwestern und Freundinnen.


    Auch hier gibt es wie beim Suan Lum ein Riesenrad – von einer holländischen Firma geliefert und einer Schweizer Firma betrieben, kann man sich aus 42 Gondeln in 60 m Höhe Bangkok von oben anschauen.




















    Nach einem weiteren Bummel über den Markt, landeten wir in einem italienischen Restaurant (es soll auf dem Gelände 40 Restaurants geben).
    Pizza und Spaghetti waren ausgezeichnet, zwar nicht ganz so wie in Italien, aber für thailändische Verhältnisse wirklich lecker.


    Wir hatten dann keine Lust mehr auf einen Nachtbummel, sondern wollten zurück und fielen der Taxi-Mafia in die Hände.
    Die riefen astronomische Preise von 400-600 Baht auf.
    Selbst meine Kenntnisse der thailändischen Zahlen, ich konterte mit song roi (200) Baht, konnte die nicht umstimmen.


    Wir gingen dann einfach ein paar Meter weiter, aber die Taxifahrer hier beharrten alle auf Festpreise, manch einer wollte uns gar nicht befördern, weil das Hotel zu weit weg vom Schuss lag.
    Um dem bösen Treiben ein Ende zu machen, charterte ich dann ein Taxi für 300 Baht, zwar immer noch zu teuer, aber was soll’s.


    Am Hotel-Swimming Pool ein Schild „Open 8 a. m. to 10 p. m.“ Ab ins Zimmer, umziehen, wieder runter in die 2. Etage, Licht an und rein!





    Blick vom Balkon unseres Zimmers im Baan Pratoom auf das nächtliche Bangkok


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  11. #30
    Avatar von Yogi

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    Danke, dass du uns mitgenommen hast, auf deiner Reise.
    Das ist alles stimmig, freundlich und mit schönen Bildern untermalt.

    Eine Frage hätte ich aber. Du schriebst, dass deine Frau wieder in den Isaan zurück fuhr. Führt ihr eine Fernehe?

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