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Tammy und das Urteil

Erstellt von moselbert, 11.12.2005, 19:44 Uhr · 99 Antworten · 5.416 Aufrufe

  1. #71
    Avatar von moselbert

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    Re: Tammy und das Urteil

    47.

    Der Richter schaute Hans an.

    „Sie dürfen noch etwas sagen, wenn Sie wollen.“

    Hans stand mit zitternden Knien auf.

    „Ich habe meine Frau nicht umgebracht. Viele Menschen in diesem Raum wissen, dass das die Wahrheit ist. Aber ihre Stimmen werden vom Gericht ja leider nicht gehört.“

    Er setzte sich wieder hin.

    „Wir ziehen uns zur Beratung zurück.“ sagte der Richter und verließ mit seinen Beisitzern den Gerichtssaal.

    „Das war sehr unklug von Ihnen.“ bemerkte der Verteidiger zu Hans gewandt. „Jetzt haben Sie mein schönes Plädoyer wertlos gemacht.“

    „Wenn ich es doch nicht gewesen bin!“
    beharrte Hans.

    „Die Behörden haben ermittelt, dass Sie es waren. Wir können nur versuchen, es für Sie ein wenig leichter zu machen.“



    Das Urteil folgt in der Fortsetzung

  2.  
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  3. #72
    Avatar von Pee Niko

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    Re: Tammy und das Urteil

    Das Urteil folgt in der Fortsetzung
    ...jetzt hab´ ich doch tatsächlich etwas feuchte Handflächen ...


    Ganz großes Kino, Moselbert .

  4. #73
    Avatar von moselbert

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    Re: Tammy und das Urteil

    Feuchte Handflächen?
    :???:

  5. #74
    Avatar von moselbert

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    Re: Tammy und das Urteil

    48.

    Nach einiger Zeit kamen die Richter wieder herein.

    „Im Namen des Königs von Thailand, Rama IX., Bhumipol Aduljadeh, und im Namen des thailändischen Volkes haben wir folgendes Urteil beschlossen:
    Der hier angeklagte deutsche Staatsangehörige Hans Dauber, ist überführt worden, seine damalige Ehefrau, Sumalee Dauber, in der Küche seines Hauses in Cha Am getötet zu haben.
    Er wird hiermit zum Tode verurteilt.“


    Für Hans waren die schlimmsten Befürchtungen wahr geworden. Die Urteilsbegründung hörte er nicht mehr. Das Schicksal hatte sich wie ein dichter dunkler Nebel um ihn gelegt.

    Nach dem Ende der Verhandlung wurde Hans durch einen Seiteneingang zum Gefangenentransporter geführt. Michael hatte keine Möglichkeit mehr, mit ihm zu reden.

    Stattdessen sprach ihn auf dem Flur Kriëngsak an.

    „Michael, es tut mir Leid. Aber wir konnten nichts ausrichten. Ich hatte nicht gedacht, dass es so enden würde.“

    „Was können wir denn jetzt machen? Mein Vater ist doch unschuldig.“

    „Wir müssen uns dringend treffen. Gleich morgen. Am besten bei Ihnen in Cha Am. Ich werde Worarut bitten mich zu begleiten. Wir haben genug Zeit, so ein Todesurteil wird nicht sofort vollstreckt. Es dauert wahrscheinlich einige Monate. Und vorher müssen wir uns etwas überlegen.“

    „Ja, kommen Sie vorbei. Was bleibt uns auch anderes übrig.“


    Michael verließ niedergeschlagen das Gerichtsgebäude.


    Nein, noch ist es nicht zu Ende. Das Urteil muss ja noch vollstreckt werden. Fortsetzung folgt.

  6. #75
    Avatar von Pee Niko

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    Re: Tammy und das Urteil

    Zitat Zitat von moselbert",p="303813
    Feuchte Handflächen?
    :???:
    Transpiration auf Grund von Angespanntsein, kau dschai ne?

  7. #76
    Monta
    Avatar von Monta

    Re: Tammy und das Urteil

    Das läßt einen dritten Teil erahnen. Die Leser wird es freuen.

    Gruß
    Monta

  8. #77
    Avatar von KhonKaen-Oli

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    Re: Tammy und das Urteil

    Ich schätze mal, dass es ein Happy-End geben wird, da Moselbert noch keine Recherche-Fragen nach den Einzelheiten der Vollstreckung (seit ein paar Jahren ist es die Giftspritze) gestellt hat.

    Gruss
    Oliver

  9. #78
    Avatar von Lao Wei

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    Re: Tammy und das Urteil

    Zitat Zitat von Monta",p="303822
    Das läßt einen dritten Teil erahnen. Die Leser wird es freuen.

    Gruß
    Monta
    Tammy und die Kinder?

  10. #79
    Avatar von moselbert

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    Re: Tammy und das Urteil

    Zitat Zitat von Pee Niko",p="303815
    Transpiration auf Grund von Angespanntsein, kau dschai ne?
    moselbert gäng mai maak, tää kau tschai khrab.


    Zitat Zitat von KhonKaen-Oli",p="303824
    da Moselbert noch keine Recherche-Fragen nach den Einzelheiten der Vollstreckung ... gestellt hat.



  11. #80
    Avatar von moselbert

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    Re: Tammy und das Urteil

    49.

    Am nächsten Tag saßen Worarut, Kriëngsak und Michael in Cha Am und überlegten sich, wie sie Hans aus der misslichen Lage herausholen konnten.

    „Ich denke mal, dass wir drei nichts machen können.“ bemerkte Kriëngsak. „Wir brauchen Unterstützung. Beispielsweise von Ihrer Botschaft, Michael.“

    „Die haben ja noch nicht einmal einen Beobachter zum Prozess geschickt.“
    sagte Michael erbost. „Und die Botschaft geht ja davon aus, dass alles hier mit rechten Dingen zugegangen ist. Thailand ist ja schließlich keine Diktatur sondern ein Rechtsstaat.“

    „Ja, allerdings mit ein paar Eigentümlichkeiten, die man beachten muss. Vielleicht wäre es gut, wenn Worarut oder ich mit zur Botschaft gehen? Wenn ein Polizist denen erzählt, was bei den Ermittlungen alles schief gelaufen ist, dann sollte es doch eigentlich Ihren Landsleuten einleuchten, dass hier nicht immer alles zum Lächeln ist.“

    „Gute Idee. Aber dann ist ja das Todesurteil noch nicht aufgehoben. Und kann das Gericht dieses Urteil überhaupt aufheben, ohne dass es selber an Gesicht verliert?“

    „Schwerlich.“
    warf Worarut ein. „Denn würde das Urteil aufgehoben, würde zum einen besonders der Staatsanwalt an Gesicht verlieren. Das will keiner. Auf meinen Nachfolger Gung, der auch erheblich an Gesicht verlieren würde, nimmt keiner Rücksicht, der ist nur ein kleines Rädchen im Getriebe. Viel wichtiger ist noch, dass ja automatisch wieder Suraphand und sein verstorbener Neffe ins Visier kommen müssten. Das will ja auch keiner. Ich sehe nur eine Möglichkeit.“

    „Und welche?“
    fragte Michael.

    „Ein von allen hochgeschätzter, weiser Mann, der sehr gebildet ist und viele Länder der Welt gesehen hat.“ Worarut schaute Kriëngsak an. Der nickte.

    „Der König?“ fragte Michael.

    „Der König. Aber zuerst ist die Botschaft dran.“


    Fortsetzung folgt

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